Branchen

Quelle:  Artikel Annette Herold in der Märkischen Oderzeitung vom 10.08.2012 externer Link

Montag, sechs Uhr, Schichtbeginn”, rief die Anwältin von First Solar dem eigentlich gekündigten Betriebsratsmitglied Sven Hennig zu. Da war das Urteil noch gar nicht gesprochen, doch Arbeitsrichterin Henriette Freudenberg hatte gestern gleich nach Verhandlungsbeginn deutlich gemacht, dass das Gericht die von First Solar vorgebrachten Kündigungsgründe nicht für überzeugend hielt. Die Richterin merkte erneut an, was sie schon im Mai kritisiert hatte: First Solar habe Hennig zwar eine Gefährdung des Produktionsablaufs vorgeworden und damit die außerordentliche Kündigung begründet. Worin diese Gefährdung bestanden haben soll, sei aber nicht konkret dargelegt worden. (…) Doch vor der gerichtlichen Entscheidung steht im Arbeitsgerichtsverfahren der Wille zur gütlichen Einigung. First Solar bot Hennig die Zahlung der ihm laut Sozialplan zustehenden Abfindung von rund 24 000 Euro brutto an, die er im Falle einer fristlosen Kündigung nicht erhalten hätte. Nach einer Bedenkpause lehnte er diese Offerte ab. Indes läuft am Arbeitsgericht noch ein Verfahren um Hennigs Mitarbeit im Betriebsrat von First Solar. Die anderen Mitglieder der Arbeitnehmervertretung fordern seinen Ausschluss aus dem Gremium. Hennig habe immer wieder “Front gemacht”, heißt es zur Begründung. Im Eilverfahren scheiterte der Betriebsrat damit, der nächste Termin ist für den 22. August geplant.

Quelle: Interview mit dem Pflegegesetz-Kritiker Claus Fussek von Silvia Ottow im Neues Deutschland vom 30.07.2012 externer Link

Am 29. Juni beschloss der Bundestag ein Pflegegesetz und lobte es über den grünen Klee: Zum ersten Mal erhielten Menschen mit Demenz Leistungen, heißt es. Es gebe mehr Wahlfreiheiten, neue individuelle Wohnformen und fünf Euro im Monat für eine private Pflegevorsorge. Doch nicht alle in der Pflege Beschäftigten sehen das so positiv.

Quelle: Artikel von Ulf Brychcy in der FTD vom 03.06.2012 externer Link

Die größte deutsche Airline Lufthansa krempelt sich um und stellt die LSG Sky Chefs zur Disposition. Verlustbringende Töchter wie BMI hat das Unternehmen bereits erfolgreich verkauft – jetzt sind die Profitablen dran.  (weiterlesen »)

Quelle: Artikel in der Neue Osnabrücker Zeitung vom 06. Juli 2012 externer Link

„Das Osnabrücker Restaurant der bundesweiten Steakhaus-Kette Maredo darf seine Betriebsratsvorsitzende entlassen. Das Arbeitsgericht Osnabrück hat jetzt in einem Beschlussverfahren einer möglichen Kündigung zugestimmt. Das Steakhaus beschuldigt die Frau, trotz einer Krankschreibung Nebentätigkeiten ausgeübt zu haben. Der Arbeitgeber spricht von „grober Pflichtverletzung“. Die Betriebsrätin bestreitet die Vorwürfe nicht vollends. Sie hat bei Maredo einen Teilzeitjob. Mit zwei Nebentätigkeiten – in einem Supermarkt und in einer Gaststätte – bessert sie ihr Einkommen auf. Darüber war die Restaurantleitung offenbar informiert. In der Zeit ihrer Krankschreibung hat sie ihre Nebentätigkeiten weiterhin ausgeübt. Zu ihrer Verteidigung führt die Frau allerdings an, dass sie ihr Arzt nur für den Job im Steakhaus arbeitsunfähig geschrieben hatte…(weiterlesen »)

Das Online-Versandunternehmen Zalando ist wegen schlechter Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten. Artikel von Peter Nowak in der Jungle-World vom 09.08.2012 externer Link (weiterlesen »)

Quelle: Artikel von Birgit Küfer im Neues Deutschland vom 15.06.2012 externer Link

„Kopfschütteln bei norddeutschen Gewerkschaftssekretären ausgelöst hat ein medial inszenierter Arbeitseinsatz des Vorsitzenden der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), Franz Josef Möllenberg, in einer Filiale der Fast-Food-Kette »McDonald’s« am Berliner Checkpoint Charlie. Immerhin eine halbe Schicht lang verbrachte Möllenberg in Originalarbeitskleidung in der Großküche und erlebte den Stress an der Fritteuse hautnah…(weiterlesen »)

Artikel von Wolfgang Schaumberg* vom 8. August 2012

Landesweit und sogar international hat die Bochumer Opel-Belegschaft durch ihre selbständigen, von der Betriebsratsmehrheit wie der IG Metall weder gewollten noch unterstützten Streiks im Jahr 2000 (5 Schichten) und besonders 2004 (11 Schichten) Aufsehen erregt. Aktuell steht wieder eine harte Auseinandersetzung an, unter schwierigen Bedingungen. (weiterlesen »)

Quelle:  Meldung auf Die Welt Online vom 07.08.2012 externer Link

„Die Küchen von 178 Kitas sollen an diesem Mittwoch kalt bleiben: Die Gewerkschaft Verdi hat 750 Beschäftigte der Vereinigung Kita Service Gesellschaft (VKSG) zum Warnstreik aufgerufen. In die VKSG wurde 2005 der Hauswirtschaftsbereich der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten ausgegliedert. Küchenmitarbeiter und Reinigungskräfte der Servicegesellschaft arbeiten laut Verdi «ohne Tarifvertrag und müssen bis zu 30 Prozent Gehaltseinbußen hinnehmen». Im März dieses Jahres hat Verdi nach eigenen Angaben die VKSG zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Ein Warnstreik und drei Verhandlungstermine hätten nicht zu Angeboten des Arbeitgebers geführt…

Die zweitgrößte deutsche Lebensmittelkette betreibt bundesweit an neun Märkten ein Drive-in-Modell, bei dem der Kunde die Waren online bestellt und selbst abholt. Noch in diesem Jahr will der Händler zwei bis drei weitere Standorte mit diesem Service ausstatten. Das Lohnniveau bei Werkverträgen liegt noch unter dem von Leiharbeit. Das haben verdeckte Mitarbeiter bei dem Supermarkt Rewe herausgefunden. Doch auch dieser geringe Lohn kann noch weiter gedrückt werden. Durch Akkordvereinbarungen räumen Warenverräumer Regale teilweise für unter sechs Euro ein. Das erfuhren zwei Mitarbeiter des ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO am eigenen Leib, als sie verdeckt bei Rewe arbeiteten. Der Mindestlohn für Leiharbeit liegt bei 7,01 Euro. „So absurd das klingt, Leiharbeit ist schlichtweg zu teuer geworden. Der Vorteil des Werkvertrages ist der, dass er vorherige Leiharbeit noch einmal 15 bis 20 Prozent billiger macht“, sagt Gerd Denzel, Experte für Leiharbeit bei der Gewerkschaft Ver.di…“   Meldung im Focus vom 06.08.2012 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

Quelle:  Artikel auf der Seite der IG Metall vom 08.08.2012 externer Link

„Cloud Computing, Crowdsourcing, Talent Cloud – neue verführerische Trends mischen die IT-Branche ordentlich auf. Doch diese neuen Techniken bieten nicht nur Chancen. Die IG Metall will bei der Gestaltung der Arbeitsverhältnisse mitbestimmen und sie will verhindern, dass die neuen Trends zu einem Modell für prekäres Arbeiten werden…“

Durchbruch im Verhandlungs-Poker – Die polnischen Bauarbeiter in Essen halten endlich ihr Geld in Händen

Quelle: Artikel auf DerWesten vom 13.08.2012 externer Link

Es war ein zäher Verhandlungsmarathon, doch er hat ein glückliches Ende: Die polnischen Bauarbeiter, die mittellos in Essen gestrandet waren, haben ihren Lohn jetzt in der Tasche. Am Montag bekamen sie das Geld ausgezahlt. Bar auf den Tisch.. Aus dem Text: „(…) Am späten Freitagabend dann doch der Durchbruch. Endlich, sagt die LVR-Sprecherin. Endlich, sagt auch der Gewerkschaftssekretär. Das Unternehmen trat die Ansprüche für die Lohnzahlungen gegenüber dem Auftraggeber an die Gewerkschaft ab. Damit war der Weg für die Auszahlung frei. „Der LVR hat hat per Blitzüberweisung die ausgehandelte Summe von 73 000 Euro auf ein treuhänderisches Gewerkschaftskonto überwiesen“, meldete Katharina Landorff am Montagvormittag. Die Gewerkschafter Claudia Schmidt und Holger Vermeer hatten einen unterhaltsamen Arbeitstag, diese Überweisung zu Bargeld zu machen. Um 16.45 Uhr können sie den Wartenden verkünden: „Es hat sich vielleicht rumgesprochen, dass wir das Geld bekommen haben.“ Während Claudia Schmidt den Bauarbeitern aus der Geldkassette Bargeld auf den Tisch zählt, löst sich die Spannung bei Arbeitern und Gewerkschaften. Vermeer denkt noch kurz an die Arbeiter, die aufgegeben haben und nach Polen zurück gekehrt sind: „Die Kollegen bekommen das Geld überwiesen.“ Die Bauarbeiter planen schon die Heimfahrt. Ob sie noch einmal zurück kommen? „Jaz nie“, sagt einer. Bestimmt nicht.(weiterlesen »)

Quelle: Artikel auf der Seite der IG Metall vom 08.08.2012 externer Link

„Cloud Computing, Crowdsourcing, Talent Cloud – neue verführerische Trends mischen die IT-Branche ordentlich auf. Doch diese neuen Techniken bieten nicht nur Chancen. Die IG Metall will bei der Gestaltung der Arbeitsverhältnisse mitbestimmen und sie will verhindern, dass die neuen Trends zu einem Modell für prekäres Arbeiten werden…“

Exklusiv

Artikel von Emilio Astuto, São Paulo, vom 31.07.2012 – CSP-Conlutas / Brasilien (Sozial- und Gewerkschaftsdachverband – Koordinierung der Kämpfe von Brasilien)

General Motors, der größte Autokonzern der Welt, beabsichtigt, ca. 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in São José dos Campos, im Bundesstaat São Paulo, zu entlassen und einen ganzen Betriebssektor (MVA: Manufaktur von Autos) zu schließen. Die Metallarbeitergewerkschaft von São José dos Campos, Mitglied von CSP-Conlutas (Sozial- und Gewerkschaftsdachverband von Brasilien) startet jetzt eine breite Kampagne mit dem Ziel, ein Desaster zu vermeiden. (weiterlesen »)

Quelle: Zusammenfassende Übersetzung der Meldung „Proposta entre GM e Sindicato suspende 1.840 demissões“  vom 5.8.2012 auf der Seite von CSP-Conlutas – Central Sindical e Popular

Am 4. August haben sich die Metallgewerkschaft von Sao Jose dos Campos und die Werksleitung GM auf einen Vorschlag geeinigt, über den am 7. August die Belegschaft entscheiden wird. Statt der geplanten 1840 Entlassungen wurde vereinbart, die Produktion des “Classic” im Werk zu behalten, was 900 Arbeitsplätze sichert. Die anderen 940 Kollegen werden bis November diesen Jahres zunächst zwei Wochen in Urlaub gehen und danach eine Weiterbildungsphase durchlaufen – bei vollen Bezügen im gesamten Zeitraum. Ab November will die Werksleitung eine Periode freiwilliger Kündigung einführen: Die Gewerkschaft verteidigt weiterhin die Position, dass alle Jobs gesichert werden können und fordert dazu auch Maßnahmen der Regierung.

Quelle: Meldung der IG Metall vom 06.08.2012 externer Link

Wenn es um Social Media geht, denken viele zuerst an Facebook. Wo junge Leute in erster Linie persönlich kommunizieren, erproben inzwischen auch Unternehmen die Möglichkeiten von Social Media. Da wird nicht nur für ein neues Produkt geworben. Zunehmend werden betriebsinterne Social Media Plattformen für die betriebsinterne Kommunikation und Organisation genutzt…“