Internationales

Frankreich: Aufruf der "gelben Westen" zum GeneralstreikIn dieser Rubrik dokumentieren wir internationale, v.a. gewerkschaftspolitische Meldungen, die wir über Kontakte, KooperationspartnerInnen bzw KorrespondentInnen bekommen oder recherchiert haben. Viele sind auf Englisch, manche in anderen Sprachen. Meist nicht woanders zu finden. Da wir stolz sind, fast alle Länder der Welt abzudecken, ist es nicht möglich, hier die wichtigsten Informationen abzubilden, oder diese gar regelmässig zu aktualisieren… Einen Einblick in unsere Arbeitsweise liefern am besten:

Übrigens: Internationale Nachrichten aus speziellen Branchen sind auch auf den jeweiligen Branchen-Seiten zu finden! Länderübergreifende Aktivitäten befinden sich zudem in unserer Rubrik Gewerkschaftsbewegung international. Und beachtet bitte, dass unsere Berichterstattung aus der Zeit vor 2012 in unserem Archiv befindet, ebenso umfangreich und auf allen Länderseiten spezifisch verlinkt!

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Jahreswende 2025/26 in Iran: Festnahmen, Tränengas und erste Tote bei immer breiteren Protesten gegen die Wirtschaftskrise – und gegen das Regime
Massenproteste im Iran 2017/2018: Gegen Teuerung. Gegen die neoliberale PolitikSeit dem 28. Dezember protestieren Menschen in Teheran erneut gegen die wirtschaftliche Lage im Land. Auslöser ist der anhaltende Absturz der iranischen Währung Rial, die am Sonntag einen neuen Tiefstand erreicht hat. (…) Im Verlauf dieser Entwicklungen schlossen zahlreiche Basarhändler*innen am Sonntag ihre Geschäfte und gingen zu Protesten auf die Straße. (…) Die Proteste weiteten sich am Montag auf zentrale Gebiete der Hauptstadt aus. Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken zeigen die starke Beteiligung der Bevölkerung und der Basarhändler*innen aus den wichtigen Wirtschaftssektoren Teherans. Die Demonstrant*innen rufen Parolen gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung sowie teilweise gegen das gesamte Regime. Zudem zeigen die Bilder die Präsenz der Bereitschaftspolizei sowie von Sondereinheiten der iranischen Polizei auf den Straßen der Hauptstadt. Augenzeugen berichten von Tränengaseinsätzen und eskalierender Gewalt durch die Sicherheitskräfte…“ Beitrag von Pooyan Mokari vom 29. Dezember 2025 in IranJournal („Proteste gegen die Wirtschaftskrise in Iran“) und mehr dazu weiterlesen »

Massenproteste im Iran 2017/2018: Gegen Teuerung. Gegen die neoliberale Politik

Jahreswende 2025/26 in Iran: Festnahmen, Tränengas und erste Tote bei immer breiteren Protesten gegen die Wirtschaftskrise – und gegen das Regime
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Proteste, Blockaden und unbefristeter Generalstreik in Bolivien gegen die Erhöhung der Kraftstoffpreise als Angriff auf die Kaufkraft der Löhne
Karikatur gegen die Streichung der Kraftstoff-Subventionen in Bolivien von COB Central Obrera Boliviana am 29-12-25: LA PATRIA NO SE VENDE LA PATRIA SE DEFIENDE! ("Das Vaterland wird nicht verkauft, es wird verteidigt – Tod dem Dekret 5503")Die neue Regierung unter Rodrigo Paz hat ein Dekret erlassen, das die Subventionen für Kraftstoffe abschafft. Diese Maßnahme, die die Kaufkraft der Löhne beeinträchtigt, hat direkte Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten von Millionen Menschen und hat bereits zu Protesten geführt. Das am Mittwochabend von der neuen Regierung unter Rodrigo Paz in Bolivien unterzeichnete Dekret Nr. 5503 hat bereits Proteste ausgelöst. Die Streichung der Subventionen für Kraftstoffe bedeutet einen direkten Angriff auf die Kaufkraft der Löhne der Arbeitnehmer und der bolivianischen Bevölkerung. Am Freitag standen mehrere Städte des Landes aufgrund von Streiks und Blockaden ohne öffentliche Verkehrsmittel da. Bereits seit Donnerstag gibt es Blockaden auf der Autobahn La Paz-El Alto, um gegen die „de facto”-Erhöhung der Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr zu protestieren…“ span. Meldung der Redaktion LID Bolivien vom 19. Dezember in La Izquierda Diario (maschinenübersetzt) mit Fotos – siehe mehr Informationen weiterlesen »

Karikatur gegen die Streichung der Kraftstoff-Subventionen in Bolivien von COB Central Obrera Boliviana am 29-12-25: LA PATRIA NO SE VENDE LA PATRIA SE DEFIENDE! ("Das Vaterland wird nicht verkauft, es wird verteidigt – Tod dem Dekret 5503")

Proteste, Blockaden und unbefristeter Generalstreik in Bolivien gegen die Erhöhung der Kraftstoffpreise als Angriff auf die Kaufkraft der Löhne
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In Griechenland finden seit Anfang Dezember 2025 die Bauernproteste gegen die Agrarpolitik mit Solidarität der Gewerkschaften und der Bevölkerung statt
Patras – Blockade von Eglkada am 16.12.25: Arbeiter, Bauern, Studenten, alle vereint werden wir als Sieger hervorgehen! (Foto: PAME)„… Der Kampf der Bauern ist gerecht. Es ist auch unser Kampf. Die Bauern leiden auf den Feldern, die Arbeiter vor den Regalen. Die hart arbeitenden Menschen sind gleichermaßen von der volksfeindlichen Politik der Regierungen, der EU und des Kapitals betroffen. Die Bauern kämpfen darum, ihren Lebensunterhalt zu sichern, auf ihrem Land zu bleiben und preiswerte, hochwertige Lebensmittel für die Bevölkerung zu produzieren. Seit Jahrzehnten haben alle Regierungen mit Hilfe der Gemeinsamen Agrarpolitik die Ausbeutung kleiner und mittlerer Landwirte und die Konzentration der Produktion in wenigen Händen zum Vorteil der Agrar- und Lebensmittelmonopole vorangetrieben. Während Milliarden für Rüstung, Kriegskosten und Reeder ausgegeben werden, gibt es für die Bedürfnisse der Bauern und der Bevölkerung „kein Geld“…“ griech. Erklärung vom 21.12.2025 bei der PAME mehrerer Verbände zur Protestkundgebung von Gewerkschaften und Verbänden am 22. Dezember vor dem Landwirtschaftsministerium – siehe mehr Infos zu Gründen und Streikformen weiterlesen »

Patras – Blockade von Eglkada am 16.12.25: Arbeiter, Bauern, Studenten, alle vereint werden wir als Sieger hervorgehen! (Foto: PAME)

In Griechenland finden seit Anfang Dezember 2025 die Bauernproteste gegen die Agrarpolitik mit Solidarität der Gewerkschaften und der Bevölkerung statt
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Die reaktionäre Gegenoffensive der türkischen Regierung wird an allen Fronten (nicht nur Medien) fortgeführt (und in Europa unterstützt)

Dossier

Turkey up in arms against Erdoğan!„…Vor dem Istanbuler Justizpalast sind am Freitagmittag rund fünfzig Personen festgenommen worden. Die Gruppe hatte sich vor dem Gerichtsgebäude zu einer Solidaritätskundgebung für 24 Studierende zusammengefunden, die am Vortag bei Protesten an der Boğaziçi-Universität in Gewahrsam genommen worden waren. Die türkische Polizei war gewaltsam gegen die Protestierenden vorgegangen...“ – aus dem Bericht „Boğaziçi: 50 Festnahmen bei Solidaritätskundgebung“ am 26. März 2021 bei der ANF über eine der reaktionären Maßnahmen der türkischen Regierung gegen StudentInnen, Opposition, JournalistInnen… Siehe dazu weitere aktuelle Meldungen und Hintergrundbeiträge und NEU: Erdoğans Angstgegner Ekrem İmamoğlu bleibt weggesperrt – die Aberkennung seiner Studienabschlüsse stößt auf Angst und breiten Widerstand bei Studierenden weiterlesen »

Dossier zur reaktionären Gegenoffensive der türkischen Regierung u.a. gegen Medien

Turkey up in arms against Erdoğan!

Erdoğans Angstgegner Ekrem İmamoğlu bleibt weggesperrt – die Aberkennung seiner Studienabschlüsse stößt auf Angst und breiten Widerstand bei Studierenden
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Vier Indonesier:innen reichen Klimaklage gegen Holcim ein – erste Klage gegen Schweizer Konzern

Dossier

Holcim giesst die Klimakrise in BetonDie Schlichtungsverhandlung vom Oktober 2022 verlief ergebnislos. Nun ziehen vier Bewohner:innen der vom Untergang bedrohten indonesischen Insel Pari gegen den Schweizer Zementkonzern Holcim vor Gericht. Sie verlangen Entschädigung für erlittene Klimaschäden, die finanzielle Beteiligung an Flutschutzmassnahmen sowie die schnelle Reduktion der CO2-Emissionen von Holcim. Erstmals muss sich damit ein Schweizer Unternehmen für seine Rolle beim Klimawandel vor Gericht verantworten. Denn der Weltmarktführer der Zementbranche tut zu wenig, um seine Emissionen so weit zu senken, dass die Erderwärmung 1.5 Grad nicht übersteigt – und er hat zu spät damit begonnen…“ Pressemitteilung vom 01.02.2023 der Kampagne „call for climate justice“, siehe mehr daraus und dazu. NEU: Gegen die Betonfraktion: Klimaklage gegen Holcim in der Schweiz zugelassen weiterlesen »

Dossier: Vier Indonesier:innen reichen Klimaklage gegen Holcim ein

Holcim giesst die Klimakrise in Beton

Gegen die Betonfraktion: Klimaklage gegen Holcim in der Schweiz zugelassen
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Cloud, KI und koloniale Kontinuitäten: Chiles Wasser unter Druck
Chile: Wo ist das Wasser von Atacama geblieben?„Künstliche Intelligenz, Streaming und Cloud-Dienste gelten als immaterielle Technologien. Doch ihre Infrastruktur ist es nicht. Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Energie – und vor allem Wasser. (…) Chile gehört heute zu den Ländern mit der höchsten Dichte an Rechenzentren in Lateinamerika – möglicherweise bald weltweit. Rund 60 Rechenzentren mittlerer Größe verbrauchen so viel Wasser wie eine Millionenstadt wie New York. Ganze Territorien werden zu Zonen der Wasserentnahme, oft unter schwach kontrollierten oder zunehmend deregulierten Rahmenbedingungen. (…) Ein besonders bekanntes Beispiel ist die Gemeinde Cerrillos im Westen von Santiago. Dort erfuhren Anwohner*innen 2019 von Plänen des Konzerns Google, ein großes Rechenzentrum zu errichten. Die Region leidet bereits unter massiver Wasserknappheit. Aus dem lokalen Widerstand entstand die soziale und ökologische Bewegung Mosacat (Movimiento socioambiental comunitario por el agua y el territorio)…“ Beitrag von Radio Matraca und Tomás Matamala vom 21. Dezember 2025 beim Nachrichtenpool Lateinamerika und mehr daraus/dazu weiterlesen »

Chile: Wo ist das Wasser von Atacama geblieben?

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Marokkos Jugend protestiert: „Wir haben Fußballstadien, wo bleiben die Spitäler?“

Dossier

GenZ212: Marokkos Jugend protestiert gegen die Kosten des African Cup: "Wir haben Fußballstadien, wo bleiben die Spitäler?"In Marokko geht die Gen Z für bessere Bildungschancen und gegen Korruption auf die Straße. Der Ärger über die Ausgaben für die Fußball-WM 2030 ist groß und der Zeitpunkt der Proteste brisant. Seit Tagen protestieren junge Menschen in mehreren marokkanischen Städten gegen das marode Bildungs- und Gesundheitswesen. Es sind die größten Anti-Regierungs-Proteste in Marokko seit Jahren. Die Demonstranten, die größtenteils der Generation Z angehören, prangern erstmals lautstark die aus ihrer Sicht falschen Prioritäten der Regierung an. (…) In Marokko empören sich die Protestierenden nicht nur über die Perspektivlosigkeit der Jugend, sondern auch über die hohe Jugendarbeitslosigkeit: Knapp jeder Dritte ist ohne Arbeit. Richtig zu brodeln begann es am vergangenen Wochenende, dem letzten im September, nachdem in diesem Monat allein acht Frauen bei der Geburt ihrer Kinder in einem öffentlichen Krankenhaus in der Küstenstadt Agadir gestorben waren…“ Artikel vom 1. Oktober 2025 in derstandard.de, siehe weitere Informationen. NEU: Zwischen Afrika-Cup und Aufstand: Zur Situation in Marokko weiterlesen »

Dossier zu Protesten der Jugend in Marokko: „Wir haben Fußballstadien, wo bleiben die Spitäler?“

GenZ212: Marokkos Jugend protestiert gegen die Kosten des African Cup: "Wir haben Fußballstadien, wo bleiben die Spitäler?"

Zwischen Afrika-Cup und Aufstand: Zur Situation in Marokko
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„Tag der Ehre“ und „Lukov-Marsch“ 2023: Deutsche Polizei behindert Antifa-Proteste in Bulgarien und verfolgt Angriffe auf Nazis in Ungarn

Dossier

Mitglieder der VVN-BdA bei den Protesten gegen den Lukov-Marsch in Sofia 2023„Am 24. Februar 2023 wurde Florian Gutsche, Bundesvorsitzender der VVN-BdA, am Berliner Flughafen von Beamten der Bundespolizei im Rahmen einer offensichtlich vorbereiteten Aktion abgefangen. Gutsche war auf dem Weg nach Bulgarien, wo er als Beobachter an internationalen Protesten gegen den faschistischen „Lukov-Marsch“ in Sofia teilnehmen wollte. Er wurde zwei Stunden festgehalten und befragt, sein Gepäck durchsucht und mit einer sechsseitigen „Ausreiseuntersagung“ wieder entlassen. Diese beinhaltete die Drohung, dass man ihn bei Zuwiderhandlung „in Gewahrsam nehmen“ und strafrechtlich verfolgen werde. Das Ausreiseverbot wurde im Rahmen des Passgesetzes für jegliche Auslandsreise an dem Wochenende erlassen. Die Verfügung wurde damit begründet, dass damit zu rechnen sei, dass Gutsche „das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland erheblich schädigen“ würde…“ Pressemitteilung der VVN-BdA vom 6. März 2023 und mehr daraus sowie dazu. NEU: Internationaler Aktionstag für Maja und alle angeklagten Antifaschist*innen am 15. Januar 2026, eine Woche vor der Urteilsverkündung in Ungarn weiterlesen »

Dossier: „Tag der Ehre“ und „Lukov-Marsch“ 2023: Deutsche Polizei behindert Antifa-Proteste

Mitglieder der VVN-BdA bei den Protesten gegen den Lukov-Marsch in Sofia 2023

Internationaler Aktionstag für Maja und alle angeklagten Antifaschist*innen am 15. Januar 2026, eine Woche vor der Urteilsverkündung in Ungarn
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Artensterben, Ausbeutung und Zwangsarbeit: Industriefischerei zerstört weltweit Umwelt und das Leben von Fischer:innen

Dossier

Internationaler Fischfang: Reusen und Netze, im Hintergrund ein LeuchtturmBis 2048 sollen die Meere leergefischt sein. Doch nicht nur das: Die UN fand heraus, dass jedes Jahr weltweit 24.000 Fischer:innen bei der Arbeit sterben, Tausende weitere werden verletzt. In einer Fischerei-Konferenz Anfang Dezember 2022 in Amsterdam konstatierte die ITF (Internationale Transportarbeiter:innen-Föderation), dass Fischfang immer noch zu den schlimmsten Ausbeutungsberufen weltweit gehört. Im September 2022 stellte auch die ILO fest, dass etwa 128.000 Fischer:innen unter Bedingungen der Zwangsarbeit schuften. Darunter sind vor allem Migrant:innen, die durch Menschenhandel oder prekäre Arbeitsbedingungen auf den Schiffen landen und dort regelrecht gefangen sind. Oftmals geht dies mit staatlichen Regelungen einher, die den Fischkonzernen erlauben, einzelne Arbeitende anzuwerben, ohne dass diese Zugang zum offenen Arbeitsmarkt erhalten. Wenn sie Kritik äußern, können sie dadurch sofort abgeschoben werden… Siehe dazu die Ausführungen der ITF und weitere Berichte u.a. am Beispiel Großbritannien. Dazu NEU: Malediven: Am 10. Dezember 2025, dem Nationalen Tag der Fischer für faire Preise und lokale Fische in den Hotels protestierende GewerkschafterInnen wurden verhaftet weiterlesen »

Dossier zu Arbeit in der Hochseefischerei und dem Umweltschutz

Internationaler Fischfang: Reusen und Netze, im Hintergrund ein Leuchtturm
Malediven: Am 10. Dezember 2025, dem Nationalen Tag der Fischer für faire Preise und lokale Fische in den Hotels protestierende GewerkschafterInnen wurden verhaftet
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Die Pflegegenossenschaft Maitelan: Ein Modell für die Demokratisierung von Sorgearbeit
Die erste Demonstration in Madrid nach Aufhebung des Ausnahezustandes am 20.6.2020 - Gegen die Privatisierung des GesundheitswesensHäusliche Pflege ist der am stärksten migrantisierte Care-Sektor. Ein baskisches Beispiel zeigt, wie lokale Politik die Selbstermächtigung von Pflegekräften stärken und Spielräume für lokale Formen einer Solidarökonomie ausweiten kann (…) Auch in der 20 000 Einwohner*innen zählenden Gemeinde Hernani ist der Pflegesektor in den letzten Jahren erheblich gewachsen und durch Prekarität und Irregularität geprägt. Die meisten Personen, die hier arbeiten, sei es formal oder informell, sind Migrantinnen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus. Angesichts dieser Zustände riefen im Jahr 2020 einige Pflegekräfte der Stadt eine Genossenschaft ins Leben. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung schufen sie mit der Kooperative Maitelan eine institutionelle Form, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, ihren Auf­enthaltsstatus zu regulieren und ihre Arbeit aufzuwerten. Es ist ein Beispiel für den lokalen Aufbau von feministischer Gegenmacht und der Ausweitung demokratischer Formen der Organisation von Sorgearbeit...“ Artikel von Aratz Soto Gorrotxategi, Liseth Díaz Molina und Andoni Egia Olaizola in der Zeitschrift LUxemburg vom Dezember 2025  (aus dem Spanischen von Barbara Fried) weiterlesen »

Die erste Demonstration in Madrid nach Aufhebung des Ausnahezustandes am 20.6.2020 - Gegen die Privatisierung des Gesundheitswesens

Die Pflegegenossenschaft Maitelan: Ein Modell für die Demokratisierung von Sorgearbeit
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Eskalierende Drohungen und anhaltende Straflosigkeit bei Angriffen auf Journalist:innen und Medienschaffende in Serbien

Dossier

NUNS - Nezavisno udruženje novinara Srbije - verurteilt eskalierende Drohungen und anhaltende Straflosigkeit bei Angriffen auf Journalist:innen in SerbienDie Unabhängige Journalistenvereinigung Serbiens (IJAS) verurteilt alle Versuche, den journalistischen Beruf für politische und propagandistische Zwecke zu missbrauchen, sowie jede Form von Rhetorik, die den Kampf für Medienfreiheit und professionelle Standards untergräbt. Auslöser für diese Reaktion ist eine im Namen von Euronews Serbien veröffentlichte Erklärung, die harte, unangemessene und manipulative Begriffe wie „Folter“, „Lager“, „Verfolgung“ und „Straßenjustiz“ im Zusammenhang mit den Bürgerprotesten vor dem RTS verwendet. Solche Aussagen sind ein offensichtlicher Versuch, die öffentliche Unzufriedenheit mit der Arbeit des öffentlich-rechtlichen Senders als organisierten Lynchmord darzustellen – eine Handlung, die Journalisten nicht schützt, sondern die Wahrheit gefährdet… NUNS wird wie immer jeden angegriffenen Journalisten verteidigen – aber angesichts der zunehmenden Tendenz zu redaktionellem Missbrauch, Zensur und der Verwandlung des Journalismus in ein Sprachrohr der Mächtigen wird sie nicht schweigen.“ engl. Verlautbarung vom 18. April 2025 und die Entwicklung seitdem. NEU: Vučić, der räuberische Präsident: Oppositionelle Journalisten in Serbien werden von höchster Stelle angegriffen weiterlesen »

Dossier zu Angriffen auf Journalist:innen und Medienschaffende in Serbien

NUNS - Nezavisno udruženje novinara Srbije - verurteilt eskalierende Drohungen und anhaltende Straflosigkeit bei Angriffen auf Journalist:innen in Serbien

Vučić, der räuberische Präsident: Oppositionelle Journalisten in Serbien werden von höchster Stelle angegriffen
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„An euren Händen klebt Blut!“: Studentische Proteste gegen tödliche Korruption weiten sich in Serbien zu Streiks gegen die neoliberale Regierung aus

Dossier

„An euren Händen klebt Blut!“ Aufruf der unabhängigen Lehrergewerkschaft Serbiens zum Generalstreik im Januar 2025In Serbien finden derzeit die größten Straßenproteste seit Jahrzehnten statt. Der Anlass: Anfang November stürzte in der nordserbischen Stadt Novi Sad das Vordach des Bahnhofs ein. Bei dem Unglück kamen 15 Menschen ums Leben. Studierende organisieren seit dem Vorfall Proteste und fordern von der Regierung, Verantwortung zu übernehmen und den Fall aufzuklären. Die Demonstrierenden sehen die tief verwurzelte Korruption im Land als Ursache für den Einsturz. (…) Die Proteste weiteten sich über das ganze Land aus. Den Protesten haben sich Oppositionelle, Schüler und Schülerinnen, Professorinnen, Künstler und Bauern angeschlossen. Im Dezember wurde ein weiterer Skandal öffentlich, der das Vertrauen in die Regierung erschütterte: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtete, dass die serbische Polizei und Geheimdienste die Handys von Aktivisten und Journalisten mit einer israelischen Spionagesoftware infiziert haben...“ Umfangreicher Beitrag vom 26.12.2024 im Deutschlandfunk („Jugend vereint sich gegen Korruption“), siehe die weitere Entwicklung und NEU: Serben verjagen Trumps Sippe: Die Protestbewegung dauert an und verhindert Trump-Tower mit Luxushotel und hochpreisige Wohnungen in Belgrad weiterlesen »

Dossier zu Protesten und Streiks in Serbien Ende 2024/Anfang 2025

„An euren Händen klebt Blut!“ Aufruf der unabhängigen Lehrergewerkschaft Serbiens zum Generalstreik im Januar 2025

Serben verjagen Trumps Sippe: Die Protestbewegung dauert an und verhindert Trump-Tower mit Luxushotel und hochpreisige Wohnungen in Belgrad
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Wahlen 2025 in Chile: Zwischen den Impulsen des sozialen Aufstands von 2019 und der ultrarechten Stärkung des Marktes

Dossier

Chile: Juventud. Declaración: ¡Organicemos la resistencia! A enfrentar el plan de Kast con movilización y unidad entre trabajadores y estudiantes„Chile wird am 16. November einen neuen Präsidenten wählen, und die Entscheidung fällt zwischen zwei starken Kandidaturen: der regierungsnahen Kandidatin und kommunistischen Aktivistin Jeannette Jara und dem ultrarechten José Antonio Kast. Chile bereitet sich auf eine Wahl vor, die weiterhin auf die Probe stellen wird, ob der soziale Aufstand von 2019 der Beginn eines tiefgreifenden Wandels oder eine von den Institutionen eingedämmte Episode waren. (…) Mehr als eine Wahl steht dem Land ein Votum über seinen politischen Kurs bevor: Weiterentwicklung in Richtung sozialer Gerechtigkeit oder Wiederherstellung der neoliberalen Ordnung…“ Artikel von Matías Caciabue und Paula Gimenez am 15. November 2025 in der Übersetzung von Hans Weber bei amerika21 – siehe mehr daraus und weitere Beträge zur Wahl. NEU: Chile: Sieg der extremen Rechten. Eine Analyse des fatalen Wahlerfolgs von José Antonio Kast. weiterlesen »

Dossier zu Wahlen 2025 in Chile

Chile: Juventud. Declaración: ¡Organicemos la resistencia! A enfrentar el plan de Kast con movilización y unidad entre trabajadores y estudiantes

Chile: Sieg der extremen Rechten. Eine Analyse des fatalen Wahlerfolgs von José Antonio Kast.
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Housing as a Union Issue: Warum US-Gewerkschaften den Kampf um Wohnraum aufnehmen sollten

Dossier

USA: Housing Justice for All„… Die exorbitanten Wohnkosten in LA sind einer der Hauptgründe dafür, dass die Beschäftigten von mehr als 50 Hotels in den Bezirken Los Angeles und Orange seit dem 1. Juli in den Streik getreten sind. Zu den Hauptforderungen der Streikenden gehören deutliche Erhöhungen, um mit den Lebenshaltungskosten Schritt zu halten. Gleichzeitig haben diese und andere Unannehmlichkeiten des Wohnungsmarktes in LA unseren Mitgliedern so viel kostbare Zeit und Geld gestohlen – Geld und Zeit, für die die Gewerkschaft in einem Vertrag nach dem anderen hart gekämpft hat -, dass Local 11 auch daran gearbeitet hat, das Problem des Wohnens direkt anzugehen. (…) Strategisch gesehen sind die Gewerkschaften gut positioniert, um das Problem anzugehen: Sie verfügen über die Organisationsstruktur, die finanziellen Mittel und die politische Macht, um progressive Reformen wie die Mietpreiskontrolle oder andere Mieterschutzmaßnahmen voranzutreiben, die vielen ihrer Mitglieder zugute kommen werden…“ engl. Artikel von Zoe Tucker (UNITE HERE Local 11) vom 12.12.2023 beim Law and Political Economy Project (maschinenübersetzt) und dazu NEU: Wachsende Mieter:innenbewegung in den USA organisiert sich in Form von Gewerkschaften: «Die haben Angst vor uns» weiterlesen »

Dossier: Warum US-Gewerkschaften den Kampf um Wohnraum aufnehmen

USA: Housing Justice for All

Wachsende Mieter:innenbewegung in den USA organisiert sich in Form von Gewerkschaften: «Die haben Angst vor uns»
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Service public im Kanton Waadt im Streik für Teuerungs“ausgleich“ – Pionier für weitere Kantone der Schweiz?

Dossier

Service public im Kanton Waadt im Streik für Teuerungs"ausgleich"Im Kanton Waadt ist das Staatspersonal wütend; die Demos und Streiks gegen die mageren 1,4 Prozent Teuerungs“ausgleich“ werden von Woche zu Woche grösser. Schon die Mobilisierung von letzter Woche war eindrücklich, aber sie wurde durch die Demos und Streiks, die am Dienstag den Kanton Waadt erfassten, nochmals übertroffen. Mindestens 15 Jahre hat Lausanne keine so massive Kundgebung des Personals der öffentlichen Dienste gesehen. 2000 Beschäftigte streikten, ein Mehrfaches davon ging auf die Strasse, um den Unmut über die miserablen 1,4 Prozent Lohnerhöhung kundzutun, die ihnen der Staatsrat zubilligt – eines der schäbigsten Angebote zum Teuerungsausgleich in der ganzen Schweiz…“ Meldung vom 02.02.2023 der VPOD („Massive Streiks und Demos im Kanton Waadt“), siehe mehr dazu. NEU: Nach Streiks verzichtet das Waadtländer Parlament auf Lohnabbau im Budget 2026 – Signalwirkung für gleiche Pläne in vielen Kantonen und auf Bundesebene weiterlesen »

Dossier zum Kampf für Teuerungs“ausgleich“ im Service public im Kanton Waadt der Schweiz

Service public im Kanton Waadt im Streik für Teuerungs"ausgleich"

Nach Streiks verzichtet das Waadtländer Parlament auf Lohnabbau im Budget 2026 – Signalwirkung für gleiche Pläne in vielen Kantonen und auf Bundesebene
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