Die aktuelle Diskussion um den Online-Händler Amazon und sein Umgang mit Leiharbeitern greift zu kurz. Denn das Unternehmen entwickelt sich vom Einkaufsparadies zum Datenverwerter. Artikel von Carsten Knop in der FAZ-Online vom 23.02.2013
“Der in die Kritik geratene Internet-Versandhändler Amazon will die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Deutschland verbessern. Geschäftsführer Ralf Kleber sprach sich nach dem Wirbel um die Arbeitsbedingungen bei Amazon für mehr Betriebsräte im Unternehmen aus. "Ich finde Betriebsräte sehr gut und ich ermuntere die Mitarbeiter in unseren Logistikzentren, Betriebsräte mitzugründen", sagte er Spiegel Online. Eine Abfuhr erteilte Amazon unterdessen der Gewerkschaft Verdi. Amazon wolle mit Verdi nicht über einen Tarifvertrag verhandeln, teilte eine Sprecherin am Donnerstagabend mit...” Meldung auf Heise-News vom 22.02.2013
“Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat mit den Arbeitgeberverbänden der Zeitarbeit ein Verhandlungsergebnis über Branchenzuschläge für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer, die gewerbliche Tätigkeiten in der Druckindustrie ausüben, erzielt. (...) Das mit dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) erzielte Verhandlungsergebnis sieht vor, dass Leiharbeitsbeschäftigte nach vier Wochen Einsatzdauer in einem Kundenbetrieb 8 Prozent Zuschlag auf den Leiharbeits-Tariflohn erhalten, nach drei Monaten gibt es 15 Prozent, nach fünf Monaten 20 Prozent, nach sieben Monaten 35 Prozent und in der Endstufe nach neun Monaten 45 Prozent Zuschlag. Für die Angestelltenbereiche, insbesondere die technischen Angestellten, wurden gesonderte Gespräche vereinbart. Der Vereinbarung müssen noch die zuständigen ver.di-Gremien zustimmen. Der Tarifvertrag soll am 1. Juli 2013 in Kraft treten.” Pressemitteilung von ver.di vom 22.02.2013
Beim Thema Arbeitszeitverkürzung geht es um Macht und Interessen, sagt Wirtschaftswissenschaftler Heinz-Josef Bontrup. Und rechnet vor, wie es gehen könnte. Artikel von Martin Reeh in der TAZ vom 22.02.2013
„So arbeiten die internationalen Konzerne: Weil der US-Reifenhersteller von der französischen Regierung keine Subventionen für ein Werk in Amiens erhalten hat, beschimpft er nun öffentlich die Franzosen: Die Arbeiter in dem Land seien faul und überbezahlt…“ Artikel in Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 21.02.13
„Die Einwohner der griechischen Insel Lesbos haben selbst Flüchtlingswurzeln. Daher halten sie es für selbstverständlich, Neuankömmlingen aus ihren Schlauchbooten zu helfen, sie mit Medikamenten und Kleidung zu versorgen. Dafür haben sie ein enges Netzwerk aufgebaut…“ Beitrag von Chrissi Wilkens auf Deutschlandradio Kultur vom 19.02.2013
Aus der Not eine Tugend machen, dieses Sprichwort beherzigen viele Griechen und setzen immer mehr auf Selbstorganisation. Ein Mittel sind Tausch- und Solidaritätsnetzwerke. Artikel von Filippos Sacharis, Athen, im Neues Deutschland vom 20.02.2013
Broschüre von Michael Fütterer als „Die Ränkeschmiede" Nr. 21 vom Dezember 2012 herausgegeben von TIE Internationales Bildungswerk e.V. und express/AFP e.V.
"In einem Neusser Jobcenter wurde im September 2012 eine Sachbearbeiterin von einem Arbeitslosen erstochen. Auch zuvor schon wurden Jobcenter-Mitarbeiter angegriffen und bedroht. So mancher fragt sich, ob diese zunehmende Aggressivität von Arbeitslosen nicht das Ergebnis einer verfehlten Politik ist, deren unausgesprochenes Ziel zu sein scheint, es den Beziehern von Hartz-IV so schwer wie nur möglich zu machen. Ingrid Müller-Münch hat sich die Arbeitsbedingungen in den Jobcentern genauer angesehen und die Menschen vor und hinter den Schreibtischen befragt…" Manuskript und Audio der SWR 2-Sendung vom 18.2.2013 von Ingrid Müller-Münch
20 Jahre und kein Ende: Die Berliner Tafel will sich weiter vergrößern. Politologin Luise Molling erkennt darin ein Armutszeugnis der deutschen Sozialpolitik. Interview von Martin Rank in der taz vom 21.02.2013
"Alljährlich seit nunmehr dreißig Jahren – also seit 1983, dem Jahr der ersten rechtsextremen Wahlerfolge bei den Kommunalwahlen (im März 83 in Paris und im September 83 in Dreux) - erhebt das Meinungsforschungsinstitut TNS Sofres Daten zur Sichtweise der Franzosen auf den Front National. Vor kurzem, am 06. Februar 13, wurden die Ergebnisse der Untersuchung für das Jahr 2013 bekannt. Diese beruhen auf einer repräsentativen Umfrage, die zwischen dem 24. und dem 28. Januar dieses Jahres durchgeführt wurde..." Artikel von Bernard Schmid vom 22.2.2013
"Am Mittwoch früh (20. Februar 13) wurde das Gewerkschaftshaus in Algier durch starke Polizeikräfte umstellt. Drinnen tagte zu diesem Zeitpunkt ein Kongress unter dem Namen „Erstes Maghrebinisches Forum gegen Erwerbslosigkeit und Prekarität“, zu dem Arbeitslosenvertreter aus dem gesamten Maghreb – aus den Staaten Tunesien, Algerien, Marokko und Mauritanien – zusammengekommen waren. Ihr Gastgeber war die algerische „autonome“ (d.h. vom staatsnahen Dachverband UGTA unabhängige, und deswegen Schikanen ausgesetzte) Gewerkschaft von öffentlich Bediensteten, SNAPAP. Die Tagung wurde auf diese Weise jäh und brutal abgebrochen (...) Wir bitten, eventuelle Solidaritätsadressen zwecks Weiterleitung an das Labournet zu übermitteln." Artikel von Bernard Schmid vom 22.2.2013
"0,9 % mehr ab 1.2.2013 plus 25 (VA) bzw. 35 € Einmalzahlung für Januar 2013 lautet das erste (und „letzte“!) Angebot der GF der DGB-RS GmbH. Ebenso wie die ver.di-Tarifkommission bewertet der VGB-Vorstand dies als völlig unzureichend…" Tarifinformation Nr. 2-2013 vom 19. Februar 2013 für Beschäftigte der DGB-Rechtsschutz GmbH beim Verband der Gewerkschaftsbeschäftigten
Am Mittwoch hat in Griechenland der 27. Generalstreik seit der Unterzeichnung des ersten Spar- und Konsolidierungsprogramms zwischen der Athener Regierung und den internationalen Geldgebern vor knapp drei Jahren stattgefunden. Zugleich gab es in vielen Städten Protestkundgebungen. Laut Gewerkschaftsangaben demonstrierten in Athen 80 000 Menschen - ein Presseüberblick