Am 14. Februar droht die Zwangsräumung einer Familie in Berlin-Kreuzberg. Den ersten Räumungsversuch am 22.10.2012 verhinderten 150 Menschen mit Sitzblockaden, ein zweiter Versuch wurde kurzfristig abgesagt. Nun mobilisiert das Bündnis "Zwangsräumung verhindern" zu Sitzblockaden am 14. Februar um 7 Uhr. Siehe neu: Polizei trickst Blockierer aus
„Der 16. Europäische Polizeikongress findet vom 19. bis 20. Februar 2013 in Berlin statt, ausgerichtet vom Behördenspiegel. Auch in diesem Jahr wird es wieder Proteste geben. Eine Demonstration am 16.Februar wird die verschiedenen Kritikpunkte an der Veranstaltung benennen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. (…) Die Demonstration gegen den Polizeikongress wird nicht von irgendwelchen Gruppen dominiert und es wird auch nicht beansprucht alle Aspekte abdecken zu können. Eigene Aufrufe und Mobilisierungen sind daher ausdrücklich erwünscht. Demonstration am Samstag, 16.Februar 2013, 20 Uhr – Mariannenplatz, Berlin Kreuzberg“
Protest gegen das magere Abfindungsangebot von Gruner + Jahr
Gruner + Jahr hat die Financial Times Deutschland am 7. Dezember 2012 eingestellt. Über 250 Mitarbeiter der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien (FTD, Capital, Impulse, Börse Online, Business Punk) verlieren ihren Arbeitsplatz. Ihr Arbeitgeber hat "großzügige und faire" Abfindungen angekündigt - und bleibt nun weit hinter diesen Versprechen zurück. Am ersten Tag der Schlichtungsgespräche machen WiMe-Mitarbeiter auf diese Peinlichkeit aufmerksam. Und fordern faire Abfindungen, die es ihnen ermöglichen, sich eine neue Existenz aufzubauen. Siehe dazu:
"Ein frischer Blumenstrauß gehört für viele zum Valentinstag dazu. Was viele nicht wissen ist, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter der Blumenindustrie vor dem „Tag der Liebe“ besonders ausbeuterischen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Darauf weist die Menschenrechtsorganisation FIAN heute hin. Regierungen müssen die Einhaltung international anerkannter Arbeitsnormen besser kontrollieren, fordert FIAN daher.
Der Valentinstag bedeutet für Blumenarbeiterinnen in Ostafrika und Lateinamerika Akkordarbeit: 16 Stunden und mehr müssen sie vielerorts arbeiten, um die Bestellungen aus Europa und Nordamerika zu bedienen. Die vorgesehenen Wartezeiten nach dem Sprühen von zum Teil hochgefährlichen Pestiziden werden in den Wochen vor dem 14. Februar oft nicht eingehalten…" Fian-Pressemitteilung vom 14. Februar 2013
"Amazon ist der mit Abstand größte Online-Händler der Welt und auch in Deutschland schon lange die Nummer eins. Fast jedes Produkt lässt sich hier günstig bestellen, geliefert wird oft über Nacht – selbst noch am Heiligen Abend. Doch wer packt die Pakete für die Bescherung? Jedes Jahr zur Hochsaison wirbt Amazon Deutschland tausende Wanderarbeiter aus dem Ausland an. Für viele Spanier ist der Ruf nach Deutschland in Zeiten der Eurokrise wie ein Lottogewinn.
Was die Arbeiter tatsächlich erwartet, ist eine böse Überraschung. Nicht Amazon legt ihnen in Deutschland einen Vertrag vor, sondern eine Leiharbeitsfirma…" Der Film von Diana Löbl und Peter Onneken (gesendet im ARD am 13.02.13) in der Mediathek. Siehe auch die Reaktionen...
Rund 1000 Menschen beschäftigte das schwedische Unternehmen 2012 in Thailand - jetzt sond es 129 weniger: Die wurden im Januar 2013 entlassen, weil sie gewerkschaftlich aktiv waren.
Am 1. Februar hielt die NGWF ihren 12. Gewerkschaftskongress in Dhaka ab. Der zentrale gewerkschaftspolitische Punkt des Kongresses war die Debatte um die Festlegung der kommenden zwei Jahre bis zum nächsten Kongress als die Zeit, in der die Arbeitsplätze in der Textilindustrie sicher werden sollen
Wegen der zahlreichen schlechten Erfahrungen insbesondere bei der Behandlung von Kindern ist am 1. Dezember 2012 in Fukushima eine Volksklinik eröffenet worden. Dies und mehr im Doro Chiba Quake Report Nr 50” vom Februar 2013
"Uns ekeln die Politiker": Im Netz formiert sich eine spanische Protestbewegung, die versucht, ihre nationale Katastrophe zu begreifen. Viele Spanier besinnen sich auf die vorfrancistische Vergangenheit…" Artikel (und Links) von Sebastian Schoepp in Süddeutsche Zeitung online vom 12. Februar 2013
Ähnlich wie in Portugal, gibt es auch in Spanien bei genügend Unterschriften die Möglichkeit für die Bevölkerung, selbst Gesetzesinitiativen einzubringen. Die Iniciativa Legislativa Popular (ILP) contra los desalojos wurde von über 1,5 Millionen SpanierInnen unterstützt - die regierende konservative Volkspartei lehnte die Initiative zunächst ab
Ein Rentnerehepaar auf Mallorca hat sich mit Medikamenten umgebracht - nachdem sie eine amtliche Verfügung zugestellt bekamen, sie würden in Kürze aus ihrer Wohnung vertrieben, da sie die Kredite nicht mehr bezahlen konnten
Der Herausgeber der Zeitschrift “Molodozhnaya gazeta” Berik Zhagiparov wurde nach den Protesten der Belegschaft von KazakhMys am vergangenen Wochenende in Zhezkazgan festgenommen - nachdem er, auf Anrufe von Beschäftigten reagierend dort hingegangen war, um den Protest gegen beabsichtigte Entlassungen zu unterstützen
Seit dem 24. Januar befinden sich die Bauarbeiter Zyperns im Streik. Der Gegner heisst Federation of Building Contractor Associations of Cyprus - also die Vereinigung der Leiharbeitsfirmen im Bausektor, was auch schon nahe legt, worum es bei dieser Auseinandersetzung geht, gegen den Einsatz von Billiglohn und das auch vom zypriotischen Unternehmertum so geliebte hire and fire Prinzip
"Die Versammlung anlässlich des Streiks bei Fa. Neupack Hamburg/Rothenburg am 12. Februar 2013 im Gewerkschaftshaus Hamburg verabschiedet nach den Referaten von zwei Rechtsanwälten und eingehender Diskussion folgende Entschließung: Anlässlich unserer Diskussion über das gewerkschaftliche Recht auf Streik stellen wir folgende vier Forderungen auf…" Resolution beschlossen von ca. 85 Teilnehmern bei einer Enthaltung, ohne Gegenstimme, bei der Veranstaltung "Unser Recht auf Streik nur auf dem Papier?" bei der Veranstaltung "Unser Recht auf Streik nur auf dem Papier?" des Ortvereins Hamburg ver.di, Fachbereich 08, am 12. Februar 2013
Die Mordserie eines entlassenen Polizisten bringt den Rassismus und die Gewaltexzesse innerhalb des US-Sicherheitsapparates ans Tageslicht der Öffentlichkeit. Artikel von Thomas Konicz auf Telepolis vom 13.02.2013