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Die Kritik an der Privatisierung des Universitätsklinikums in Gießen und Marburg ebbt nicht ab. Jetzt gibt es ein Gutachten zur Frage, wie ein Rückkauf gelingen könnte
"NotRuf 113" hieß die Initiative von Ärzten, Juristen und Mitarbeitern des Uni-Klinikums Marburg gegen die Privatisierung„Mittlerweile liegt die Privatisierung des Universitätsklinikums in Gießen und Marburg (UKGM) 15 Jahre zurück, umstritten ist sie aber noch immer. »Es ist und bleibt ein schwerer Fehler zulasten der Beschäftigten, der Patientinnen und Patienten sowie von Forschung und Lehre, der rückgängig gemacht werden muss«, sagte Jan Schalauske, Abgeordneter der Linksfraktion im hessischen Landtag, bei der Vorstellung eines Gutachtens, das die Möglichkeit eines Rückkaufs aufzeigt. Ausgearbeitet hat es der Rechtsprofessor Joachim Wieland von der Universität Speyer. »Das stattgefundene unsägliche Verkaufs- und Übernahmegezerre zwischen privaten Klinikkonzernen hat längst gezeigt, dass das UKGM auch zu einem Spielball auf dem Finanzmarkt geworden ist«, so Schalauske. (…) Wieland legt in seinem Gutachten nahe, dass es keineswegs zu spät für einen Rückkauf der öffentlichen Hand ist; wenngleich das Land Hessen derzeit lediglich fünf Prozent der Aktien innehat und praktisch keine Einflussmöglichkeiten auf den laufenden Betrieb hat. Zentrum seiner Überlegungen ist der Artikel 15 des Grundgesetzes. Demnach dürfen Grund und Boden sowie Produktionsmittel in Gemeineigentum überführt werden, wenn eine entsprechende Entschädigung gezahlt wird…“ Artikel von Stefan Otto vom 3. Mai 2021 in neues Deutschland online – siehe die Vorgeschichte im LabourNet-Archiv – „NotRuf 113“ hieß die Initiative von Ärzten, Juristen und Mitarbeitern des Uni-Klinikums Marburg sowie Patienten und Angehörigen weiterlesen »

"NotRuf 113" hieß die Initiative von Ärzten, Juristen und Mitarbeitern des Uni-Klinikums Marburg gegen die Privatisierung

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Profiteur der NS-Barbarei: Ein digitales Ausstellungsprojekt thematisiert Zwangsarbeit bei Siemens in Berlin
Ausstellung zum Thema Zwangsarbeit: "Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg" im Hamburger Museum für Arbeit 2016„Sie mussten schwerste körperliche Arbeit für die Kriegswirtschaft des NS-Staates leisten: Über eine halbe Million Menschen aus dem von der Wehrmacht besetzten Europa wurden während des Zweiten Weltkriegs in Berlin als Zwangsarbeiter*innen ausgebeutet und erniedrigt. Eines der Großunternehmen, die massiv vom Einsatz von Zwangsarbeiter*innen in der Hauptstadt des »Dritten Reiches« profitierten, war der Siemens-Konzern. Rund 100.000 Männer und Frauen mussten Recherchen von Historiker*innen zufolge an verschiedenen Standorten für den damaligen Branchenführer der deutschen Maschinen- und Elektroindustrie arbeiten – darunter Jüd*innen aus dem gesamten Reichsgebiet, aus dem besetzten Europa verschleppte Zivilist*innen, Kriegsgefangene, Strafhäftlinge und KZ-Gefangene. Es ist das Schicksal dieser Gruppe von Zwangsarbeiter*innen, dem sich das Ausstellungsprojekt »Der Mensch als Ware – Zwangsarbeit bei Siemens in Berlin« widmet. Zwei Semester lang hatten sich Studierende des Master-Studiengangs Holocaust Communication and Tolerance des Touro College Berlin und der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit intensiv mit dem Thema Zwangsarbeit bei Siemens in Berlin beschäftigt. Herausgekommen ist unter den Bedingungen der Corona-Pandemie eine Website, die als digitale Schau Einblicke in das Leben und den Alltag der Zwangsarbeiter*innen gibt…“ Artikel von Maximilian Breitensträter vom 29. April 2021 in neues Deutschland online weiterlesen »

Ausstellung zum Thema Zwangsarbeit: "Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg" im Hamburger Museum für Arbeit 2016

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Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen! ver.di ruft Amazon-Beschäftigte an sieben Versandzentren am 3. Mai 2021 zum Streik auf
ver.di: Amazon nur mit TarifvertragPünktlich zum Auftakt der Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten in sieben Versandzentren des Handelsunternehmens Amazon zum Streik aufgerufen. Unter dem Motto „Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen!“ soll die Arbeit in der Nacht von Sonntag auf Montag (3. Mai 2021) in Werne, Leipzig, Rheinberg, Bad Hersfeld (zwei Standorte), Koblenz und Graben niedergelegt werden. Die Gewerkschaft fordert vom Konzern die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags ‚Gute und gesunde Arbeit‘. „Die jüngsten Medienberichte etwa über das Verbot von FFP2-Masken bei Amazon in Winsen/Luhe zeigen einmal mehr, wie notwendig verbindliche Regelungen bei Amazon sind“, erklärt Orhan Akman, der bei ver.di für den Einzel- und Versandhandel zuständig ist. (…) Zudem weist er Behauptungen zurück, wonach Amazon bereits jetzt Gehälter oberhalb der Tariflöhne zahle…“ ver.di-Pressemitteilung vom 02.05.2021 weiterlesen »

ver.di: Amazon nur mit Tarifvertrag

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[Nein, er wechselt nicht die Seiten] VW-Betriebsratschef Osterloh wird Personalchef bei Traton

Dossier

IG Metall bei Volkswagen: „Ein Team – Eine Familie“Dass er das Zeug zum Manager hat, davon war der Gesamtbetriebsratschef bei Volkswagen, Bernd Osterloh, in der ihm eigenen großspurigen Art schon immer überzeugt. Er verkörpert wie kein anderer die Verwandlung der Gewerkschaften und ihrer Betriebsräte in bezahlte Agenten des Kapitals. Nun wird Osterloh Manager bei der LKW- und Bus-Tochter von VW – und Einkommensmillionär. Seine Aufgabe bei Traton besteht darin, ein rigoroses Sparprogramm gegen die Arbeiter durchzusetzen. Er tritt seinen neuen Posten bereits zum 1. Mai an. Nicht wenige Medien titelten, Osterloh wechsle die Seiten. Das stimmt nicht. Er hat schon immer die Interessen des Konzerns gegen die Belegschaft vertreten. (…) Osterloh gelobte damals, seine Arbeit als Gesamtbetriebsratschef in einem Unternehmen, das heute 670.000 Arbeiter beschäftigt, absolut transparent zu gestalten. Damit meinte er nicht die geheimen Absprachen mit dem VW-Vorstand hinter dem Rücken der Belegschaft, die Osterloh genauso wie sein Vorgänger traf. (…) Jetzt haben Osterloh und sein Betriebsrat die Corona-Pandemie genutzt, um weitere Angriffe durchzusetzen und die Umstellung auf die Elektromobilität zu forcieren. Erneut fallen 25.000 Arbeitsplätze weg, um die notwendigen Milliarden-Investitionen zu finanzieren. Osterloh verstand es stets auch, seine Position an der Spitze des Betriebsrats zu nutzen, um „seine Leute“ in wichtige Positionen zu hieven. So hat er seine bisherige Vertreterin im Konzern- und Gesamtbetriebsrat, Daniela Cavallo, selbst als Nachfolgerin inthronisiert. Sie soll ihm im Betriebsrat und Aufsichtsrat nachfolgen…“ Artikel von Dietmar Gaisenkersting vom 24.4.2021 bei wsws.org – siehe weitere und einige Verweise auf Herrn Osterloh im LabourNet und neu dazu: [Porträt] Bernd Osterloh: König von Wolfsburg weiterlesen »

Dossier „VW-Betriebsratschef Osterloh wird Personalchef bei Traton“

IG Metall bei Volkswagen: „Ein Team – Eine Familie“

[Porträt] Bernd Osterloh: König von Wolfsburg
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[Dokumentarfilm „The Cleaners“] So lagert Facebook den Hass im Netz in Billiglohnländer aus
Dokumentarfilm „The Cleaners“Content-Moderatoren müssen Schreckliches von den Nutzern von Facebook und Twitter fernhalten. (…) Von den glänzenden Fassaden, begrünten Innenhöfen und einer von oben verordneten Work-Life-Balance ist in Manila nicht viel zu sehen oder zu spüren. Das Silicon Valley ist hier nicht nur geografisch weit weg. Fern von der freundlichen Weltverbesser-Atmosphäre sitzen viele der Firmen, die dafür sorgen, dass der Nutzer der Produkte aus dem Digital-Tal nichts von den dunklen Seiten der sozialen Netzwerke mitbekommt. (…) Der Dokumentarfilm „The Cleaners“, der am Donnerstag in die Kinos gekommen ist, zeigt jedoch auch eine andere Seite: Löschen, ignorieren, löschen, ignorieren. Innerhalb von Sekunden müssen Angestellte von externen Dienstleistern auf den Philippinen entscheiden, ob Inhalte auf Facebook, Twitter oder Youtube zu sehen bleiben oder nicht. Sie stehen unter einem extremen Druck. (…) Zehntausende sitzen bei verschiedenen Outsourcing-Unternehmen in Entwicklungsländern acht bis zehn Stunden am Tag vor Bildschirmen, um soziale Netzwerke sauber zu halten. Die Filmemacher Hans Block und Moritz Riesewieck sind innerhalb von zwei Jahren sechs Mal auf die Philippinen gereist, um diese Schattenindustrie zu dokumentieren. Für ein bis drei Dollar pro Stunde versuchen die Content Moderatoren in Manila, den Hass zu begrenzen. Eine Arbeit, die extrem belastend ist. Im Film berichten sie nicht nur von traumatisierenden Bildern, sondern auch von Kollegen, die sich das Leben nahmen, weil sie dem Druck nicht standhielten…“ Beitrag von Johannes Steger, Nora Sennabend und Dana Heide vom 18. Mai 2018 im Handelsblatt, siehe dazu: [Film nun in der arte-Mediathek] Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners weiterlesen »

Dokumentarfilm „The Cleaners“

[Dokumentarfilm „The Cleaners“] So lagert Facebook den Hass im Netz in Billiglohnländer aus / [Film nun in der arte-Mediathek] Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners
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Arbeitskampf der Servicekräfte am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)

Dossier

Arbeitskampf der Servicekräfte am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)Seit 26. Februar 2021 laufen nach gescheiterten Tarifverhandlungen Arbeitskampmaßnahmen der Servicekräfte am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) für mehr Lohn. An den Unikliniken SH sind prekäre Arbeiter im Serviceberich Sand im Getriebe eines üblen Konzerns. Die UKSH sind der größte Arbeitgeber in SH, der Chef der Klinik, Jens Scholz, ist der Bruder von Finanzminister Olaf Scholz und der bestbezahlte Mann in Schleswig-Holstein. Das UKSH ist einn mafiöses Konstrukt, die Finanzierung des Neubaus (größte Krankenhausbaustelle Europas) ist haarsträubend, bzw. kriminell. Jens Scholz gilt als „Vorreiter“, der den neoliberalen Kurs für alle Unikliniken bundesweit entwickelt und erst einmal in SH durchpeitscht. Das Lohndumping durch Outsorcing des Servicepersonals war Teil des Konzepts, bei dem Verdi mitspielte. Daß sich vor etwa 10 Jahren aus Enttäuschung über Verdi die GDS gegründet hat und nun mit Streiks die Pläne über den Haufen wirft, war nicht eingeplant… Die Streiks der (meist migrantischen) Servicekräfte sind beeindruckend, werden bisher von den Medien ignoriert – siehe dazu neu: Service Stern Nord  am UKSH: „Jetzt geht’s lohooos! Urabstimmung!“ weiterlesen »

Dossier zum Arbeitskampf der Servicekräfte am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)

Arbeitskampf der Servicekräfte am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)

Service Stern Nord  am UKSH: „Jetzt geht’s lohooos! Urabstimmung!“
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[Film] Arbeit auf Abruf: Digitale Tagelöhner
faircrowdwork.org: Community, Beratung und Hilfe für Crowdworker. Für faire Arbeit in der Cloud!Einfach und schnell Geld verdienen über eine App – das versprechen digitale Dienstleister wie Uber und Deliveroo. Doch die Fahrer und Auslieferer müssen ständig zur Verfügung stehen und haben keinen Feierabend. „Arbeit auf Abruf“ zeigt den Alltag der modernen Tagelöhner und wirft einen Blick auf die Zukunft der Arbeit.“ Film von Shannon Walsh bei arte (Frankreich, 2020, 87 Min. Verfügbar vom 20/04/2021 bis 23/10/2021), siehe dazu auch im arte-Magazin den Interview von Tim Winter vom April 2021: »Fundamentale Unsicherheit«. „Digitale Dienstleister haben fragwürdige neue Jobmodelle etabliert. Sie versprechen mehr Freiheit – schaffen aber neue Abhängigkeiten, wie Wirtschaftsexperte Colin Crouch warnt…“ weiterlesen »

faircrowdwork.org: Community, Beratung und Hilfe für Crowdworker. Für faire Arbeit in der Cloud!

[Film] Arbeit auf Abruf: Digitale Tagelöhner
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Protagonist*innen gesucht: Letzte Arbeitsschicht
Die perfekte Pflegerin hat 10 Hände...Wir, die Fernsehproduktionsfirmen Tvision GmbH und die mmp moving media production GmbH in Köln, sind auf der Suche nach Protagonist*innen. Im Auftrag von ProSieben planen wir derzeit eine Beitragsrubrik für ein neues journalistisches Format. Im Beitrag begleiten wir eine*n Mitarbeiter*in, der*die seinen*ihren Job gekündigt hat, bei seiner*ihrer letzten Arbeitsschicht. Der*die Protagonist*in bekommt die Chance, über die prekären Arbeitsverhältnisse des Berufes und die Missstände, die in der Branche herrschen, zu sprechen. Darüber hinaus gibt er*sie den Zuschauenden einen Einblick in den Berufsalltag. Die persönliche Geschichte und das Empfinden des*der Protagonist*in steht hierbei im Vordergrund. Der Beitrag gibt einen ungeschminkten, authentischen Blick in Arbeitswelten, von denen alle schon einmal gehört haben. Doch: Die wenigsten wissen, was es wirklich bedeutet, unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Falls Sie sich angesprochen fühlen, melden Sie sich ganz unverbindlich bei uns. Gerne geben wir Ihnen in einem Gespräch noch mehr Informationen zum geplanten Format.“ – Eine vertrauenswürdige Anfrage – nicht nur zu #Pflexit – Meldungen an redaktion@labournet.de werden weitergereicht! weiterlesen »

Die perfekte Pflegerin hat 10 Hände...

Protagonist*innen gesucht: Letzte Arbeitsschicht
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Kampagne "Plough Back The Fruits"Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der BASF kritisiert das internationale Netzwerk Plough Back the Fruits, dass der weltweit größte Chemiekonzern seinen Ansprüchen im Umgang mit sozialen und ökologischen Missständen in den eigenen Lieferketten nicht gerecht wird. Vor allem beim Zulieferer Sibanye-Stillwater und dessen Platinmine bei Marikana in Südafrika sind Lebens- und Arbeitsbedingungen unverändert stark verbesserungswürdig. (…) Es passt nicht zusammen: BASF will die Rekord-Dividende vom Vorjahr erneut ausschütten, hat aber von Kurzarbeit profitiert und baut weltweit weiter Stellen ab. Deutlich mehr Anteile des Bilanzgewinns sollten für eine zukunftsorientierte und gleichzeitig sozial gerechte Neuausrichtung der BASF für nachhaltiger Lieferketten und ohne Stellenabbau genutzt werden. Während die Beschäftigten und ganze Gesellschaften die Lasten der Corona-Pandemie tragen müssen, privatisiert BASF sogar die dadurch entstandenen Gewinne…“ Pressemitteilung vom 29. April 2021 beim Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, siehe auch die Gegenanträge und die Kampagne „Plough Back The Fruits“: Was hätte es gebracht? Marikana, BASF und das Lieferkettengesetz weiterlesen »

Kampagne "Plough Back The Fruits"

BASF SE Hauptversammlung 2021 am 29. April 2021: Erneute Rekord-Dividende, weiterhin miserable Lebens- und Arbeitsbedingungen in Rohstoff-Lieferketten
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[Amazon in Erfurt Stotternheim] Amazon und das Klima der Angst: Und was kommt nach dem Weihnachtsgeschäft?
Arbeitsunrecht: Der Weihnachtsmann bestellt NICHT bei AmazonZusammenfassung: Jüngst war in der Presse von gescheiterten Bemühungen zu lesen, in den Betrieben von Amazon in Alabama (USA) Gewerkschaften zu gründen. Kritik am Leistungsdruck und dem Arbeitsalltag der Zusteller, die für Amazon arbeiten, ist häufig zu lesen. Bisher scheint Kritik von Arbeitnehmerseite an AMAZON abzuprallen. Im Zuge der Corona-Pandemie stellt sich der Versandgroßhändler als großer Profiteur der Krise heraus. Längst scheint der Konzern den Niedriglohnsektor im Sturm zu erobern – insbesondere auch vor unseren Haustüren. In der Folge der Ansiedlung von Amazon in Erfurt Stotternheim konnten die arbeitsrechtlichen Anlauf- und Beratungsstellen des DGB-Bildungswerks Thüringen rasch einen Zunahme an Fällen beobachten und durch vielfältige Kontakte mit Betroffenen Einblicke in die Arbeitsabläufe vor Ort gewinnen. Es ist notwendig, das System der organisieren Verantwortungslosigkeit offen zu legen, dem die Beschäftigten augenscheinlich ausgeliefert sind. Dazu leistet dieser Text einen Beitrag. (…) In einer ersten Auswertung werden Handlungsoptionen aufgelistet, die den Beschäftigten helfen können, ihre Rechte durchzusetzen…“ Papier von Tina Morgenroth vom April 2021 beim DGB-Bildungswerk Thüringen im Rahmen des Projekts Faire Mobilität in Thüringen – ein Blick auf die Beschäftigten und Strukturen im Universum des Versandgroßhändlers Amazon in Erfurt Stotternheim weiterlesen »

Arbeitsunrecht: Der Weihnachtsmann bestellt NICHT bei Amazon

[Amazon in Erfurt Stotternheim] Amazon und das Klima der Angst: Und was kommt nach dem Weihnachtsgeschäft?
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EU-Militärpolitik„“Wir sehen immer wieder, dass europäische Waffen in Krisengebieten auftauchen“, sagt der Politikwissenschafter Thomas Roithner. Die Pläne zur „European Peace Facility“ (EAP) sieht er darum kritisch. Mit rund fünf Milliarden Euro will man Partnerstaaten in Verteidigungsfragen unterstützen. Damit kann die Europäische Union erstmals Waffen in Krisenregionen und an Konfliktparteien liefern, was bisher nur den Mitgliedsstaaten möglich war. Vor allem die Länder der Sahelzone dürften davon profitieren. Die Kommission hält aber fest, dass sowohl Budget als auch Zielgebiete der EAP erweitert werden können. „Man muss diese Maßnahme im Gesamtkontext europäischer Außen-und Sicherheitspolitik sehen. Sie zeichnet sich zusehends durch die Schaffung militärischer Strukturen zur Wahrung geopolitischer und geoökonomischer Interessen aus.“ Ob militärische Hilfe in diversen Konfliktregionen zu einer Stabilisierung im Sinne der EU führen kann, ist für den Friedensforscher mit Hinblick auf die Konflikte in Mali und im Tschad fraglich…“ Artikel von Werner Sturmberger vom 28.04.2021 in Heureka, dem Wissenschaftsmagazin von Falter.at weiterlesen »

EU-Militärpolitik

Die EU will erstmals auch als Union Waffen in Krisenregionen und an Konfliktparteien liefern
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Mexiko nach über 6. Jahren des „Verschwindens“ der 43: Ayotzinapa – wenn die Zeit keine Wunden heilt
mexiko-verschwindenlassen.de: Donde Estan?„… Seit sechs Jahren ist das Schicksal von 43 mexikanischen Lehramtsstudenten ungewiss, die, aus marginalisierten, oftmals bäuerlichen und mehrheitlich indigenen Familien stammend, in der Nacht des 26. September 2014 entführt und ermordet wurden. (…) Eine Spur der Mitverantwortung im Fall „Ayotzinapa“ führt auch nach Deutschland. Ohne das Zutun deutscher Behörden wäre ein illegaler Waffenexport nach Mexiko nicht möglich gewesen. Waffen, von denen ein Teil in die Hände derjenigen Polizeieinheit fiel, die in Iguala auf die Studenten schoss und sie an die „Guerreros Unidos“ übergab. Ein Vertrag der deutschen Firma „Heckler & Koch“ (HK) mit einer Tochterfirma des mexikanischen Militärs machte möglich, dass zwischen 2006 und 2009 knapp 10.000 G-36 Sturmgewehre nach Mexiko exportiert wurden. (…) Die Firma H&K wurde im Februar 2019 zu einer Strafe von 3,7 Millionen Euro verurteilt, zwei ehemalige Geschäftsführer hingegen freigesprochen. Der Vorsitzende Richter hielt in seinem Urteil fest, dass die Endverbleibserklärungen nicht Teil des Genehmigungsverfahrens für Waffenexporte sind. Damit vertritt das Gericht eine andere Rechtsauffassung als die Bundesregierung. Doch ob Teil oder nicht, praktische Kontrollmöglichkeiten haben das BAFA und BMWi ohnehin nicht, da ihnen die Befugnisse fehlen, Geschäftsverträge einzusehen und im Empfängerland Untersuchungen durchzuführen. Und während in Deutschland noch über die Rechtslage gestritten wird, leiden die Eltern der Studenten noch immer an der Ungewissheit, was mit ihren Söhnen tatsächlich geschehen ist.“ Artikel von Timo Dorsch vom 23. April 2021 aus AntifaInfoBlatt vom April 2021 weiterlesen »

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Mexiko nach über 6. Jahren des „Verschwindens“ der 43: Ayotzinapa – wenn die Zeit keine Wunden heilt
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Petition „Giftexporte stoppen!Glufosinat, Spirodiclofen und (Beta-)Cyfluthrin – die beiden deutschen Agrarchemiekonzerne Bayer und BASF entwickeln und vermarkten hochgefährliche Pestizidwirkstoffe, die die Gesundheit von Landarbeiter*innen, Bauern und Bäuerinnen in Brasilien, Mexiko und Südafrika schädigen. Dabei ermöglichen Doppelstandards den Konzernen die Vermarktung ihrer Pestizide und Wirkstoffe im globalen Süden, auch wenn diese in der EU aus Gesundheits- oder Umweltschutzgründen nicht mehr genehmigt oder verboten sind. Das zeigt INKOTA anlässlich der Bayer-Hauptversammlung in einer neuen Studie und dem Podcast „Wolken über Wuppertal”, die wir zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und PAN Germany veröffentlichen. Die Studie deckt auf, dass Bayer und BASF mindestens 33 Pestizidwirkstoffen entwickeln und vermarkten, die eine akute Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellen. Viele dieser Wirkstoffe sind bereits bei geringer Dosierung tödlich, andere gelten als wahrscheinlich krebserregend, erbgutschädigend oder reproduktionstoxisch…“ Inkota-Pressemitteilung vom 22.04.21 zur Petition „Giftexporte stoppen! Gegen Doppelstandards im Pestizidhandel“ weiterlesen »

Petition „Giftexporte stoppen!

Gesundheitsschäden als Exportmodell: Doppelstandards und Ackergifte von Bayer und BASF – Petition „Giftexporte stoppen!
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Tarifrunde 2020 für die Callcenter der Deutschen Bank in Berlin und Essen

Dossier

Please hold the line - Call Center FantasienAm 01. Juli begannen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der DB Direkt GmbH an den Standorten Berlin und Essen. Nach einer ersten Vorstellung und Argumentation unserer Forderungen gab es erste Reaktionen der Arbeitgeberseite: Die Arbeitgeberseite brachte zum Ausdruck, dass man „ein ganzes Stück weit auseinander“ läge. (…) Die Forderungen der ver.di-Tarifkommission: 6 Prozent Erhöhung der Gehälter und Azubivergütungen ab 1. April 2020, mindestens aber um 150 Euro. Die Beschäftigten erhalten eine Wahloption, ob sie mehr Gehalt oder die Gehaltserhöhung in Freizeit umwandeln möchten. Einführung eines 13. Gehaltes ab 2020. Erhöhung der Vermögenswirksamen Leistungen auf 40 Euro pro Monat. Vier Tage bezahlte Freistellung für Pflegenotwendigkeiten. Neueingestellte: Verbleib in der 1. Berufsjahresstufe max. 15 Monate…“ Pressemitteilung „Kein Angebot“ vom 1.7.2020 bei ver.di Finanzdienstleistungen – siehe dazu neu: Verhandlungsergebnis bei DB Direkt – „Streiks haben sich gelohnt!“ weiterlesen »

Dossier zur Tarifrunde 2020 für die Callcenter der Deutschen Bank in Berlin und Essen

Please hold the line - Call Center Fantasien

Verhandlungsergebnis bei DB Direkt – „Streiks haben sich gelohnt!“
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[Wie Kliniken auf Kritik an Pflege-Arbeitsbedingungen reagieren: Erst Romana, dann Anja…] Uniklinik Münster kündigt Pfleger nach offener Kritik

Dossier

Uniklinik Münster. Urheber: Frank BiermannDas alte münsterländische Landrecht: „Wer aufmuckt, wird abgekört,“ gilt auch am Universitätsklinikum Münster (UKM). Wie das  WDR Landesstudio Münster meldete, hat das Universitätsklinikum  Münster  einem Krankenpfleger fristlos gekündigt, vermutlich weil dieser sich in einem Fernsehbeitrag kritisch über die Arbeitsbelastung in der Intensivmedizin geäußert hat. verdi habe Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht eingereicht, hieß es. Das UKM äußert sich zu dem laufenden Verfahren nicht. Die Kündigungsschutzklage bestätigt Thomas Meißner, verdi-Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Gesundheit. Er vermutet, dass mit dem rigiden Vorgehen „ein Exempel statuiert“ werden soll. Das sehen die ver.di-Vertrauensleute am UKM genauso. In einer Sonderausgabe ihrer Betriebszeitung schreiben sie: „Diese Kündigung richtet sich nicht nur gegen ihn, sondern gegen alle, die sich am UKM für Verbesserungen für das Personal und in der Versorgung der Patient*innen einsetzen. Wir fordern den Vorstand der Uniklinik Münster auf: Nehmen Sie die Kündigung unseres Kollegen sofort zurück!“...“ Artikel „Wer aufmuckt, wird abgekört: Krankenpfleger fristlos gekündigt. Grund: Öffentliche Kritik an der Arbeitsbelastung im UKM“ von Frank Biermann vom 14.3.2021 – wir danken! Siehe den Volltext und weitere Informationen – nun auch mit weiteren aktuellen Meldungen zur Reaktion des UKM. Neu: Gekündigter Intensivpfleger und Uniklinik einigen sich außergerichtlich weiterlesen »

Dossier „Uniklinik Münster kündigt Pfleger nach offener Kritik“

Uniklinik Münster. Urheber: Frank Biermann

Gekündigter Intensivpfleger und Uniklinik einigen sich außergerichtlich
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