Wenn der Sparhaushalt in Frankreich auf den Alltag trifft, schließen sich BeamtInnen, Feuerwehrleute und SchülerInnen zusammen, erstmals am 29. September
„200.000 Menschen demonstrierten am gestrigen Dienstag, de 29. September 2026 in ganz Frankreich – in insgesamt 115 Städten – auf Aufruf der Gewerkschaften hin (…) Gegenstand der Mobilisierung, zu denen alle relevanten Gewerkschaften aufgerufen hatten (mobilisiert hatte in Paris jedoch zu über 80 Prozent die CGT, hingegen die rechtssozialdemokratisch geführte CFDT nur einige Hundert Menschen, hinzu kamen andere Verbände wie die linksalterative Union syndicale Solidaires aber auch die betont rechte Polizeigewerkschaft Alliance, die am Schluss der Demo lief), war aber auch die in wenigen Tagen beginnende Haushaltsberatung für das Staatsbudget 2027. (…) Seit Wochenbeginn hat eine Protestbewegung der Oberschüler/innen (Lycéens und Lycéennes) eine erhebliche Schlagkaft angenommen. Auch auf der Pariser Demo wurde diese durch einen sehr dynamischen Jugendblock sichtbar…“ Artikel von Bernard Schmid vom 30. September 2026 („Es brennt sozial, aber die Feuerwehr ist da“) sowie Aufrufe und weitere Informationen
DGB meldet rund 175.000 Menschen beim Aktionstag gegen Sozialabbau am 26.9. – einige Berichte zu unterschiedlichen Motivationen und aus Stuttgart eine 28seitige Fotogalerie
Fotostrecke DGB Aktionstag 26.09.2026 Stuttgart „Hauptrednerin Barbara Resch, nicht irgendwer, Bezirksleiterin IG Metall BaWü, mußte vom Zettel ablesen, kein Feuer, keine Begeisterung, Kommentierung lohnt nicht, halt das übliche Sozialpartnerschafts-Gedöns. Eine erfrischend andere Sprache und Stimmung unter den TeilnehmerInnen – die Bilder sagen mehr als tausend Worte“ 28seitige Fotogalerie von Martin Bott (BR Mercedes-Benz Werk Untertürkheim i.R.)
Siehe im Dossier auch die übrigen (in der Überschrift angekündigten) Berichte
„Gewerkschafter von Unten“: 175.000 beim Autoaktionstag und bei Volkswagen blieb der Protest hinter den Werkstoren
„… Der Aktionstag hat damit zwei Dinge gezeigt. Die Beschäftigten sind mobilisierbar. Zugleich begrenzten örtliche Arbeitnehmervertretungen die öffentliche und selbstständige Beteiligung der Belegschaften. Die Frage lautet deshalb nicht nur, wie viele Menschen teilnahmen. Es muss auch gefragt werden, wer über die Form des Protests entschied, welche Vorschläge aus der Basis aufgegriffen wurden und weshalb die Produktion an mehreren VW-Standorten offenbar mehr Schutz von unerwarteter Stelle erhielt als die gemeinsame Aktion. (…) Waren die örtlichen Strukturen nicht in der Lage, einen beteiligungsorientierten und öffentlichen Aktionstag zu organisieren? Oder wollten Teile der Arbeitnehmervertretungen eine Mobilisierung begrenzen, die die Produktion unterbricht, eigenständige Forderungen entwickelt und sich nicht vollständig kontrollieren lässt? (…) Wer die Beschäftigten fragt, was sie wütend macht und was sie zu tun bereit sind, muss auch bereit sein, ihre Antworten ernst zu nehmen. Beteiligung endet nicht mit einem Gesprächsleitfaden. Sie verlangt, dass die Belegschaften selbst über Forderungen und nächste Schritte beraten können. (…) Vorhandene Arbeit muss gerecht verteilt und die industrielle Produktion auf sinnvolle und zukunftsfähige Aufgaben ausgerichtet werden. (…) Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich muss im Mittelpunkt stehen. Wer nur über Subventionen, Industriestrompreise und Altersteilzeit spricht, akzeptiert den Abbau im Grundsatz und verhandelt vor allem über sein Tempo.“ Ein Kommentar von GvU DIREKT Redaktion Braunschweig vom 24. September 2026 der „Gewerkschafter von Unten“ – Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Werken von Volkswagen
15. Branchen » Dienstleistungen, privat und Öffentlicher Dienst » Gesundheitswesen » Konflikte und Arbeitskämpfe im Gesundheitswesen in diversen Kliniken » Charité Berlin » Belegschaftszeitung: „Vitamin C“ – Das Betriebsflugblatt der RSO an der Charité
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„Patrick arbeitet seit 20 Jahren als Physiotherapeut in Neukölln. Er drückt seine Solidarität mit dem Streik der Charité Kolleg*innen aus: „Ihr ward die ersten, die den Tarifvertrag Entlastung durchgesetzt haben. Ihr seid Vorbild für viele von uns im Gesundheitswesen. Ihr ward Held*innen für viele meiner Patient*innen. Alle haben mit euch gefiebert. (…) Lasst uns wissen, wenn wir irgendwas tun können, um euren Streik zu unterstützen.“ Die Kolleg*innen an der Charité streiken, weil ihr Tarifvertrag ausgelaufen ist. Die Charité hat mit Hilfe des Arbeitsgerichtes Berlin Notdienstvereinbarungen durchgesetzt, die weit über die Besetzung an normalen Tagen, an denen nicht gestreikt wird, hinausgehen…“ Video von labournet.tv (Deutschland 2026 / 1min / deutsch mit dt. UT)
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontres de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi
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