Turkmenistan

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Turkmenistan
Die lange Liste der von der BRD geförderten Diktaturen soll um eine erweitert werden: Turkmenistan
Diktatoren ohne Grenzen war eines der ersten Bücher über Diktatur und Korruption in ZentralasienDeutschland und die EU verstärken derzeit ihre Bemühungen um den Ausbau eines Transportkorridors nach Turkmenistan, eines der erdgasreichsten Länder der Welt. (…) Begleitend bieten sich deutsche Unternehmen für – durchaus profitable – Unterstützungsleistungen für Turkmenistan an. Wüsten decken 80 Prozent von dessen Fläche ab, weshalb das Land angesichts des Klimawandels fast überall mit Desertifikation zu kämpfen hat. Hohe Bedeutung besitzt deshalb die Entsalzung von Wasser aus dem salzreichen Kaspisee. Im November 2018 reiste der Außenminister des zentralasiatischen Landes, Raschid Meredow, nach Deutschland, um Partner für Entsalzungsprojekte zu suchen. Nach einem Treffen von Meredow mit Außenminister Heiko Maas (SPD) stufte das Auswärtige Amt Turkmenistan als “wichtigen Partner in Zentralasien” ein. Die südhessische Firma PWT Wasser- und Abwassertechnik GmbH (Zwingenberg) hatte die erste Meerwasserentsalzungsanlage des zentralasiatischen Landes, gelegen am Ostufer des Kaspisees, errichtet. Eine zweite deutsche Firma, Chriwa Wasseraufbereitungstechnik GmbH (Hambühren), hatte im Jahr 2009 ebenfalls eine Entsalzungsanlage in Turkmenistan fertiggestellt. Im Februar 2019 unterzeichneten Abgesandte des turkmenischen Landwirtschaftsministeriums sowie Vertreter deutscher Unternehmen unter anderem Abkommen über die Nutzung von Wasser in Turkmenistan und über das Training turkmenischer Wasserspezialisten. Die deutsch-turkmenischen Geschäfte umfassen auch heikle Bereiche. Im Februar 2018 reiste ein Vertreter des Münchner IT-Sicherheitskonzerns Rohde & Schwarz nach Aschgabad und traf sich dort mit Staatschef Berdimuhamedow. Ihm zufolge will seine Firma die Beziehungen mit Turkmenistan ausbauen. Auf die Anfrage der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, welche Dienstleistungen Rohde & Schwarz bisher für Turkmenistan geleistet habe und was derzeit geplant sei, gab es keine Antwort. Das Unternehmen baut unter anderem Cybersecurity-Systeme für Regierungen und Militärs. Der Eurofighter der Bundeswehr etwa arbeitet mit Funkgeräten aus seiner Produktion…“ – aus dem Beitrag „Vorstoß zum Kaspisee“ am 05. April 2019 bei German Foreign Policy über die verstärkten Beziehungen (und Bemühungen) mit Turkmenistan, nach der internationalen Klärung der Situation des Kaspischen Meeres, die die Möglichkeiten des transkontinentalen Energietransports eröffnet. Dass deutsche Unternehmen schon lange vor der aktuellen Aktivität der Bundesregierung mit der Diktatur Geschäfte machten, zeigt ein 10 Jahre alter Beitrag (auf den in dem GFP-Artikel verwiesen wird) weiterlesen »
Diktatoren ohne Grenzen war eines der ersten Bücher über Diktatur und Korruption in ZentralasienDeutschland und die EU verstärken derzeit ihre Bemühungen um den Ausbau eines Transportkorridors nach Turkmenistan, eines der erdgasreichsten Länder der Welt. (...) Begleitend bieten sich deutsche Unternehmen für - weiterlesen »

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