„„Sie“ wollen Repression, wir wollen die sozial integrierte Fabrik“: Hände weg von Ex-GKN-Streikposten! Veranstaltung, Konzert und Aktionärsversammlung am 11./12. Juli
„Der Angriff auf die Ex-GKN-Streikposten hat begonnen. Am Mittwoch, den 25. Juni, berichteten zwei Nachrichtenagenturen, dass das Konkursgericht von Florenz die Räumung der permanenten Betriebsversammlung des Collettivo di Fabbrica im ehemaligen GKN-Werk angeordnet hat. Abgesehen von juristischen Formalitäten ist es inakzeptabel, einen sozialen Protest als eine Angelegenheit der öffentlichen Ordnung zu behandeln. Für uns wird die permanente Betriebsversammlung weitergehen, bis wir das bekommen, was uns zusteht (Löhne, Genehmigungen, Beiträge usw.) und die Fabrik wieder geöffnet wird. So wie es aussieht, scheint dieser Räumungsbefehl ganz im Sinne der Interessen der Immobiliengesellschaften zu sein, die jetzt Eigentümer der Anlage sind. Dies ist keine Immobilie, es ist eine Fabrik, die wiedereröffnet werden muss!
Ist es nur ein Zufall, dass dieser Angriff auf die permanente Betriebsversammlung genau zu dem Zeitpunkt erfolgt, an dem das Industriekonsortium, das aus Gemeinden und der Region zusammengesetzt ist, kurz vor der Beschlussfähigkeit steht, um über den Industrieplan von ex GKN FOR FUTURE (GFF) und die Übergabe der Fabrik an GFF zu beschließen?…“ Der aktuelle Stand kurz vom 4. Jahrestag aus einer e-mail der AktivistInnen (English and Italian below)
Siehe im Dossier weitere aktuelle Informationen zur Sondersitzung am 26.6. und Einladung am 11./12.7. sowie natürlich die Vorgeschichte
Konversion statt Kahlschlag: Wie Beschäftigte den Wandel in der Autoindustrie selbst gestalten
„Wenn Werke schließen, ist es für eine Rettung der Arbeitsplätze oft zu spät. Doch was, wenn Beschäftigte selbst den Wandel anstoßen – mit Ideen für eine andere, sozial gerechte und ökologische Produktion? (…) Ein prominentes Beispiel ist die ehemalige Fabrik des Automobilzulieferers GKN in Florenz. (…) Die Übernahme einer Fabrik als Strategie gegen Betriebsschließungen ist also sowohl eine recht hochschwellige als auch eine sehr komplexe Strategie für Belegschaften. Doch könnte man nicht trotzdem die Idee des arbeitnehmergetriebenen Umbaus in Krisenunternehmen in Deutschland anwenden? Wir von Nela haben es versucht – im Projekt „Ökologischer Umbau der Automobilzulieferindustrie – Beschäftigte bestimmen mit!“. Wir haben uns damit nicht das leichteste Pflaster gewählt. (…) Dies wollten wir konkret ausprobieren und haben das gemeinsam mit der IG Metall und Beschäftigten im Automobilzulieferbereich in NRW erprobt. Angeleitet in Zukunftswerkstätten, und unterstützt durch unterschiedliche ko-kreative Methoden, haben Beschäftigte in zwei Betrieben über 60 Ideen entwickelt, auf ihre Umsetzbarkeit geprüft, diskutiert und ihre Umsetzung geplant. Am Ende entstanden dabei für jeden Standort drei konkrete und realistische Ideen, die sowohl die Arbeitsplätze und Maschinen erhalten könnten als auch ökologisch und sozial zukunftsfähig wären: Von Geräten für die Medizin bis hin zu Zugteilen und Batterierecycling…“ Artikel von Saida Ressel und Sebastian Zachrau vom Juli 2025, beide NELA. Next Economy Lab
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AKTUELL BEI LABOURNET.TV: Lars Hirsekorn über die Automobilindustrie
„Lars Hirsekorn arbeitet seit 1994 bei VW in Braunschweig und ist Mitglied des dortigen Betriebsrates. Er spricht über den Tarifabschluss, der im Dezember 2024 bei VW abgeschlossen wurde und den Zustand der deutschen Automobilindustrie im Allgemeinen. Bei VW sollen 35.000 Stellen abgebaut und die Profitrate auf 6% gebracht werden. Die Arbeiter*innen sind wütend auf die IG-Metall, die nach ein paar Stunden Warnstreik einen solchen Abschluss gemacht hat, – ohne die Streikkasse angerührt zu haben und vor allem ohne Rücksprache mit der Belegschaft. Hirsekorn ist Mitinitiator einer Aktionszeitung, die den Widerstand und Debatten in der Automobilindustrie anfachen soll.“ Video bei labournet.tv (deutsch | 32 min | 2025)
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontres de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi
Spenden willkommen unter IBAN DE 76430609674033739600