Infrapolitik im Schatten des Rechts: Konflikte um Arbeitsrechtsverletzungen aus alltagssoziologischer Perspektive
„In dem Beitrag entwickeln wir eine alltagszentrierte Perspektive auf Rechtskämpfe, die die Kluft zwischen Rechtsnorm und Rechtswirklichkeit ins Zentrum rückt und damit bestehende rechtssoziologische Debatten erweitert. Ausgehend von Alltagskonflikten um das Arbeitsrecht in Deutschland argumentieren wir, dass Rechtsdurchsetzung kein nachgelagerter Implementationsschritt ist, sondern eine eigenständige und konstitutive Konfliktlinie von Rechtskämpfen, die in der bisherigen Forschung unzureichend adressiert wird. Werden Kämpfe um Rechtsbrüche und Rechtsdurchsetzung fokussiert, geraten infrapolitische Strategien in den Blick, die außerhalb der juridischen Arena, aber im Schatten des Rechts stattfinden. (…) Rechtsbrüche durch Arbeitgeber*innen, so die zentrale These, sind in Deutschland in der Arbeitswelt alltäglich. Interessenkonflikte zwischen Kapital und Arbeit in Bezug auf das Arbeitsrecht führen alltäglich zu Kämpfen um die Aus- oder Durchsetzung von Rechtsnormen in der Rechtswirklichkeit, die unter Bedingungen von asymmetrischen Kräfteverhältnissen geführt werden. Entsprechende Kämpfe werden jedoch nur in Ausnahmefällen über den formalen Rechtsweg ausgetragen…“ Artikel von Francesca Barp und Nikolai Huke in der PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 224 vom September 2026: Kämpfe ums Recht – wir danken der Redaktion und empfehlen das gesamte Heft (als Abo)
„Der Herbst der Angriffe“ (Arbeitstitel): Aktionszeitung für eine Industrie mit Zukunft Nr.4 wird am 14. September gedruckt – bitte jetzt vorbestellen
„liebe Kollegen, in diesem Herbst kommt es Schlag auf Schlag: Die Angriffe der Bundesregierung auf das Gesundheitswesen, die Grundrente, die Altersrente, Arbeitszeiten, Löhne und Tarifverträge werden begleitet von einem massiven Stellenabbau vor allem in der Automobilindustrie incl.Zulieferer (…) Und natürlich greifen wir die Protestaktionen auf, die den Sommer hindurch bereits stattgefunden haben und die im Herbst noch zunehmen werden. (…) Wir legen die Aktionszeitung deshalb so an, dass sie den ganzen Herbst über verteilt werden kann.
Der Zusammenhang zwischen der Fähigkeit kämpferischer Kolleginnen und Kollegen zu entschlossener Gegenwehr in Verbindung mit konkreten Alternativen und dem Kampf gegen den weiteren Aufstieg der AfD liegt auf der Hand – auch dieser soll in der Zeitung thematisiert werden.
Die Aktionszeitung Nr.4 wird wieder 4 Seiten haben. Sie wird am 14.September gedruckt, tags darauf ausgeliefert, so dass sie auf jeden Fall pünktlich zum Auto-Aktionstag der IGM am 21.9. und zu den Sozialprotesten am 26.9. vorliegen wird.
Die Bedingungen sind die üblichen: Ihr bezahlt nur Porto und Versand. Darüberhinaus bitten wir allerdings um Spenden, weil nicht sicher ist, wie viele Kosten die Förderanträge, die wir bei diversen Stiftungen gestellt haben, tatsächlich decken werden…“ Siehe im Dossier die Landfassung des Anschreibens, Kontaktadresse und Spendenkonto zur Finanzierung der Aktionszeitung
31. Politik » Wirtschaftspolitik » wirtschaftspolitische Debatten » Allgemeine wirtschaftspolitische Debatte und Wirtschaftspolitik » Dossier: Debatte um Ungleichheit und Um-/Rückverteilung
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AKTUELL BEI LABOURNET.TV: Tarifverhandlungen Vivantes Töchter
„19. Juni 2026, Berliner Krankenhausratschlag – Die Verhandlungen der Vivantes Töchter stehen kurz vor dem Abschluss. Die Arbeiter*innen sollen noch bin Ende 2030 darauf warten, zu 100% nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bezahlt zu werden. So viel Zeit haben sie aber nicht, wie eine Arbeiterin von VivaClean klarstellt: „Ich arbeite acht Stunden und ich habe kein Geld in der Tasche: Miete, Strom Monatskarte, Schule und kein Geld. Alles ist teurer und der Lohn ist gleich. Ich brauche 100%, sofort.“ Am 22. Juni stimmten 70% der Kolleg*innen dafür, den Streik zu beenden und das Angebot anzunehmen.“ Video von labournet.tv (Deutschland 2026 / 2min / deutsch mit dt. UT)
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontres de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi
Spenden willkommen unter IBAN DE 76430609674033739600