Branchen

Quelle:  Artikel mit Videos auf Sylttv.com vom 05.09.2012 externer Link

Der Arbeitskampf der nichtärztlichen Mitarbeiter der Nordseeklinik auf Sylt dauert jetzt schon seit Juli an. Auch gestern wurde wieder gestreikt und es gab zusätzlich eine Demonstration in Westerland. Dabei konnte man beobachten, dass sowohl unter der Sylter Bevölkerung, als auch unter den Urlaubern und den Klinikmitarbeitern vom Festland die Solidarität mit den Streikenden auf der Insel wächst. Auch die Gewerkschaft verdi schickte mit Ellen Paschke ein Mitglied des Verdi-Bundesvorstandes nach Sylt. Denn es gibt nach Aussage der Gewerkschaft zurzeit mehrere Kliniken, in denen um einen Tarifvertrag gekämpft wird, und man möchte dieses Problem bundesweit an die Öffentlichkeit bringen…

Quelle:  Artikel von Jutta Rippegather in der Frankfurter Rundschau vom 05.09.2012 externer Link

Vor sechs Jahren verkaufte das Land Hessen die Uniklinik Gießen-Marburg an den Rhön-Konzern. Der Betriebsrat der Klinik fordert nach der geplatzten Übernahme durch Fresenius den Landtag nun zum Rückkauf auf.   Aus dem Text:

(…) Deshalb hat der Betriebsrat beider Standorte die Petition an den Landtag unterzeichnet, die den Rückkauf der Uniklinik fordert. Auch die Linken im Landtag und die Gewerkschaft halten dies für die beste Lösung. „Wenn das nicht umsetzbar sein sollte, darf es jetzt aber nicht heißen: weiter wie bisher“, sagt Verdi-Landesleiter Jürgen Bothner. Die FDP fordert Rhön auf, seinen Unternehmensstil zu korrigieren: „In der Vergangenheit wurde das Augenmerk zu einseitig auf die Rendite gerichtet.“ Die Grünen sehen das Land in der Pflicht, „umgehend ein Konzept vorzulegen“. Das will auch SPD-Abgeordneter Thomas Spies: „Es geht nach wie vor um die Lösung der Probleme, die wir ohne die Privatisierung des Klinikums gar nicht hätten. Sie war und ist falsch.

Quelle:  Der Brief als Download bei der Oberhessischen Presse vom 29.08.2012 externer Link

Ja, das stimmt. Hier der Beweis als Download: Ein Brief von Mac Kenzie & Company sorgte beim Montagsgebet für Schmunzler. Darin präsentierte ein unbekannter Autor die Ergebnisse der Unternehmensberatung auf seine eigene (humorvolle) Art und Weise. Zielvorgaben seien nicht ambitioniert genug, Exkursionen zur Reeperbahn hätten ergeben, dass das teure Leuchtturmprojekt von der Nordsee nicht aus zu sehen sei und UKGM im Ergebnisbericht einfach das Wort „Schlecker“ ersetzen könnte.

Quelle:  Die Linke im Bundestag vom 05.09.2012 externer Link

„Nachdem Vertreter Eures Gesamtbetriebsrates uns heute Eure Tarifbewegung vorgestellt haben, stellen wir fest: Sie ist einzigartig. Es geht Euch – und das ist neu – um die Verbesserung der Mindestbesetzung, die Gesundheitsförderung und die Ausbildungsqualität. Ihr seid Vorreiter einer bundesweit neuen Tarifbewegung für Gesundheitsschutz, gegen prekäre Beschäftigung. (…) Wir hoffen, dass Ihr in diesem Arbeitskampf einen Erfolg auf ganzer Linie erzielt. Mit Eurem Konzept eines „Betten- und Stationsschließungsstreiks“ habt Ihr es geschafft, erstmals 50 Prozent der Betten, viele wichtige Stationen und 90 Prozent der OPs lahmzulegen und habt die Charité so zu schnellen Zugeständnissen gezwungen. Ihr habt hier eine Vorbildfunktion für andere Krankenhäuser übernommen. Wir wünschen Euch und den Patientinnen und Patienten vollen Erfolg.

Quelle:  Artikel von Angela Maier in der FTD vom 03.09.2012 externer Link

Bei Siemens wächst in Teilen der Belegschaft der Ärger über die Gewerkschaft IG Metall und ihren Chef Berthold Huber. Bei den Neuwahlen der Arbeitnehmervertreter im Siemens-Aufsichtsrat am 25. September treten erstmals sechs Betriebsräte in einer zweiten, inoffiziellen IG-Metall-Liste gegen die offizielle Liste der IG Metall an. “Für die IG-Metall-Spitze ist das ein Eklat”, heißt es bei Siemens. In Großkonzernen sind Rangeleien hinter den Kulissen normal, wenn Aufsichtsratswahlen anstehen. Dass Betriebsräte aus der Hausgewerkschaft ausscheren und eine eigene Liste aufstellen, kommt dagegen selten vor. Bei Siemens war dies in der 165-jährigen Geschichte nie der Fall…“

Dossier

  • Amazon-Mitarbeiter in Rheinberg fordern einen Betriebsrat„Wieder machen unzufriedene Amazon-Mitarbeiter in NRW ihrem Ärger Luft. Die Gewerkschaft Verdi und Angestellte des Internet-Versandhandels fordern einen Betriebsrat in der Rheinberger Niederlassung. Einige Verbesserungen für die Mitarbeiter habe es bereits gegeben…Artikel von Elena Zay auf DerWesten vom 05.09.2012 externer Link

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Die Sick AG ist ein Vorzeigeunternehmen, dotiert mit mehreren Preisen und Auszeichnungen und einer der weltweit führenden Hersteller von Sensoren für die Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation mit über 5.000 Beschäftigten, davon über 1.000 am Hauptsitz in Waldkirch. Seit Jahren rumort es bei den Transportbeschäftigten des Logistik-Zentrums. Der innerbetriebliche Transportbereich hat eine hohe Verantwortung und spielt eine wichtige Rolle im gesamten Produktionsablauf des Unternehmens. Eine der Hauptaufgaben der Transporteure ist es, die kommissionierten Materialien und Waren, die bereitgestellt werden, innerhalb des Betriebes in die Produktionsbereiche zu liefern. Sie legen im Schnitt täglich zwischen zehn und 15 Kilometern pro Mitarbeiter zu Fuß zurückgelegt. Das betrifft aktuell neun Transporteure. Aufgrund des in den letzten Jahren erhöhten Leistungsdrucks, ständig steigender Arbeitsdichte und einer damit verstärkten Arbeitsbelastung, begannen die ArbeiterInnen im Jahr 2010, die Forderung auf eine Anhebung der Löhne von Entgeltgruppe 2 auf Gruppe 3 des Entgeltrahmentarifvertrags der IG Metall zu stellen. Im September 2011 konnten die Forderungen durchgesetzt werden…“ Artikel von Stephan Waldberg in Direkte Aktion 212 – Juli/August 2012 externer Link.  Siehe dazu:

  • Stempel zum Streik: IG Metall wollte MitarbeiterInnen bei Warnstreiks zum „Abmelden“ bewegen (weiterlesen »)

Quelle: Pressemitteilung der IG Metall Rheine vom 29.08.2012

„Über die Zulässigkeit der Kündigung von Mitgliedern des Betriebsrates der Verzinkerei Rheine-Hauenhorst wird am 31.08.2012 vor dem Arbeitsgericht Rheine verhandelt. Bereits vor einigen Monaten wurde über die Konflikte und Spannungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung berichtet. Der Betriebsrat muss weiterhin seine Rechte einklagen. Nun versucht der Arbeitgeber durch die beabsichtigten Kündigungen, den Betriebsrat loszuwerden. Die Verhandlung am 31.08.2012 beginnt um 10.45 Uhr vor dem Arbeitsgericht Rheine. Eine weitere Verhandlung ist für den 27.09.2012 terminiert.

„Über die Zulässigkeit der Kündigung von Mitgliedern des Betriebsrates der Verzinkerei Rheine-Hauenhorst wird am 31.08.2012 vor dem Arbeitsgericht Rheine verhandelt. Bereits vor einigen Monaten wurde über die Konflikte und Spannungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung berichtet. Der Betriebsrat muss weiterhin seine Rechte einklagen. Nun versucht der Arbeitgeber durch die beabsichtigten Kündigungen, den Betriebsrat loszuwerden. Die Verhandlung am 31.08.2012 beginnt um 10.45 Uhr vor dem Arbeitsgericht Rheine. Eine weitere Verhandlung ist für den 27.09.2012 terminiert.

In Deutschland kämpft die Flugbegleitergewerkschaft UFO für höhere Löhne und gegen Leiharbeiter. Wie es um die Arbeitsbedingungen der Stewardessen und Stewards rund um den Erdball steht, berichten unsere Korrespondenten aus Singapur, London und Paris…” Artikel von Christoph Hein, Marcus Theurer und Christian Schubert in der FAZ vom 05.09.2012 externer Link

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das sich seit Jahren in der Lufthansa-Kabine verschlimmernde Gefühl mangelnder Wertschätzung hat im Streik der UFO e.V. ein emotionales Ventil gefunden. Die große Beteiligung ist eine Bankrotterklärung der Kabinenführungen EK in Frankfurt und München. Fachliche Inkompetenz, gepaart mit einer unerträglichen Arroganz selbst durch den letzten Erfüllungsgehilfen gegenüber den Kolleginnen und Kollegen der Kabine finden nun ihren Widerhall. „Angry Bird“, ein tolles Plakat. Mit diesem Schreiben möchte ich Euch über die wichtigsten Punkte informieren, die Euch als ver.di-Mitglieder betreffen…“ Lufthansa – Flugblatt UFO/ver.di zum Streik Flugbegleiter von der ver.di-Bundesverwaltung vom 07.09.2012 externer Link

“Trotz der von den Flugbegleitern vor Monaten aufgekündigten Tarifgemeinschaft erklärt sich ver.di solidarisch mit den streikenden Kollegen in der Kabine. Derweil schien sich am Freitag Bewegung im Tarifstreit abzuzeichnen. Eine Schlichtung lag in der Luft…” (weiterlesen »)

Dossier

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO streikt weiter. Beim zweiten Tag ihres Arbeitskampfes blieben wieder Tausende am Boden. Offensichtlich Generalprobe für Freitag, 7. September: Dann soll 24 Stunden lang gestreikt werden, bundesweit. In einem kleinen Dossier haben wir die wichtigsten Meldungen vom 30.08.-  05.09.2012 herausgesucht und dokumentiert. (weiterlesen »)

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 08.09.2012 externer Link

Geschäftsführer Martin Wimmer hatte die Motorenwerke Zschopau erst 2009 von einem malaysischen Konzern übernommen, der das Werk wegen jahrelanger Verluste schließen wollte. Dabei war die Zweiradproduktion in Zschopau einst eine Erfolgsgeschichte: Die vom Dänen Jörg Skafte Rasmussen gegründete Fabrik DKW (Dampf-Kraft-Wagen) produzierte ab 1928 bereits 300 Zweiräder täglich und wurde zum größten Motorradhersteller der Welt. Zu DDR-Zeiten knüpften die Motorenwerke Zschopau an diese Tradition an und lieferten jährlich rund 85 000 Maschinen in 100 Länder.

Die schnelle Tarifeinigung war nur möglich, weil die Beschäftigten in den Betrieben immer wieder deutlich gemacht hatten, dass sie für eine angemessene Lohnerhöhung notfalls auch streiken würden“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Frank Werneke. In der Nacht zum Freitag konnte in Wiesbaden in der zweiten Verhandlungsrunde der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ein Tarifabschluss für die rund 100.000 Beschäftigten erzielt werden. (…) Vereinbart wurde eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,1 Prozent ab 1. November 2012 und weiteren 3 Prozent ab November 2013. Darüber hinaus erhalten die Auszubildenden zusätzliche Lohnprozente aufgrund einer Aufrundung der Ausbildungsvergütungen auf den jeweils nächst höheren 5- oder 10-Euro-Betrag. Die Gesamtlaufzeit der Tarifeinigung beträgt 24 Monate…”Pressemitteilung von ver.di vom 07.09.2012

Quelle:  Artikel von Jörn Boewe in der jungen Welt vom 05.09.2012 externer Link

Internationale Transportarbeiterföderation kontrolliert Einhaltung von Tarifverträgen auf Schiffen an der deutschen Küste.   Aus dem Text:

„(…) »Hafenarbeiter und Seeleute gemeinsam«, sagt Amadou, »darum geht es hier. Das ist das Wichtigste. Ich kontrolliere jeden Tag Schiffe. Aber die Hafenarbeiter einzubeziehen, das ist das Besondere an dieser Aktion.« Amadou ist der einzige Hauptamtliche im Trupp. Seit einem Jahr arbeitet er als ITF-Inspektor in Rostock. Die Docker sitzen bei Kaffee und Brötchen, sie machen das ehrenamtlich. Sie haben Urlaub genommen, um die Baltic Action Week, die ITF-Ostseeaktionswoche, zu unterstützen. »Ich arbeite bald 25 Jahre am Hafen«, sagt Stefan, »aber bei der Action Week bin ich erst zum zweiten Mal dabei. Nun, man möchte wenigstens ein bißchen dafür tun, den eigenen Job etwas sicherer zu machen.«…“   Siehe dazu:

  • ver.di ruft zur ITF-Aktionswoche auf
    „Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft wie bereits in den vorangegangenen Jahren zur ITF-Aktionswoche vom 3. bis zum 7. September auf. Ziel der Aktionswoche ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen auf Schiffen zu überprüfen und Sozialdumping sowie unwürdige Arbeitsbedingungen auf See aufzudecken…Pressemitteilung von ver.di vom 03.09.2012 externer Link