Zwei Wochen lang ist – krankheitsbedingt – der Newsletter ausgefallen. Wir danken für die Geduld und hoffen auf Euer Verständnis! Auch dafür, dass die Informationen der letzten Wochen nur bei unseren wichtigsten Themen nachgeholt werden können, so v.a. dem Branchenbereich und den Betriebsratswahlen – so mit diesem heutigen Newsletter. Aus gesundheitspolitischen Gründen hoffen wir auch auf Eurer Verständnis, dass die Genesungsphase noch nicht abgeschlossen ist und es daher in der nächsten, nicht absehbaren Zeit bei einem Newsletter je Woche bleiben wird, der die laufenden Aktualisierungen (bitte Homepage und rss sowie mastodon und bluesky beobachten) zusammenfaßt, die allerdings kaum mehr die Tagespresse und nunmehr v.a. uns zugesandte und exklusive Informationen abbilden werden. Ja, eine solche Fokussierung wurde bereits nach dem Tod von Helmut Weiss angekündigt, doch nicht durchgehalten: Ihr kennt sicher die Erfahrung, wie ausbeutbar Leidenschaft machen kann…
Um Verständnis und Treue bitten hiermit der Vereinsvorstand und Mag!
[Mit dem LabourNet-Discount-Code] Das März-2026-Shirt von Working Class History/dna: Zapatista Women
„Das Design für März 2026 würdigt die über tausend Frauen, die am „Ersten Internationalen Politischen, Künstlerischen, Sportlichen und Kulturellen Treffen kämpfender Frauen“ (Primer Encuentro Internacional, Político, Artístico, Deportivo y Cultural de mujeres que Luchan) teilnahmen. Es fand zeitgleich zum Internationalen Frauentag vom 8. bis 10. März 2018 im Caracol von Morelia, Chiapas, im Süden Mexikos statt. (…) Frauen aus 27 weiteren mexikanischen Bundesstaaten und 34 Ländern der Welt nahmen ebenfalls teil. Die Zapatistische Nationale Befreiungsarmee (EZLN) hatte zu diesem Treffen aufgerufen, um „Frauen zusammenzubringen, die gegen das machistische und patriarchalische kapitalistische System kämpfen, Widerstand leisten und rebellieren“. (…) Männer waren zu dem Treffen nicht als Teilnehmer eingeladen. Die anwesenden männlichen Zapatisten waren für das Kochen, Reinigen und alle weiteren Aufgaben zuständig, die für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Versammlung notwendig waren…“ Siehe mehr Informationen zur Geschichte und Bestellung im Dossier zur dankenswerten Aktion – auch zur Unterstützung unserer Arbeit!
2. Politik » Arbeitsalltag und Arbeitsbedingungen » Arbeitsorganisation » Industrie/Arbeit 4.0
[PROKLA 222 vom März 2026 zum Schwerpunkt „Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik“] Datafizierung und Macht im Arbeitsprozess
„In dem Beitrag blicke ich machttheoretisch auf Datafizierung im Arbeitsprozess. Auf Grundlage qualitativer Empirie gehe ich dem Nexus aus Daten und Macht auf der Mikro-Ebene des sozialen Handelns betrieblicher Akteure nach. Dabei zeige ich, wie sich Datafizierung in Abhängigkeit von der Positionierung als Subjekt oder Objekt zum Prozess der Datenerfassung unterschiedlich auf die Handlungsmacht betrieblicher Akteuren auswirken kann. Arbeitsprozessdaten, so ein zentraler Befund, können nicht nur als Managementwerkzeug zur Prozessrationalisierung und Kontrolle von Arbeit eingesetzt werden, sondern auch zu einem Machtmittel der Arbeitenden werden. (…) Wie hängen Daten überhaupt mit Macht zusammen und auf welche Weise erweitern oder beschränken Daten Macht? Zweitens: Unter welchen Bedingungen stärkt Datafizierung die Herrschaft der Kapitalseite über Arbeit und unter welchen Voraussetzungen erweitert sie die Handlungsmacht der Lohnarbeitenden oder kann als Machtmittel zur Anfechtung betrieblicher Herrschaft genutzt werden?…“ Artikel von Isabell Mader in der PROKLA 222 vom März 2026 zum Schwerpunkt „Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik“ samt deren Inhaltsverzeichnis. Wir empfehlen wie immer das gesamte Heft!
4. Politik » Gewerkschaften » Tarifpolitik » Tarifbindung
Organizing: Warum die Machtfrage entscheidet. Eine Replik auf die WSI-Studie zur Stärkung der Tarifbindung »von unten«
„Kann Organizing die Tarifbindung stabilisieren? Die aktuelle WSI-Studie »Organizing« als Instrument zur Stärkung der Tarifbindung »von unten«? von Heiner Dribbusch, Johannes Schulten und Marcel Thiel dämpft Erwartungen – zu Recht. Doch sie greift analytisch zu kurz, meint Jörn Boewe. Denn Organizing zielt in vielen zentralen Konflikten nicht auf bestehende Tarifverträge, sondern auf deren blinde Flecken: auf die Herstellung von Tariffähigkeit, die Wiederaneignung ausgehöhlter Tarifnormen oder auf neue Regelungsgegenstände jenseits klassischer Tarifpolitik. Wer über Tarifbindung – also die Frage, ob Tarifverträge wieder mehr Betriebe und Beschäftigte erfassen – reden will, muss über Macht, politische Regulierung und gesellschaftlichen Druck sprechen…“ Artikel von Jörn Boewe in express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Ausgabe 2-3/2026
Gewerkschaftliche Gleichstellungspolitik im Aufwind? Ein historischer Vergleich deutscher und französischer Gewerkschaften
„Die mitgliederstärksten Gewerkschaften werden aktuell sowohl in Deutschland als auch in Frankreich von einer Frau angeführt (…) Das aktuelle Phänomen weiblicher Spitzenfunktionärinnen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei Gewerkschaften um androzentrische Organisationen handelt. Sowohl in Hinblick auf ihre interne Zusammensetzung als auch auf ihre Interessenpolitik orientierten sie sich historisch an Normen männlicher Erwerbsarbeit, die beispielsweise in der Industrie oder im Handwerk angesiedelt und sozial weitreichend abgesichert waren. Dies gilt auch für Frankreich, obwohl Frauen dort häufiger in Vollzeit erwerbstätig sind als in Deutschland. Im vorliegenden Beitrag wird die Geschlechterpolitik der IG Metall, der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der CGT und der CFDT – und damit der mitgliederstärksten Gewerkschaften beider Länder – in ihrem historischen Wandel seit 1945 nachgezeichnet…“ Artikel von Judith Holland in express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Ausgabe 2-3/2026
*** Unterstütze das LabourNet auch durch den Kauf solidarischer Textilien auf www.dna-merch.de ! Mit dem Gutschein-Code LN20XX erhältst Du nicht nur du 5% Rabatt, sondern auch wir 5% des Nettopreises als Spende! ***
AKTUELL BEI LABOURNET.TV: Schulstreik gegen die Wehrpflicht
„Es ist nicht unsere Aufgabe, die Kriege zu verteidigen, die die alten Säcke verursacht haben.“ (aus dem Video) Eindrücke von dem Streik gegen die Wehrpflicht in Berlin am 5. März 2026 im Video von labournet TV (BRD 2026, 5 min)
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontres de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi
Spenden willkommen unter IBAN DE 76430609674033739600