Letzte Artikel

Spartengewerkschaften: Klein, aber mächtig

Veröffentlicht von

Sie haben nicht viele Mitglieder, aber ihre Arbeitskämpfe sind gefürchtet. Einige kleine Gewerkschaften, die sich auf exponierte Berufsgruppen konzentrieren, sind in den vergangenen Jahren entstanden. Ein Überblick im Handelsblatt vom 30.04.2013

Gesundheit, ein Gewinn. Medizinische Projekte als Renditeobjekt

Veröffentlicht von

"Erste Krebszentren locken private Investoren bereits mit dem Versprechen, man könne mit der Krankheit gut verdienen, denn Krebs bringe Ertragssicherheit durch wachsende Patientenzahlen. Kritiker fürchten, durch solche “Public-Private-Partnerships” allerdings einen grundlegenden Umbruch im Medizinbetrieb…" Manuskript der Sendung von Thomas Liesen am 28.04.2013 im Deutschlandradio

Kürzung der Gehälter: Europäische Beamte treten in Streik

Veröffentlicht von

Die Mitarbeiter des Europäischen Rates haben einen eintägigen Streik angekündigt. Sie protestieren gegen eine Reihe von Kürzungsvorschlägen für ihre Bezüge: Solche Einschnitte habe es schließlich "nicht einmal in Griechenland gegeben". Auch die Kollegen von Kommission und Parlament drohen mit dem Ausstand…“ Artikel von Javier Cáceres, Brüssel, in der Süddeutschen Zeitung vom 02.05.2013

Heißer Mai in Portugal: Während die zerstrittene Regierung neue Sparpläne ankündigt, steht dem Land wieder ein Generalstreik bevor

Veröffentlicht von

„Drastische Sparpläne haben die Demonstrationen am 1. Mai in Portugal weiter angeheizt. Ohnehin war erwartet worden, dass sich am Nachmittag Hunderttausende an Protestzügen im ganzen Land beteiligen. Zwar gingen die beiden großen Gewerkschaftsverbände CGTP und UGT erneut getrennt auf die Straßen des Landes, doch wird erwartet, dass sie bald gemeinsam zum Generalstreik antreten, nachdem die konservative Regierung neue Sparpläne im Umfang von sechs Milliarden Euro angekündigte. "Es reicht", sagte der neue Chef der sozialdemokratischen UGT am 1. Mai. Die "Zukunft Portugals" dürfe nicht mit weiter "verpfändet werden", erklärte Carlos Silva…“  Beitrag von Ralf Streck auf Telepolis Politik News vom 02.05.2013

Gewerkschafter in Lagern. Biografische Datenbank zu Gewerkschaftsfunktionären/innen in Konzentrationslagern 1933-1945

Veröffentlicht von

"In dieser Datenbank sind biografischen Informationen zu Gewerkschaftsfunktionären und Gewerkschaftsfunktionärinnen erfasst, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten in Konzentrationslagern inhaftiert wurden. Die Informationen entstammen einer Sammlung von Prof. Dr. Siegfried Mielke, Freie Universität Berlin, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsstelle Nationale und Internationale Gewerkschaftspolitik. Die Datenerfassung erfolgte unter finanziellen Förderung der Hans-Böckler-Stiftung. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, will aber die bisher bekannten Schicksale einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und für weitere Forschungen Anhaltspunkte geben. Für jede Person ist die jeweilige Quelle der erfassten Informationen vollständig angegeben und somit auffindbar…" Datenbank von Prof. Dr. Siegfried Mielke unter Mitarbeit von Marion Goers bei der FES

Die Volksabstimmung für den EU-Beitritt Litauens – und einige ihrer Hintergründe

Veröffentlicht von

DGB: Eu­ro­pa­wahl am 26. Mai: EU­RO­PA. JETZT ABER RICH­TIG!„...Pfarrer Juozapas Pobrovolskas ist sich bewusst, dass die Stellung der litauischen Kirche herausragt – verglichen mit anderen Ländern in Europa. Nicht wenige Beobachter des litauischen EU-Referendums Anfang Mai meinen, erst der katholische Klerus habe es zugunsten des „Jas“ entschieden. In einem Hirtenbrief, der in den Gottesdiensten am Sonntagmorgen verlesen wurde, riefen die Bischöfe dazu auf, für den Beitritt zur EU zu stimmen. Es gehe nicht darum, den Politikern einen Denkzettel zu verpassen, sondern um die Sicherung der Zukunft für die kommenden Generationen, hieß es in dem Text. Der Aufruf verfehlte seine Wirkung nicht. Am Ende machten 63,3 Prozent der Litauer ihr Kreuz, 91 Prozent von ihnen beim „Ja“ – nach der Slowakei das zweibeste Ergebnis unter allen Beitrittstaaten...“ – aus dem Beitrag „In der Mitte Europas“ von Marc-Christoph Wagner am 08. Oktober 2003 im Deutschlandfunk (nahe liegender Weise nicht eben EU kritisch) zu Hintergründen der damaligen Volksabstimmung für einen Beitritt zur EU – worin auch Gewinner und Verlierer des Prozesses zu Wort kommen.

Frankreich: Ein gespaltener 1. Mai: Regierungsfreundliche und –kritische Gewerkschaften demonstrieren getrennt

Veröffentlicht von

"„Doch so viele“: 300 Teilnehmer/innen sind gekommen. Ganze 300 Teilnehmer/innen. So sieht die wirklich mega-glänzende Bilanz des rechtssozialdemokratischen Gewerkschaftsdachverbands CFDT aus Die CFDT hatte im Vorfeld des diesjährigen 1. Mai entschieden, zusammen mit der „unpolitischen“ UNSA, doch getrennt von den übrigen Gewerkschaftsverbänden eine eigene „zentrale“ 1.Mai-Kundgebung in der Nähe von Reims (in dem Kaff Cormontreuil) abzuhalten. Diese hatte im Gegensatz zu den übrigen Gewerkschaftsdemonstrationen vom 01.05. dieses Jahres einen ausgeprägten Pro-Regierungs-Charakter. Ganze 300 Leute kamen zu der Kundgebung, die als frankreichweit galt…" Artikel von Bernard Schmid vom 2.5.2013

DGB-Chef Michael Sommer: Kuscheln mit Merkel

Veröffentlicht von

"Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer ist längst auf Kuschelkurs mit CDU und SPD gegangen. Trotz Agenda 2010 und Niedriglöhnen. Nach dem 1. Mai wird er sich wieder zurückziehen und hier und da die Kanzlerin loben…" Artikel von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf vom 01. Mai 2013 im Spiegelfechter

Blinder Eifer schadet nur. Der 1. Mai, der Tag der Arbeit, ist ein Feiertag. Gibt uns das nicht zu denken? Wege zu einem moderneren Erwerbsleben.

Veröffentlicht von

"Um die großen Veränderungen unserer Zeit zu verstehen, braucht man keine Zukunftsforschung und kein soziologisches Kolloquium. Ein Hamsterkäfig und ein Walt-Disney-Taschenbuch tun es auch. Der Hamster ist bekanntlich ein sehr beliebtes Haustier. Er ist aber auch ein Symbol, ein Wappentier, der für etwas ganz Bestimmtes steht, so wie der Doppeladler für die k.u.k. Monarchie oder der Löwe in zahlreichen Schilden als Symbol des Mutes und der Noblesse. Der Hamster steht dafür, immer so weiterzumachen wie gewohnt. Jeder, der schon einmal einen der possierlichen Nager gesehen hat, weiß, dass sie in ihren Käfigen unermüdlich im sogenannten Hamsterrad laufen. Das tun die kleinen Wichte bis zur Erschöpfung, oder wie man heute sagen würde: Bis das Burnout kommt. Doch mit Leistungsdenken und Ehrgeiz hat der Fleiß, der hier an den Tag gelegt wird, wenig zu tun: Es ist blinder Eifer, der keinen Zweck verfolgt, keinen Sinn macht und nie endet. Der Hamster läuft und läuft – und kommt nie an. Der Hamster eignet sich als Wappentier hervorragend für eine durch und durch aktionistische Gesellschaft, in der Arbeit der Arbeit wegen überhöht wird. Nicht was dabei rauskommt und welchen Zweck die Arbeit verfolgt, ist gefragt, sondern dass man sie macht, dass man fleissig ist. Mögen wir uns kurz an die alte Weisheit erinnern: Blinder Eifer schadet nur?..." Artikel von Wolf Lotter vom 24.04.2013 in DIE FURCHE - Die österreichische Wochenzeitung. Seit 1945