Frankreich: Rund 800.000 Menschen bei Protesttag am 18.9. – Gewerkschaften setzen dem Premierminister ein „Ultimatum“ bis kommenden Mittwoch, die Jugend protestiert schon am Sonntag weiter
„Zwei Protesttage folgten im Wochenabstand aufeinander, sie ähnelten sich nur bedingt. Denn waren am Mittwoch voriger Woche, den 10.09.25 infolge des Protestaufrufs Bloquons tout! („Lasst uns Alles blockieren“) auch viele linke Gewerkschafter/innen unterwegs, so war die spontane Protestwelle an dem Tag doch außerhalb gewerkschaftlicher Strukturen gestartet worden. Anders am gestrigen Donnerstag, den 18.09.25, an dem alle fünf staatlich als „tariffähig“ (französisch: représentatifs) anerkannten gewerkschaftlichen Dachverbände zusammen mit weiteren Gewerkschaftszusammenschlüssen – Frankreich kennt keine Einheits-, sondern Richtungsgewerkschaften – zum Streiken und Demonstrieren aufrufen. Eines blieb dabei konstant: Die starke Mobilisierung des staatlichen Repressionsapparats. (…) An diesem Freitag früh, 19.09.25 versammelten sich die acht Gewerkschaftsdachverbände und -zusammenschlüsse ab acht Uhr früh im Rahmen ihres Aktionsbündnisses intersyndicale. Am Spätvormittag gab die intersyndicale bekannt, sie setze nun dem neuen Premierminister Sébastien Lecornu ein Ultimatum bis zum kommenden Mittwoch, den 24. September 25, um auf ihre Forderungen einzugehen. Ansonsten werde man an dem Tag einen neuen „Aktionstag“, also ein Datum für einen neuen Protesttermin festlegen. Am Sonntag, den 21.09.25 rufen unterdessen Jugendverbände, mit Unterstützung der linken Wahlplattform LFI, ihrerseits zu Protestversammlungen auf.“ Aus dem Artikel von Bernard Schmid vom 19.9.2025 im Dossier, zusammen mit weiteren Berichten vom Streik- und Aktionstag
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AKTUELL BEI LABOURNET.TV: Lieferando Betriebsversammlung in Potsdam
„»Ich möchte nicht arbeiten, wenn ich krank bin, aber ich werde dazu gezwungen sein.« (aus dem Video). Liefando wird in Deutschlando 2000 Stellen streichen und Leute über ein System krimineller Subunternehmen für sich arbeiten lassen. Das Lieferando Workers‘ Collective, das die Mehrheit im Lieferando Betriebsrat für Berlin und Potsdam hat, organisiert den Widerstand dagegen.“ Video bei labournet.tv (9 Minuten / 2025)
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