Dänemark

Neues Noborder Mitglied? Dänische Polizei verweigert Raub an Flüchtlingen Dezember 2015Die dänische Regierung, in der Tat rechter, als die Polizei erlaubt, ist schon zu Recht berüchtigt dafür, dass die Erwerbslosen bis auf 1.300 Euro alles wegnimmt, was sie haben. Diese edle Tradition des Raubrittertums soll nun auch auf die Flüchtlinge angewendet werden. Dabei haben die aufrechten Männer und Frauen, die Dänemark regieren, nur ein Problem – und das ist nahe liegender Weise kein moralisches. Sondern – die Polizei will nicht so richtig mitmachen, sieht sich beispielsweise nicht in der Lage, den Wert von Schmuck zu beurteilen. “Wir werden Flüchtlingen nicht die Eheringe abnehmen” ist der Titel der Meldung am 22. Dezember 2015 im deutschlandfunk externer Link, worin es unter anderem heißt: „Den Plänen zufolge soll das Gepäck von Flüchtlingen durchsucht und Wertgegenstände und Bargeld mit einem Wert von mehr als 400 Euro beschlagnahmt werden, um einen Teil der Unterbringungs- und Verpflegungskosten zu bezahlen sowie Sprachkurse, Gesundheitsleistungen und Berufsbildung. Gegenstände von persönlichem Wert sollen unberührt bleiben – welche das sind, ist im Gesetzentwurf nicht konkret definiert

Vergeblicher Versuch der dänsichen Polizei, Flüchtlinge an der Durchreise zu hindern - am 9. September 2015Beobachtern zufolge spielen sich in Rødby dramatische Szenen ab: Die Flüchtlinge wurden aufgefordert, den Zug zu verlassen und sich in ein dänisches Aufnahmelager bringen zu lassen. Das verweigern die unfreiwillig Gestrandeten aber. Polizeibeamte sollen Kinder gewaltsam aus dem Zug gezerrt haben. Diese Kinder hätten “geschrieen wie am Spieß”, so eine Beobachterin am NDR-Telefon, was dazu geführt hätte, dass die Eltern, ebenfalls schreiend, den Kindern gefolgt seien. “Ich habe das Gefühl, Dänemark ist inzwischen Ungarn. Ich bin entsetzt”, so die Befragte weiter” – aus dem Beitrag “Aufstand der Verzweifelten” von Birgit Gärtner am 10. September 2015 in telepolis externer Link, worin auch über einen Marsch auf der Autobahn berichtet wird. Siehe dazu auch zwei weitere aktuelle Beiträge (weiterlesen »)

Die Löhne in Deutschland sind (zu) hoch – das ist gängige Überzeugung vieler deutscher Arbeitgeber. Dänische Arbeitgeber jedoch scheinen das ganz anders zu sehen: Schon seit einiger Zeit beobachtet man nicht nur in den grenznahen Bereichen eine zunehmende Investitionstätigkeit dänischer Unternehmen in Deutschland…” Text der Sendung von Brid Roesner und Kristopher Sell in Panorama 3 vom 27.05.2014 beim NDR externer Link

Dossier

  • Aussperrung beendet
    „Parlament entscheidet Streit zwischen Kommunalverband und Lehrergewerkschaft in Dänemark. Die wochenlange Aussperrung der dänischen Lehrkräfte ist beendet. Per Parlamentsbeschluss wurde »geschlichtet« – Im Wesentlichen im Sinne der Arbeitgeber. Die Lehrerschaft muss die ungeliebte Bildungsreform nun umsetzen…Artikel von Andreas Knudsen im Neues Deutschland vom 26.04.2013 externer Link Aus dem Text: „(…) Der Lehrerverband hätte den Kampf noch höchstens im Mai finanziell durchstehen können, bis die Streikkasse leer gewesen wäre. Dass sie überhaupt solange hielt, ist nur deren ungewöhnlichem Finanzierungsmodell zuzuschreiben. Die LehrerInnen erhielten im April ihren Grundlohn aus der Streikkasse als steuerfreiem Kredit zu 4,77 Prozent Zinsen, der über vier Jahre zurückgezahlt werden muss. Das Modell ist vom Steueramt anerkannt und sichert vier Wochen mehr finanzielle Kampfkraft, ist aber nicht unumstritten umstritten bei den Betroffenen. Nach dem Ende des Arbeitskampf ist das drängende Problem zu klären, wie die Lehrerschaft, die sich überfahren fühlt vom Städteverband und der Regierung, die Bildungsreform mit Elan umsetzen soll. Für andere Gewerkschaften, die öffentlich Beschäftigte organisieren, steht die nun die Frage im Raum, ob sie die nächsten in der Runde sein werden, die sich dem Diktat von Staat oder Städteverband beugen soll.(weiterlesen »)

Wenn die Vorbereitungszeit der LehrerInnen offiziell zur Arbeitszeit gerechnet wird – dann ist das sozusagen uneuropäisch und das möchte die sozialdemokratisch geführte dänische Regierung ändern. Und das in Verbindung mit einer Ausdehnung der Unterrichtszeiten, damit auch die SchülerInnen nicht auf dumme Gedanken kommen, sondern den Anforderungen der Personalabteilungen gemäß zugerichtet werden. Das sind, sehr grob und sehr parteiisch die Hintergründe der antidemokratischen Aussperrungskampagne dänischer Kommunen gegen die LehrerInnen. Der Artikel “Der Aussperrung standhalten: Die dänischen Lehrer wehren sich!externer Link am 11. April 2013 bei Arbeit-Zukunft ist eine Übersetzung aus der Internetzeitung der Kommunistischen Arbeiterpartei Dänemarks

Dänische Gewerkschaft will wieder stark werden und übt Selbstkritik An einem relativ unbedeutend anmutenden Tarifstreit entzündete sich ein langwieriger Konflikt: Der dänische Gewerkschaftsbund 3 F will wieder Handlungsmachterlangen und unterzieht die letzten Jahre eine harten Fehleranalyse” – so beginnt der Artikel “Neue Strategie gesucht” externer Link von Andreas Knudsen am 26. Oktober 2012 in Neues Deutschland

Gegen “weiter wie gehabt”…

Im Metallgewerbe gibt es schon eine Einigung (Plus 3,2 Prozent auf die Ist-Löhne), in der Metallindustrie noch nicht. Auch das ist eine Frucht der nun aufgesplitterten Kollektivvertrags-Verhandlungen innerhalb des Metallsektors. Nach dem Scheitern der dritten Verhandlungsrunde über einen KV für das Jahr 2013 stehen nun Betriebsversammlungen an. Konkrete Maßnahmen werden am Mittwoch bei einer Betriebsrätekonferenz in Amstetten beschlossen. Die Industrie hatte zuletzt ein Angebot von 2,26 Prozent gelegt – was weit unter der als Verhandlungsbasis herangezogenen Inflationsrate von 2,7 Prozent ist und somit einen Reallohnverlust bedeuten würde…” – Die Meldung “Metaller-Betriebsräte kämpfen weiter” externer Link auf DerStandard vom 10. Oktober 2012

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)

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