Unsere Niederlage: 11.000 Kolleginnen und Kollegen wegsaniert! TKS ist nicht die erste Hochburg der IG Metall, die fällt… NEIN zum SanierungsTV!
„Wir gehören nicht zu denen, die den Kapitalisten jede Fähigkeit absprechen. Denn verhandeln können sie. Das haben sie bei VW und jetzt mit dem Sanierungstarifvertrag bei Thyssenkrupp Steel bewiesen. Katastrophe für uns und das Revier: Im Sanierungstarifvertrag wird der Abbau von ca. 11.000 Arbeitsplätzen bei TK-Steel geregelt (…) Unsere Niederlage ist umso weniger zu verstehen, als sich in den Auseinandersetzungen die Aktionärsvertreter Gather, Russwurm und López nicht gerade als Leuchten des Kapitalismus erwiesen. Thyssenkrupp existiert nicht nur durch die von uns erbrachte Arbeitsleistung, sondern durch massive staatliche Subventionen. Dazu zählen 2 Mrd. Euro für die DRA, die 1,5 Mrd. Euro Zuschüsse an TKMS für neun israelische U-Boote und Milliarden Euro für die Aufrüstung. Gather und Russwurm halten immer die Hände auf, wenn staatliche Subventionen fließen. (…) Auch wir sind für die Staatshilfe von zwei Mrd. Euro für die DRA, aber nur mit Staatsbeteiligung und Arbeitsplatzgarantie! Unsere Kritik an der IG Metall-Bezirksleitung: NEIN zum SanierungsTV! Als Mitglieder, die an allen Aktionen der IG Metall bei Thyssenkrupp Steel und der Mahnwache teilnahmen, kritisieren wir offen die Politik des IGM-Vorstands und der IGM-Bezirksleitung d.h. von Kerner und Giesler. (…) Zwar war unsere Delegation bei VW und Kollegen von VW bei unserer Mahnwache. Aber einen gemeinsamen Kampf der Arbeiterklasse gegen Entlassungen, Lohnabbau und De-Industrialisierung wünschten weder die IGM-Bezirksleitung NRW, noch der IGM-Vorstand in Frankfurt. So kämpft jede Belegschaft für sich allein und wir stecken eine Niederlage nach der anderen ein…“ Beitrag aus Was tun bei TK-Steel Ausgabe 6/25 vom 27.07.2025
[Mit dem LabourNet-Discount-Code] Das August-2025-Shirt von Working Class History/dna: Gin Bottle Riot 1964 (Ginflaschenaufstand)
„Am 16. August 1964 begann im Chicagoer Vorort Dixmoor der Gin Bottle Riot bzw. Ginflaschenaufstand. Einen Tag zuvor war der Besitzer eines Spirituosenladens beschuldigt worden, die schwarze Frau Blondella Woods geschlagen zu haben. Sie hatte angeblich versucht, eine Flasche Gin zu stehlen. 150 Anwohner demonstrierten vor dem Laden, und als der Ladenbesitzer schließlich von der Polizei festgenommen wurde, begann die Menge, das Polizeiauto zu schaukeln. In der Folge kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei, die Tränengas einsetzte, und der Anwohnerschaft, die Steine warfen. Der Spirituosenladen wurde geplündert und umliegende Gebäude in Brand gesteckt. Ein Bürgerrechtler, Syd Finlay von der National Association for the Advancement of Coloured People (NAACP), rief bei einer Kirchenversammlung zur Ruhe auf: „Wir haben in der Vergangenheit immer die andere Wange hingehalten. Können wir das nicht noch einmal tun?“ Einem Reporter der Chicago Tribune zufolge reagierte die Menge mit lauten „Nein!“-Rufen, woraufhin Finlay sich wieder hinsetzte. Die Unruhen dauerten insgesamt drei Tage und legten sich schließlich, nachdem Dutzende Menschen verletzt und von der Polizei festgenommen worden waren. Der weiße Ladenbesitzer wurde später vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen, während Woods wegen Ladendiebstahls verurteilt wurde…“ Siehe mehr Informationen zur Geschichte und Bestellung im Dossier zur dankenswerten Aktion – auch zur Unterstützung unserer Arbeit!
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AKTUELL BEI LABOURNET.TV: Lars Hirsekorn über die Automobilindustrie
„Lars Hirsekorn arbeitet seit 1994 bei VW in Braunschweig und ist Mitglied des dortigen Betriebsrates. Er spricht über den Tarifabschluss, der im Dezember 2024 bei VW abgeschlossen wurde und den Zustand der deutschen Automobilindustrie im Allgemeinen. Bei VW sollen 35.000 Stellen abgebaut und die Profitrate auf 6% gebracht werden. Die Arbeiter*innen sind wütend auf die IG-Metall, die nach ein paar Stunden Warnstreik einen solchen Abschluss gemacht hat, – ohne die Streikkasse angerührt zu haben und vor allem ohne Rücksprache mit der Belegschaft. Hirsekorn ist Mitinitiator einer Aktionszeitung, die den Widerstand und Debatten in der Automobilindustrie anfachen soll.“ Video bei labournet.tv (deutsch | 32 min | 2025)
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontres de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi
Spenden willkommen unter IBAN DE 76430609674033739600