RWE-Tribunal 18. bis 20. Juni 2021 in Lützerath: Jetzt ist Schluss!
Hauptversammlung RWE AG am 28. April 2021: RWE, jetzt ist Schluss!Wir klagen an: Klimaverbrechen, Gesundheitsschädigung, Heimatvertreibung und Umweltzerstörung durch die RWE AG unter Mittäterschaft der Landesregierung NRW: Der erste Teil des RWE-Tribunals findet vom 18. bis 20. Juni in Lützerath statt. Der Ortsteil von Erkelenz liegt nur noch wenige hundert Meter vom Rand des Tagebaus Garzweiler entfernt. In dem öffentlichen Tribunal mit Ankläger*innen, einer Jury und vielen Zeug*innen soll der gesamte „NRWE-Komplex“ verhandelt werden. Das RWE-Tribunal ersetzt aber keine Klagen vor Gerichten; es soll Öffentlichkeit herstellen und durch die Anhörung von Zeug*innen und Sachverständigen weitere Klagen vorbereiten. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre unterstützt die RWE-Tribunal-Initiative bei der sehr aufwändigen Vorbereitung…“ Aktionsaufruf des Dachverbands der Kritischen Aktionäre vom 27. Mai 2021 – siehe neu: RWE-Tribunal tagt am Tatort. Auftakt im Rheinischen Braunkohlerevier in Lützerath / Betroffene wehren sich gegen RWE-Konzern und NRW-Landesregierung weiterlesen »

Hauptversammlung RWE AG am 28. April 2021: RWE, jetzt ist Schluss!

RWE-Tribunal 18. bis 20. Juni 2021 in Lützerath: Jetzt ist Schluss! / RWE-Tribunal tagt am Tatort. Auftakt im Rheinischen Braunkohlerevier in Lützerath / Betroffene wehren sich gegen RWE-Konzern und NRW-Landesregierung
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Nachforschung in »industriellem Ausmaß«: Ikea-Manager wegen Bespitzelung von Mitarbeitern und Gewerkschaftern in Frankreich vor Gericht

Dossier

SUD: Ouverture du procès IKEAEin Dutzend ehemaliger Spitzenmanager und Filialleiter von Ikea France sowie ein Detektiv und vier Polizisten stehen seit Montag in Versailles bei Paris vor Gericht wegen Bespitzelung von Bewerbern, Mitarbeitern des schwedischen Einrichtungshauses und vor allem von Gewerkschaftsvertretern. Das von ihnen ab 2003 aufgebaute Spionagesystem war 2012 durch Enthüllungen in den französischen Medien und eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft aufgeflogen. Im Zuge der Veröffentlichungen wurde zunächst der Mail-Austausch zwischen Jean-François Paris, dem Sicherheitschef von Ikea France, und Jean-Pierre Fourès, dem Direktor einer Privatdetektiv-Agentur, publik. Demnach übermittelte der Ikea-Manager die Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern von »Verdächtigen« und beauftragte die Agentur, Informationen über deren Familienverhältnisse und Privatleben, ihre Mitgliedschaft in Parteien, Organisationen oder Gewerkschaften, eventuelle Vorstrafen und andere »sicherheitsrelevante« Fakten zu beschaffen. (…) Mitunter kamen auch noch rassistische Ressentiments hinzu (…) Wie die Ermittler feststellten, hätten die Aufträge »industrielle Ausmaße« angenommen. Meist wurden gleich Informationen zu Dutzenden Personen angefordert und in einem Fall eine Liste mit Namen von insgesamt 203 Mitarbeitern übermittelt. (…) Besonderes Aufsehen erregte der Fall des Verkäufers Adel Amara. Den unbequemen Gewerkschaftsvertreter in der Ikea-Filiale Franconville im Nordwesten von Paris wollte die Direktion unbedingt loswerden. Darum wurde 2010 die Sicherheitsfirma GSG beauftragt, Amara eine Falle zu stellen und »juristisch unangreifbare Fakten« zu beschaffen…“ Beitrag von Ralf Klingsieck vom 22. März 2021 in neues Deutschland online – siehe dazu neu: Bausatz aus Lügen: IKEA Frankreich muss für Überwachung von Beschäftigten lächerlich geringe Summe zahlen, Exchef kommt frei weiterlesen »

Dossier zur Bespitzelung von Mitarbeitern und Gewerkschaftern durch Ikea Frankreich

SUD: Ouverture du procès IKEA

Bausatz aus Lügen: IKEA Frankreich muss für Überwachung von Beschäftigten lächerlich geringe Summe zahlen, Exchef kommt frei
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ILO-Report 2021: "Making decent work a reality for domestic workers..."Am zehnten Jahrestag des Übereinkommens über menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Hausangestellte legt die COVID-19-Pandemie die anhaltende Verwundbarkeit von Hausangestellten auf dem Arbeitsmarkt offen. Die Arbeitsbedingungen für viele haben sich in dem letzten Jahrzehnt nicht verbessert und haben sich durch die COVID-19-Pandemie noch verschlechtert, so ein neuer Bericht der ILO. Auf dem Höhepunkt der Krise lag der Arbeitsplatzverlust bei Hausangestellten in der Mehrzahlder europäischen Ländern sowie in Kanada und Südafrika zwischen 5 und 20 Prozent. In Nord-, Mittel- und Südamerika war die Situation mit einem Verlust von 25 bis 50 Prozent noch gravierender. Im gleichen Zeitraum verloren ca 15 Prozent derBeschäftigten in der Mehrzahl der LänderIhre Arbeitsplatz. Die Daten des Berichts zeigen, dass die 75,6 Millionen Hausangestellte  – immerhin 4.5 Prozent der Beschäftigten weltweit – weltweit erheblich von den Arbeitsplatzverlusten betroffen waren (…) Die COVID-19-Pandemie hat die ohnehin schon sehr schlechten Arbeitsbedingungen noch verschlimmert…“ ILO-Pressemitteilung vom 15. Juni 2021 zum Report „Making decent work a reality for domestic workers…“ weiterlesen »

ILO-Report 2021: "Making decent work a reality for domestic workers..."

Zehn Jahre ILO-Übereinkommen 189: Hausangestellte kämpfen immer noch für Gleichberechtigung und menschenwürdige Arbeit – auch durch COVID-19-Pandemie
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Ausgepresst: Hinter den Kulissen der Orangensaftproduktion

Dossier

Ausgepresst: Hinter den Kulissen der OrangensaftproduktionAusgepresst! – Studie und Aktionen zu den Missständen in der Orangensaft-Produktion: „Unter dem Motto MAKE SUPERMARKET FAIR hat sich die Christliche Initiative Romero (CIR) zusammen mit Partnern aus 29 Ländern zur Aufgabe gemacht, europäische Supermärkte zur Verantwortung zu ziehen für Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung – und zwar entlang ihrer gesamten Lieferkette…“ Beitrag zur Kampagne bei Portal Globales Lernen mit Online-Petition für die Unterstützung der Kampagne. Siehe dazu die Studie und weitere Informationen und Petitionen. Neu: Bittere Orangen. Der Export von Zitrusfrüchten von Südafrika nach Deutschland weiterlesen »

Dossier zu den Bedingungen der Orangensaftproduktion in Brasilien, Südfrika…

Ausgepresst: Hinter den Kulissen der Orangensaftproduktion

Bittere Orangen. Der Export von Zitrusfrüchten von Südafrika nach Deutschland
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[IG BAU] Covid-19: Gebäudereiniger umfassend vor Ansteckung schützen
Coronavirus, die Hetze und der Ausnahmezustand: China im Shitstorm„„Die Beschäftigten in der Gebäudereinigung sind bei ihrer Arbeit unmittelbar dem Kontaktrisiko mit Covid-19 ausgesetzt. Für infektionsgeneigte Arbeitsplätze wie Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen hat die Branche seit langem Schutzregelungen für die Beschäftigten aufgestellt. Unter den derzeitigen Krisenbedingungen müssen diese Schutzmaßnahmen für alle Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger absolut und ohne Ausnahme gelten“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux. „Niemand darf aus reinem Gewinnstreben zugemutet werden, sich einem Ansteckungsrisiko auszusetzen. Deshalb müssen sowohl ausreichend Schutzausrüstungen zur Verfügung gestellt und ausreichend Zeit für gründliche Reinigung eingeplant werden. Das bisherige Turboputzen ist unverantwortlich. Der oft willentlich eingeplante Zeitdruck lässt Desinfektionsmitteln zudem nicht die notwendige Einwirkzeit und gefährdet damit am Ende alle.“ Die IG BAU kritisiert seit Jahren die Fehlentwicklung im Gebäudereiniger-Handwerk, immer größere Flächen in immer weniger Zeit zu reinigen. Verbindliche Regelungen hierzu scheiterten bislang an der Blockadehaltung der Arbeitgeber*innen. Die IG BAU fordert die Arbeitgeber*innen der Branche zudem auf, den Beschäftigten die Kinderbetreuung zu ermöglichen…“ Pressemitteilung vom 17.03.2020 und dazu: Jede zweite Reinigungskraft klagt über fehlenden Corona-Schutz weiterlesen »

Coronavirus, die Hetze und der Ausnahmezustand: China im Shitstorm

[IG BAU] Covid-19: Gebäudereiniger umfassend vor Ansteckung schützen / Jede zweite Reinigungskraft klagt über fehlenden Corona-Schutz
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DHL: Paketboten müssen offenbar für Sendungsverlust zahlen
Held der Arbeit„Kontaktlose Zustellung und Abstellgenehmigungen könnten das Risiko, dass eine Sendung verloren geht, derzeit erhöhen. Müssen dafür bei DHL die Paketboten geradestehen? (…) Der Meldung zufolge hätte DHL nach dem Verlust der Sendungen Zusteller in Regress genommen und es sollen ihnen die Kosten für den Schaden vom Gehalt abgezogen worden sein. Auch habe es Vergleiche gegeben, nach denen die DHL auf einen Teil der Forderungen verzichtete. Die Anzahl solcher Regressfälle solle sich bereits erhöht haben, nach Informationen der Welt hätten mehrere Betroffene deshalb Rechtsschutz gesucht…“ Meldung von Hanna Behn vom 9. Juni 2021 beim Logistik-Watchblog weiterlesen »

Held der Arbeit

DHL: Paketboten müssen offenbar für Sendungsverlust zahlen
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Solidarität mit Hanna! Über ein neues akademisches Klassenbewusstsein
GEW: Dauerstellen für Daueraufgaben„… Derzeit entlädt sich der Frust und die Wut vieler Nachwuchswissenschaftler*innen unter dem Hashtag #ichbinhanna. Worum geht es dabei? (…) Wütend waren diejenigen, deren Beschäftigungsverhältnisse gemeint sind: Der akademischen „Nachwuchs“. Um Missverständnissen vorzubeugen: Im deutschen Wissenschaftssystem werden nicht Studierende oder gar Schüler*innen als Nachwuchs gesehen, sondern alle wissenschaftlich Beschäftigten unterhalb der Professur. (…) Dahinter steckt die Idee, dass Innovation und Qualität durch Konkurrenz und einen hohen Durchlauf unterschiedlicher Personen gefördert werden. Erfahrungen, Wissensweitergabe und Kooperation dagegen zählen in dieser Sicht wenig bis gar nichts. Ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die die tendenziell eher wenig glamourösen Tätigkeiten von Lehre, Beratung und Verwaltung der Universität leisten. (…) Dass sie die strukturellen Rahmenbedingungen dessen zur Debatte stellen und benennen, welche psychischen und sozialen Folgen ein solches Verständnis von Arbeit hat, deutet auf ein neues Bewusstsein unter Akademiker*innen hin, im Rahmen dessen diese endlich nicht als Expert*innen im Elfenbeinturm auftreten – sondern als lohnabhängig Beschäftigte…“ Kommentar von Antonia Puck vom 14.5.2021 – wir danken! weiterlesen »

GEW: Dauerstellen für Daueraufgaben

Solidarität mit Hanna! Über ein neues akademisches Klassenbewusstsein
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Dein härtester Gegner steht nicht immer auf dem Spielfeld„… Für Pfleger, Putzkräfte, freie Journalistinnen oder andere arbeitende Menschen ist das Mitfiebern zur Luxusware geworden. Unterdessen versuchen große Fußballverbände wie der DFB ihre Hände in Unschuld zu waschen, indem sie Schriftzüge wie »Human Rights« auf ihre Trikots drucken – offenbar um uns weiszumachen, sie würden auf eine bessere Welt hinarbeiten. In England – dem Mutterland des Fußballs – wird der Sport traditionell »The People’s Game« genannt. Doch diesen Titel hat er sich verspielt. Ich habe genügend Spiele geschaut, Foren durchgelesen und Gespräche über den Sport geführt, um zu wissen, dass ich nicht der einzige Fan bin, den diese Zustände wütend machen. Im Gegenteil: praktisch jeder Fußballfan teilt meine Kritik. (…) Fast jeder Fan wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass der Kapitalismus den Sport zerstört, den wir lieben. Aber kaum einer wird sich mir anschließen, wenn ich dazu aufrufe, die Geschäftsführungen unserer Vereine zu enteignen. Denn ein Satz hallt unter Fußballfans noch immer durch die Reihen: »Politik gehört nicht ins Stadion.« (…) Politik ist nicht nur im Stadion – sie ist das Stadion. Die Mächtigen haben uns den Fußball genommen, um daran Milliarden zu verdienen. Und sie werden ihn uns nicht kampflos zurückgeben.“ Artikel von Jonas Junack vom 13.06.2021 bei jacobin.de weiterlesen »

Dein härtester Gegner steht nicht immer auf dem Spielfeld

Ich liebe den Fußball … aber der Kapitalismus hat ihn unter sich begraben.
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Social Washing? Plattformbetreiber Delivery Hero, Bolt, Glovo und Wolt kündigen das European Purpose Project an
Spanien: Ein neues Gesetz soll Kuriere als Angestellte definierenDie Gründer und CEOs von vier führenden EU-Tech-Unternehmen haben beschlossen, gemeinsam an einem europäischen Modell für Plattformarbeit zu arbeiten, mit spezifischen Verpflichtungen und Empfehlungen an Regierungen. Die Initiative, bekannt als European Purpose Project, baut auf dem zuvor von Delivery Hero, Bolt, Glovo und Wolt entworfenen Statement of Principles auf und erweitert es. In einer erstmals von der Industrie geleiteten Konsultation wird von Juni bis August 2021 ein öffentlicher Input für den Entwurf eines Verhaltenskodexes und eines Playbooks der besten regulatorischen Praktiken gefordert… So die Meldung „The founders of Delivery Hero, Bolt, Glovo and Wolt announce European Purpose Project and call for public input“ vom 8.6.2021 bei Delivery Hero – die Plattformbetreiber bereiten damit offenbar eine Antwort auf die erfolgreichen Klagen von ArbeiterInnen gegen diese Firmen vor. Sie wollen sich aktiv in den Regulierung des Sektors auf EU-Ebene einbringen, und wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, die Rechte von ArbeitnehmerInnen zu umgehen, und trotzdem irgendwie als „sozial“ dazustehen… Siehe die Website des European Purpose Project weiterlesen »

Spanien: Ein neues Gesetz soll Kuriere als Angestellte definieren

Social Washing? Plattformbetreiber Delivery Hero, Bolt, Glovo und Wolt kündigen das European Purpose Project an
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[Wie umgehe ich einen Tarifvertrag?] 12 Euro pro Stunde: Amazon beschließt Einstiegslohn unter Tarifniveau
ver.di: Amazon nur mit TarifvertragAmazon steht wegen geringer Löhne seit Langem in der Kritik. Jetzt hat der US-Konzern für seine deutschen Versandzentren einen Einstiegslohn festgelegt – und stößt damit erneut auf Ablehnung vonseiten der Gewerkschaft. Der US-Konzern Amazon führt in seinen deutschen Versandzentren einen Einstiegsstundenlohn von 12 Euro brutto ein. Im Herbst 2022 soll dieser dann auf 12,50 Euro steigen, wie das auf Mitarbeitersuche befindliche Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Lohnerhöhungen soll es zum 1. Juli für sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, sodass der Brutto-Stundenlohn nach zwei Jahren künftig bei mindestens 13,52 Euro liegt…“ Meldung vom 11.06.2021 im manager magazin online – siehe dazu: ver.di fordert Amazon auf, Löhne und Arbeitsbedingungen tarifvertraglich abzusichern weiterlesen »

ver.di: Amazon nur mit Tarifvertrag

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[Brasilien] App-Lieferant:innen in Rio de Janeiro rufen am 14. Juni 21 zum Streik auf
#BrequedosApps (Bremse der Apps) - Streik der Kuriere in Brasilien am 1. Juli 2020„… Die Facharbeiterinnen, Lieferant:innen und Fahrer:innen rufen am nächsten Montag, dem 14. Juni in Rio de Janeiro auf zu einem Streik für bessere Arbeitsbedingungen und gegen Polizeirepression. Dieser Sektor entpuppt sich mit der Mobilisierung „Breque do App“ (auf Deutsch, Appbremse, ein Motto, unter dem es seit dem 1. Juli 2020 Demonstrationen in ganz Brasilien und Lateinamerika gab) im letzten Jahr als Avantgarde im Kampf gegen die Prekarisierung der Arbeit, die sich in Händen der Bolsonaro-Regierung nur verschärft. Die Arbeiter:innen der App-Anbieter rufen zum Streik gegen die Arbeitsbedingungen, die große Unternehmen wie Ifood (eine brasilianische Firma, die einen Appservice anbietet, über den Essen, Medikamente und Einkäufe bestellt werden können) und Uber den Arbeiter:innen aufzwingen. Sie werden schlecht bezahlt und es fehlen selbst grundlegende Arbeitsrechte, während die Unternehmen in der Pandemie Rekordgewinne verzeichnen. Der Streik der Angestellten der App-Anbieter, die ein essenzieller Sektor sind und seit Beginn der Pandemie nicht aufgehört haben zu arbeiten, leistet auch Widerstand im Kampf gegen Polizeigewalt…“ Beitrag von der Movimento Revolucionário de Trabalhadores (MRT) in der Übersetzung von Octávio Haubert bei ‚Klasse gegen Klasse‘ am 12. Juni 2021 – siehe zuletzt im Juli 2020: Der zweite landesweite Streiktag der brasilianischen App-Kuriere weiterlesen »

#BrequedosApps (Bremse der Apps) - Streik der Kuriere in Brasilien am 1. Juli 2020

[Brasilien] App-Lieferant:innen in Rio de Janeiro rufen am 14. Juni 21 zum Streik auf
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China: Essenslieferant verbrennt Uniform in symbolischem Protest
China: Essenslieferant verbrennt Uniform in symbolischem ProtestEine Gruppe von Meituan-Lebensmittellieferanten in der nördlichen Stadt Weinan führte letzten Monat einen symbolischen Protest durch, wegen ihrer belastenden Arbeitsbedingungen und der Tatsache, dass sie, obwohl sie technisch gesehen keine Meituan-Angestellten sind, dennoch die Uniform des Unternehmens tragen und im Wesentlichen als Markenbotschafter agieren müssen. Die Rider beklagten sich, dass sie nur einen mageren Lohn von Meituan erhalten und ihr eigenes Fahrzeug zur Verfügung stellen müssen, ihre eigene Versicherung, Uniform und Ausrüstung kaufen und die Last der schlechten Kundenrezensionen ganz allein tragen müssen.In einem Akt des Trotzes ließ ein Arbeiter, umringt von Kollegen, vor dem Meituan-Depot in Weinan seine Uniform in einen Imbisskarton mit dem Firmenlogo fallen und zündete ihn an, so dass Rauch in die Luft stieg. Aufgrund des jüngsten Zustroms neuer Arbeiter, von denen viele aus Fabriken und anderen angeschlagenen Branchen entlassen wurden, nimmt der Wettbewerb unter den Fahrern zu. Gelegentliche Proteste gibt es aber immer noch… So die Meldung vom 12. Juni 2021 beim International Labour Network of Solidarity and Struggles : „China: Food delivery worker burns uniform in symbolic protest“ weiterlesen »

China: Essenslieferant verbrennt Uniform in symbolischem Protest

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Dossier

ChefIm Streit um die Zukunft der Meyer Werft hat die Geschäftsführung die Belegschaft über das mögliche Szenario eines Stellenabbaus abstimmen lassen. Die Gewerkschaft hält die Umfrage für rechtswidrig. In einer Online-Umfrage im Anschluss an eine digitale Informationsveranstaltung konnten die Beschäftigten darüber abstimmen, ob die Meyer Werft in Papenburg 660 oder mehr als 1.000 Stellen abbaut. 1.557 Mitarbeitende haben sich nach Angaben der Werft an der Befragung beteiligt. 1.446 von ihnen (93 Prozent) sprachen sich demnach für das von der Werft favorisierte Zukunftspaket aus, den sogenannten Weg A. Dieser sieht den Abbau von rund 660 Stellen vor – inklusive eines Beitrags der restlichen Belegschaft. Dazu gehören bislang 200 unbezahlte Überstunden im Jahr. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft halten die Umfrage für rechtswidrig; die Arbeitnehmervertretenden waren bei der Abfrage nicht eingebunden. Ihr Vorschlag, die Stammbelegschaft zu erhalten und dafür den Teil auf der Werft zu verringern, bei dem Arbeiten über Werkverträge erledigt werden, spielte bei der Umfrage keine Rolle. Außerdem hätten sich weniger als die Hälfte der insgesamt 4.200 Werft-Beschäftigten an der Umfrage beteiligt, so die Gewerkschaft…“ Beitrag vom 05.06.2021 beim NDR: „Meyer Werft lässt Mitarbeitende über Stellenabbau abstimmen“, siehe weitere Infos. Neu: Unterstützung für die Belegschaft durch Ministerpräsident Weil und TUI-Betriebsrat / Drohne über der Betriebsversammlung weiterlesen »

Dossier: Meyer Werft lässt Belegschaft über Stellenabbau abstimmen

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Unterstützung für die Belegschaft durch Ministerpräsident Weil und TUI-Betriebsrat / Drohne über der Betriebsversammlung
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Mode, Macht und Profit in der Türkei: Schuften für Zara und Co.
H&M: Vom Versprechen existenzsichernder Löhne und der Realität der Armutslöhne“„Erst gab es die Wirtschaftskrise, dann kam Corona – eine dramatische Kombination für die Türkei. Die Löhne sanken, die Arbeitslosigkeit nahm zu. Besonders betroffen ist der Textilsektor. Dort leiden vor allem diejenigen, die für ausländische Firmen arbeiten. Wer hilft? (…) Bis vor Kurzem haben sie für Modeketten wie Zara, einem der größten Modeunternehmen der Welt, Calvin Klein und Tommy Hilfiger, sowie die türkische Marke LC Waikiki genäht. Aber eines Tages Mitte März standen sie plötzlich vor leeren Fabrikhallen, erzählt Nazife Ayçiçek, die Frau mit dem Zopf. „Wir kamen, um unsere Löhne abzuholen. Und da sahen wir, dass die Arbeitsräume ausgeräumt waren. Alle Maschinen waren weg. Komplett leer. Jemand war dabei zu streichen. Dann kam der Chef und sagte: Ihr habt jetzt unbezahlten Urlaub bis Juni.“ (…) Gül arbeitete in einem Lager der Lebensmittelhandelskette Migros. Er verpackte dort Obst und Gemüse. (…) Gül und 40 Kolleg:innen wurden mit unbezahltem Urlaub abgestraft, weil sie sich beschwert hatten. (…) In einem Fall, über den türkische Zeitungen berichteten, hatte eine Firma, die für den schwedischen Modekonzern H&M produziert, ihre Angestellten gezwungen zur Arbeit zu kommen, inklusive dem coronainfizierten Vorarbeiter. Immer auf der Jagd nach Aufträgen. Das Ergebnis: Dutzende wurden krank, zwei Menschen starben…“ Bericht von Emre Çaylak vom 7. Juni 2021 beim Deutschlandfunk Kultur (Audiolänge: ca. 22 Min.) weiterlesen »

H&M: Vom Versprechen existenzsichernder Löhne und der Realität der Armutslöhne“

Mode, Macht und Profit in der Türkei: Schuften für Zara und Co.
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Argentinien: Streit um Bergbaugesetz in der Provinz Chubut„Von den Nickelminen in Ontario und den Kohlefeldern von Alabama bis zur Atacama-Wüste in Chile und dem Dschungel von Kolumbien – überall auf der Welt führen Bergarbeiter eine Welle von Kämpfen gegen die mächtigsten transnationalen Bergbaukonzerne der Welt. (…) diese Streiks sind Teil einer globalen Bewegung, in der die Arbeiter mit den gleichen Problemen konfrontiert sind: niedrige Löhne, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, Gewerkschaften, die in den Taschen der Unternehmen stecken, und tiefe Wut über den Tod zahlloser Kollegen, die sich am Arbeitsplatz mit Covid-19 infiziert haben und auf dem Altar des kapitalistischen Unternehmensprofits geopfert wurden. (…) Bergleute nehmen eine entscheidende Position in der globalen kapitalistischen Wirtschaft ein. Sie produzieren die Grundstoffe für Handys, Batterien, Autoteile, Leiterbahnen und andere Hochtechnologie, ohne die die gesamte Weltwirtschaft zum Stillstand kommt. Die imperialistischen Mächte befinden sich in einem permanenten Gerangel um diese Ressourcen und kämpfen durch blutige Kriege…“ Beitrag von Eric London vom 5. Juni 2021 bei wsws.org: „Die globale Welle von Bergarbeiterstreiks und die Bedeutung der Internationalen Arbeiterallianz der Aktionskomitees“ mit vielen aktuellen Beispielen weltweit weiterlesen »

Argentinien: Streit um Bergbaugesetz in der Provinz Chubut

Die globale Welle von Bergarbeiterstreiks – ein internationaler Überblick
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