[Aufruf des Vorstands der ver.di-Betriebsgruppe FU] Nein zu Kriegsvorbereitung und Wehrpflicht
„Liebe Mitglieder, zum Anlass des Schulstreiks vom 5. Dezember, zu dem auch die GEW Berlin aufgerufen hatte, und entgegen der fortschreitenden Kriegsertüchtigung wollen wir insbesondere unsere jüngeren Mitglieder über die Möglichkeit informieren, den Kriegsdienst zu verweigern. Ihr könnt der Erfassung durch die Bundeswehr vorläufig entgehen, wenn ihr von eurem Widerspruchsrecht gegen die Datenübermittlung an die Bundeswehr an einem Berliner Bürgeramt Gebrauch macht. Unter diesem Link findet ihr hierfür ein Musterschreiben. Euer Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung (GG Art. 4 Abs. 3) könnt ihr zudem vorsorglich wahrnehmen und nach dieser Anleitung verfahren. (…)
Es ist nicht Aufgabe der Gewerkschaften, Ratgeber der Regierung für die erfolgreiche Rekrutierung junger Kolleg:innen zur Bundeswehr zu sein. Aufgabe der Gewerkschaften ist es, eine internationale Kampagne aufzubauen, die alle Gewerkschafter:innen dazu aufruft, dem Krieg und denjenigen, die ihn vorbereiten, eine klare Absage zu erteilen! (…) Wir fordern deshalb von unserer Gewerkschaft ver.di
– Rücknahme der Stellungnahme des ver.di-Bundesvorstands vom 14.08.2025
– Ein klares Nein zu Wehrpflicht und anderen Pflichtdiensten
– Zugleich: Einrichtung bzw. Unterstützung einer niedrigschwelligen, aktiven Beratungsstelle für Kriegsdienstverweigerung…“ Aufruf des Vorstands der ver.di-Betriebsgruppe FU
Siehe im Dossier weitere aktuelle Meldungen wie die Zustimmung des Bundestags zum Wehrdienstgesetz, erste Bilanz vom Bündnis Schulstreik und die Unterstützung der GEW zu diesem
[Buch] Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik
„Auf die zunehmende Bedrohung von rechts werden immer drängender Antworten gesucht. Eine davon lautet in jüngster Zeit: »Antifaschistische Wirtschaftspolitik«. (…) Auslöser dieser Forderung ist die Beobachtung, dass Menschen tendenziell eher rechts wählen, wenn aufgrund von wirtschaftlichen Krisen, Inflation und der Kürzung von Sozialausgaben Abstiegsängste und Unsicherheit zunehmen. In diesem Kontext stellen sich einige Fragen: Warum wählen die Menschen dann rechts und nicht links? Welche grundlegenden Fragen werden dabei gar nicht erst angesprochen? Welche Strukturen des Kapitalismus können Aufschluss darüber geben, welche Weltanschauungen im Alltagsbewusstsein anschlussfähiger sind? Vor diesem Hintergrund diskutiert Sabine Nuss die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer »antifaschistischen Wirtschaftspolitik« exemplarisch anhand von vier Maßnahmen – mit Andrej Holm (Mietendeckel), Stephan Kaufmann (Inflation), Antonella Muzzupappa (Investitionen) und Ingo Stützle (Vermögenssteuer).“ Aus dem Klappentext zum Gesprächsband von Sabine Nuss im Karl Dietz Verlag Berlin – siehe mehr Informationen und eine Leseprobe
[Mit dem LabourNet-Discount-Code] Das Dezember-2025-Shirt von Working Class History/dna: No Man’s Land United (Weihnachtsfrieden 1914)
„Das Design für Dezember 2025 ist inspiriert vom inoffiziellen Weihnachtsfrieden, zu dem sich etwa 100.000 Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg entschlossen. Die Soldaten weigerten sich, gegeneinander zu kämpfen. Stattdessen sangen deutsche Truppen „Stille Nacht“ auf Deutsch, Französisch und Englisch sowie andere Weihnachtslieder. Sie schmückten die Schützengräben mit Weihnachtsbäumen, zündeten Kerzen an und hängten mehrsprachige Banner mit Weihnachtsgrüßen für die gegnerischen Armeen auf. An weiten Teilen der Front verstummte die Artillerie, britische Truppen stimmten in den Gesang ein, und beide Seiten riefen sich gegenseitig Weihnachtsgrüße zu. Am Weihnachtstag begannen die Soldaten, aus den Schützengräben zu steigen, um sich mit der Gegenseite zu verbrüdern, Gefallene aus dem Niemandsland zu bergen und Geschenke wie Tabak, Schokolade und Alkohol auszutauschen. In mehreren Gebieten gibt es zudem Augenzeugenberichte über oft improvisierte Fußballspiele. Der Waffenstillstand umfasste etwa 100.000 Mann, fast ausschließlich an der Westfront; es gab jedoch auch einen kleinen Waffenstillstand entlang eines Teils der Ostfront zwischen österreichischen und russischen Truppen…“ Siehe mehr Informationen zur Geschichte und Bestellung im Dossier zur dankenswerten Aktion – auch zur Unterstützung unserer Arbeit!
14. Branchen » Dienstleistungen, privat und Öffentlicher Dienst » Gesundheitswesen » Konflikte und Arbeitskämpfe im Gesundheitswesen in diversen Kliniken » Charité Berlin » Belegschaftszeitung: „Vitamin C“ – Das Betriebsflugblatt der RSO an der Charité
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AKTUELL BEI LABOURNET.TV: Krankenhausarbeiter*innen gegen Militarisierung
„Am 20. November 2025 fand vor dem Virchow Klinikum in Berlin Wedding eine Protestkundgebung gegen die Unterordnung des Gesundheitssystems unter das Militär statt. Veranstalter*innen waren das Bündnis Gesundheit statt Profite, der Verein demokratischer Ärzt*innen (vdää) und die Internationalen Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Der hochrangige Offizier Zimmermann, der an dem Tag sprechen hätte sollen, ist wegen der Protestveranstaltung ausgeladen worden. Die Veranstalter*innen hoffen, dass sich bald noch mehr Widerstand entwickelt. Am 5. Dezember protestieren Schüler*inen bundesweit gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht: in Berlin findet der Protest um 16h am Oranienplatz statt.“ Video von labournet.tv (2025 / 4min / deutsch mit dt. UT)
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontres de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi
Spenden willkommen unter IBAN DE 76430609674033739600