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Revolte gegen das Nichtstun
"Die Krise in Griechenland stürzt gerade jene in Existenznot, die am allerwenigsten dazu beigetragen haben. Die Wut ist groß und viele haben es satt, auf Hilfe zu warten. Sie packen selbst an. In einer kleinen Stadt am Fuße des Olymp ist so eine Bewegung entstanden, die längst auf ganz Griechenland ausstrahlt - und womöglich einmal Modell für andere Länder Europas sein wird…" Artikel mit großer Videoreportage von Hans von der Hagen und Sonja Sydow in Süddeutsche online vom 10. März 2013
Bau auf, freie Wirtschaft, bau auf!
"Die Bundesregierung hat inzwischen eingesehen, dass es ein Problem mit bezahlbarem Wohnraum gibt. Lösen soll es selbstversändlich der Markt. Die FDP sah schwarz für die Zukunft des Baus von Lofts, Town- und Penthouses in den besseren Lagen. Solle auch künftig in Ballungsgebieten »hochwertiger Wohnraum« entstehen, dann dürfe »Investoren das Geldverdienen nicht verboten werden«, warnte ihr Generalsekretär Patrick Döring am Donnerstag vergangener Woche anlässlich der großen Mietpreisdebatte im Bundestag. Sollte sich die Opposition mit ihren Plänen für eine »Mietbremse« durchsetzen, drohe eine »Verschärfung der Wohnungsnot«. Doch Döring und die Immobilienwirtschaft können sich entspannen: Ein Verbot, mit Wohnimmobilien auf Kosten der Mieter Kasse zu machen, ist nicht in Sicht…" Artikel von Christian Jakob in der Jungle World vom 7. März 2013
»Das ist Spaltung pur«
Mit dem »Mastervertrag« wird die Abwicklung des Bochumer Opel-Werks akzeptiert. Die Belegschaft wehrt sich. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Rainer Einenkel, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Bochum, in der jungen Welt vom 09.03.2013
Ford Genk erstattet Lohnverzicht zurück
„Die Beschäftigten des Ford-Werks in Genk erhalten die 2,5 % Lohn- und Gehaltsverzicht, auf die sie im Januar 2011 eingegangen waren, in voller Höhe zurück. Der Autobauer erstattet diese Summe rückwirkend zurück. Dieser Schritt ist ein Teil des Sozialplans zur für Ende 2014 anstehenden Werksschließung…“ Meldung auf Flanderninfo vom 09.03.2013
Mitarbeiterbehandlung bei Hollister: Totale Kontrolle
„Flip-Flops sind Pflicht, Taschen werden durchsucht - und überall wachen Kameras. Die Methoden der Modekette Hollister bringen sogar hartgesottene Arbeitsrechtsexperten zum Staunen. Die Welt von Hollister soll vor allem schön sein. Mode für schöne, erfolgreiche Menschen, die sich beim Tragen eines T-Shirts fühlen sollen, als säßen sie an einem Strand in Kalifornien. Auch in den 13 deutschen Filialen wird der Kunde in halbdunklem Licht und bei lauter Musik von jungen, hübschen Verkäufern bedient, die "Models" heißen und jeden Konsumenten mit dem Satz anreden müssen: "Hey what’s up, welcome to the pier." Doch der Alltag ist weniger schön…“ Artikel von Steffen Gerth auf Der Handel vom 08.03.2013
Die Macht der Zentrale reicht nicht weit
China-Experte Rolf Geffken über den laufenden Volkskongress, Arbeitskämpfe und die getriebene Regierung. Dr. Rolf Geffken ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Leiter des Instituts für Arbeit ICOLAIR in Hamburg sowie Autor mehrerer Publikationen zu China, vor allem zu arbeitsrechtlichen Fragen. Anlässlich der jährlichen, zehntägigen Sitzung des chinesischen Volkskongresses sprach mit ihm für »nd« Ralf Hutter am 06.03.2013
Der neue Medienwandel: Gewerkschaften müssen ihn aktiv gestalten
„Nach dem Aus von Westfälischer Rundschau, Nürnberger Abendzeitung und Financial Times Deutschland sowie dem nun wohl nur zum Teil abgewendeten Ende der Frankfurter Rundschau, wurde zuletzt wieder verstärkt über den „Medienwandel“ debattiert. Der Begriff ist nicht falsch, weil tatsächlich das Geschäftsmodell Print an mehreren Stellen an seine Grenzen gestoßen ist, sich Inhalte ins Netz verlagern und dort oft nicht mehr von denen bereit gestellt werden, die es früher taten: die Verlage. Es hat sich also einiges gewandelt, was auch daran liegt, dass das klassische Geschäftsmodell aus Abo- und Werbeerlösen (noch) nicht vollständig auf das Netz übertragbar ist…“ Artikel von Dietmar Muscheid auf Gegenblende vom DGB vom 05.03.2013
Erfolg in der Tarifrunde Beton Mitte-Ost
„Die konfliktreiche Tarifrunde für die Beton- und Fertigteileindustrie in der Region Mitte-Ost ist erfolgreich beendet worden. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat sich nach langen Verhandlungen am Donnerstagabend (für die Red.: 7. März 2013) mit den Arbeitgebern auf ein Ergebnis für die rund 3500 Beschäftigten der Branche in Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg geeinigt. (…) Danach sollen die Löhne in zwei Stufen steigen. Rückwirkend zum 1. März 2013 gibt es ein Plus von 60 Cent die Stunde. Ab 1. September 2013 steigen sie um weitere 48 Cent. Die Gehälter werden zum 1. März 2013 um 70 Euro im Monat angehoben und zum 1. September 2013 um weitere 60 Euro. Zudem gibt es Einmalzahlungen von insgesamt 250 Euro. Auszubildende erhalten ab dem 1. März und ab dem 1. September 2013 in allen Lehrjahren 20 Euro mehr pro Monat. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 15. März 2013…“ Pressemitteilung der IG BAU vom 08.03.2013
Vormärz: Demonstrationen und Proteste gegen Verfassungsputsch in Ungarn, Regierung leugnet
„Die Proteste gegen die geplanten Verfassungsänderungen, die einen weiteren, großen Schritt zur Aushebelung von Demokratie und Rechtsstaat seitens der Orbán-Regierung darstellen, nehmen sowohl auf der Straße als auch auf diplomatischem Parkett zu, dürften aber letztlich - wieder - wirkungslos bleiben. Die Regierung feuert mit der üblichen Leugnung jedweden Problems zurück und spielt sich selbst als Demokratieverteidiger auf. Am Montag werden die 15seitigen Verfassungsänderungen durchs Parlament gewunken…“ Artikel auf Pester Lloyd vom 10.03.2013
»Die Bedingungen waren nicht mehr haltbar«
Edeka »privatisiert« seine Märkte – in Wolfsburg wurde der Konzern aber gezwungen, vier Filialen zurückzukaufen. Ein Interview von Johannes Schulten mit Katharina Wesenick, bei ver.di für die Folgen der Privatisierungen bei Edeka und Rewe zuständig, in der jungen Welt vom 07.03.2013
Marburger Bund Tarifrunde 2013 für Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern
Dossier
Am 10. Januar 2013 starteten die Tarifverhandlungen für Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern. Forderungen sind neue tarifliche Arbeitszeitgrenzen und sechs Prozent mehr Gehalt. Nun gibts es einen Abschluß. Siehe dazu unser Dossier mit den Stellungnahmen des Marburger Bundes und weiteren Kommentaren und ArtikelnMinimiertes Menschenrecht. Das Prinzip der Bundesregierung: Tausche Existenz gegen Gehorsam
Artikel von Wolfgang Neskovic in Neues Deutschland vom 09.03.2013
LuXemburg 1/2013: »Gewerkschaft: außer Konkurrenz«
„LuXemburg 1/2013 fragt nach Ansätzen gewerkschaftlicher Erneuerung und Bündnissen, die über den betrieblichen Rahmen hinausweisen. Für diese Leseprobe sind aus dem Heft »Gewerkschaft: außer Konkurrenz« die Beiträge von Heinz Bierbaum »Eingebunden« und Luigi Wolf »Patienten wegstreiken« entnommen sowie der Text von Laura Flanders »Ziemlich beste Freunde?«“ Vorabdruck auf der Konferenzseite der RLS
Unmut über soziale Ungerechtigkeit wächst
"Wachsende Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheit - für viele Alltag, für die Bundesregierung nicht weiter erwähnenswert. Das hat der geschönte Armuts- und Reichtumsbericht nun gezeigt. Doch immer mehr Menschen erteilen einer Politik der sozialen Kälte eine Absage…" DGB-klartext 9/2013 vom 08.03.2013