Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst der Länder 2025/26

Dossier

ver.di-Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst der Länder 2023: Zusammen geht mehrAm 1. September startete unsere Befragung zur Forderung für die 2,6 Millionen Tarifbeschäftigten und Beamt*innen der Länder. Dann geht es Schlag auf Schlag: Im November stellt ver.di die Forderung auf, im Dezember starten die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). In der TdL sind die Finanzminister der Bundesländer (außer Hessen) organisiert und vereinbaren mit ver.di die Tarifverträge für „ihre“ Beschäftigten. Trotz kontinuierlich steigender Steuereinnahmen werden sie uns nichts schenken. Sei dabei und kämpf mit uns gemeinsam für mehr Geld und bessere Bedingungen auch für die Beschäftigten der Länder. (…) Die ver.di-Befragung läuft vom 1. September bis 31. Oktober 2025. Sie ist die Grundlage für den Forderungsbeschluss, den die Mitglieder der Bundestarifkommission am 17. November fassen…“ ver.di-Aktionsseite externer Link und nun auch Forderungen für die am 3. Dezember beginnenden Verhandlungen (der Konflikt um die Abschaltung der Homepage der ver​.​di-Betriebsgruppe an der FU Berlin wurde ausgelagert):

  • Tarifergebnis TV-L von der ver.di-Mitgliederbefragung mit 51,46% für die Annahme abgestraft und von der Bundestarifkommission „mit großer Mehrheit“ angenommen New
    • BTK ö.D. stimmt Tarifergebnis für Länder zuWir haben die ver.di-Kolleg*innen in den Dienststellen und Betrieben direkt nach dem Verhandlungsergebnis informiert und zusammen diskutiert. Vom 23. Februar bis 9. März wollten wir von allen Mitgliedern im Bereich des Tarifvertrags der Länder wissen: Stimmst Du diesem Ergebnis zu oder lehnst Du ab und bist bereit, für ein anderes Ergebnis in einen Erzwingungsstreik zu gehen? 51,46 Prozent der Teilnehmenden haben dem Tarifergebnis zugestimmt. Dieses Ergebnis zeigt, dass der Abschluss auch Schwachstellen hat. Gleichzeitig gilt: Tarifeinigungen sind immer Kompromisse, die sich an der Kampfkraft und Durchsetzungsfähigkeit der Mitgliedschaft messen lassen müssen.  Vor diesem Hintergrund hat sich die Bundestarifkommission öffentlicher Dienst (BTK ö.D.) in ihrer Sitzung am 12. März 2026 mit großer Mehrheit für die Annahme der Tarifeinigung entschieden…“ Meldung im ver.di-Dossier zur Tarifrunde externer Link
    • Einladung zum nächsten Treffen Berliner Netzwerk mit GEW-Kolleg*innen am 18.03.2026 um 18 Uhr
      Ein Monat ist seit unserem letzten Treffen vergangen und es ist einiges passiert in dieser Zeit. ver.di hat eine Mitgliederbefragung durchgeführt. Die GEW-Berlin hat ihren Mitgliedern ebenfalls eine versprochen, passiert ist jedoch noch nichts. Gleichzeitig wurden Resolutionen von Betriebsgruppen zur Ablehnung des TV-L verabschiedet und unsere Petition für weitere Streiks ist gestartet. Wie es weiter geht, gilt es jetzt zu besprechen. Kommt gerne zu unserem nächsten Treffen und bring deine Kolleg*innen mit. Falls noch nicht geschehen, zeichne bitte die Petition externer Link und leite sie weiter. Lasst uns eine gewerkschaftsübergreifende Perspektive entwickeln, statt uns spalten und gegeneinander ausspielen zu lassen.
      Wir treffen uns am Mi., 18. März 2026 um 18 Uhr im Nachbarschaftstreff „Wir im Kiez“, Koppenstraße 62, 10243 Berlin
      .“ Einladung beim Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di externer Link
    • TV-L angenommen – durchschnittlich 1,4 Prozent Lohnsteigerung pro Jahr
      In einer knappen Abstimmung bringen die Gewerkschaften um ver.di den schwachen Abschluss im Tarifvertrag der Länder über die Ziellinie. Damit wird über 27 Monate eine Tarifsituation festgeschrieben, in der die Beschäftigten der Länder sowohl hinter der Inflation als auch hinter der Entgelttabelle von Bund und Kommunen zurückbleiben. (…)
      TV-L und Beschäftigte an Schulen: Gleicher Lohn nicht in Sicht
      Zwei Gruppen von Beschäftigten, die besonders schlecht auf das Ergebnis zu sprechen sein dürften, sind vermutlich an den Schulen und Universitäten zu finden. Als wäre die Situation im Bildungsbereich nicht schon schlecht genug, werden auch hier weiterhin keine attraktiven Arbeitsbedingungen geschaffen. Für Beschäftigte an Schulen ist es zumindest teilweise eine Formsache: finanziell wäre der Unterschied für die Länder wohl verschmerzbar – doch man möchte außerdem verhindern, dass Angestellte, die streiken dürfen und im Arbeitskampf mehr Rechte haben als Beamt:innen, in deren Tabelle „mitkämpfen“ können.
      Für studentische Angestellte allerdings sieht es wesentlich schlechter aus: Sie stehen weiterhin völlig außerhalb der Tariftabelle und sind komplett auf sich gestellt. Eine Situation, die durch die Mauscheleien der Universitäten noch verschärft wird. In der Realität werden studentische Beschäftigte, die immerhin rund ein Viertel der Beschäftigten an Universitäten ausmachen, oft wochenlang nicht bezahlt und mit Dumpinglöhnen auf die Arbeitsbedingungen im akademischen Betrieb vorbereitet.
      Ungleichheit zwischen TV-L und TVöD
      Auch wenn die Abschlüsse in den beiden Tarifverträgen im öffentlichen Dienst ähnlich oder sogar gleich erscheinen, bleiben sie es am Ende des Tages nicht: Denn gleiche Steigerungen ändern – bei bereits zu Beginn unterschiedlichen Entgelttabellen – nichts an den bestehenden Ungleichheiten. Häufig bemängelt, seit die beiden Tarifverträge getrennt wurden, sind vor allem die unterschiedlichen Entgelte in derselben Stufe sowie höhere Sonderzahlungen bei Bund und Kommunen ein Ärgernis für die Beschäftigten der Länder.
      Schon die Trennung der Kämpfe von insgesamt fast sieben bis acht Millionen Beschäftigten und Beamt:innen, die direkt von den Tarifverträgen im öffentlichen Dienst der Länder, sowie von Bund und Kommunen betroffen sind, stellt eine massive Schwächung ihrer Interessen dar. Nicht auszudenken, welchen Druck die Beschäftigten hier ausüben könnten, wenn sie alle gemeinsam streiken würden
      …“ Kommentar von Enrico Telle vom 15. März 2026 im Gewerkschaftsforum externer Link  
  • Beschlüsse der ver.di-Betriebsgruppen der TU Berlin und der Freien Universität Berlin: Wir sagen Nein zum TV-L-Verhandlungsergebnis
    Hier sammeln wir Beschlüsse von einzelnen Gremien, die unsere Musterresolution in ihren Gremien/Betriebsgruppen diskutiert und verabschiedet haben…“ Beitrag vom 27. Februar 2026 beim Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di externer Link
  • „Wir sagen Nein zum TV-L-Verhandlungsergebnis“: Stellungnahme, Musterantrag und eine Petition des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di/GEW
    • Tarifrunde der Länder (TV-L): Verhandlungsergebnis ablehnen. Für die Durchsetzung der Forderungen stark machen
      Im Tarifbereich der Länder gibt es seit dem 14. Februar 2026 ein Ergebnis. Wir lehnen dieses Tarifergebnis ab! (…)
      Mit Nein stimmen und organisieren
      Die ver.di-Führung stellt das Ergebnis als Erfolg dar. Wir sind der Meinung, das Ergebnis ist inakzeptabel! Diese minimalen Tabellenerhöhungen würden von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten aufgefressen, beziehungsweise laufen durch weiter steigende Kosten nicht einmal auf eine Nullrunde hinaus. In der nun anstehenden Mitgliederbefragung fordern wir deshalb Kolleg*innen auf, mit Nein zu stimmen. In Betrieben und Dienststellen sollten Mitgliederversammlungen stattfinden, um über das für und wider des Verhandlungsergebnisses zu diskutieren und gemeinsam über Annahme oder Ablehnung abzustimmen. Die Beschlüsse sollten für alle Mitglieder im TV-L transparent gemacht werden. Eine einfache Mehrheit in der Befragung sollte für die Bundestarifkommission als Grundlage gelten, das Verhandlungsergebnis abzulehnen und stattdessen eine Urabstimmung für einen Erzwingungsstreik vorzubereiten.
      Kampfkraft weiter aufbauen
      Mehr wäre möglich, wenn die Kampfkraft in den Betrieben und Dienststellen der Länder weiter aufgebaut und aus allen Bereichen gebündelt würde. Mit den wenigen Warnstreiks, die meist sowohl nach Bereichen als auch Gewerkschaften getrennt abliefen (GEW und ver.di haben teilweise an verschiedenen Tagen in den gleichen Betrieben aufgerufen), wurde die Kampfkraft nicht vollständig abgerufen (…) Dabei gäbe es jetzt auch Möglichkeiten, mit Beschäftigten aus anderen Bereichen zusammen zu gehen. Nicht nur die Beschäftigten der Länder sind aktuell in der Tarifauseinandersetzung. So befinden sich aktuell auch die Beschäftigten bei den Nahverkehrsunternehmen in der Auseinandersetzung und bald folgen die Kolleg*innen bei der Telekom. Dazu kommen einzelne lokale Arbeitskämpfe, wie bei den Tochterunternehmen der Vivantes in Berlin…“ Aus der Stellungnahme vom 20. Februar 2026 externer Link (auch als doc verfügbar) von und bei Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di externer Link, siehe dort auch:
    • Musterantrag für Betriebsgruppen, Mitgliederversammlungen
      Nein zum TV-L-Verhandlungsergebnis
      Versammlung xy beschließt: Das viel zu schwache Tarifergebnis in der Tarifrunde der Länder sollte abgelehnt werden. Wir fordern die bezirklichen Arbeitskampfleitungen auf, Diskussionen in allen Betrieben und Dienststellen zu organisieren. Auf diesen soll die Bereitschaft, weiterzustreiken durch Diskussion und Abstimmung abgefragt werden…“ Musterantrag externer Link (auch als doc verfügbar) und die
    • Petition Nein zum TV-L-Verhandlungsergebnis
      Zusätzlich zur offiziellen Mitgliederbefragung der Gewerkschaft ver.di sammeln wir Unterschriften für diese Petition. Wenn du damit übereinstimmst, unterschreibe unten – vielen Dank!
      –    Ich stimme gegen die Annahme des viel zu schwachen Tarifergebnisses
      –    Ich bin bereit, bei Ablehnung des miserablen Ergebnisses weiter zu streiken
      –    Ich fordere die Tarifkommission auf, das Ergebnis abzulehnen und stattdessen Vorbereitungen für eine Urabstimmung und die Organisierung für eine Streikfortsetzung zu diskutieren. Dabei braucht es unsere volle Kampfkraft durch bundesweite und gemeinsame Mobilisierungen der GEW- und ver.di-Kolleg:innen statt vereinzelter Branchenstreiktage
      –    Ich setze mich für Streik-Versammlungen in Betrieben und Dienststellen ein, um darüber zu diskutieren und Abstimmungen durchzuführen…“ Petition externer Link (auf Google Formulare) auf Initiative vom “Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di” und dem “Netzwerk für eine kämpferische GEW”
  • Netzwerk für eine kämpferische GEW zur TV-L Einigung: Ablehnen und weiterstreiken statt austreten! Kritische Bilanz statt Schönrederei! Wir haben noch gar nicht angefangen zu kämpfen! 
    „… Dabei müssen wir schon ganz genau hinschauen, um noch etwas von unseren ursprünglichen Forderungen von 7 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu entdecken. Von einem Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte (TV-Stud) sowie der geforderten stufengleichen Höhergruppierung und der Paralleltabelle für Lehrkräfte ist keine Spur. Dies ist umso frustrierender vor dem Hintergrund, dass beispielsweise die in der GEW Berlin durch die Tarifkommission beschlossene Forderung nach 10 Prozent mehr Gehalt und einem Entlastungstarifvertrag für eine Reduzierung der Klassengröße (TV-G) kommentarlos von der GEW-Führung fallengelassen wurde. Für uns ist das kein Abschluss, sondern blanker Hohn! Dennoch dürfen wir uns jetzt nicht enttäuscht von unserer Gewerkschaft abwenden, sondern müssen uns innerhalb der GEW für eine Ablehnung des Verhandlungsergebnisses stark machen, Betriebsversammlungen organisieren, das Ergebnis diskutieren und über Möglichkeiten einer Ausweitung des Streiks sprechen!
    Kritische Bilanz statt Schönrederei!
    Was wir jetzt brauchen, sind keine bunten Insta-Slides, die dieses katastrophale Ergebnis schönreden, sondern eine radikal-ehrliche Bilanz. Es ist kein Erfolg, wenn wir 7 Prozent mehr Gehalt in 12 Monaten fordern und im Schnitt 2 Prozent nach 12 Monaten mehr bekommen. Gerade in der dritten Erhöhungsstufe liegen wir sogar unter der aktuellen Inflationsrate. Dass im sog. „Volumen“ alle Erhöhungen zusammen 5,8 Prozent ergeben und damit gar nicht soweit weg von den ursprünglich geforderten 7 Prozent liegen würden, ist Augenwischerei. Dazu gehört auch, nicht das Narrativ der Arbeitgeberseite zu übernehmen, dass die erste Erhöhung ja sogar über der aktuellen Inflationsrate liege. Für uns zählt nämlich nicht in erster Linie, dass die Inflationsrate aktuell leicht gefallen ist, sondern wir haben den krassen Anstieg unserer Mieten und Lebenshaltungskosten in den Jahren zuvor noch nicht vergessen (…)
    Das Tarifergebnis vom 14.02.26 mag ein neues Sein, aber unsere Verluste, Indexmietverträge und verlorenen Ersparnisse sind die alten. Vor diesem Hintergrund bedeutet das aktuelle Ergebnis also nichts anderes als Reallohnverlust. Dafür haben wir unsere Kolleg:innen nicht bei Minusgraden auf die Straßen geholt. Darüber hinaus wird uns durch die zu erwartenden steigenden Krankenkassenbeiträge noch weniger Netto vom Brutto bleiben. Ferner kann die Inflationsrate jederzeit wieder in die Höhe schnellen, beispielsweise durch einen Handelskrieg mit den USA. Durch die extrem lange Laufzeit können wir unsere Löhne jedoch dann bis 2028 (!) nicht daran anpassen. Wir haben noch gar nicht angefangen zu kämpfen! …“ Statement des Netzwerks für eine kämpferische GEW Berlin externer Link zum Abschluss der Tarifverhandlungen für den TV-L am 14.02.26 bei der VKG, siehe ähnlich:
  • TV-L Einigung: Meilen unterhalb der Forderungen – nicht Austreten, sondern Ablehnen, Weiterkämpfen und Gewinnen!
    „… Das Ergebnis ist Augenwischerei und bedeutet weiteren Reallohnverlust!
    Die bürgerliche Presse versucht das Ergebnis für die Kolleg:innen schönzureden. „Ein schwieriger Kompromiss, aber beide Seiten können damit leben.“ Ganz nach dem Motto „der beste Sklave ist ein stolzer Sklave“ schreibt die SZ: „Nach dem Tarifabschluss bekommen Millionen Beschäftigte jetzt mehr Geld. Andere Arbeitnehmer sollten sich nicht vor Neid grämen.“ Schon die „geforderten 7 Prozent, mindestens 300 Euro im Monat mehr“ waren in den Augen vieler Kolleg:innen angesichts der realen Einkommensverluste im letzten Jahrzehnt die unterste Kante. Die Festschreibung auf „ein Jahr und keinen Tag länger“ wurde von vielen als unverrückbarer Kernbestandsteil dieser Gehaltsforderung aufgefasst. (…)
    Wer sagt, es gebe kein Geld, der gehört links und rechts geohrfeigt. Das sagt uns jemand, der gleichzeitig 1,1 Billionen Euro in die Militarisierung pumpt. Für Bildung, Soziales, Gesundheit und Klimaschutz fehle das Geld. Das treibt nicht nur die Kriegseskalation voran. Auch ökonomisch ist es der Wahnsinn. Ein Panzer steht bestensfalls rum oder zerstört. Er nützt allein den Rüstungsproduzenten. Ein Auto kann als Taxi genutzt werden, um Menschen zu befördern. Mit einem Backautomaten werden Brote gebacken. Brote werden gegessen und ernähren Menschen, die arbeiten gehen. Mit medizinischen Leistungen kann Gesundheit und Leben gerettet werden. Wer in Bildung investiert, holt das Dreifache wieder raus. Ein moderner Leopard Panzer kostet 30 Millionen Euro. Für dieses Geld können 150 Akademiker komplett (Schule und Uni) ausgebildet werden.
    Um die sich abzeichenden Haushaltslöcher trotz Rekordschuldenaufnahme für die Kriegswirtschaft stopfen zu können, erwarten Wirtschaftsexperten eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozent. Allein damit wäre das zur Zustimmung vorgelegte TV-L Ergebnis mit einem Schlag aufgefressen. (…)
    Bis zum 9. März können nun alle Gewerkschaftsmitglieder im TV-L, die bei Ver.di organisiert sind, über das vorliegende Einigungsergebnis abstimmen. Bei der GEW gibt es bislang keine direkte Abstimmung, begründet wird das damit, dass die Verhandlungsführerschaft ohnehin bei Ver.di liege. Auch GEW Mitglieder sollten ihren Unmut über das Ergebnis und das Prozedere deutlich adressieren! Diese TV-L Einigung liegt Meilen unterhalb der Forderungen. Haltet in allen Betrieben Mitgliederversammlungen dazu ab. Beratet Euch. Verbindet es mit Änderungsvorschlägen, wie in Zukunft Tarifauseinandersetzungen demokratischer und effektiver geführt werden müssen.
    Unsere Parole lautet: Nicht Austreten, sondern Mitgliederversammlungen abhalten, Ablehnen, Weiterkämpfen, alle Kampfkraft in die Waagschale werfen und Gewinnen! Ablehnen und weiterstreiken, statt austreten!
    …“ Artikel von Peter Vlatten und Konstantin Kieser vom 15. Februar 2026 im Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin externer Link mit dem Hinweis auf Treffen im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a am Mittwoch 18.02.26, 18.00 Uhr von Netzwerk für eine kämpferische Verdi und Netzwerk kämpferische GEW
  • Absehbarer, aber voreiliger und vorläufiger (!) Tarifabschluss für öffentlichen Dienst der Länder: Ein Drittel der Forderungen ist noch nicht einmal die „goldene Mitte“…
    • Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder: Beschäftigte erhalten 5,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 100 Euro
      Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich mit den Arbeitgebern auf einen Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder geeinigt. Die Vereinbarung umfasst eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten in drei Erhöhungsschritten. Nachwuchskräfte bekommen insgesamt 150 Euro mehr. Zudem werden die Arbeitsbedingungen im Osten den West-Regelungen angeglichen: Dies gilt für die Verbesserung des Kündigungsschutzes sowie für die Absenkung der Arbeitszeit an den drei ostdeutschen Unikliniken in Rostock, Greifswald und Jena. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Januar 2028. (…)
      Vereinbart wurde darüber hinaus die Erhöhung der Zulagen für ständige Wechselschicht- und Schichtarbeit. Die Zulage für Schichtdienste steigt auf monatlich 100 Euro, für das Pflegepersonal in Krankenhäusern ebenfalls auf 100 Euro. Die Wechselschichtzulage steigt auf 200 Euro im Monat, in Krankenhäusern auf 250 Euro. Auch für Teilzeitbeschäftigte im Schicht- oder Wechselschichtdienst konnte erstmals tariflich gesichert werden, dass Zuschläge für Überstunden, sofern nicht zeitlich ausgeglichen, bereits ab der ersten Stunde über der individuellen Arbeitszeit gezahlt werden – und nicht erst ab Erreichen der vollen Wochenarbeitszeit.
      Für die rund 300.000 studentischen Beschäftigten an Hochschulen und Universitäten werden die Mindeststundenentgelte erhöht: auf 15,20 Euro ab dem Sommersemester 2026, ein Jahr später dann auf 15,90 Euro. Einen Tarifvertrag für die studentischen Beschäftigten lehnten die Ländervertreter allerdings ab.
      Eine Verständigung konnte bei der „Hamburg-Zulage“ erzielt werden. Von ihr profitieren rund 10.000 Beschäftigte bürgernaher Dienstleistungen in der Hansestadt durch höhere Zulagen von bis zu 115 Euro. (…)
      ver.di startet nun eine Mitgliederbefragung zum Tarifergebnis. Die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst entscheidet im Anschluss endgültig
      .“ ver.di-Pressemitteilung vom 14.2.2026 externer Link – die Mitgliederbefragung zur Einigung läuft bis zum 9. März 2026. An dieser können sich alle ver.di-Mitglieder – auch alle, die noch neu eintreten – beteiligen. Anschließend entscheidet die BTK ö.D. am 12. März 2026 endgültig über die Tarifeinigung
    • GEW: „Länder-Beschäftigte erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Schritten“
      Die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt. In einem ersten Schritt erhöht sich der Lohn zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro monatlich, zum 1. März 2027 gibt es 2 Prozent und zum 1. Januar 2028 noch einmal 1 Prozent mehr. Der Tarifvertrag läuft 27 Monate. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit. „Dieser Kompromiss ist nach sehr schwierigen Verhandlungen zustande gekommen. Mit der Einigung halten die Länder-Beschäftigen Anschluss an die Entwicklung in Bund und Kommunen“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern nach Abschluss der Tarifverhandlungen am Samstag in Potsdam. Zudem haben die Gewerkschaften höhere Zulagen für die Beschäftigten durchgesetzt, die in Schicht und Wechselschicht arbeiten.
      Eine Tarifierung der studentischen Beschäftigten lehnte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weiterhin kategorisch ab. „Es ist sehr enttäuschend, dass sich die Arbeitgeber nicht bewegen wollten. Sie verwehren damit 300.000 studentischen Beschäftigten den Schutz eines Tarifvertrages. Die Erhöhung der Mindest-Stundensätze um Cent-Beträge ist nicht ausreichend, zudem sind diese nicht individuell einklagbar“, betonte Finnern.“ (…)
      Eine Tarifierung der studentischen Beschäftigten lehnte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weiterhin kategorisch ab. „Es ist sehr enttäuschend, dass sich die Arbeitgeber nicht bewegen wollten. Sie verwehren damit 300.000 studentischen Beschäftigten den Schutz eines Tarifvertrages. Die Erhöhung der Mindest-Stundensätze um Cent-Beträge ist nicht ausreichend, zudem sind diese nicht individuell einklagbar“, betonte Finnern
      …“ Pressemitteilung vom 14.02.2026 externer Link, siehe auch
    • Fragen und Antworten zum Abschluss TV-L 2025/26Überblick der GEW externer Link – und erste Kommentare:
    • Lohnzuwächse im öffentlichen Dienst bei 2 Prozent pro Jahr
      Wie von mir vor einigen Tagen erwartet (hier zu finden), sind die Lohnverhandlungen im öffentlichen Dienst der deutschen Bundesländer mit einem „vernünftigen“ Ergebnis zu Ende gegangen. Ver.di hatte 7 Prozent Lohnsteigerung für 12 Monate gefordert, herausgekommen sind 5,8 Prozent über 27 Monate. Wie es inzwischen Tradition bei den deutschen Gewerkschaften ist, können die Mitglieder von Ver.di allerdings nicht genau feststellen, ob das, wofür sie gestreikt haben, wirklich ein „vernünftiges“ Ergebnis ist. Denn wie immer bei solch relativ komplexen Abschlüssen hält es Ver.di nicht für nötig, das Ergebnis transparent auf die Forderungslänge von 12 Monaten herunterzurechnen. Was heißt, gerechnet haben sie bestimmt, aber sie halten es nicht für nötig, ihre Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit darüber zu informieren.
      Rechnet man ganz primitiv (5,8 geteilt durch 27 und das Ergebnis mal 12) kommt 2,57 heraus. In Wirklichkeit ist es aber wohl weniger, weil es einige Leermonate gibt, also Monate, in denen die Löhne gar nicht erhöht werden – die erste Erhöhung ist auf April 2026 datiert. Die Entwicklung der vereinbarten Zuwächse (erst 2,8 Prozent in 2026, dann zwei Prozent in 2027, dann ein Prozent in 2028) deutet an, wohin die Reise geht, nämlich in Richtung null…“ Beitrag vom 15. Februar 2026 von und bei Heiner Flassbeck externer Link
    • Nein zur TV-L-Einigung, Ja zu Erzwingungsstreiks
      Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifvertrag der Länder endet mit einer Einigung, die unannehmbar ist. Für die Ablehnung des Abschlusses und für Streiks bis zur vollständigen Erfüllung unserer Forderungen! (…) Diesen Morgen verkündeten die Gewerkschaften eine Einigung auf „5,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 100 Euro“. Das klingt gar nicht nach so viel weniger als die ursprüngliche Forderung von sieben Prozent, ist aber ein billiger Taschenspielertrick. Statt sieben Prozent mehr in einem Jahr geht es nun um 5,8 Prozent mehr über 27 Monate! Pro Jahr ist das eine durchschnittliche Erhöhung von nicht einmal 2,6 Prozent, also gut ein Drittel der ursprünglichen Forderung und nur knapp über der Inflation. Wenn man die fünf Nullmonate seit Oktober einbezieht, sind es nur noch 2,1 Prozent. Falls die Inflation ein bisschen steigt, heißt das wieder jahrelange Reallohnverluste, im „besten Fall“ bedeutet es Stagnation. Nachwuchskräfte sollen über denselben Zeitraum eine Gehaltserhöhung von mageren 150 Euro erhalten.
      Die Gewerkschaftsführungen brüsten sich währenddessen mit der Angleichung der Arbeitsbedingungen in Ost und West. Eigentlich sollte es ihnen aber peinlich sein, den gleichen Kündigungsschutz nach 15 Jahren im öffentlichen Dienst auch für ostdeutsche Beschäftigte erst jetzt erreicht zu haben.
      Und auch für die studentischen Beschäftigten der Hochschulen sieht es nicht besser aus. Einen bundesweiten TV-Stud wird es weiterhin nicht geben. Kurzzeitverträge und Kettenbefristungen bleiben also die Norm. Ihre Entgelte sollen ab nächstem Semester auf mindestens 15,20 Euro und ein Jahr später auf 15,90 Euro pro Stunde steigen – jeweils nicht einmal 1,50 Euro über dem Mindestlohn. Studentisch Beschäftigte:r zu sein, muss man sich also weiter leisten können.
      Lehnen wir dieses Angebot ab!
      Bis zum 9. März können nun alle Gewerkschaftsmitglieder im TV-L über dieses dreiste Angebot abstimmen. Wegen der undemokratischen Regeln der Gewerkschaften müssen mindestens 75 Prozent mit Nein stimmen, um das Ergebnis abzulehnen. Am 12. März wird die zuständige Bundestarifkommission endgültig über die Tarifeinigung entscheiden. Die Gewerkschaftsführungen werden sich bis dahin bemühen, ihren Mitgliedern die Einigung schmackhaft zu machen – dagegen braucht es Mitgliederversammlungen in allen Betrieben, um über das Angebot zu diskutieren und möglichst viele Kolleg:innen davon zu überzeugen, in der Mitgliederbefragung mit Nein zu stimmen!…“ Beitrag von Julius Götz vom 14.02.2026 bei Klasse gegen Klasse externer Link
    • Wir sagen Danke !
      5.8 % in drei Schritten – 27 Monate Laufzeit!
      Und das bei steigenden Lebenshaltungskosten.
      Und das bei steigenden Mieten, Steigenden Kosten für Heizung und Strom. Steigenden Preisen für Bus und Bahn. Steigenden Steuern.
      Danke Verdi !
      Das liegt unter der Inflationsrate und ist absolut lächerlich.
      Hunderttausende Überstunden werden nicht bezahlt. Trotzdem redet Linnemann und seine CDU von zu wenig Einsatz und Engagement. Arbeiter und Angestellte sind schlichtweg zu faul und sind zu oft krank.
      Vermutlich ist selbst jetzt die abgeschlossene Tariferhöhung kaum zu stemmen.
      Das einzige was geht sind zig Milliarden für Aufrüstung und Kriegsvorbereitung. Billionen für die Rüstungsindustrie.
      Milliarden für die Ukraine, damit das Sterben weitergeht.
      T r o t z d e m !
      Ab jetzt wird wieder in die Hände gespuckt und wir steigern das Bruttosozialprodukt!
      Dietmar Breme am 14.2.2026 – wir danken!
    • Das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di externer Link lädt am 16.02.26 zum Zoom-Treffen über das Verhandlungsergebnis ein
  • Aufrufe an die TV-L-Verhandlung: Die Forderungen voll durchsetzen, keine faulen Kompromisse und keine Schlichtung – die ganze Kampfkraft durch gemeinsame Streiks nutzen
    • Tarifrunde der Länder: Gesamte Kampfkraft gemeinsam einsetzen – für die volle Durchsetzung der Forderungen!
      „… Auch, wenn die Ergebnisse in der dritten Runde nochmal leicht angepasst würden, ist nicht zu erwarten, dass die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen werden. Schon die Forderungen sind bescheiden, deshalb ist ihre Durchsetzung absolut notwendig. Einige Kolleg*innen kamen in ihren Betriebsgruppen und Gewerkschaftsuntergliederungen sogar zu Forderungen von bis zu 10% bzw. 450€ mehr, wie in der GEW Berlin, oder sogar 600€ mehr für alle, wie es die ver.di Betriebsgruppe der FU Berlin gefordert hatte. (…) Die Gewerkschaftsführungen sollten weder einem faulen Kompromiss zustimmen, noch auf eine Schlichtung – ob mit oder ohne Schlichtungsvereinbarung – einlassen , so wie in vielen anderen Tarifrunden. (…) Nach einem voraussichtlich zu schlechten Angebot in der dritten Verhandlungsrunde sollten die Gewerkschaftsführungen unmittelbar in eine Urabstimmung für einen Erzwingungsstreik gehen…“ Flugblatt vom Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di externer Link dokumentiert bei der VKG (Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften)
    • TV-L: Unsere Forderungen voll durchsetzen! Keine faulen Kompromisse! Ganze Kampfkraft durch gemeinsame Streiks!
      „… Die ver.di-Betriebsgruppe der FU Berlin hatte 600 Euro als notwendige Forderung angesichts von Inflation und Reallohnverlusten der vergangenen Jahre erachtet. Umso wichtiger ist es jetzt, mindestens für die volle Umsetzung der Forderungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu kämpfen. Vereinzelte und zersplitterte Warnstreiks reichen nicht. Es müssen alle Bereiche des TV-L durch gemeinsame Streiktage bis hin zum unbefristeten Streik mobilisiert werden! Und wir müssen uns mit den Streiks im ÖPNV und bei den Vivantes-Töchtern verbinden.
      Das entspricht auch der einstimmig verabschiedeten Willensbekundung der Streikversammlung an der FU am 28. Januar, die u.a. forderte:
      Kämpfen und Streiken bis zur vollen Erfüllung unserer Forderungen; gegen die Angriffe auf den 8-Stunden-Tag; keine Einschränkung der Teilzeitregelungen; nach Scheitern der 3. Verhandlungsrunde unsere Streiks verbinden mit den Streiks der Schüler*innen am 5. März gegen die Militarisierung und dem Frauenstreiktag am 9. März…“ Aus dem Flugblatt der ver.di-Betriebsgruppe der FU Berlin gespiegelt bei Klasse gegen Klasse externer Link
    • Tarifrunde Länder 2025/26: Ohne ernsthaftes Angebot wird weiter gestreikt!
      Einen Tag, bevor sich Gewerkschaften und Arbeitgeber in Potsdam zum dritten Mal an den Tisch setzen, haben Zehntausende Streikende klar gemacht: Wenn es auch jetzt kein ernst zu nehmendes Angebot gibt, geht der Arbeitskampf weiter.
      Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder haben mehr als 20.000 Beschäftigte am Dienstag mit Warnstreiks erneut demonstriert, wie ernst es ihnen mit der Forderung nach mehr Gehalt ist. Die Kolleg*innen aus Schulen, Hochschulen und Kitas erwarten bei der seit dem heutigen Mittwoch in Potsdam laufenden dritten Verhandlungsrunde endlich ein Angebot der Arbeitgeber. Sollte dies nicht kommen, wird es weitere, bundesweite Streiks geben.
      In Bayern folgten am Dienstag rund 8.000 Beschäftigte den Streikaufrufen der Gewerkschaften. In München nahmen etwa 6.000 Kolleg*innen an den Protestaktionen teil, in Erlangen waren es weitere 2.000. 
      In Hannover gingen rund 3.500 Streikende auf die Straße. Die tarifbeschäftigte GEW-Mitglieder des Bildungswesens wurden dabei von verbeamteten Kolleg*innen unterstützt. Der niedersächsische GEW-Landesvorsitzende Stefan Störmer sagte bei der Kundgebung am Landtag: „Wir danken den GEW-Streikenden herzlich für ihr starkes Zeichen, nun müssen sich die Arbeitgeber endlich bewegen.“…“ GEW-Meldung vom 11.02.2026 externer Link – siehe auch:

      • Fotoserie: Die besten Plakate der Warnstreiks
        30.000 Kolleg*innen der GEW waren in den letzten Wochen für ihre berechtigten Forderungen in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder im Warnstreik. Wir haben die besten Plakate gesammelt…“ Fotoserie beio der GEW externer Link
  • ver.di und GEW mobilisieren von Kiel bis Freiburg zur 3. und letzten (?) Verhandlungsrunde vom 11. bis 13. Februar: Countdown statt Erzwingungsstreik?
    • Countdown zur 3. Runde: 3, 2, 1 – Streik!
      „… Einen Tag vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder kommt es in Hamburg am 10. Februar erneut zum großen Warnstreik: Alle Beschäftigten der Bezirksämter, Hamburg Service vor Ort, Landes- und Fachbehörden, Schulen, Feuerwehr, Landesbetriebe, Senat und Personalamt, Senatskanzlei, Datenschutz und Informationsfreiheit, Bürgerschaft, Rechnungshof und Universität Hamburg und Hochschulen sind ganztägig zum Streik aufgerufen. (…)
      Gemeinsam rufen die nordrhein-westfälischen DGB-Gewerkschaften ver.di, GEW und GdP sowie der DBB NRW mit dem dbb beamtenbund und tarifunion im Rahmen der laufenden Auseinandersetzung mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ebenfalls zu einem landesweiten Warnstreik auf: Am 10. Februar 2026 kommen Streikende aus Schulen, Unikliniken, der Polizei, Behörden, Justiz und weiteren Teilen der Landesverwaltung in Düsseldorf zu einer Großdemonstration zusammen. Damit erhöhen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeberseite, ihre Blockadehaltung aufzugeben und mit einem echten Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Bei der Großkundgebung vor dem NRW-Landtag wird der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke als Redner erwartet. (…)
      In Bayern wird es ebenfalls Warnstreiks geben sowie am 9. Februar in Stuttgart und Heilbronn und am 10. Februar in Karlsruhe, Tübingen und Mannheim. Aufgerufen sind die Beschäftigten aller baden-württembergischen Landeseinrichtungen: Dazu gehören neben den Universitäten und Hochschulen die Studierendenwerke, die Wilhelma, die Staatsgalerie, das Statistische Landesamt, das Staatstheater, das Landesamt für Besoldung, BitBW, die Ministerien und der Landtag, das Zentrum für Psychiatrie in Winnenden und andere Dienststellen. (…)
      In Berlin und Brandenburg rufen die Gewerkschaften GEW, IG-BAU GdP gemeinsam mit ver.di am 11. Februar  zum Streik auf. Die Gewerkschaften verstärken damit zum Auftakt der 3. Verhandlungsrunde in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeber: Mit rund 5000 streikenden Kolleg*innen aus ganz Deutschland wird den Verhandelnden nochmal ordentlich eingeheizt! Zum Streik aufgerufen werden in Berlin die Beschäftigten der Kita Eigenbetriebe, der staatlichen Schulen, der Bezirksämter und nachgeordneten Einrichtungen, der Senatsverwaltungen und nachgeordneten Einrichtungen, der Feuerwehr, des Lette Vereins, des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, der Polizeidienststellen und der landeseignen Bühnen. In Berlin und Brandenburg werden die Beschäftigten der Hochschulen (inkl. studentischer Beschäftigten), sowie die Beschäftigten der jeweiligen Landesforstbetriebe aufgerufen. In Brandenburg gilt der Aufruf für die Beschäftigten der Landesministerien und ihrer nachgeordneten Einrichtungen sowie der Polizei
      …“ Aktualisierung im ver.di-Dossier externer Link, siehe auch:
    • Aufruf zur Kundgebung in Potsdam am 11.02.26 externer Link
    • Diverse Solidaritätsstreiks in Brandenburg in: Streikaufrufe und Anreise Hochschulen Brandenburg TVL-Runde 11.02.26
      Pressemitteilung vom 05.02.2026 von ver.di Berlin-Brandenburg externer Link
    • Siehe auch: Ist ein Erzwingungsstreik jetzt das Mittel der Wahl? Im Tarifkampf an der FU Berlin geht die Verdi-Betriebsgruppe über das übliche Verfahren hinaus, erklärt Lukas Schmolzi – im Dossier Abschaltung der Homepage der ver.di-Betriebsgruppe an der FU Berlin eröffnet die Debatte: Wie öffentlich sollte die gewerkschaftliche Forderungsfindung stattfinden?
    • Tarifrunde Länder 2025/26: Warnstreiks, Demos und Kundgebungen von Kiel bis Freiburg
      Rund eine Woche vor der dritten und möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder sind bundesweit erneut Tausende Warnstreikende durch die Innenstädte gezogen.(…) In den nächsten Tagen folgen weitere Streiks und Kundgebungen, unter anderem in Stuttgart (Montag) sowie in Düsseldorf, Karlsruhe, Tübingen und Heidelberg (Dienstag)...“ GEW-Pressemitteilung vom 06.02.2026 externer Link
    • Streikbruch bei der Stiftung Oper geplant – Externe Kräfte sollen Streik unterlaufen / Streik bei der Deutschen Oper und der Staatsoper am 7.02.
      „ver.di Berlin-Brandenburg verurteilt den Versuch der Stiftung Oper Berlin während des laufenden Arbeitskampfes Streikbrucharbeiten durch externe Kräfte ausführen zu lassen. Nach Erkenntnissen der Gewerkschaft werden dort externe Kräfte eingesetzt, um streikende Beschäftigte zu ersetzen. In der Stiftung Oper Berlin sind die Deutsche Oper, die Komische Oper und die Staatsoper zusammengefasst. Der Einsatz von Leiharbeit zum Streikbruch ist in Deutschland ausdrücklich verboten. Statt regulärer Leiharbeit greift die Deutsche Oper offenbar auf formal selbstständige Kräfte und studentische Hilfskräfte zurück – mit demselben Ergebnis: Der Streik wird unterlaufen. „Unabhängig davon, wie dieses Vorgehen juristisch zu bewerten ist – für ein Haus in öffentlicher Trägerschaft ist das ein Skandal. Hier wird mit einem Taschenspielertrick versucht, gesetzliche Vorgaben zu umgehen. Selbstständige als Streikbrecher einzusetzen, ist im Ergebnis nichts anderes als der gesetzlich verbotene Streikbruch durch Leiharbeit. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und ein fatales Signal in einem öffentlich finanzierten Kulturbetrieb“, erklärt Laura Sophie Rauschenbach, zuständige ver.di Gewerkschaftssekretärin…“ Pressemitteilung vom 06.02.2026 von ver.di Berlin-Brandenburg externer Link
  • Sozialstaat oder Militärstaat? Flugblatt von „Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg!“ zur Tarifrunde der Länder (zum Verteilen bei den Schwerpunktstreiks bis 11.2.)
    „… Die öffentlichen Arbeitgeber lehnen diese berechtigten Forderungen ab. Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende von BlackRock Deutschland und heutige Bundeskanzler Friedrich Merz behauptet: „der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar“.Gleichzeitig will die Bundesregierung mit Abermilliarden Euro aus öffentlichen Mitteln die Bundeswehr zur „konventionell stärksten Armee Europas“ ausbauen: „whatever it takes“. Und sie lehnt jegliche Besteuerung von Riesenvermögen ab und senkt sogar noch weiter die Steuern auf Unternehmensgewinne. (…)
    Ein Großteil dieser gigantischen Aufrüstung soll mit Schulden finanziert werden. Einige behaupten, das ginge nicht zu Lasten des Sozialstaats. Dies ist jedoch eine Nebelkerze. Denn für alle anderen Bereiche und für die Länder und Gemeinden gilt weiter die „Schuldenbremse“. Und die zusätzlichen Schulden führen zu steigenden Zinsbelastungen, bis 2029 voraussichtlich auf ca. 60 Milliarden Euro jährlich. Deshalb gilt: Je mehr Geld für Militär und die Zinsen und Tilgung für diese Kredite ausgegeben wird, desto weniger bleibt für den Sozialstaat übrig: für die Daseinsvorsorge, für die zivile Infrastruktur, für Renten und für die Löhne der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, im Bildungswesen und den sozialen Bereichen. Diese Politik verdient unseren entschiedenen Widerspruch! (…)
    Der Kampf für höhere Löhne und besseres Leben für alle und der Kampf gegen Hochrüstung und Krieg gehören untrennbar zusammen!…“ Das Flugblatt vom 1.2.2026 für die laufende Tarifrunde der Länder in verschiedenen Versionen auf der Homepage der Initiative externer Link – Kanonen statt Butter? Butter statt Kanonen!

    • Siehe auch unser Dossier zur Initiative: [Aufruf zum Mitzeichnen] Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg! Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit! und beispielhaft zum aktuellen Streikgeschehen:
    • Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder: Schwerpunktstreiks zeigen Wirkung (am Beispiel Hamburg)
      Wenige Tage vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde der Länder setzt ver.di Hamburg auch auf Schwerpunktstreiks. Bereits seit Montag wird in ausgewählten, besonders relevanten Bereichen in Hamburg gestreikt – dort, wo Arbeitsniederlegungen betriebliche Abläufe, Lieferketten und kostenrelevante Prozesse stören. Diese Streikstrategie ist im Bereich des Tarifvertrags der Länder neu – und zeigt Wirkung…“ Pressemitteilung vom 05.02.2026 von ver.di Hamburg externer Link
    • TdL: Landesweiter Warnstreik und Großdemo in Düsseldorf am 10. Februar
      Gemeinsam rufen die nordrhein-westfälischen DGB-Gewerkschaften ver.di, GEW und GdP sowie der DBB NRW mit dem dbb beamtenbund und tarifunion im Rahmen der laufenden Auseinandersetzung mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu einem landesweiten Warnstreik auf. Am 10. Februar 2026 kommen Streikende aus Schulen, Unikliniken, der Polizei, Behörden, Justiz und weiteren Teilen der Landesverwaltung in Düsseldorf zu einer Großdemonstration zusammen…“ Pressemitteilung vom 5.2.2026 von ver.di NRW externer Link
  • Nach den Branchenstreiktagen die nächste Streikwelle in Landesbetrieben und Dienststellen (mind.) am 2.2.und 5.2. in Hamburg und am 4.2. in NRW, 2.-4. Februar (Kiel) und ab 3. Februar in Rostock und Greifswald…
    • Nach den Branchenstreiktagen ist vor der nächsten Streikwelle: Wir gehen nochmal raus vor der dritten Verhandlungsrunde!
      Wow – Bereits in den letzten Tagen gab es beeindruckende Streiks: Im Straßenverkehrsdienst, im Gesundheitswesen, an den Hochschulen und nicht zuletzt haben auch die Nachwuchskräfte mit bundesweiten Streiks ordentlich Action gemacht. Mit Zehntausenden zeigen wir, dass es uns ernst ist mit unseren Forderungen, während die in der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) organisierten Arbeitgeber der rund 2,2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) offenbar den Ernst der Lage zumindest in der zweiten Verhandlungsrunde noch verkannt haben. (…)
      Am 4. Februar 2026, ruft ver.di in Nordrhein-Westfalen zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind alle Bereiche, die unter den Tarifvertrag für die Länder (Tv-L) fallen, darunter Hochschulen, Landesverwaltung und Justiz sowie die sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. In den betroffenen Kliniken gelten Notdienstvereinbarungen. Die Streikenden kommen in den Regionen zu Kundgebungen und Demonstrationen zusammen, unter anderem in Aachen, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Hagen, Köln, Münster und Siegen. (…)

      Am 2. Februar wird Hamburg dann zum „Hochdruckgebiet“
      „Die Kolleginnen und Kollegen brauchen ordentliche Gehaltszuwächse. Nicht zuletzt mit der geplatzten Hamburg-Zulage haben die Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft deutscher Länder in Hamburg eine Gemengelage produziert, die man nur als Hochdruckgebiet bezeichnen kann. Die Antwort kommt jetzt bis zur dritten Runde aus den Betrieben. (…)
      Es sind Kolleg*innen aus der TU Harburg, aus Bezirksämtern, Hamburg Service vor Ort, Landes- und Fachbehörden, Schulen, Feuerwehr, Landesbetrieben, Senat und Personalamt, Senatskanzlei, Datenschutz und Informationsfreiheit, Bürgerschaft und Rechnungshof ganztägig zum Streik aufgerufen.  Auch am 5. Februar 2026 ruft ver.di in Hamburg zu einem ganztägigen Warnstreik auf.
      (…)
      Und noch weiter im Norden wird ebenfalls eine Streikschippe obendrauf getan
      Vom 2.-4. Februar (Kiel) und ab 3. Februar in Rostock und Greifswald werden die Arbeitsniederlegungen an den Unikliniken gezielt so organisiert, dass eine spürbare wirtschaftliche Wirkung entsteht. Dazu ruft die Gewerkschaft an den jeweiligen Tagen unterschiedliche Bereiche zum Warnstreik auf. Betroffen sind insbesondere Bereiche mit hoher wirtschaftlicher Relevanz, darunter Versorgungsbereiche sowie die OP-Pflege und die OP-Anästhesie. Mittlerweile gibt es dazu auch rechtlich grünes Licht: Die Versuche der Verantwortlichen der Unimedizinen Rostock und Greifswald, den Warnstreikenden das Grundrecht auf Streik einzuschränken oder die Arbeitsniederlegungen zu untersagen, sind gescheitert.
      „Nachdem das Arbeitsgericht Stralsund bereits 2. Februar abends in einem Teilbeschluss den Antrag der Arbeitgeberseite zur Untersagung der Warnstreiks in Greifswald für Dienstag und Mittwoch zurückgewiesen hatte, wurde heute in Rostock ein Vergleich erzielt, der weitere Warnstreiks rechtssicher ermöglicht“, erklärte Christian Wölm, stellvertretender Fachbereichsleiter Gesundheit bei ver.di Nord…“ Aus der Aktualisierung im ver.di-Dossier externer Link (sorry, sehr undurchsichtig)
    • Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2025-2026: ver.di weitet Warnstreiks in NRW aus
      Im Rahmen der laufenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten am Mittwoch, 4. Februar 2026, in Nordrhein-Westfalen zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind alle Bereiche, die unter die laufende Tarifrunde fallen, darunter Hochschulen, Landesverwaltung und Justiz sowie alle sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. In den betroffenen Kliniken gelten Notdienstvereinbarungen.
      Die Streikenden kommen in den Regionen zu Kundgebungen und Demonstrationen zusammen, unter anderem in Aachen, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Hagen, Köln, Münster und Siegen
      …“ Pressemitteilung vom 1.2.2026 von ver.di NRW externer Link – schaut bitte Eure Länder selbst nach…
  • Breites Bündnis zum bundesweiten Hochschulaktionstag 28.01. für Gute Arbeits- und Studienbedingungen für alle an über 60 Hochschulstandorten (und Schul-Kita-Jugendstreiktag am 29.1.) 
    • Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder: „Streiktag Bildung“: „Fast 12.000 Bildungsbeschäftigte streiken für mehr Gehalt“
      Fast 12.000 Beschäftige aus dem Bildungsbereich im öffentlichen Dienst der Länder haben heute für mehr Geld gestreikt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zum bundesweiten „Streiktag Bildung“ aufgerufen, Kundgebungen fanden an fünf zentralen Standorten statt. Die Beschäftigten verliehen mit den Streiks und zahlreichen Aktionen den Forderungen der Gewerkschaften in der Länder-Tarifrunde nach 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr Gehalt Nachdruck. Die Streiks sind die Reaktion der Beschäftigten auf die Haltung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Januar in Potsdam, in der die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt hatten. „Die Beschäftigten im Bildungsbereich haben ein deutliches Signal gesetzt, dass die Arbeitgeber mit ihrer bisherigen Blockadeposition nicht durchkommen. Die TdL muss sich in der dritten Runde endlich bewegen und ein Angebot vorlegen, das die Leistungen der Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, an Schulen und Hochschulen wertschätzt“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Donnerstag. An den Streiks und Aktionen beteiligten sich beispielsweise Lehrkräfte an Schulen, (Schul)Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher im Landesdienst, Lehrende an Hochschulen und studentische Beschäftigte. In Berlin sind 3.500 Streikende durch sie Stadt gezogen…“ GEW-Pressemitteilung vom 29. Januar 2026 externer Link
    • GEW zum bundesweiten Hochschulaktionstag: „Gute Arbeits- und Studienbedingungen für alle!“
      Heute haben sich bundesweit mehrere tausend Hochschulbeschäftigte und Studierende an über 80 Hochschulstandorten mit Protestaktionen für ihre Interessen stark gemacht, an mehr als 60 wird gestreikt. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und anderer Organisationen. „Dass Hochschulen seit Jahren kaputtgespart werden, trifft Studierende ebenso wie Beschäftigte. Kettenbefristung, Arbeitsverdichtung, miese Betreuungsrelationen sind aber kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Wir fordern Bund, Länder und Hochschulleitungen zu einer Kurskorrektur auf: bedarfsgerechte Grundfinanzierung, Dauerstellen für Daueraufgaben, gute Arbeits- und Studienbedingungen für alle“, sagte Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied Hochschule und Forschung, am Mittwoch während einer Kundgebung in Potsdam…“ GEW-Pressemitteilung vom 28.01.2026 externer Link
    • Tarifrunde öffentlicher Dienst: DGB unterstützt bundesweiten Hochschulaktionstag am 28. Januar
      Alle zusammen für bessere Arbeits- und Studienbedingungen”. Unter diesem Motto gehen am 28. Januar 2026 Studierende und Hochschulbeschäftigte bundesweit an über 60 Standorten auf die Straße. Die Aktionen finden im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Länder statt. Aufgerufen hat ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, dem freien Zusammenschluss von Student*innenschaften und dem Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft. Das Bündnis fordert spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen an Hochschulen, eine bedarfsgerechte Ausfinanzierung von Hochschulen und Studium sowie eine Abkehr von Befristungen und Prekarität auf Basis des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes…“ DGB-Pressemitteilung vom 28. Januar 2026 externer Link
    • Siehe auch den Aufruf im TVStud-Info #3 vom 19. Januar 2026 externer Link und Neue Studie stützt die Forderung des Hochschulaktionstags am 28. Januar: „Schluss mit der Arbeitgeberwillkür – her mit dem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte!“
  • Länder-Tarifrunde: Branchenstreiktag im Gesundheitswesen am Dienstag, 27., Campus-Branchenstreiktag am Mittwoch, 28. und Jugendstreiktag/„Streiktag Bildung“ am 29. Januar
    • ver.di ruft am Dienstag, 27. Januar 2026, zum Branchenstreiktag im Gesundheitswesen auf
      Pressemitteilung vom 22.1.2026 externer Link und mehr Infos externer Link
    • Länder-Tarifrunde: ver.di ruft am Mittwoch, 28. Januar 2026, zum Campus-Branchenstreiktag auf
      Pressemitteilung vom 25.1.2026 externer Link

    • Bundesweiter Jugendstreiktag von Auszubildenden und Studierenden im öffentlichen Dienst der Länder am 29. Januar
      „„Jetzt geht’s um uns!“ Mit einem bundesweiten Jugendstreiktag gehen Auszubildende und Studierende im öffentlichen Dienst der Länder am 29. Januar gemeinsam auf die Straße, um ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. Rund 1.200 Nachwuchskräfte aus ganz Deutschland werden erwartet. An den Standorten Berlin, Hamburg, Hannover Düsseldorf, Leipzig, Kiel, Rostock sowie in Bayern in München, Augsburg, Regensburg, Erlangen und Würzburg erhöhen die jungen Streikenden vor der nächsten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt hat…“ Aufruf bei ver.di externer Link – siehe auch

    • Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2025-2026: ver.di ruft am Dienstag, 27. Januar 2026, zum Branchenstreiktag im Gesundheitswesen auf
      „…Am Dienstag, 27. Januar 2026, werden Beschäftigte aus bundesweit 22 Universitätskliniken in den Warnstreik treten. An den meisten Standorten wird der Ausstand auch am Mittwoch fortgesetzt. Bereits für Montag, 26. Januar 2026, sind Warnstreiks in den Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg geplant. „An den betroffenen Kliniken ist mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen, für eine Notfallversorgung ist jedoch gesorgt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. ver.di biete überall entsprechende Notdienstvereinbarungen an, die sowohl die Sicherheit der Patientinnen und Patienten als auch das Streikrecht der Beschäftigten garantieren. (…)
      Die Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten, zum Beispiel nachts, sollen um 20 Prozentpunkte erhöht werden. Zudem erwartet die Gewerkschaft, dass die Schicht- und Wechselschichtzulagen auf das Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) angehoben werden. Die TdL hat dies zurückgewiesen. „Die Beschäftigten der Unikliniken sind stinksauer, dass sie dauerhaft schlechter gestellt werden sollen als ihre Kolleginnen und Kollegen an kommunalen Krankenhäusern“, erklärte Bühler. „Wer 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen die Woche schwerste Fälle versorgt, hat eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen mehr als verdient“, betonte die Gewerkschafterin. Dies sei auch nötig, um genug qualifizierte Beschäftigte für die Gesundheitseinrichtungen zu gewinnen und zu halten. „Schon jetzt müssen Kliniken Betten sperren und Leistungen einschränken, weil das nötige Personal fehlt. Attraktive Arbeitsbedingungen sind darauf die richtige Antwort.“ Das gelte auch für die Unikliniken in Rostock, Greifswald und Jena, deren Beschäftigte immer noch für das gleiche Geld zehn Tage im Jahr mehr arbeiten müssen als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. „Mit dieser Ungerechtigkeit muss mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung endlich Schluss sein
      .“…“ ver.di-Pressemitteilung vom 22.1.2026 externer Link
    • Bühne frei für den Arbeitskampf am 23.1.: ver.di ruft an einem Dutzend Staats- und Landestheater in vier Bundesländern zum Streik auf
      Am kommenden Freitag (23. Januar 2026) bleibt an etlichen renommierten Staats- und Landestheatern in vier Bundesländern der Vorhang voraussichtlich geschlossen: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die nicht-künstlerischen Bühnenbeschäftigten – etwa Beleuchter, Bühnentechniker, Requisiteurinnen, Tischler, Maskenbildnerinnen, Garderobenangestellte, Verwaltungskräfte – in rund einem Dutzend Landesbühnen zum Streik auf. Darunter sind so bekannte Häuser wie die Bayerische Staatsoper und das Residenztheater in München, die Schaubühne SAL und das Maxim-Gorki-Theater in Berlin, das Badische Staatstheater in Karlsruhe (Baden-Württemberg) und das Staatstheater Braunschweig in Niedersachsen. Der Warnstreik, der zum Ausfall von Vorstellungen führen wird, findet im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder statt.
      „Die Kultur steht in wirtschaftlich angespannten Zeiten besonders unter Druck“, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen, zuständig für Kultur, am Mittwoch. „Gerade daher wollen diejenigen, die den Kulturbetrieb an ihren Häusern Tag für Tag überhaupt erst möglich machen, mit dem Warnstreik ein klares Signal an die öffentlichen Arbeitgeber senden: Die Beschäftigten der Bühnen lassen sich nicht mit ein paar Bröckchen abspeisen, sondern verdienen spürbare Verbesserungen beim Gehalt.“
      (…) Einige Häuser engagieren sich erstmals überhaupt bei Arbeitskampfmaßnahmen – und wollen sie noch ausweiten: An der Schaubühne am Lehniner Platz und am Maxim-Gorki-Theater in Berlin werden die Warnstreiks der Bühnenbeschäftigten daher nach dem bundesweiten Streiktag am Freitag (23. Januar 2026) auch noch am Sonnabend (24. Januar 2026) stattfinden. An einzelnen Häusern ruft ver.di zusätzlich auch das künstlerische Personal zu Solidaritätsstreiks auf…“ ver.di-Pressemitteilung vom 21.1.2026 externer Link
    • Hochschulaktionstag am 28.01. wird Warnstreiktag [nur in Berlin?]
      Der Hochschulaktionstag wird der Höhepunkt der Hochschulen in der Tarifrunde! Wir mobilisieren aus allen Hochschulen und wollen ein starkes Zeichen gegen Kürzungen und für unsere berechtigten Forderungen in der Tarifrunde der Länder setzen. Treffpunkt ist 12 Uhr am Bebelplatz/HU. Zusammen mit Studierenden und weiteren Bündnispartner*innen kämpfen wir für gute Arbeits- und Lernbedingungen an den Berliner Hochschulen und eine gute Ausfinanzierung der Berliner Wissenschaft. Auch die zweite Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder ist ergebnislos zu Ende gegangen. Deshalb ruft die GEW BERLIN alle studentischen Beschäftigten sowie alle Tarifbeschäftigten an den Berliner Hochschulen (mit Übernahme des TV-L) am Mittwoch, 28. Januar 2026, zum ganztägigen Warnstreik als HOCHSCHULAKTIONSTAG auf…“ Meldung vom 19.01.2026 externer Link bei der GEW Berlin
    • Streiktag Bildung am 29. Januar 2026
      Die GEW ruft am 29. Januar 2026 alle Landesbeschäftigten im Bildungsbereich zum Streiktag Bildung auf. Zentrale Kundgebungen finden statt in Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim. Die GEW erwartet mehrere zehntausend Teilnehmende. In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder haben die Arbeitgeber in zwei Verhandlungsrunden kein verbindliches Angebot für Entgeltsteigerungen vorgelegt. Die meisten weiteren Forderungen der Gewerkschaften lehnen sie ab. Rund die Hälfte der Landesbeschäftigten arbeitet im Bildungsbereich, in Schulen, Hochschulen, Kitas und Horten. Auf ihre Kosten wollen die Länder-Arbeitgeber sparen. Damit das nicht passiert, ruft die GEW zum flächendeckenden Warnstreik auf.
      GEW-Tarifchefin Annett Lindner ruft alle GEW-Kolleg*innen, die im Geltungsbereich des Länder-Tarifvertrags TV-L beschäftigt sind, auf, sich zu beteiligen: „Ihr haltet das Bildungssystem am Laufen, trotz Lehrkräftemangel, trotz Fachkräftemangel, trotz Stress. Erneut wollen die Arbeitgeber auf eure Kosten und auf Kosten der Bildung sparen. Doch wer bei der Bildung spart, setzt die Zukunft der Kinder aufs Spiel. Am 29. Januar geben wir den Arbeitgebern eine kraftvolle Antwort: Nicht mit uns!…GEW-Pressemitteilung vom 20. Januar 2026 externer Link und dazu: 

    • Siehe auch: Sinkende Kinderzahlen in den Kitas – Chancen nutzen statt kürzen: Petitionsübergabe in Berlin im Rahmen von Warnstreik am 27. Januar 2026 der Tarifrunde der Länder im Dossier: Bereits unter „Normalbedingungen“ läuft es vielerorts nicht gut bei der Kindertagesbetreuung
    • Für ver.di-Streiks nach dem 20.1. beobachte die ver.di-Aktionsseite externer Link aber offenbar v.a. die unterschiedlichen Aktivitäten in den Ländern…
  • 20.1.: Branchenstreiktag auf deutschen Autobahnen und Landesstraßen: ver.di ruft für Dienstag zu gemeinsamen Arbeitskämpfen in zwei großen Tarifrunden aufDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für kommenden Dienstag, 20. Januar 2026, zu gemeinsamen Warnstreiks in zwei großen Tarifrunden auf: Zum bundesweiten Branchenstreiktag Straße sind die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes sowie die etlichen Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen zu Arbeitskampfmaßnahmen, Protestaktionen und Kundgebungen aufgerufen. Die Warnstreiks finden an insgesamt 18 Standorten bundesweit statt. Anlass ist der jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder. (…)
    ver.di fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen. Auch die Nachwuchskräfte sollen deutlich besser entlohnt werden, hinzu kommen branchenspezifische Forderungen. Die Autobahn GmbH des Bundes legte bisher überhaupt kein Angebot zum Entgelt vor, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder präsentierte in der am Freitag beendeten zweiten Runde nur eine aus Sicht der Gewerkschaft ungenügende, zudem unkonkrete Position. „Da muss definitiv mehr kommen“, erklärte ver.di-Vize Behle. „Und das wissen die Arbeitgeber auch: Wir brauchen attraktive Arbeitsbedingungen, um Menschen für diese extrem wichtigen Aufgaben zu halten und zu gewinnen.“
    Am Dienstag wird es Aktionen und Arbeitsniederlegungen unter anderem in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH geben, etwa in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Hannover, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin. Arbeitskampfmaßnahmen sind auch in den Landesstraßenbauverwaltungen geplant, darunter in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen, etwa in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In Nordrhein-Westfalen werden am Dienstagnachmittag sämtliche 28 Landestunnel bestreikt, so dass hier und anderswo mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen ist. Für die Versorgung von Notfällen ist jederzeit gesorgt, dazu wurden Notdienste vereinbart…“ ver.di-Pressemitteilung vom 18.1.2026 externer Link
  • Kein Angebot in der Länder-Tarifrunde: Jetzt streikt’s! Sparen bei der Bildung unverantwortlich und kurzsichtig: Die GEW ruft ab sofort bundesweit zu Warnstreiks auf
    Nach dem Ende der zweiten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder ruft die GEW ab sofort bundesweit zu Warnstreiks auf. Die Arbeitgeber haben kein verbindliches Angebot vorgelegt und erklärten, bei der Bildung sparen zu müssen – von der Kita bis zur Hochschule.
    Besonders fassungslos zeigten sich die Gewerkschafterinnen über die Ankündigung der Arbeitgeber, ausgerechnet im Bildungsbereich sparen zu wollen. „Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, dass sehenden Auges bei der Bildung gespart werden soll. Wer in der Bildung kürzt, setzt die Zukunft der Kinder und Jugendlichen aufs Spiel. Schon jetzt fehlt in allen Bildungssektoren Personal. Aber ohne gut qualifizierte, motivierte Menschen geht die Bildung bankrott“, unterstrich Finnern.
    Annett Lindner, GEW-Vorstandsmitglied für Tarif- und Beamtenpolitik, ergänzte: „Wer bei der Bildung spart, setzt die Zukunft der Kinder aufs Spiel.“ Rund die Hälfte der rund 2,6 Millionen Landesbeschäftigten arbeitet in Schulen, Hochschulen und Kitas. „Die Tariferhöhungen, für die wir kämpfen, sind daher auch eine Investition in die Bildung. Und wer in die Bildung investiert, investiert in die Zukunft“, sagte Finnern.
    Dramatischer Fachkräftemangel erfordert attraktive Gehälter
    Die GEW-Vorsitzende verwies auf die angespannte Personalsituation vor allem an Schulen und Kitas. Der dramatische Lehr- und Fachkräftemangel bringe viele Pädagoginnen und Pädagogen ans Limit. „Da muss dann zumindest das Gehalt stimmen – auch und gerade um viel mehr junge Menschen für die Bildungsberufe zu gewinnen“, sagte Finnern. Die Beschäftigten seien hoch motiviert und engagiert und hätten gezeigt, welche gesellschaftliche Bedeutung ihre Arbeit in Schulen, Kitas und Hochschulen hat, hob die GEW-Vorsitzende hervor. Umso weniger nachvollziehbar sei die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber.
    Warnstreiks ab sofort – dritte Runde im Februar
    „Darauf kann es nur eine Antwort geben: Die GEW ruft ab sofort bundesweit zu Warnstreiks auf!“ erklärte Finnern. Dadurch solle der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar in Potsdam geplant
    .“…“ GEW-Pressemitteilung vom 16.01.2026 externer Link, siehe auch das GEW-Dossier zur Tarifrunde #ProfisbrauchenMEHR externer Link
  • Ohne Gegenangebot keine Einigung in der 2. Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder in Sicht – Steigerungsbedarf bis zum 11. bis 13. Februar 
    • Tarifrunde öffentlicher Dienst: Tarifgemeinschaft der Länder ohne Angebot – Werneke: „Arbeitgeber haben Ernst der Lage für Beschäftigte nicht erkannt“
      Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist vom Verlauf der Ländertarifverhandlungen bislang enttäuscht. „Ein verbindliches Angebot hat die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) nicht vorgelegt, stattdessen von einem ‚Schnaps oberhalb der Inflation‘ geredet. Von so einem Verhalten sind die Beschäftigten jedoch zurecht enttäuscht“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Freitag (16. Januar 2026) in Potsdam.
      Bislang zeichne sich in den zentralen Punkten keine Einigung ab. „Neben den Nullmonaten sollen die Beschäftigten eine Laufzeit von 29 Monaten hinnehmen. Die Tdl strebt offenbar einen Abschluss an, der niedriger ist als das Ergebnis für Bund und Kommunen. Aus den großen Ankündigungen zu Verbesserungen für Nachwuchskräfte ist ein kleines Päckchen für die Auszubildenden geworden, ohne Verbesserungen bei der Übernahme. Auch die Schaffung von Tarifschutz für die studentisch Beschäftigten lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab“, stellte Werneke klar. „Der Verhandlungsstand ist ungenügend. Die Arbeitgeber haben den Ernst der Lage für viele Beschäftigte nicht erkannt.“…“ ver.di-Pressemitteilung vom 16.1.2026 externer Link
    • Die Wut der Beschäftigten: Zweite Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder bundesweit von Warnstreiks flankiert. Kollegen fordern sattes Entgeltplus
      Bevor an diesem Donnerstag in Potsdam die zweite Runde der Tarifverhandlungen für 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder beginnt, machten viele Gewerkschafter bei Warnstreiks klar, dass sie auf Entgelterhöhungen angewiesen sind und sich nicht mit Brosamen abspeisen lassen. Am Vortag der Verhandlungen beteiligten sich Kollegen aus Hochschulen, Verwaltungen, Unikliniken, Justiz und vielen anderen Sektoren an den Arbeitskämpfen in Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. In Berlin kamen rund 5.000 Beschäftigte aus den Organisationsbereichen von Verdi, IG BAU, GdP und GEW zu einer Demonstration und anschließenden Kundgebung vor dem Roten Rathaus im Bezirk Mitte zusammen. (…)
      Bereits am Dienstag hatten Beschäftigte aus dem Berliner Kulturbereich gestreikt. Hier gilt die Stimmung als besonders angespannt, wie bei einer Kundgebung vor dem Haus der Berliner Festspiele klar wurde. Vor Kollegen des Maxim-Gorki-Theaters, der Schaubühne, der Volksbühne, des Berliner Ensembles, des Deutschen Theaters, der Stiftung Oper, des Konzerthauses und des Theaters an der Parkaue wies Verdi-Landesfachbereichsleiter Kultur, Lucas Krentel, darauf hin, dass hinter allen Kulturproduktionen Menschen stünden, die von ihrer Arbeit leben müssten. »Die Wut der Beschäftigten über die Missachtung durch die Sparpolitik der letzten Jahre sitzt tief.« In Baden-Württemberg legten am Dienstag Beschäftigte von Universitäten, Hochschulen und Studierendenwerken im Raum Esslingen, am Mittwoch in Tübingen, Karlsruhe und Mannheim ihre Arbeit nieder
      …“ Artikel von Gudrun Giese in der jungen Welt  vom 15.01.2026 externer Link
    • Streik im öffentlichen Dienst: »Klassenpolitik von oben«
      Blockadehaltung im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften sehen falsche finanzielle Prioritäten der Länder (…) »Sorgen Sie dafür, dass die Vermögenssteuer wieder eingeführt wird«, ruft der Vorsitzende der GEW Berlin, Gökhan Akgün, an Dressel adressiert. »Das Geld ist da«, sagt Akgün auf der Bühne, »es ist nur die Frage, ob man es von denen holt, die zu viel davon haben, oder von denen, die jeden Tag arbeiten gehen müssen«. Akgün stellt den Beschäftigten, die »jeden Cent umdrehen« müssten, die »Krisenprofiteure, die ihre Vermögen um Milliarden erhöht hätten«, gegenüber. Er erntet Zuspruch dafür. Dressel hatte die Kosten für die Umsetzung der Gewerkschaftsforderungen auf vier Milliarden Euro geschätzt. In Anerkennung der schwierigen finanziellen Lage hatten Berliner Gewerkschaftsverbände bereits im Dezember darauf gepocht, die Haushaltseinnahmen zu erhöhen. Einigen gingen diese Forderungen nicht weit genug, da sie die Ausgabenseite etwa für Rüstung unberücksichtigt ließen. Derlei Stimmen waren am Mittwoch nur am Rande wahrzunehmen.
      Die Finanzierung sei »keine Rechenfrage, sondern eine politische Frage«, sagt Akgün. Im politischen Betrieb fallen haushälterische und politische Entscheidungen in der Regel zusammen. Akgün verweist auf 380 Milliarden Euro, die dem Bund seit der Abschaffung der Vermögenssteuer entgangen seien. Dieses Geld liegen zu lassen und bei den Löhnen zu sparen, sei »Klassenpolitik von oben«. Akgün spricht auch »steuerflüchtige Unternehmen« an
      …“ Artikel von Christian Lelek vom 14.01.2026 in ND online externer Link
    • Die im Dunkeln sieht man nicht: An den Berliner Theaterbühnen wird gestreikt
      „… Bisher traten die Streikenden äußerst moderat auf. Kurzzeitig wurde die Theaterkasse der ohnehin meist ausverkauften Schaubühne bestreikt. Aber Fakt ist: Wenn diejenigen, die nicht künstlerisch an den Theatern tätig sind, wollten, ginge auf den Bühnen nichts mehr. Wer baut denn die Bühnenbilder? Wer kümmert sich um Licht und Ton? Wer schneidert die Kostüme? Wer bringt die Tickets an den Mann und wer scannt sie ein?
      Weil Theaterkunst ein arbeitsteiliger Prozess ist, verdienen die Bühnenangestellten die volle Solidarität auch des künstlerischen Personals – und natürlich die des Publikums. Will Berlin noch als Kulturstadt gelten, muss es in seine professionellen Theater investieren. Dazu gehören auch angemessene Arbeitsbedingungen für gut ausgebildetes Personal. Der Kampf um die angespannte Haushaltslage, nicht zuletzt im Kulturbereich, darf nicht auf deren Rücken ausgetragen werden
      .“ Kommentar von Erik Zielke vom 13.01.2026 in ND online externer Link
  • Vor der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam: Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder ab dem 12. Januar 2026 
    Noch nichts vermeldet auf der zentralen ver.di-Aktionsseite zur Tarifrunde https://www.verdi.de/zusammen-geht-mehr externer Link – bitte selbst die jeweilige Landes-ver.di recherchieren – hier als Beispiele:

    • Vor zweiter Verhandlungsrunde mit der TdL: ver.di weitet Streiks im öffentlichen Dienst der Länder aus
      Mit Streiks in etlichen Bundesländern erhöht ver.di in den Tagen vor der zweiten Verhandlungsrunde für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder den Druck auf die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) organisierten Arbeitgeber. So werden in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen Kolleg*innen zum Beispiel an Hochschulen und Universitäten, in der allgemeinen Landesverwaltung (wie Bezirksregierungen, Staatsanwaltschaften), an Unikliniken, in der Justiz und im Justizvollzug sowie in der Straßenbauveraltung die Arbeit niederlegen. (…)
      Nachdem bereits vor Weihnachten an den beiden Staatstheatern in Stuttgart und Karlsruhe gestreikt wurde, ruft ver.di am 13. Januar in Baden-Württemberg  im Raum Esslingen und am 14. Januar in Tübingen, Karlsruhe und Mannheim zu Arbeitsniederlegungen auf. Betroffen sind vor allem die jeweiligen Universitäten, Hochschulen und Studierendenwerke sowie weitere Einrichtungen des Landes. „Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind keine überflüssige Bürokratie, sie sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens. Wir erwarten von den Arbeitgebern am Donnerstag ein klares Bekenntnis zu ihrem Personal. Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, darf nicht den öffentlichen Dienst schwächen“, machte die stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di-Baden-Württemberg deultich. (…)
      Zu Beginn der Verhandlungen mit den Vertreter*innen der TdL werden am 15. Januar Landesbeschäftigte aus Brandenburg und Berlin mit einer Demonstration durch Potsdam ziehen
      .“ Aktualisierung auf der ver.di-Aktionsseite zur Tarifrunde externer Link (ohne Datum)
    • Streik in der Wissenschaft: Studentische Beschäftigte wollen nicht mehr die größte Tariflücke im öffentlichen Dienst sein
      Potsdam – In den laufenden Tarifverhandlungen im Bereich des TV-L zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wird in der zweiten Runde am 15.01.26 erneut über einen Tarifvertrag für studentisch Beschäftige an deutschen Hochschulen im TV-L Geltungsbereich verhandelt. Mit über 300.00 nicht-tarifierten Beschäftigten bundesweit stellen Student:innen, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten, weiterhin die größte Tariflücke im Öffentlichen  Dienst dar. (…)
      Die Gewerkschaften GEW und ver.di fordern gemeinsam mit den Beschäftigten schon seit langem eine bundesweite Tarifierung z.B. nach Berliner Vorbild (TVStud), diese Forderung beinhaltet weiter:
      eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten,
      einen Mindeststundenumfang von 40 Stunden/Monat (Unterschreitung auf Antrag der*des Beschäftigten möglich) und
      ein einheitliches Mindeststundenentgelt von 17,00 Euro im 1. Jahr der Beschäftigung, ab dem 2. Jahr: 18,00 Euro, ab dem 3. Jahr: 19,00 Euro (Berechnung mit Beginn des ersten Arbeitsvertrags).
      Um diese Forderungen durchzusetzen folgen die studentischen Beschäftigten nun bundesweit den Streikaufrufen der Gewerkschaften GEW und ver.di, um für die zweite und dritte Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und TdL in Potsdam Druck aufzubauen…“ Pressemitteilung vom 12.01.2026 von TVStudBrandenburg, GEW Brandenburg und ver.di Berlin-Brandenburg (per e-mail)
    • Gewerkschaften rufen Beschäftigte in Berlin und Brandenburg zu Warnstreiks auf
      Die Gewerkschaften ver.di, GEW und IG Bau rufen in Berlin und Brandenburg am 14. und 15. Januar 2026 zum Warnstreik auf. Der Aufruf richtet sich an Beschäftigte, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen.
      Am 14. Januar sind in Berlin die Schulen, Hochschulen, das Landeseinwanderungsamt, das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheit, die Feuerwehr und die Kitas zum Streik aufgerufen. Am 15. Januar 2026 werden in Berlin die Beschäftigten aus Senatsverwaltung, Bezirksämtern, Kitas, Hochschulen und den forstwirtschaftlichen Betrieben des Landes aufgerufen. In Brandenburg rufen die Gewerkschaften die Beschäftigten der Hochschulen und der Landesbehörden zum Streik auf.
      Kundgebungen an den Streiktagen
      Den Warnstreik am 14. Januar 2026 begleitet eine gemeinsame Demonstration der Gewerkschaften.
      Sie startet gegen 09:00 Uhr am Dorothea-Schlegel-Platz und führt zum Roten Rathaus. Dort findet gegen 10:00 Uhr eine Abschlusskundgebung statt. Am 15. Januar 2026 kündigten die Gewerkschaften weitere Aktivitäten zur zweiten Verhandlungsrunde rund um den Verhandlungsort in Potsdam an
      …“ Überblicks-Beitrag von Konstantin Kieser vom 8. Januar 2026 bei der gewerkschaftlichen Linken Berlin externer Link, siehe auch

      • Tarifrunde TV-L 2025/26: Aufruf zum Warnstreik am 15. Januar 2026
        Zum Start der zweiten Verhandlungsrunde für den TV-L in Potsdam rufen wir alle Tarifbeschäftigten der Berliner Kita-Eigenbetriebe zu einem ganztägigen Warnstreik am 15. Januar 2026 auf…“ Meldung der GEW Berlin externer Link
      • 12.01.2026: Streik an Berliner Bühnen / Kundgebung vor der Schaubühne
        Pressemitteilung vom 09.01.2026 von ver.di BB externer Link
    • Tarifrunde der Länder: ver.di NRW kündigt erste Warnstreiks zum Wochenbeginn an
      „Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Länder erhöht ver.di NRW den Druck auf die Arbeitgeber. Ab der kommenden Woche, beginnend am 12. Januar 2026, kommt es landesweit zu ersten Warnstreiks in zentralen Bereichen des Landesdienstes. Mit den Arbeitskampfmaßnahmen reagieren die Beschäftigten auf den ergebnislosen Auftakt der Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) Anfang Dezember. (…)
      In Nordrhein-Westfalen sind ab der kommenden Woche ganztägige Warnstreiks unter anderem in folgenden Bereichen geplant:
      –    Hochschulen und Universitäten
      –    Allgemeine Landesverwaltung (z. B. Bezirksregierungen, Staatsanwaltschaften)
      –    Unikliniken
      –    Justiz und Justizvollzug
      –    Straßenbauverwaltung
      –    sowie weitere Landesdienststellen
      Die Warnstreiks werden schrittweise ausgerollt. Über konkrete Termine, Orte und Aktionen informieren die ver.di-Bezirke jeweils gesondert mit eigenen Pressemitteilungen
      …“ Pressemitteilung vom 09.01.2026 beim ver.di-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen externer Link
  • Sechs Tausend KollegInnen im öffentlichen Dienst, bei freien Trägern und Studierende streikten gemeinsam in Berlin für höheren Lohn und gegen die geplanten Kürzungen
    • 6000 Teilnehmer*innen setzen Zeichen für eine starke öffentliche Daseinsvorsorge
      Am heutigen 18. Dezember 2025 haben  6000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zusammen mit Unterstützer*innen vor dem Abgeordnetenhaus Berlin für eine starke öffentliche Daseinsvorsorge protestiert. Die Kundgebung, zu der die Gewerkschaften ver.di, IG BAU, GdP und GEW aufgerufen hatten, stand im Zeichen der laufenden Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder und der Forderung nach einer Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Kundgebung fand parallel zur entscheidenden Haushaltsdebatte im Abgeordnetenhaus statt. Die Teilnehmenden verbanden ihre Forderung nach Lohn- und Gehaltssteigerungen mit dem Anliegen, dass Haushaltsentscheidungen nicht zulasten der Beschäftigten und der öffentlichen Daseinsvorsorge gehen dürfen…
      Die Redebeiträge auf der Kundgebung machten die breite Unterstützung für die Tarifforderungen sichtbar und betonten, dass eine starke öffentliche Daseinsvorsorge grundlegend für gesellschaftliche Stabilität ist. Die Beteiligung aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern zeigte die große Mobilisierungskraft in der anlaufenden Tarifrunde
      …“ Gemeinsame Pressemitteilung vom 18.12.2025 externer Link von GdP Berlin, GEW Berlin, IG BAU Berlin und ver.di Berlin-Brandenburg
    • Warnstreik in Berlin: Ohne sie kein Staat
      Tausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst streiken vor dem Abgeordnetenhaus. Sie protestieren für höheren Lohn und gegen die geplanten Kürzungen.
      Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes legten am Donnerstag ihre Arbeit nieder, um sich vor dem Abgeordnetenhaus zum Streik zu versammeln und bessere Arbeitsbedingungen einzufordern. Die Or­ga­ni­sa­to­r*in­nen des Streiks, darunter die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP), sprechen von etwa sechstausend Menschen. (…)
      Einer angehenden Lehrerin, die während des Streiks auf der Bühne sprach, ging es jedoch um mehr als nur einen höheren Lohn: „Die geplanten Kürzungen führen zu größerer Ausbeutung der in der Bildung Beschäftigten“, warnte sie. Es brauche „mehr Lehrkäfte, kleinere Klassen, auch mehr So­zi­al­ar­bei­te­r*in­nen und pychologische Fachkräfte“ an den Schulen. (…)
      „Studentische Hilfskräfte sind immer noch von der größten Tariflücke im öffentlichen Dienst betroffen“, beklagte der Redner Till, selbst als studentischer Mitarbeiter beschäftigt, auf der Streikkundgebung. In Berlin gibt es solche Tarifverträge zwar bereits, das Land ist damit aber die einzige Ausnahme unter den Bundesländern. Er forderte: „Bundesweit brauchen wir einheitliche Verträge. 17 Euro die Stunde, 24 Monate Laufzeit für alle studentischen Beschäftigten!
      Bericht von Jonas Wahmkow und Anselm Mathieu vom 18.12.2025 in der taz online externer Link
    • TV-L-Streik in Berlin: Beschäftigte und Studierende gemeinsam gegen Kürzungen
      6.000 Landesbeschäftigte kamen heute zu einer Streikkundgebung vor dem Abgeordnetenhaus zusammen. Immer wieder wurden Kürzungen und Aufrüstung kritisiert. Solidarische Studierende unterstützten den Streik. „Nein zu Kürzungs- und Kriegshaushalten“, stand auf dem Transparent, das Beschäftigte der Freien Universität Berlin (FU) heute um 8 Uhr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus präsentierten. Dort versammelten sich etwa 6.000 streikende Beschäftigte des Tarifvertrags der Länder (TV-L). Das betrifft unter anderem Lehrer:innen sowie Beschäftigte der Hochschulen, Unikliniken, landeseigenen Kitas und der Verwaltung. Außerdem sind viele freie Träger an den TV-L angelehnt, was zum Beispiel Jugend- und Sozialarbeiter:innen betrifft. Einige von ihnen beteiligten sich unter dem Motto „Sick out – statt Burnout“ auch ohne offiziellen Streikaufruf krankgemeldet an der Kundgebung. (…)
      Dass aber nicht einfach das Geld fehlt, machten viele Redner:innen auf der Streikkundgebung deutlich. Über 800 Millionen Euro an Steuern gehen dem Land durch die Lappen, nur weil die Finanzämter überlastet sind, stellte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke fest. Immer wieder wurde außerdem betont, dass es in der Bildung und im Sozialen angeblich an Geld mangele, während Hunderte Milliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr fließen. Deswegen muss die Forderung nach mehr Geld für den TV-L verbunden werden mit einer klaren Absage an die militaristische Agenda der Merz-Regierung. Wie das gehen kann, haben Angehörige der FU Berlin vorgemacht. Neben den Beschäftigten der ver.di- und GEW-Betriebsgruppen waren Dutzende Studierende und Mitarbeiter:innen des Lateinamerika-Instituts gemeinsam mit eigenen Transparenten vor Ort. Auch das Solidarische Komitee Studierender und Beschäftiger an der „Freien“ Universität Berlin, das für die Verbindung der Kämpfe von Studierenden und Arbeiter:innen eintritt, hatte zu der Streikkundgebung mobilisiert
      …“ Bericht von Julius Götz vom 18.12.2025 bei Klasse gegen Klasse externer Link
    • #SickOut statt Burnout – #WilderStreik von Sozialarbeiter*innen freier Träger anlässlich der Tarifrunde TV-L für Angestellte der Länder
      Fotogalerie von Freundeskreis Videoclips im Thread auf bsky externer Link (Video folgt)
  • Berlin: Am Donnerstag, 18.12. gehen auch Hochschulen und studentische Beschäftigte gemeinsam (mit Sickout bei freien Trägern) in ganztägigen Warnstreik und auf die Straße
    • Tarifrunde TV-L 2025/26: Aufruf zum Warnstreik am 18. Dezember
      Die TV-L-Runde 2025/2026 hat am 3. Dezember 2025 begonnen. Nachdem die Gewerkschaften ihre Forderungen präsentierten, kam von Arbeitgeberseite kein Angebot. Das ist nicht haltbar. Wir tragen deshalb unsere Forderungen auf die Straße und rufen zum Warnstreik am 18.12.2025 auf. Die GEW BERLIN ruft alle Tarifbeschäftigten im TV-L im Land Berlin, beim Pestalozzi-Fröbel-Haus, beim Lette-Verein sowie alle Tarifbeschäftigten im TV-L der Berliner Hochschulen, FU und HU zu einem ganztägigen Warnstreik am Donnerstag, dem 18. Dezember 2025, auf.
      Im Rahmen eines partizipativen Warnstreiks werden zudem alle studentischen Beschäftigten im TV Stud III aufgerufen.
      Die GEW BERLIN wird hierzu zusammen mit den Gewerkschaften ver.di, GdP und IG BAU eine Kundgebung ab 8:30 Uhr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus abhalten (Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin). (…) Die GEW Berlin ruft ihre verbeamteten Mitglieder auf, sich gegenüber den streikenden Kolleg*innen solidarisch zu zeigen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Beamt*innen ihre angestellten Kolleg*innen beim Streik unterstützen können: Wir haben euch die wichtigsten Infos dazu in den unten genannten Links zusammengestellt
      …“ Aufruf der GEW Berlin externer Link
    • Streikaufrufe Hochschulen: Am 18.12. gehen wir gemeinsam auf die Straße – für gute Löhne in einem funktionsfähigen öffentlichen Dienst
      Streikaufrufe Hochschulen TVL-Runde 18.12.2025 dokumentiert beim ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg externer Link
    • Auf die Straße zum ersten TV-L Streiktag
      Kommt mit uns zum Streik am 18.12.. Am Donnerstag findet der erste Warnstreik um den Tarifvertrag der Länder statt. Der DGB organisiert an diesem Tag eine Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus, in dem zu der Zeit über den Haushalt verhandelt wird.
      Bei den TV-L Verhandlungen diskutieren die Gewerkschaften mit den Ländern über die Tarifverträge für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder. Aufgerufen zum Streik sind 1,2 Millionen Beschäftigte, von den Ergebnissen betroffen sind zusätzlich 1,3 Millionen Beamt:innen. Außerdem betrifft es etliche Beschäftigte, die an den TV-L angelehnt sind. Unter anderem sind auch viele feminisierte Branchen betroffen, wie teilweise Erzieher:innen, Lehrkräfte, Pfleger:innen und viele Sozialarbeitsträger. Gerade in diesen Bereichen finden wir viele von Outsourcing betroffene Kolleg:innen, die nicht zum Streik aufgerufen wurden. Diese Kolleg:innen machen dieselbe Arbeit wie Kolleg:innen im TV-L, aber sind an externe Träger ausgelagert. Zum Beispiel haben dieses Frühjahr die Beschäftigten des Charité Facility Management (CFM) 48 Tage lang für die Eingliederung in den TvöD gestreikt, da sie durch die fehlende Eingliederung im Durchschnitt 700 Euro weniger Gehalt als ihre über den TVöD beschäftigten Kolleg:innen ausgezahlt bekamen. Dies tun Unternehmen, um die Löhne von meist weiblichen und migrantischen Beschäftigten zu drücken. Ein ekelhafter Spaltungsversuch, der auch die gemeinsame Organisierung aller Beschäftigten behindert. (…)
      Die Streiks der Tarifverhandlungen der Länder müssen verbunden werden mit dem Kampf gegen die Kürzungen und die Kämpfe gegen die Militarisierung, wie zum Beispiel auch den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht. Um unsere Kampfkraft zu erhöhen, müssen diese Kämpfe verbunden werden, auch mit den kommenden Streiks bei der BVG und den Vivantes-Töchtern. Deswegen lasst uns am kommenden Donnerstag gemeinsam als Feminist:innen, Studierende, Arbeiter:innen und Schüler:innen zum Streik der TV-L Beschäftigten gehen und zeigen, dass unsere Kämpfe verbunden sind. “ Aufruf vom 16.12.2025 bei Klasse gegen Klasse externer Link
    • Siehe auch Freie Träger, wilder Streik: “Sick Out – statt Burnout” bei freien Trägern im Rahmen der TV-L-Kundgebung am 18. Dezember in Berlin im Dossier: Brandbrief und Proteste gegen Sozialkürzungen: Es braucht einen Schutzfonds für soziale Einrichtungen und Dienste
  • Berlin geht in der Tarifrunde der Länder voran: Am 9. Dezember mit Warnstreik von elf Kreuzberger Schulen, am 18. folgt der erste große Warnstreik samt Kundgebung
    • Tarifrunde Länder 2025/26: Warnstreik an Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg
      Beschäftigte an Schulen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im TV-L waren heute am 9. Dezember 2025 zum Warnstreik aufgerufen. Anlass für den Warnstreik ist die laufende Tarifrunde der Länder für 2,6 Millionen Landesbeschäftigte – rund die Hälfte davon im Bildungsbereich. In der ersten Verhandlungsrunde am 3. Dezember hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. (…) In Kreuzberg folgten Beschäftigte von über zehn Schulen dem Streikaufruf. Trotz sinkender Zahl tariflich Beschäftigter zeigen die Mitglieder der GEW eine hohe Streikbereitschaft…“ Meldung vom 09.12.2025 der GEW Berlin externer Link

      • Tarifrunde der Länder: Berliner Lehrer gehen voran: In Berlin bestreikt die Gewerkschaft GEW elf Kreuzberger Schulen
        „»Das Verhalten, das die Arbeitgeber an den Tag legen, ist mal wieder eine Provokation«, sagte Gökhan Akgün am Dienstagmorgen zu »nd«. »Zur ersten Verhandlungsrunde haben sie kein Angebot vorgelegt, das lassen wir ihnen nicht durchgehen.« So begründete der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin den Warnstreik an elf Schulen in Kreuzberg. Mit dem lokal begrenzten Streik ist die GEW, die an den Berliner Schulen die dominierende Gewerkschaft ist, früh dran. Der erste große Warnstreik im Rahmen der Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) soll erst am 18. Dezember stattfinden. Hierzu ruft die GEW mit den Partnergewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Deutschen Beamtenbund (DBB) gemeinsam auf...“ Artikel von Christian Lelek vom 09.12.2025 in ND online externer Link
    • Tarifrunde öffentlicher Dienste der Länder: ver.di ruft am 18.12.2025 zum Streik auf / ver.di Vorsitzender Frank Werneke spricht auf Kundgebung
      Für den 18. Dezember 2025 ruft ver.di in Berlin zum Streik auf. Der Streik findet in der laufenden Tarifrunde zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) statt. Am 3. Dezember hat die erste Verhandlungsrunde im Rahmen der Tarifauseinandersetzung stattgefunden. Die Arbeitgeber haben bei diesem Verhandlungstermin kein Angebot vorgelegt. (…) Die Arbeitgeber hatten die Forderungen öffentlich als „astronomisch“ bezeichnet und abgelehnt. „Die Preiserhöhungen der letzten Jahre sind nicht wieder verschwunden. Es gibt immer noch einen Nachholbedarf für die Beschäftigten. Vor diesem Hintergrund sind die Forderungen der Beschäftigten mehr als berechtigt“, erklärt die ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann.
      Für den 18. Dezember ruft ver.di zusammen mit den Gewerkschaften GEW, GdP und IG BAU zu einer Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus auf. An diesem Tag soll über den Haushalt für das Land Berlin entschieden werden. In diesem Haushalt sind weiterhin massive Kürzungen in der sozialen Infrastruktur des Landes vorgesehen. Auf der Kundgebung wird der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke sprechen
      …“ Pressemitteilung vom 09.12.2025 bei ver.di BB externer Link

  • Die Gewerkschaften fordern in der Länder-Tarifrunde 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr Gehalt monatlich mit einer Laufzeit von zwölf Monaten
    • Tarifrunde der Länder: ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich – Werneke: „Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben“
      In die Tarif- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder geht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit einer Forderung von sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen. Dies hat die ver.di-Bundestarifkommission auf ihrer Sitzung am Montag, 17. November 2025, in Berlin beschlossen. (…) 
      ver.di führt die Länder-Tarifrunde als Verhandlungsführerin auch für die DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für rund 1,2 Millionen Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) beginnen am 3. Dezember 2025 in Berlin. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger (Angaben ebenfalls ohne Hessen).
      Pressemitteilung vom 17.11.2025 externer Link, siehe auch:

      • Digitale Branchenkonferenzen: Wie kriegen wir die besten Ergebnisse in der Tarifrunde der Länder?
        Zusammen geht mehr: Das gilt für Deine Kolleg*innen und Dich im Betrieb genauso wie für alle Kolleg*innen einer der Branchen in den Ländern, für die ab Dezember die Tarifauseinandersetzung startet. Was bewegt uns besonders bezogen auf diese Branchen? Wie können wir zusammen in einer Branche stark und erfolgreich sein? In Branchenkonferenzen wollen wir dazu Ideen sammeln und uns digital treffen, um uns zusammen vorzubereiten auf eine Tarifauseinandersetzung, in der uns sicher nichts geschenkt wird.  Mach mit und informier auch gerne Deine Kolleg*innen: Denn nur zusammen geht mehr! Meldet Euch gleich an!..“ Termine und Anmeldemöglichkeiten bei ver.di externer Link
    • [GEW] Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder 2025/2026: Gewerkschaften fordern 7 Prozent
      Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern in der Länder-Tarifrunde 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr Gehalt monatlich
      „Wir brauchen deutliche Gehaltserhöhungen. Denn auch wenn die Inflationsrate nicht mehr so hoch ist wie in den Jahren zuvor, steigen die Preise weiter. Die Beschäftigten benötigen dringend mehr Einkommen, um ihren Lebensstandard zu halten. Der GEW gibt Rückenwind, dass die Weiterentwicklung der Lehrkräfte-Entgeltordnung Teil der gemeinsamen Forderungen aller Gewerkschaften für die Tarifrunde ist“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern während der Pressekonferenz der Gewerkschaften zur kommenden Tarifrunde in Berlin.
      „Der Abschluss für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen zu Beginn des Jahres 2025 hat einen Maßstab gesetzt, an dem sich die Länderarbeitgeber orientieren müssen. Auch auf die Verbesserungen für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst (SuE), die die Gewerkschaften und die Beschäftigten erkämpft haben, warten die Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen auf Länderebene. Um über diese verhandeln zu können, wollen wir ein Sonderkündigungsrecht der Regelungen für diese Beschäftigtengruppe“, betonte Finnern.
      Sie machte sich zudem dafür stark, dass die Arbeitsbedingungen der rund 300.000 studentischen Beschäftigten endlich tariflich geregelt werden: „Wir wollen den TV Stud, verankert im Tarifvertrag der Länder (TV-L)!“
      Viele Pädagog*innen sind am Limit
      Die GEW-Vorsitzende unterstrich, dass die Länderbeschäftigten hoch motiviert und engagiert seien. Sie hätten gezeigt, welche gesellschaftliche Bedeutung ihre Arbeit in Schulen, Kitas und Hochschulen hat. Gerade der dramatische Lehr- und Fachkräftemangel vor allem an den Schulen und Kitas bringe viele Pädagog*innen ans Limit. „Da muss dann zumindest das Gehalt stimmen – auch und gerade um viel mehr junge Menschen für die Bildungsberufe zu gewinnen
      …“ GEW-Pressemitteilung vom 17.11.2025 externer Link, siehe auch:

      • GEW-Aktionskonferenz Hochschule und Forschung am 02.12.2025: Arbeitskämpfe an die Hochschulen!
        Allein machen sie dich ein“, texteten einst die Ton Steine Scherben. In diesem Sinne setzt die Bildungsgewerkschaft GEW der Ellbogenstrategie kollektives Handeln entgegen. Das gilt auch und gerade an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wo Belastungen und Druck für Beschäftigte enorm sind. Zeitverträge mit kurzen Laufzeiten bestimmen für viele den Alltag, dazu kommen Zwangsteilzeit-Beschäftigungsverhältnisse in Verbindung mit unbezahlter Mehrarbeit und Arbeitsverdichtung. Studentischen Beschäftigten wird in 15 von 16 Ländern ein Tarifvertrag vorenthalten. Diese Bedingungen untergraben nicht nur die Qualität von Lehre und Forschung, sie begünstigen auch Machtmissbrauch und gefährden die Wissenschaftsfreiheit…“ Infos bei der GEW externer Link
  • “Wir streiken zusammen”: Die ver.di-Betriebsgruppe der Freien Universität Berlin fordert für die TV-L-Tarifrunde 2025/26 u.a. 600 € für Alle – und wird durch ver.di Berlin-Brandenburg zensiert
    Die ver.di-Betriebsgruppe der Freien Universität Berlin fordert für die TV-L-Tarifrunde 2025/2 u.a. 600 € für AlleDer  folgende Text wurde auf der Mitgliederversammlung der ver.di-Betriebsgruppe der Freien Universität Berlin am 6.11.2025 als Stellungnahme zur Forderungsdiskussion der Gewerkschaften für die TV-L-Tarifrunde 2025/2026 beschlossen. Die Mitgliederversammlung der ver.di-Betriebsgruppe FU schließt sich der Forderung der „Gemeinsamen Stellungnahme des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di sowie des Netzwerks Kämpferischer Gewerkschafter:innen in der GEW zur Forderungsdebatte im TV-L“ an:  Für 600 Euro Festgeld statt Reallohnverlust! (…)
    Schluss mit Konkurrenz und Spaltung im Öffentlichen Dienst!
    Was uns jedoch tatsächlich strategisch schwächt, ist die Spaltung der „Tarifvertragslandschaft“ des Öffentlichen Dienstes in TVÖD, TV-L, TV-H und weitere Tarifverträge. Seit der Einführung von getrennten Tarifverträgen für Bund/Kommunen und Länder hinkt von wenigen Ausnahmen abgesehen die Entgelttabelle des TV-L regelmäßig der des TVÖD hinterher, was mit der geringeren Kampfkraft des ÖD der Länder begründet wird. Das diskriminiert und spaltet die Kolleg*innen im Öffentlichen Dienst und führt zu Problemen im TV-L-Bereich, da Beschäftigte wo immer möglich in den besser bezahlten TVÖD wechseln. Das elementare Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ wird dauerhaft verletzt. Es gibt keinen sachlich gerechtfertigten Grund für unterschiedliche Bezahlung in Bund, Ländern und Kommunen!
    Es handelt sich um eine politisch gewollte Spaltung nach dem Motto „Teile und herrsche!“ Das Arbeitgeber-Argument der „leeren (Länder-)Kassen“ geht ins Leere, da der Finanzausgleich zwischen Bund, Ländern und Kommunen eine politische Frage bzw. Entscheidung ist, ebenso wie die Entscheidung, praktisch unbegrenzte Mittel für Waffen und Aufrüstung zur Verfügung zu stellen und dafür an Bildung, Gesundheit usw. zu sparen. Deshalb muss für diese Tarifrunde die Forderung nach einer Laufzeit analog zu der des TVÖD eine zentrale Forderung sein (und nicht nur eine „nice-to-have-Forderung“)
    –    Laufzeit analog zum TVÖD bis zum 31.03.2027!
    –   Vollumfängliche Angleichung der Entgelttabellen von TVÖD und TV-L ab April 2027!Beschluss dokumentiert am 8. November 2025 durch Benedikt Hopmann bei der Gewerkschaftlichen Linken Berlin externer Link („600 € für Alle“) mit dem Vorspann „Der Vorstand der Betriebsgruppe ver.di-fu teilte uns am 8. November zu dem unten stehenden Beitrag „600 € für Alle“ vom 6. November 2025 mit: „Wir veröffentlichen diesen Beitrag auf diesem Weg, weil wir die Diskussion darüber gewährleisten wollen. Die Veröffentlichung des Beschlusses der Mitgliederversammlung vom 06.11.2025 auf unserer Homepage (https://www.verdi-fu.de/ externer Link) wurde von der Landesfachbereichsleitung (ver.di Berlin-Brandenburg) untersagt und gelöscht. Vorstand, ver.di-Betriebsgruppe Freie Universität„“

  • Gemeinsamer bundesweiter Zoom-Call
    Diskutiert mit dem Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di sowie dem Netzwerk Kämpferischer Gewerkschafter:innen in der GEW online am 12. November 2025 um 18:30 Uhr, wie wir die Tarifrunde aktiv mitgestalten und unsere Forderungen durchsetzen können: Einwahldaten: https://us02web.zoom.us/j/7186072157 externer Link
  • Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di sowie Netzwerk Kämpferischer Gewerkschafter:innen in der GEW: Tarifrunde Länder: “Wir streiken zusammen”
    Am 3. Dezember 2025 beginnen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder. Wir, kämpferische Kolleg:innen aus GEW und ver.di, haben uns zusammengeschlossen, um gemeinsam Lehren aus früheren Tarifrunden zu ziehen und effektive Forderungen sowie Strategien für einen erfolgreichen Kampf zu entwickeln. Unser Ziel ist es, die Stärke aller Beschäftigten zu bündeln und die Zersplitterung durch getrennte Aktionen und Konkurrenz zwischen den Gewerkschaftsapparaten zu überwinden. Unter dem Motto „Wir streiken zusammen!“ wollen wir konkrete Vorschläge zur Stärkung unserer Kampfkraft machen, denn unsere Solidarität ist entscheidend.
    Die Verhandlungsergebnisse der letzten Jahre orientierten sich oft am TVöD-Abschluss (Bund und Kommunen), der den Beschäftigten Reallohnverluste, eine lange Laufzeit von 27 Monaten, freiwillige Arbeitszeitverlängerungen auf 42 Stunden und ideologische Gesinnungsprüfungen für Auszubildende bescherte. Um diese Fehler zu vermeiden und stattdessen deutliche Verbesserungen zu erreichen, ist es höchste Zeit, sich zu organisieren und klare Positionen zu beziehen. Mit dieser Stellungnahme möchten wir uns aktiv in die Debatte zur Forderungsfindung und Streiktaktik einbringen und weitere Kolleg:innen für unsere Ansichten gewinnen.
    1) Für eine offene Forderungsdebatte
    In ver.di läuft derzeit eine Mitgliederbefragung bis November, die jedoch wesentliche Fragen wie die Laufzeit oder Einflussmöglichkeiten auf die Tarifrunde ausklammert. Eine Forderung von sieben Prozent wird als Rahmen vorgegeben, und die Mitglieder können lediglich bewerten, ob diese zu hoch, zu niedrig oder passend ist. Das System der „Tarifbotschafter:innen“ sollte eigentlich eine Rückkopplung zwischen Betrieben und Verhandlungsführer:innen ermöglichen, doch in der Realität beschränken sich Videokonferenzen auf Chat-Fragen und unterbinden so jegliche echte Debatte. Die GEW kritisiert das Demokratiedefizit in ver.dis Befragung, führt aber selbst gar keine durch, sondern überlässt die Meinungsbildung den Landestarifkommissionen.
    Eine demokratische Forderungsfindung erfordert offene Diskussionen in allen Betriebsgruppen, deren Ergebnisse in bezirklichen, bereichsübergreifenden Versammlungen von Aktiven (Vertrauensleute, Teamdelegierte, Tarifbotschafter:innen) zusammengeführt und zu verbindlichen Forderungen beschlossen werden.
    Da die Gewerkschaftsführungen diesen Prozess nicht umsetzen, sollten Kolleg:innen selbst aktiv werden: Lasst uns Resolutionen in unseren Betriebsgruppen verabschieden und deutlich machen, dass wir keine Nullrunden mehr akzeptieren.
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    it unserer Initiative „Wir streiken zusammen!“ wollen wir diese Resolutionen sammeln. Solche Diskussionen können zudem helfen, Streikkomitees aufzubauen, die nicht nur Forderungen diskutieren, sondern auch Kolleg:innen mobilisieren und Einfluss auf die Streiktaktik nehmen.
    2) Für 600 Euro Festgeld statt Reallohnverlust!
    Eine Forderung von sieben Prozent, wie in der ver.di-Befragung vorgeschlagen, wäre geringer als im TVöD und würde voraussichtlich wieder zu einer über zweijährigen Laufzeit führen, die nach der dritten Verhandlungsrunde routinemäßig mit einem unzureichenden Abschluss beendet wird.
    Für die Beschäftigten der Länder, die mit massiv gestiegenen Mieten und Lebenshaltungskosten kämpfen, reicht dies bei weitem nicht aus. Der letzte Abschluss Ende 2023 brachte einen Reallohnverlust: Die Erhöhung von 2,8 Prozent Ende 2021 wurde durch die hohe Inflation (sieben Prozent in 2022, sechs Prozent in 2023) vollständig aufgefressen. Erst ab November 2024 gab es 200 Euro mehr, gefolgt von 5,5 Prozent im Februar 2025. Die einmaligen 3000 Euro sollten die Lohnlücke kaschieren, waren aber nicht tabellenwirksam und galten weder für Kolleg:innen mit TV-L-angelehnten Entgelten noch für Transferleistungen.
    Bei Lohnforderungen müssen auch die Verluste der Vergangenheit ausgeglichen werden. Die aktuelle Tarifrunde mag neu sein, die Verluste auf dem Konto sind es nicht. Daher halten wir sieben Prozent für viel zu wenig und fordern 600 Euro mehr monatlich für alle! Eine Festgeldforderung kommt insbesondere den unteren Entgeltgruppen zugute, die am stärksten unter den Preissteigerungen leiden.
    Wer dies für überzogen hält, unterschätzt die Belastung der Kolleg:innen, die das kaputt gesparte Schul-, Gesundheits-, Erziehungs- und Verwaltungssystem am Laufen halten, während sie sich immer weniger leisten können. Die „Realismus“-Frage ist eng verknüpft mit der Bereitschaft zum Kampf. Die Macht liegt bei den Beschäftigten: Ohne sie wird niemand versorgt, kein Müll entsorgt und keine Prüfung korrigiert. Wir werden zwar die Orientierung am TVöD oder Schlichtungsabkommen der Gewerkschaftsspitzen nicht in einer Tarifrunde aufbrechen, aber Veränderungen beginnen mit dem Aufbau von Basis-Netzwerken, die diese Fragen aufwerfen und sukzessive Druck aufbauen.
    3) Für eine politische Tarifrunde statt Bekenntnis zum „Sparzwang“!
    Unsere Forderung nach 600 Euro Festgeld wird manchen Kolleg:innen oder Funktionär:innen als unrealistisch oder gar unverantwortlich erscheinen, angesichts der wirtschaftlichen Krise. Doch „unrealistisch“ sind starke Tarifabschlüsse nur für jene, die akzeptiert haben, dass Gelder in Panzer fließen, statt in die öffentliche Daseinsvorsorge, die weiter abgebaut wird. Während die GroKo die Wirtschaft mit Steuergeschenken an Reiche ankurbeln will, werden unsere Löhne von der Inflation gefressen. Weder massive Aufrüstung noch das Anhäufen von Reichtum bei den Top-Ein-Prozent führen zu mehr Wohlstand für alle.
    Es ist an der Zeit, dass ver.di und GEW klare Kante gegen die Regierungspolitik zeigen. Das Narrativ der Arbeitgeber:innen, die angeblich mehr geben wollen, aber aufgrund knapper Kassen nicht können, kann nur durchbrochen werden, wenn die Gewerkschaften aufzeigen, warum die Kassen klamm sind und wo das Geld herkommt. Dies muss über die aktuelle Tarifrunde hinausgehen und in eine gemeinsame Kampagne von ver.di und GEW münden, die sich klar gegen Aufrüstung und die erwarteten massiven Sozialkürzungen stellt.
    4) Wer nicht kämpft, hat schon verloren!
    In Zeiten von Krieg und Krise nimmt der Druck der Arbeitgeber:innen zu. Jede Lohn- und Entlastungsforderung muss verteidigt werden, denn ohne Streik verschlechtern sich Arbeitsbedingungen und Entgelte. Wir als kämpferische Kolleg:innen müssen in unseren Betrieben vorangehen, um andere zu mobilisieren. Dabei sollten wir nicht passiv den Aufrufen der Gewerkschaftsführungen folgen, sondern aktiv Einfluss auf die Streiktaktik nehmen.
    Wir sind uns der Schwächen im Organisationsgrad bewusst, doch diese lassen sich am besten durch mobilisierende Forderungen und eine selbstbewusste Streikführung überwinden. Auch im Länderbereich gibt es neuralgische Punkte, die die Wirtschaft erheblich treffen können, wie zB. Schleusen. Zudem können Streiks im öffentlichen Dienst das gesellschaftliche Leben massiv beeinträchtigen, besonders wenn alle gemeinsam aufgerufen werden. Es ist zudem wichtig, diejenigen einzubeziehen, die auf Leistungen wie in Kitas und Krankenhäusern angewiesen sind, sowie die arbeitende Bevölkerung insgesamt. Die Gewerkschaften sollten systematische Solidaritätskampagnen organisieren, etwa durch Ansprachen in Betrieben, Solidaritätsaktionen und Demonstrationen, die auch politische Forderungen nach Investitionen in Gesundheit, Bildung, Soziales und Umwelt statt Kürzungen aufwerfen. Der öffentliche Dienst geht die gesamte arbeitende Bevölkerung an!
    Statt ritualisierten drei Verhandlungsrunden, die die TdL kaum beeindrucken, müssen wir Stärke und Strukturen aufbauen, um rasch in die Urabstimmung für einen unbefristeten Streik gehen zu können. Unsere Stärke liegt darin, dass wir nicht um Mitgliederzahlen konkurrieren, sondern uns gegenseitig unterstützen. Eine gemeinsam in Schulen und Kitas diskutierte Forderungsresolution kann mehr Druck entfalten und Strukturen für zukünftige Kämpfe stärken. Wo immer möglich, wollen wir getrennte Demonstrationen von GEW und ver.di verhindern und stattdessen unsere volle Kampfkraft bündeln. Unter dem Motto „Wir streiken zusammen!“ wollen wir Zeichen setzen: Lasst uns gewerkschaftsübergreifend auf die Straße gehen! Lasst uns Banner malen, die die Tarifrunde politisieren! Lasst uns gemeinsam dagegen argumentieren, dass diese Tarifrunde ohne verbesserte Arbeitsbedingungen und geschlossene Lohnlücken abgeschlossen wird! Lasst uns für eine demokratische Streikführung eintreten, mit Streikversammlungen aller Beteiligten, Diskussionen und Beschlüssen über das weitere Vorgehen sowie bundesweiten Streikdelegiertenkonferenzen. Lasst uns gemeinsam streiken!“ Gemeinsame Stellungnahme des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di sowie des Netzwerks Kämpferischer Gewerkschafter:innen in der GEW zur Forderungsdebatte im TV-L am 6. November 2025 beim Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di externer Link

Grundinfos:

Siehe zuletzt das Dossier: Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst der Länder 2023

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=230571
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