ROG-Bericht „Feinde des Internets“: Westliche Überwachungstechnik in den Händen von Diktatoren
"Nicht nur autoritäre Staaten, sondern auch westliche Unternehmen spielen eine wesentliche Rolle bei der Unterdrückung kritischer Stimmen und unerwünschter Informationen im Internet. Der Bericht über die „Feinde des Internets“, den Reporter ohne Grenzen zum Welttag gegen Internetzensur am 12. März veröffentlicht, geht deshalb in diesem Jahr sowohl auf Staaten als auch auf Unternehmen ein…" Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen (ROG) vom 12.03.13 und der Bericht
“Heute vor genau zwei Jahren löste ein Seebeben vor Japans Ostküste einen Tsunami aus, der schwere Verwüstungen anrichtete und eine Atomkatastrophe entfesselte. Tagelang hielt die ganze Welt den Atem an und verfolgte, wie die immensen Ausmaße der Katastrophe Gestalt annahmen. Insgesamt mehr als 15.800 Menschen wurden getötet, viele werden noch immer vermisst. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zur schlimmsten Katastrophe in einem Atomkraftwerk seit Tschernobyl. In der Umgebung des japanischen AKW können Zehntausende noch immer nicht in ihre Häuser zurückkehren...” Umfangreicher Artikel mit vielen Links bei Heise-News vom 11.03.2013
Henrik Paulitz (IPPNW) über die Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan vor zwei Jahren und die Politik der Weltgesundheitsorganisation. Das Video von weltnetz.tv vom 10.03.2013, gespiegelt bei YouTube
Bei der Schließung der Goodyear-Reifenfabrik in Amiens ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und aufgebrachten Arbeitern gekommen. Zuvor waren die letzten Verhandlungen mit der Gewerkschaft geplatzt. Meldung in den Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 07.03.13
„Im Kontext des Kampfes der Peugeot-Citroën Fabrik PSA in Aulnay zeigen wir einen neuen Abschnitt des Films "Die Schließung der Renault Fabrik in Vilvoorde" von Jan Bucquoy. In dem Film aus dem Jahr 1998 streiken Arbeiter_innen seit Monaten gegen die Schließung der Automobilfabrik in Belgien, der Gewerkschaft schlägt jedoch vor, den Streik zu beenden. Ein große Minderheit will weiter machen und fühlt sich verraten. Sie erklären uns ihre Entäuschung. - Währenddessen versucht der Filmemacher die Wohnung des Chefs von Renault, Louis Schweitzer, in Paris zu finden, um ihn entzuführen und die Entlassenen zu rächen... Der Film ist ein Mittelding aus Doku und Thriller.“ Das Video bei labournet.tv (französich mit dt. UT | 8 min | 2012)
IG Metall Jugend ruft die "Revolution Bildung" aus
„Die IG Metall Jugend hat ihre neue Kampagne "Revolution Bildung" in Frankfurt a.M. gestartet. Das Ziel ist eine radikale Bildungsreform: gute Bildung für alle - kostenfrei, mit freien Zugängen, genügend Zeit und guter Qualität. Nach der Auftaktveranstaltung in der Uni zogen 500 junge Aktive mit kreativen Aktionen durch die Innenstadt…“ Pressemitteilung der IG Metall-Jugend vom 09.03.2013. Siehe dazu auch:
“Unter Bezugnahme auf einen Bericht zum internationalen Frauentag in der Saarbrücker Zeitung berichten diverse Agenturen und Online-Medien über eine angeblich sensationelle Entwicklung der Frauenquote ... in der Leiharbeit: „So gab es 2010 im Jahresschnitt insgesamt fast 776 000 Leiharbeiter. Knapp drei Viertel von ihnen waren Frauen. Fünf Jahre zuvor war dieses Verhältnis noch genau umgekehrt: Damals waren drei Viertel männlich.“ Die Frauenquote in der Leiharbeit 2010: knapp 75 Prozent („drei Viertel“)?...”BIAJ-Kurzmitteilung vom 8. März 2013
„Durch die Sparpolitik der Troika und der griechischen Regierung werden in Griechenland Menschenleben durch die Verweigerung einer grundlegenden Krankenversorgung riskiert. Zu dieser Einschätzung kommt eine Delegation des vdää und der Menschenrechts- und Entwicklungshilfeorganisation medico international, die vom 25. bis 28. Februar dieses Jahres in Athen und Thessaloniki die Auswirkungen der, auch von der EU und deutschen Regierung, geforderten Auflagen der Troika auf das griechischen Gesundheitswesen erkundet hat. „Der Zugang für alle Menschen zu einem qualitativ guten öffentlichen Gesundheitssystem muss an erster Stelle stehen und darf nicht Sparmaßnahmen geopfert werden“, so Prof. Wulf Dietrich vom vdää…“ Presseerklärung von vdää und medico international vom 04.03.2013
„Wer hätte das gedacht: Da wünschen sich die Gewerkschaften für die Beschäftigten in der Ernährungsindustrie zur Leiharbeit zurück. Denn damit stünde den Beschäftigten beispielsweise in besagter Branche ein tariflich festgelegter Mindestlohn von - nicht üppigen - immerhin 8,19 Euro zu. Rund 30 000 Menschen arbeiten in der deutschen Fleischindustrie. Gut jeder Dritte mit einem Werkvertrag mit weniger Arbeitsrechten und geringerem Lohn. Auch im Einzelhandel geht die Gewerkschaft ver.di von rund 350 000 Werkvertragsarbeitnehmern aus. Das Instrument sei völlig aus dem Ruder gelaufen, konstatieren Betriebsräte. Dabei ist das Ganze völlig legal…“ Artikel von Haidy Damm in Neues Deutschland vom 08.03.2013
“Ernüchternde Erkenntnis aus einer neuen Studie: Ausgerechnet die Generation der ältesten Arbeitnehmer ist die, die am wenigsten motiviert und engagiert ist. Schuld scheinen auch die Chefs zu sein.
Unter älteren Arbeitnehmern wächst die Unzufriedenheit mit ihrem Arbeitgeber: Etwa jeder Dritte der sogenannten Baby-Boomer-Generation fühlt sich emotional nicht mehr mit seiner Firma verbunden – und arbeitet nur das Nötigste. Zu diesem Ergebnis kommt der Engagement Index Deutschland 2012, den die Unternehmensberatung Gallup vorgestellt hat...” Artikel von Michael Eiden in Welt online vom 06.03.13. Wir sind begeistert!
„Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. So bedeutet in der modernen Dienstleistungsgesellschaft die Optimierung eines Betriebes die Optimierung der Mitarbeiter. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden, damit die Arbeit attraktiver wirkt und auch nach Dienstschluss weitergeht. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Permanente Selbstoptimierung steht auf dem Programm. Wie schafft man diese ständige Optimierungsarbeit, wie wird man ein "zukunftsfähiger Mensch", wie wird man hochleistungstauglich gemacht und wie lässt sich totale Einsatzbereitschaft abrufen?...“ Ein Dokumentarfilm von Carmen Losmann über unsere moderne Arbeitswelt. Der Film (Deutschland, 2011, 90mn) bei arte als Video , er wird am 13.03.2013 (Nacht von Dienstag auf Mittwoch) um 3:20 Uhr ausgestrahlt
Mit Hilfe von Werkverträgen sparen Unternehmen viel Geld - oft auf Kosten der Beschäftigten. NGG thematisiert das in einer neuen Broschüre.
Heute, am 7. März 2013, hat NGG eine ausführliche Broschüre zum Thema Missbrauch von Werkverträgen vorgestellt. Mit der Broschüre "Wenig Rechte. Wenig Lohn. Wie Unternehmen Werkverträge (aus)nutzen" will NGG dieses Thema weiter in den öffentlichen Fokus bringen, den wachsenden Missbrauch von Werkverträgen an Beispielen aus Betrieben deutlich machen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Anlässlich der Vorstellung hat Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der NGG, die Politik eindringlich aufgefordert, dem Missbrauch von Werkverträgen einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben. Die Broschüre "Wenig Rechte. Wenig Lohn. Wie Unternehmen Werkverträge aus(nutzen)" steht jetzt hier als PDF zum Download bereit.“ NGG-Meldung vom 7.3.2013 mit Download- und Bestelladresse. Siehe dazu:
“Aufgrund einer gestrigen irritierenden Information der Geschäftsleitung” hat der Betriebsratsvorsitzende der Bochumer Opel-Werke Rainer Einenkel eine Mitarbeiterinformation veröffentlicht. An dem aktuellen Sachstand hat sich bislang nichts verändert. In der Stellungnahme erläutert Rainer Einenkel noch einmal ausführlich den Inhalt des Mastervertrages Drive! 2022 und begründet, warum er ihn als einziger nicht unterschrieben hat. Die Mitarbeiterinformation im Wortlaut bei Bo-Alternativ vom 08.03.2013
„Die Gewerkschaften fordern bis zu 30 Prozent mehr Lohn für die Sicherheitsbranche in NRW - und erhöhen mit den ganztägigen Arbeitsniederlegungen an den Airports den Druck auf die Arbeitgeber. 166 Flüge in Düsseldorf gestrichen…“ Agenturmeldung auf DerWesten vom 10.03.2013
Sowohl beim Protest in Brüssel am 25. Januar, als auch in Namur am 29. Januar sahen sich die (da noch, inzwischen beendet) streikenden Arbeiter von Arcelor Mittal den Angriffen von Anti-Aufruhr Einheiten der Polizei ausgesetzt. In Namur allerdings setzten sie sich zur Wehr - mit Steinen. Nach der zweiten Demonstration wurde, verschiedenen Berichten zufolge nach heftigen inneren Debatten, der Streik einstweilen ausgesetzt - die Alternative heisst nun europaweite gemeinsame Aktionen... Wie z.B. am Freitag am Grenzübergang in Lichtenbusch