Stoffe und Bekleidung

Bekleidung: Made in Hell“… Unmenschliche Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne, die kaum zum Leben reichen: Seit Jahren stehen Modekonzerne deswegen in der Kritik. Und seit Jahren bemüht die Branche dieselben Ausreden, gelobt Besserung und verweist auf freiwillige Massnahmen einzelner Unternehmen oder Brancheninitiativen, die für faire Löhne in den Zulieferfabriken sorgen sollen. Nur: In der Praxis sind diese Absichtserklärungen nichts wert. Ausbeutung bleibt in der Textilindustrie der Normalfall. Zu diesem Schluss kommen Public Eye und die Clean Clothes Campaign (CCC) in ihrem neuen Firmencheck 2019: «Existenzlöhne in der globalen Modebranche». Die Organisation hat 45 internationale Modeunternehmen unter die Lupe genommen. Das Resultat ist ernüchternd: Kein einziges Unternehmen stellt sicher, dass alle Arbeiter in der Lieferkette einen Lohn erhalten, der zum Leben reicht. Nur zwei der befragten Unternehmen (Nile und Gucci) zahlen wenigstens einem Teil der Beschäftigten in der Produktion einen existenzsichernden Lohn. (…)Die ernüchternde Schlussfolgerung des Firmenchecks 2019: Trotz vieler freiwilliger Einzel- und Brancheninitiativen hat sich in den letzten Jahren die Lohnsituation in den Kleiderfabriken der Billigproduktionsländer kaum verbessert. Dabei seien die Firmen oft eher Teil des Problems als der Lösung, stellen die Verfasser fest – «indem sie im Standortwettbewerb Fabriken und Produktionsländer gegeneinander ausspielen, sich nicht klar und öffentlich für höhere Löhne einsetzen und keine Garantien für faire Einkaufspreise abgeben». «Die Modekonzerne müssen endlich verbindliche Massnahmen hin zu Existenzlöhnen ergreifen», fordern Public Eye und Clean Clothes Campaign. «Ein Aktionsplan mit konkreten Zielsetzungen, rechtsverbindlichen Vereinbarungen und einem ambitionierten Zeitplan ist absolut überfällig.»“ Beitrag vom 12.11.2019 bei Infosperber weiterlesen »
Bekleidung: Made in Hell“… Unmenschliche Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne, die kaum zum Leben reichen: Seit Jahren stehen Modekonzerne deswegen in der Kritik. Und seit Jahren bemüht die Branche dieselben Ausreden, gelobt Besserung und verweist auf freiwillige Massnahmen einzelner Unternehmen oder Brancheninitiativen, die für faire weiterlesen »

Bekleidung: Made in Hell“… Heute hat die Kampagne für Saubere Kleidung einen umfassenden Bericht über die Arbeit der Prüfbranche in der Textilindustrie vorgelegt. Demnach lassen sich die sogenannten Sozialaudits wie TÜV Rheinland, Bureau Veritas und RINA stark von den Interessen der Unternehmen leiten, die sie beauftragen, anstatt verlässliche Prüfungen vorzunehmen. Bei der Vorbeugung von Katastrophen wie dem Gebäudeeinsturz von Rana Plaza (2012), dem Fabrikfeuer von Ali Enterprises (2013) oder der Kesselexplosion in der Multifabs-Fabrik (2017) mit tausenden Toten und Verletzten haben die kommerziellen Prüforganisationen versagt. INKOTA-Referent Berndt Hinzmann kommentiert: „Sozialaudits sollen die Einhaltung von Menschenrechten bei der Arbeit kontrollieren und sicherstellen. Doch offenbar funktioniert das nicht, wie die traurigen Beispiele von Rana Plaza oder Ali Enterprises zeigen. Dort wurden Fabriken für sicher erklärt, die jedoch einstürzten oder in Flammen aufgingen, so dass tausende Arbeiter*innen ihr Leben verloren. Deshalb ist es höchste Zeit, dass der Gesetzgeber verbindliche Standards formuliert, die für ein Unternehmen und dessen Lieferkette sowie deren Dienstleister – die Audit- und Zertifizierungsgesellschaften – gelten. Diese Kriterien müssen ebenso öffentlich zugänglich sein wie die Ergebnisse der Prüfungen. Bislang versperren sich Unternehmen gegen diese Regulatorien und die damit verbundene Transparenz. Deshalb muss nun die Bundesregierung mit einem ambitionierten Lieferkettengesetz für einen Rahmen sorgen, der die Wahrung der Menschenrechte gewährleistet, ganz gleich wo deutsche Unternehmen produzieren oder produzieren lassen. Dieses Gesetz muss die Offenlegungs- und Berichtspflichten entsprechend der OECDLeitlinien ausgestalten und ebenso die Frage der Haftung klären. Ein Lieferkettengesetz mit starken Sorgfaltspflichten für die Menschenrechte und Haftung für Unternehmen würde dann auch Treiber für den Grünen Knopf oder das Textilbündnis sein. Darüber hinaus brauchen wir bei den Audits eine wirksame Einbeziehung von Gewerkschaften und Arbeiter*innen vor Ort.“ Pressemitteilung von Inkota vom 12.11.2019 weiterlesen »
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Foot Locker: Kündigungswelle gegen Betriebsratsvorsitzende
[DGB-Kampagne] Stop Union BustingVier Kündigungsversuche gegen Düsseldorfer Betriebsratsvorsitzende – Stellvertretender BR-Vorsitzender als Komplize der Geschäftsleitung. Die amerikanische Sportbekleidungsmarke Foot Locker betreibt in Deutschland 82 Filialen. In nur zwölf deutschen Filialen soll ein Betriebsrat bestehen, der die Rechte und Interessen der Mitarbeiter vertritt. Warum sich lediglich ein geringer Teil der Belegschaft zur Gründung eines Betriebsrates entscheidet und in welchem Verhältnis Foot Locker zu den demokratisch gewählten Mitarbeitervertretungen steht, zeigt sich darin, dass das Unternehmen sich zurzeit in mindestens zwei Fällen in gerichtlichen Auseinandersetzungen mit engagierten Betriebsratsmitgliedern befindet. Ein weiterer Fall, in dem die Geschäftsleitung den besondere Kündigungsschutz für Betriebsratsmitglieder aushebeln will, wird am 05. November 2019 vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf verhandelt. Wir rufen zur solidarischen Begleitung der Verhandlung auf: Datum: 05.11.2019, 12.20 Uhr im Saal 008, Arbeitsgericht Düsseldorf, Ludwig-Erhard-Allee 21, 40227 Düsseldorf.In dem arbeitsrechtlichen Verfahren wird es um den Versuch der außerordentlichen Kündigung der engagierten Betriebsratsvorsitzenden in einer Düsseldorfer Foot Locker Filiale gehen. Die Belegschaft wählte die Kollegin erstmals 2016 in den Betriebsrat. Aufgrund ihrer überzeugenden Betriebsratsarbeit bestätigten die Kolleginnen und Kollegen die Betriebsratsvorsitzende im April 2018 im Amt. Die Betriebsratsvorsitzende – die sich auch als stellvertretende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats engagiert hatte – galt bis zum Kündigungsversuch als einer der dienstältesten Betriebsratsmitglieder im Unternehmen…” Beitrag von Kevin Hoffmann vom 4. November 2019 bei Arbeitsunrecht – nach unseren Informationen geht es in die Hauptverhandlung im Januar 2010 weiterlesen »
[DGB-Kampagne] Stop Union Busting"Vier Kündigungsversuche gegen Düsseldorfer Betriebsratsvorsitzende – Stellvertretender BR-Vorsitzender als Komplize der Geschäftsleitung. Die amerikanische Sportbekleidungsmarke Foot Locker betreibt in Deutschland 82 Filialen. In nur zwölf deutschen Filialen soll ein Betriebsrat bestehen, der die Rechte und Interessen der Mitarbeiter vertritt. weiterlesen »

Mit der Kampagne „Ausbeutung passt mir nicht!“ Druck machen auf die Modemarken
Kampagne „Ausbeutung passt mir nicht!“ von Public Eye “… Jetzt schicken wir ihren Kundendiensten die grösste Welle von Anfragen, die sie je erlebt haben. So zeigen wir den Firmen, dass es nun endlich konkrete Schritte gegen Ausbeutung braucht. Mach mit und sende mit einem Klick je eine Anfrage an die Kundendienste von C&A, CALIDA Group, H&M, Strellson, Tally Weijl, Triumph, Zalando und Zara: www.passt-mir-nicht.org (…) Es gibt Tausende Modemarken, viele unter ihnen verfolgen explizit einen „FairFashion“-Ansatz. Wir wollen wissen: Bekennen sie sich zu einem Existenzlohn für Näherinnen und Näher? Legen sie ihre Lieferanten offen? Welche Löhne bezahlen sie? Gemeinsam bauen wir eine Datenbank mit öffentlich zugänglichen Informationen (von Websites, Jahres- oder Nachhaltigkeitsberichten) auf: So schaffen wir mehr Transparenz in der Modeindustrie – und finden hoffentlich ein paar Better-Practice-Beispiele. Jede und jeder kann mitmachen unter www.publiceye.ch/crowdresearch. Ist deine Lieblingsmarke schon dabei? …“ Aufruf von der Kampagne für saubere Kleidung vom 19.09.2019 und “Zurück an Zalando”, die schweizerische Aktion von Public Eye als Video auf Youtube weiterlesen »
Kampagne „Ausbeutung passt mir nicht!“ von Public Eye “… Jetzt schicken wir ihren Kundendiensten die grösste Welle von Anfragen, die sie je erlebt haben. So zeigen wir den Firmen, dass es nun endlich konkrete Schritte gegen Ausbeutung braucht. Mach mit und sende mit weiterlesen »

Textilindustrie: Vergesst die Erde, rettet H&M!
H&M: Vom Versprechen existenzsichernder Löhne und der Realität der Armutslöhne““… Nach einem Sommer voller Flugscham und Menschen, die einem vorgerechnet haben, dass der weltweite Flugverkehr nur für zwei Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich sei, kommt nun der Herbst der Konsumscham. Man muss ihn sich als eine Zeit solidarischer T-Shirt-Käufe und sozialverträglicher Shopping-Beutezüge vorstellen, denn: Jede volle Einkaufstasche kann Unternehmen retten! Zumindest hat man solche Bilder vor Augen, wenn man den Ausführungen von Karl-Johan Persson, dem Generaldirektor und Vorstandsvorsitzenden des schwedischen Modeunternehmens Hennes & Mauritz, folgen will. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Persson erklärt, es könne zu einem Problem werden, wenn Modeketten in den Fokus von Klimaaktivisten gerieten. Denn ihre Aktionen hätten zwar nur “einen kleinen Einfluss auf die Umwelt, aber schreckliche gesellschaftliche Konsequenzen”. (…) Den Vereinten Nationen zufolge ist die Modeindustrie für acht bis zehn Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und verbraucht mehr Energie als Luft- und Schifffahrt zusammen. Ach so, bloß zehn Prozent? Ist das denn dann den ganzen Aufwand beim Protestieren, Modernisierungen und Boykottieren überhaupt wert? …“ Beitrag von Carmen Böker vom 29.10.2019 in der Zeit online weiterlesen »
H&M: Vom Versprechen existenzsichernder Löhne und der Realität der Armutslöhne““… Nach einem Sommer voller Flugscham und Menschen, die einem vorgerechnet haben, dass der weltweite Flugverkehr nur für zwei Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich sei, kommt nun der Herbst der Konsumscham. Man muss weiterlesen »

Bekleidung: Made in HellDas Geheimnis der Textilindustrie besteht aus Menschenausbeutung und undurchsichtigen Lieferketten. Aber ein T-Shirt für drei Euro finden viele Deutsche noch immer super. Das ist doch irgendwie auch merkwürdig. Dass man sich über die Strohhalme, die Plastiktüten, die SUV und die Schnitzel leer debattiert, aber über eine der umsatzstärksten Branchen Deutschlands bislang kaum eine Silbe verloren hat, nämlich die Bekleidungsindustrie. (…) Der viel größere Umsatz aber wird von der Textilbranche eingefahren. 35 Milliarden Euro jährlich werden in Deutschland mit Kleidung gemacht. Nicht Italien oder Spanien sind Europas Marktführer in der Textil- und Modeindustrie, sondern Deutschland. (…) Warum fällt es den Konsumenten leicht, sich mehrere Jeans in einem Jahr zu kaufen, wo man doch weiß, dass eine einzige Hose einen Verbrauch von 8.000 Liter Wasser hat? Wieso bieten Supermärkte und andere Warenhäuser T-Shirts für drei Euro an? Irgendwer muss doch die Baumwolle säen und pflücken, einer muss sie spinnen, einer färben, wieder ein anderer nähen und so weiter. Meistens handelt es sich dabei um Frauen und Kinder. (…) Dass Unternehmen wie C&A, H&M oder Zara hier und da ein T-Shirt aus Biobaumwolle anbieten (das aber unter den gleichen miserablen Bedingungen genäht wurde wie das Nichtbioprodukt), bedeutet nur, dass das gewaltige restliche Produktionsvolumen weiterhin die Umwelt und die Gesundheit der Arbeiter belastet…” Eine Kolumne von Mely Kiyak vom 23. Oktober 2019 bei der Zeit online weiterlesen »
Bekleidung: Made in Hell"Das Geheimnis der Textilindustrie besteht aus Menschenausbeutung und undurchsichtigen Lieferketten. Aber ein T-Shirt für drei Euro finden viele Deutsche noch immer super. Das ist doch irgendwie auch merkwürdig. Dass man sich über die Strohhalme, die Plastiktüten, die SUV und die weiterlesen »

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Eine EU-Delegation in Bangladesch: Selbstverständlich, um die Rechte und Sicherheit der Textilarbeiterinnen zu sichern. Würden sie an die Wurzel gehen, bräuchten sie nicht reisen…
Eine der zahlreichen Protestaktionen 2019 in Bangladesch für die Wiedereinstellung der wegen des Streiks im Januar entlassenen 12.000 BeschäftigtenAm Montag, 14. Oktober 2019, traf eine Delegation von Handelsbeauftragten der EU in Bangladesch ein, um die Situation der gewerkschaftlichen Rechte und der Arbeitsbedingungen im Textilsektor in Bangladesch zu prüfen – vor dem Hintergrund, dass die EU die Präferenzen für Importe aus Bangladesch in Frage gestellt hatte, nachdem die Verhältnisse in der Textilbranche des Landes Gegenstand internationaler Kritik geworden waren. In dem Bericht „„Labour leaders, owners give contrasting pictures of rights situation to EU team“ am 16. Oktober 2019 bei New Age wird, wenig überraschend, hiervorgehoben, dass die Berichterstattung über die Situation bei den Gesprächen am Montag mit den Gewerkschaften und am Dienstag mit dem Unternehmerverband eine jeweils sehr unterschiedliche Darstellung der Lage ergeben habe. Während die Gewerkschaften nicht zuletzt auf die Entlassungen von rund 12.000 Streikenden zu Jahresbeginn abhoben, konterte der Unternehmerverband, es seien ja „nur 4.000“ entlassen worden und der Mindestlohn sei seit 2010 um über 150% angehoben worden. Zwei grundlegende Entwicklungen kamen entweder in den Gesprächen oder im Bericht nicht zur Sprache: Die ökonomischen Bedingungen, die den Unternehmen in Bangladesch aus Europa diktiert werden – und die Erfolge der gewerkschaftlichen Kampagnen für die Wiedereinstellung der entlassenen Streikenden.  Zu diesen beiden Entwicklungen jeweils ein Beitrag weiterlesen »
Eine der zahlreichen Protestaktionen 2019 in Bangladesch für die Wiedereinstellung der wegen des Streiks im Januar entlassenen 12.000 BeschäftigtenAm Montag, 14. Oktober 2019, traf eine Delegation von Handelsbeauftragten der EU in Bangladesch ein, um die Situation der gewerkschaftlichen Rechte und der Arbeitsbedingungen weiterlesen »

Siegel "Grüner Knopf"Erstmals gewährleistet ein staatliches deutsches Gütesiegel die sozial- und umweltverträgliche Produktion von Kleidung, Bettwäsche und anderen Textilien. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) stellte den „Grünen Knopf“ am Montag in Berlin vor. „Es geht um Menschlichkeit in einer globalen Welt“, sagte er. Menschenrechtsorganisationen und Umweltschützer äußerten jedoch scharfe Kritik. (…) 70 Unternehmen haben laut Ministerium bislang ihr Interesse an dem Siegel bekundet. 27 von ihnen können ab sofort Produkte verkaufen, die damit ausgezeichnet sind. (…) Minister Müller forderte, dass der „Grüne Knopf“ auch bei der öffentlichen Beschaffung zum Maßstab werden müsse, indem die Bundeswehr, die Polizei und Krankenhäuser künftig Textilien verwenden, die staatlich ausgezeichnet sind. Noch sei man aber weit davon entfernt, räumte er ein. (…) Die Organisation „terre des hommes“ kritisierte indes, dass das Siegel nicht besonders ausbeuterische Produktionsschritte in den Blick nehme, nämlich „Kinderarbeit im Baumwollanbau, Sklaverei in Spinnereien“. Greenpeace hob hervor, dass nach jetzigem Stand der „Grüne Knopf“ auch auf einem T-Shirt aus pestizidbehandelter Gentechnik-Baumwolle kleben könnte. Denn die Prüfprozesse gebe es quasi erst beim Färben. Andere Siegel gingen da bereits weiter. (…) Die Menschenrechts- und Hilfsorganisation medico international kritisierte, das Siegel setze auf Freiwilligkeit und sei daher praktisch wirkungslos. Müller betreibe „Schaufensterpolitik“, statt endlich das Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen…” Beitrag vom 10. September 2019 beim Migazin, siehe dazu auch die Kritik der Kampagne für Saubere Kleidung. Kommentar von Ingo Giesen: “Auch die Bundeswehr soll zukünftig Uniformen mit dem Fair Trade Siegel Grüner Knopf erhalten. Denn wenn schon weltweit gemordet “werden muß” dann “Fair trade”. Wieder einmal ein wertvoller Beitrag für Realsatire in diesem Lande…” – wir schließen uns an! weiterlesen »
Siegel "Grüner Knopf""Erstmals gewährleistet ein staatliches deutsches Gütesiegel die sozial- und umweltverträgliche Produktion von Kleidung, Bettwäsche und anderen Textilien. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) stellte den „Grünen Knopfexterner Link am Montag weiterlesen »

Fast Fashion Dossier – Eine Bilanz in 3 Teilen
Romero: Fast Fashion Dossier – Eine Bilanz in 3 TeilenFast-Fashion-Marken reagieren ganz kurzfristig auf neue Trends, bringen fast wöchentlich neue Kollektionen auf den Markt und das zu absoluten Niedrigpreisen. Spätestens seit dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikgebäudes in Bangladesch 2013 steht dieses Wirtschaftsmodell in der Kritik, weil es den Preis- und Zeitdruck in der Lieferkette weitergibt – bis zu den Arbeiter*innen, die die Mode unter menschenunwürdigen Bedingungen fertigen. Die Christliche Initiative Romero zieht im neuen Fast Fashion Dossier nun eine ausführliche Bilanz über die ökologischen und sozialen Folgen der Fast-Fashion-Industrie und beleuchtet besonderes die Verantwortung der Marken. (…) Wie eine Untersuchung der Einkaufspraktiken von Fast-Fashion-Marken (Teil 2 des Dossiers) zeigt, schauen Primark & Co. bei der Auswahl der Fabriken nur auf Preis, Zeit und vielleicht noch Qualität. Die ethischen Ziele, die sie sich groß auf die Fahnen schreiben, spielen beim Einkauf keine Rolle – ganz im Gegenteil. Dadurch entsteht eine kurzfristige und unstetige Auftragslage in den Fabriken und hoher Zeit- und Preisdruck. Dieser wird an die Arbeiter*innen weitergegeben, die dann Überstunden machen und zu einem Hungerlohn arbeiten müssen. Die schnelllebigen Trends, die dazu führen, dass Shoppen für viele zum wöchentlichen Hobby geworden ist, sind zudem für 35% des Mikroplastiks in den Ozeanen, den Ausstoß von etwa 1.500 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten und 92 Millionen Tonnen Müll jährlich verantwortlich. Knapp die Hälfte aller Arbeiter*innen in der Textilproduktion leiden an arbeitsbedingten Krankheiten…” 3-Teiliges Dossier zum Download bei der Kampagne Saubere Kleidung weiterlesen »
Romero: Fast Fashion Dossier – Eine Bilanz in 3 Teilen"Fast-Fashion-Marken reagieren ganz kurzfristig auf neue Trends, bringen fast wöchentlich neue Kollektionen auf den Markt und das zu absoluten Niedrigpreisen. Spätestens seit dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikgebäudes in Bangladesch 2013 steht dieses Wirtschaftsmodell in der weiterlesen »

50 Jahre Primark – kein Grund zu feiern! Studie zeigt: Fast Fashion verantwortlich für humanitäre und Umweltschäden – Werde aktiv und “gratuliere” Primark am 13. Juni zum Geburtstag!
Primark sabotierenDer Modediscounter Primark feiert am 13. Juni 50-jähriges Jubiläum. Wir feiern nicht mit. Gründe dafür sind die verheerende Ökobilanz dieser Art von „Wegwerf-Mode“ sowie die jüngsten Ergebnisse unserer Recherche in Primark-Zulieferfabriken in Sri Lanka, die das Gegenteil von Feierlaune hervorrufen. Das Fast-Fashion-System, das Primark wie kein anderes Unternehmen symbolisiert, hat einen riesigen Anteil an unserer CO2 Bilanz, dem Müllaufkommen auf Deponien und der Masse an Mikroplastik in den Meeren. Und es beutet die Menschen überall entlang der Lieferkette aus, um die Kleidung zu Billigpreisen verschleudern und gleichzeitig Millionengewinne machen zu können. Wenn Dich diese Bilanz der Fast Fashion genauso erzürnt wie uns, werde jetzt aktiv! Aktion – Alles PRIMA?K – In 1 Minute: Schreibe Primark mit #CongratsPrimark eine Nachricht bei Facebook (@PrimarkGermany), Twitter (@Primark) oder Instagram (@Primark) und „gratuliere“ zu 50 Jahren Ausbeutung, 50 Jahren Billigware, oder was Dich sonst am meisten stört. In 5 Minuten: Sende Primark die unten abgebildete „Geburtstagskarte“ mit der Forderung nach würdigen Arbeitsbedingungen und Löhnen. In 1 Stunde: Komm am 13./15. Juni zu einer der Aktionen vor Primark-Filialen in ganz Deutschland, um dem Fast-Fashion-Konzern zu zeigen, dass es so nicht weitergeht!...” Aktionsaufruf der Kampagne für Saubere Kleidung vom 11. Juni 2019 weiterlesen »
Primark sabotieren"Der Modediscounter Primark feiert am 13. Juni 50-jähriges Jubiläum. Wir feiern nicht mit. Gründe dafür sind die verheerende Ökobilanz dieser Art von „Wegwerf-Mode“ sowie die jüngsten Ergebnisse unserer Recherche in Primark-Zulieferfabriken in Sri Lanka, die das Gegenteil von Feierlaune hervorrufen. Das weiterlesen »

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Was Beschäftigte der bulgarischen Textilindustrie von der EU haben: Hungerlöhne
Petition: #GoTransparent: Wer steckt hinter meiner Kleidung?„… Mit dem Label »Made in Europe« verbinden viele Qualität, doch die Arbeitsbedingungen in der Europäischen Union unterscheiden sich stark. Zahlreiche Unternehmen verlagern Teile ihrer Produktion oder Dienstleistungen aus anderen europäischen Ländern nach Bulgarien, das gilt für Call Center ebenso wie den Textilsektor. Unternehmen wie H&M, Benetton, Intimissimi, Hugo Boss, Tommy Hilfiger und Strellson lassen in Bulgarien ihre Textilien über Subunternehmen produzieren. Die Sozialwissenschaftler Georgi Medarov, Jana Tsoneva and Madlen Nikolova haben monatelang sieben verschiedene Fabriken in Bulgarien untersucht und Arbeiterinnen und Arbeiter zu ihrer Tätigkeit befragt. Was sie in ihrem im Februar veröffentlichten Bericht »Exploitation and Resistance. Labour in Three Subcontracting Industries« (»Ausbeutung und Widerstand. Arbeitskraft in drei Zulieferindustrien«) zu Tage gefördert haben, ist bezeichnend für die seit Jahren gängige Praxis. In ihrem Bericht konzentrieren sich die drei auf Interviews und Gespräche mit den Arbeiterinnen und Arbeitern in den Fabriken, um deren eigene Perspektive aufzuzeigen. Ergänzt haben sie die Veröffentlichung mit recherchierten Zahlen und Fakten. So kamen sie zu dem Ergebnis, dass in einigen extremen Fällen das Nettogrundeinkommen bei zehn Prozent des auskömmlichen Lohns für einen Familienhaushalt liegt. Im bulgarischen Landesdurchschnitt liegt das Einkommen von Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie bei 15 bis 17 Prozent des auskömmlichen Lohns, wie er von bulgarischen Gewerkschaften zur Führung ­eines Familienhaushalts vorgeschlagen wird…“ – so beginnt der Beitrag „Kleider machen Leute arm“ von Matthias Fiedler am 30. Mai 2019 in der jungle world (Ausgabe 22/2019) über moderne Arbeitsbedingungen in einem EU-Staat… Zur Situation (vor allem) in der bulgarischen Textilindustrie drei weitere Beiträge weiterlesen »
Petition: #GoTransparent: Wer steckt hinter meiner Kleidung?„… Mit dem Label »Made in Europe« verbinden viele Qualität, doch die Arbeitsbedingungen in der Europäischen Union unterscheiden sich stark. Zahlreiche Unternehmen verlagern Teile ihrer Produktion oder Dienstleistungen aus anderen europäischen Ländern nach Bulgarien, das gilt für weiterlesen »

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Pakistan »
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Katastrophe in Textilfabrik 2012: Fast 300 Tote bei Großbrand in Pakistan

Dossier

Inkota-Mahnwache vor Kik-Filiale für Opfer von Ali EnterprisesEine Textilfabrik in Karatschi wird zur Todesfalle für mehrere hundert Beschäftigte, als sich ein Feuer rasend schnell ausbreitet. Die Polizei fahndet nach dem Fabrikbesitzer. Meldung in der FTD vom 12.09.2012. Aus dem Text: „Ein Großbrand in einer Textilfabrik in Pakistan hat mindestens 289 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 100 Arbeiter hätten sich aus dem Fabrikgebäude in der südlichen Wirtschaftsmetropole Karatschi retten können, teilte der Sprecher der Stadtverwaltung, Roshan Ali Shaikh, am Mittwoch mit. Viele Menschen seien in Panik aus Fenstern des dreistöckigen Gebäudes gesprungen, da es zu wenige Notausgänge gegeben habe. Einige Überlebende hätten sich dabei schwer verletzt. Vor allem kleine und mittelgroße Fabriken in Pakistan stehen wegen der schlechten Sicherheitsstandards etwa bei der elektrischen Verkabelung in der Kritik. Oft fehlen angemessene Fluchtwege. Nur wenige Stunden vor dem Brand in Karatschi waren in der Großstadt Lahore im Osten Pakistans mindestens 21 Menschen bei einem Großfeuer in einer Kunststofffabrik getötet worden…“ Siehe neu: KiK-Verfahren belegt: Deutschland muss Haftungspflichten von Unternehmen grundlegend reformieren / Antrag auf Prozesskostenhilfe der pakistanischen Kläger abgelehnt weiterlesen »

Dossier

Inkota-Mahnwache vor Kik-Filiale für Opfer von Ali EnterprisesEine Textilfabrik in Karatschi wird zur Todesfalle für mehrere hundert Beschäftigte, als sich ein Feuer rasend schnell ausbreitet. Die Polizei fahndet nach dem Fabrikbesitzer. Meldung in der FTD vom 12.09.2012 weiterlesen »

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[Kampagne bis 4. Juni 2019] Solidaritäts-T-Shirts mit verfolgten TextilarbeiterInnen in Bangladesch
Streikende Textilarbeiterinnen demonstrieren in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch am 11. Januar 2019Die Kampagne „No Victims For Fashion!“ bietet vom 22. April bis 4. Juni die Möglichkeit verfolgte Bekleidungsarbeiter*innen mit dem Kauf fair und genossenschaftlich genähter T-Shirts oder einem freien Betrag zu unterstützen. Im Zuge der Forderungen nach einem höheren Mindestlohn läuft in Bangladesch derzeit die größte Repressionswelle seit 10 Jahren. Mehr als 11.000 Arbeiter*innen sind entlassen worden. Gegen mehr als 3.000 von ihnen – 69 waren zwischenzeitlich im Gefängnis – sind jetzt hanebüchene und willkürliche Verfahren anhängig…“ – so beginnt die Pressemitteilung „Solidaritäts-Kampagne mit verfolgten Bekleidungsarbeiterinnen in Bangladesch“ von dann merch am 22. April 2019, die wir im folgenden dokumentieren. Das Unternehmen dna merch führt diese Kampagne zusammen mit der National Garment Workers Federation (NGWF) aus Bangladesch durch, und begleitet diesen Aufruf mit dem Hinweis „Unterstütze verfolgte Bekleidungsarbeiter*innen in Bangladesch mit dem Kauf fair genähter T-Shirts oder einem freien Betrag deiner Wahl“. Siehe dazu die Pressemitteilung und den Link zur Aktionsseite, sowie den Hinweis auf einen unserer Beiträge über die Verfolgung streikender TextilarbeiterInnen in Bangladesch weiterlesen »
Streikende Textilarbeiterinnen demonstrieren in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch am 11. Januar 2019Die Kampagne „No Victims For Fashion!“ bietet vom 22. April bis 4. Juni die Möglichkeit verfolgte Bekleidungsarbeiter*innen mit dem Kauf fair und genossenschaftlich genähter T-Shirts oder einem freien Betrag zu weiterlesen »

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6 Jahre nach dem Massaker von Rana Plaza: Veranstaltungsreihe in der BRD – auch zur Drohung der Regierung Bangladeschs, das Sicherheitsabkommen nicht zu verlängern
Rana Plaza 3 Jahresdemo in Bangladesch - mit Waisenkindern qm 24.4.2016Am 24. April 2013 starben 1.134 TextilarbeiterInnen als in Bangladesch das Rana Plaza Gebäude einstürzte. Am Tag davor war das Gebäude evakuiert worden, weil Risse in den Wänden festgestellt wurden. Trotzdem zwangen die Betreiber von fünf Textilfabriken, die in dem Gebäude produzierten, die ArbeiterInnen, wieder an ihren Arbeitsplatz zu gehen. Verschlossene Türen und blockierte Fluchtwege haben das Ausmaß der Katastrophe vergrößert. Dank eines Abkommens (Bangladesch ACCORD), das nach der Katastrophe in Kraft trat, wurde es möglich, die Sicherheit mehrerer bangladeschischer Fabriken regelmäßig zu kontrollieren. Aktuell besteht jedoch die Gefahr, dass diese unabhängigen Kontrollen nicht mehr durchgeführt werden können. Und dass die ArbeiterInnen niemanden mehr haben an den sie Sicherheitsrisiken melden können…“ aus dem Text der Kampagne für Saubere Kleidung zu einer Veranstaltungsreihe „Rana Plaza Gedenktag – 6 Jahre danach“ zum 6. Jahrestag des Massakers, die mit 10 unterschiedlich gearteten Veranstaltungen in 6 Städten vom 23. bis zum 27. April 2019 organisiert wird (die genauen Angaben auf der Webseite der Kampagne). Siehe dazu auch eine gewerkschaftliche Stellungnahme zur Politik der Regierung Bangladeschs, das Sicherheitsabkommen nicht zu verlängern weiterlesen »
Rana Plaza 3 Jahresdemo in Bangladesch - mit Waisenkindern qm 24.4.2016Am 24. April 2013 starben 1.134 TextilarbeiterInnen als in Bangladesch das Rana Plaza Gebäude einstürzte. Am Tag davor war das Gebäude evakuiert worden, weil Risse in den Wänden festgestellt wurden. Trotzdem zwangen weiterlesen »

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Sri Lanka
H&M BekleidungsfabrikarbeiterInnen in Sri Lanka protestieren gegen unzureichende Löhne
2018: H&M BekleidungsfabrikarbeiterInnen in Sri Lanka protestieren gegen unzureichende LöhneEin kürzlich erfolgter Protest von Bekleidungsarbeitern in Sri Lanka gegen H&M zeigt eine wachsende und anhaltende Arbeiterbewegung in Südasien, die einen existenzsichernden Lohn und ein sicheres Arbeitsumfeld fordert. Am 27. November organisierte das Dabindu-Kollektiv einen Protest der Bekleidungsarbeiter gegen die Arbeitsbedingungen in Fabriken, die H&M-Kleidung herstellen. Die Demonstranten behaupteten, dass die Hidramani-Fabrik in Vavuniya, Sri Lanka, den Arbeitnehmern keine existenzsichernden Löhne zahle. Der Protest war einer von vielen gegen den Fast-Fashion-Riesen. Der Protest verlief friedlich, aber das Dabindu-Kollektiv sagte gegenüber “Feminism in India”, dass Arbeiter, die an den Protesten teilgenommen hatten, später von der Fabrikleitung “verhört und bedroht” wurden. Global Labour Justice erklärte in einem Bericht in diesem Sommer, dass in vielen Fabriken, die H&M-Kleidung herstellen, Arbeitermissbrauch und unannehmbare Bedingungen herrschen. (…) Da H&M in seinen Marketingkampagnen zunehmend auf die Bedeutung von “Nachhaltigkeit” setzt, hoffen die Mitarbeiter in Indien und Sri Lanka, dass dies auch einen existenzsichernden Lohn bedeutet…” Artikel von Isabelle Crossley vom 12. Dezember 2018 bei fashionnetwork weiterlesen »
2018: H&M BekleidungsfabrikarbeiterInnen in Sri Lanka protestieren gegen unzureichende Löhne"Ein kürzlich erfolgter Protest von Bekleidungsarbeitern in Sri Lanka gegen H&M zeigt eine wachsende und anhaltende Arbeiterbewegung in Südasien, die einen existenzsichernden Lohn und ein sicheres Arbeitsumfeld fordert. Am 27. November organisierte das Dabindu-Kollektiv weiterlesen »

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