Termine und Veranstaltungen

(Die Veranstaltungshinweise stellen nicht zwingend eine Empfehlung der Redaktion des LabourNet Germany dar!)

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Terminübersicht:

  • 22. Januar 2019 / Bochum

    Gelbwesten – Aufstand in Frankreich? Vortrag und Diskussion mit Bernard Schmid

    Der Journalist, Jurist und Aktivist Bernard Schmid berichtet bei der Veranstaltung über Hintergründe und Entwicklung der Gilet Jaunes (Gelbwesten-Bewegung) in Frankreich.
    Auch nach acht Wochen Protesten gingen wieder Zehntausende auf die Straße. Sie haben von Präsident Macron Zugeständnisse erzwungen, die den gewerkschaftlichen Kämpfen nicht gelungen sind, die aber auch kaum soziale Auswirkungen haben werden. Die Protestbewegung ist zur Oppositionsbewegung geworden, deren Ziele inzwischen über finanzielle Forderungen wie Steuersenkungen oder eine Erhöhung des Mindestlohns hinausgehen. Die Gelbwesten haben die Demokratiefrage aufgemacht: Sie fordern ein Referendums- und Initiativrecht für Bürger*innen, mittels dessen eine erneute Debatte & Abstimmung über verabschiedete oder neu vorgeschlagene Gesetzestexte erzielt werden kann.
    Was sind die Hintergründe für die Bewegung, wer sind die Protestierenden und welche Ziele haben sie? Wird sie die neoliberale Sozialpolitik Macrons zum Scheitern bringen?
    Veranstaltet von Occupy Bochum & Attac Bochum, in Kooperation mit dem Bahnhof Langendreer (unterstützt von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt)

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  • 23. Januar 2019 / Frankfurt am Main

    Diskussionsveranstaltung: Ein 12-Stunden-Tag für Österreich. Wie Staat und Kapital für die ‚Flexibilisierung‘ der Erwerbsquelle Lohnarbeit werben

    Verantwortlicher: farbeROT (https://www.farberot.de/)

    Wenn Staat und Kapital für ‚Flexibilisierung‘ werben, dann sind sie es sich regelmäßig schuldig, den von ihnen flexibel gemachten Arbeitnehmern zu erläutern, dass und inwiefern ihre Initiativen auch und gerade für die Bedürfnisse moderner Arbeitnehmer eine gute Nachricht sein sollen. So zuletzt geschehen im befreundeten nahen Ausland, wo kürzlich der 12-Stunden-Tag für Österreich beschlossen und folgendermaßen beworben wurde (alle Zitate: Wirtschaftskammer Österreich):

    – „10 Stunden waren schon immer möglich, jetzt sind dann 12 erlaubt. Worauf dir vor täglich überlanger Arbeit graut. Doch die 12 sind nur für Spitzen, meist bleibst bei 40 Stunden und bezahlt wird’s – Hand drauf – eh’ als Überstunden! … Zählst du’s zamm, unterm Strich kriegst du auch mehr heraus oder gehst dann, wenn’s mal passt, auch viel früher z’haus“
    – „Hast Familie und Beruf, fragst dich, wie das gehn soll, ist dein Tag schon ohne Kids mit allerhand Aufgaben voll, mit flexiblen Arbeitszeiten kannst du’s besser einteilen und brauchst dich wie bisher üblich nicht mehr täglich zweiteilen.“
    – „Geht’s dem einen gut, dann geht’s uns allen gut, das will ja jeder, das ist doch klar. Schauen wir aufeinander und nach vorn mit Mut, dann rennt’s für Österreich ganz wunderbar.“

    Was man an solchen keineswegs lächerlichen Argumenten über die Widersprüche der Erwerbsquelle Lohnarbeit lernen kann, diskutieren wir mit allen Interessierten.

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  • 29. Januar 2019 / 12049 Berlin

    "Der Fall Liebknecht-Luxemburg"

    Der 2. Teil des Dokumentarspiels zeigt den Ablauf der gerichtlichen Hauptverhandlung in diesem folgenschweren politischen Mordfall. Dabei wird nicht nur die beispiellose Beugung der Justiz deutlich gemacht, sondern auch 50 Jahre nach Beendigung des historischen Prozesses der wahre Mörder Rosa Luxemburgs entdeckt.
    BRD 1969, sw, Teil 2 (82min) / Teil zeigen wir am 15.1.19 /

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  • 30. Januar 2019 / 80336 München

    Gelbwesten – Rebellion der Ausgegrenzten?

    Seit November 2018 erschüttert die Rebellion der „Gelbwesten“ Frankreich. Demonstrationen und Blockaden finden im ganzen Land statt. Hunderttausende haben sich bisher an den verschiedenen Aktionen beteiligt.
    • Wer sind die rebellierenden Menschen?
    • War die angekündigte Erhöhung der Kraftstoffsteuer der einzige Auslöser?
    • Oder ist es ein Protest gegen die unsoziale, neoliberale Politik von Macron?
    • Wieso reagiert der Staat mit harter Repression?
    • Wie beteiligen sich Gewerkschaften, Schüler, Studenten und linke Kräfte?
    • Welche Rolle spielen rechte Kräfte?
    • Wie kann die Bewegung beschrieben werdenund welches sind ihr Forderungen?
    • Welche emanzipatorischen Keime stecken in ihr?
    Unser Referent Bernard Schmid (Paris) hat die Bewegung von Anfang an kritisch analysiert. Er wird über sie berichten und mit uns über die Perspektiven der „Gelbwesten“ diskutieren.

    Eintritt frei. Spenden erwünscht.
    Veranstaltet von attac München und Sozialforum München unterstützt von Internationale Solidarität e.V.

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  • 6. Februar 2019 / 20148 Hamburg

    Die Gelbwestenbewegung – Situationsbericht, Analyse und Stimmungen aus einem Land im Aufstand

    Jour Fixe zusammen mit attac Hamburg und verdi 08 (Ortsverein)

    Die Gelbwestenbewegung – Situationsbericht, Analyse und Stimmungen aus einem Land im Aufstand

    Frankreich wird bewegt von den Gelbwesten, aufgetaucht aus dem Nichts, überraschend für Gewerkschaften, die politischen Parteien und vor allem auch für die Linken. Landesweit mobilisieren sich Menschen gegen die Regierung und ihre Politik für die Reichen. Sie kritisieren in vielfältiger Weise die wachsende soziale Ungerechtigkeit, die Zunahme der Ungleichheit, die  Steuerpolitik zugunsten der Reichen und Superreichen – es gab noch nie soviel Milliardäre in Frankreich – die Korruptheit der politischen Klasse und des politischen Regimes der V. Republik. Viele in der Bewegung wollen den Rücktritt des neuen Sonnenkönigs Macron und eine andere, soziale Republik.
    Seit dem 17. November blockieren die Gelbwesten die Zahlstellen an der Autobahn, besetzen Verkehrsknotenpunkte landesweit in Städten und Landkreisen und stören den Ablauf des kapitalistischen Normalbetriebs.
    Anders als in den Maitagen 1968, werden die Stätten des Luxus auf den Champs Elysees besucht und  der arrogante und selbstherrliche Präsident beginnt Zugeständnisse an die Bewegung zu machen.
    Gleichzeitig aber werden die Protestierenden landesweit brutal verfolgt, verletzt, verurteilt und eingeknastet, um sie in die Knie zu zwingen und von weiteren Protestaktionen abzuhalten. Rundum – es formiert sich ein vorher unsichtbares aufständisches Volk, das beginnt, über eine andere Politik nachzudenken.
    Wie ist diese Bewegung entstanden? Wer macht mit? Was wollen sie? Was macht die Dynamik dieser Bewegung aus? Die Vielfalt der sozialen Bewegungen und die politischen Alternativen.
    Diese und andere Fragen wollen wir mit Willi Hajek diskutieren, der uns als Akteur und Zeitzeuge einen Situationsbericht aus dem Land des Aufruhrs geben kann. Und mit Marie-Dominique Vernhes, die regelmäßig  über die sozialen Bewegungen in Frankreich berichtet.

    Es berichten und diskutieren:
    Willi Hajek, Marseille (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)
    Marie-Dominique Vernhes (attac Hamburg)

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  • 8. Februar 2019 / Berlin

    Was ist los in Frankreich ? Woher kommt die Bewegung der Gelbwesten ?

    Frankreich wird bewegt von den Gelbwesten, aufgetaucht aus dem Nichts, überraschend für Gewerkschaften, die politischen Parteien und vor allem auch für die Linken. Landesweit mobilisieren sich Menschen gegen die Regierung und ihre Politik für die Reichen. Sie kritisieren in vielfältiger Weise die wachsende soziale Ungerechtigkeit, die Zunahme der Ungleichheit, die Steuerpolitik zugunsten der Reichen und Superreichen – es gab noch nie soviel Milliardäre in Frankreich – die Korruptheit der politischen Klasse und des politischen Regimes der V. Republik. Viele in der Bewegung wollen den Rücktritt des neuen Sonnenkönigs Macron und eine andere, soziale Republik.

    Seit dem 17. November blockieren die Gelbwesten die Zahlstellen an der Autobahn, besetzen Verkehrsknotenpunkte landesweit in Städten und Landkreisen und stören den Ablauf des kapitalistischen Normalbetriebs. Anders wie in den Maitagen 1968, werden die Stätten des Luxus auf den Champs Elysees besucht und der arrogante und selbstherrliche Präsident beginnt Zugeständnisse an die Bewegung zu machen. Gleichzeitig aber werden die Protestierenden landesweit brutal verfolgt, verletzt, verurteilt und eingeknastet, um sie in die Knie zu zwingen und von weiteren Protestaktionen abzuhalten. Rundum – es formiert sich ein vorher unsichtbares aufständisches Volk, das beginnt, über eine andere Politik nachzudenken.

    Wie ist diese Bewegung entstanden? Wer macht mit? Was wollen sie? Was macht die Dynamik dieser Bewegung aus? Diese und andere Fragen wollen wir mit Willi Hajek diskutieren, der uns als Akteur und Zeitzeuge einen Situationsbericht aus dem Land des Aufruhrs geben kann.

    Willi Hajek, Marseille (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

    Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

    Wir zeigen „Die Versammlung der Versammlung“, ein 6-min.-Video über eine Versammlung der Gelbwesten in Commercy

    Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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  • 22. Februar 2019 / 47055 Duisburg

    Klimawandel, Energiepolitik und das Menschenrecht auf Nahrung

    Veranstalter: FIAN Deutschland e.V.
    Ansprechperson: Gertrud Falk, Tel. 0221-474491-15,
    Der Klimawandel bedroht das Leben vieler Menschen und die Ökosysteme der Erde. Ernteausfälle aufgrund von Dürren oder Unwettern nehmen zu. Die Völkergemeinschaft hat Klimaschutz des wegen in die globalen Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung aufgenommen und sich im Klimaschutz-abkommen von Paris darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C über dem vorindustriellem Niveau zu halten und möglichst auf 1,5°C zu begrenzen. Erstmals rufen die Staaten in diesem Abkommen dazu auf, bei Klimaschutzmaßnahmen Menschenrechte zu berücksichtigen.

    Der Energiesektor trägt mit 25 Prozent der weltweiten Treibhausgasausstöße am stärksten zum Klimawandel bei. Die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien ist daher zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens alternativlos. Doch die Tücken liegen im Detail. Viele erneuerbaren Energien sind weder klimaneutral noch werden sie in Übereinstimmung mit den Menschenrechten gewonnen. Dies gilt vor allem für Klimaschutzmaßnahmen in Ländern des Globalen Südens, die oft mit Geldern von Entwicklungsbanken aus dem Globalen Norden finanziert werden.

    Was sind die Ursachen für diese widersprüchlichen Zusammenhänge zwischen Klimaschutz, Energiepolitik und Menschenrechten? Wie können Menschenrechtsverletzungen im Klimaschutz vorgebeugt und verhindert werden? Beispielhaft am Menschenrecht auf Nahrung werden diese Fragen im Seminarverlauf erörtert und aus menschenrechtlicher Perspektive diskutiert.
    Die Fortbildung richtet sich vorrangig an Aktive im Umweltschutz, der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit und an Eine-Welt-Gruppen, ist aber auch für andere Interessierte offen. Das Seminar ist kostenlos.

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