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Zentrale gesellschaftliche Bereiche würden ohne migrantische Arbeitskräfte nicht funktionieren: die Lebensmittelindustrie (z. B. Fleischproduktion und -verarbeitung), Pflege, Medizin, Erziehung, Transport, aber auch klassische Industriebereiche wie die Autoindustrie. Dort arbeiten und leben Migrant*innen unter skandalösen Bedingungen. Doch gegen Arbeitszeitüberschreitungen, Lohndumping, mangelhafte bis gar keine Arbeitsschutzmaßnahmen, menschenunwürdige Unterbringungen, Körperverletzungen durch Vorarbeiter und Chefs, usw. geht seit Jahren niemand ernsthaft vor. Dabei sind die Zustände etwa in den Fleischfabriken katastrophal. (…) Wir fordern, dass endlich konsequent gegen Missstände vorgegangen wird: Abschaffung der Werkverträge und der sachgrundlosen Befristung, Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens 12 Euro/Stunde, keine Lohnabzüge für Werkzeug, Arbeitskleidung o. ä.; keine Strafen für vermeintliches Fehlverhalten, voll umfänglicher Arbeitsschutz nach aktuellen medizinisch notwendigen Standards, Einhaltung von vorgeschriebenen Pausen und Ruhetagen, respektvoller Umgang mit den Beschäftigten jeglicher Nationalität, Schutz vor ausbeuterischer und menschenunwürdiger Unterbringung. Insgesamt halten wir eine nachhaltige Umstellung auf eine ökologische, faire und regionale Lebensmittelproduktion und -verarbeitung für notwendig! Wir fordern eine menschenwürdige Existenzsicherung! (…) Es kann nicht sein, dass Migrant*innen in Deutschland in gesellschaftlich dringend notwendigen Bereichen unter oft übelsten Bedingungen arbeiten müssen und nun in der aktuellen Pandemiesituation allein gelassen werden…“ Pressemitteilung vom 15. Oktober 2020 dukumentiert bei Thomas Trueten, siehe auch:
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