Ob sein Vorgänger Gbagbo wirklich der Antiimperialist war, als der zunehmend öfter dargestellt wird, sei an dieser Stelle dahingestellt. Mehr Stimmen hat er allemal gehabt. Und Ouattara liess auch nur in Kommunen und Regionen wählen - ohne Gegenkandidaten, weswegen auch weniger als 30% Wahlbeteiligung zu verzeichnen war.
Innerhalb weniger Tage wurden von der Regierung des Bundestaates Haryana gleich zwei mal bewiesen, wie es sich mit der “grössten Demokratie der Welt” verhält: Sowohl eine Versammlung als auch eine normal angemeldete Demonstration der Suzuki-Betriebsgewerkschaft wurden verboten - bei letzterer nicht nur viele Festnahmen, sondern diese auch sofort an Bushaltestellen der Gegend, wo sie stattfinden sollte - Notstandsübung eben
Nun hat das Ölministerium noch bis zum 3. Juni Zeit, endlich irgendwelche konkreten Anklagepunkte gegen den Vorsitzenden der Ölarbeitergewerkschaft vorzulegen - so beschloss es das Gericht...
Im Kampf gegen die Schließung eines Werkes haben die streikenden Mitarbeiter des französischen Autobauers aufgegeben. Ab Montag nehmen sie ihre Arbeit wieder auf. Peugeot macht dafür Zugeständnisse bei der Bezahlung. Agenturmeldung beim Handelsblatt vom 17.05.2013
„Tarifstreitigkeiten gehören bei der Lufthansa schon fast zum normalen Geschäftsalltag. Auch in diesen Tagen liegen Management und Arbeitnehmer meilenweit voneinander entfernt. Die Folgen sind momentan noch nicht absehbar…“ Artikel von Steffen Eidam auf Der Aktionär vom 19.05.2013
Bei der Eröffnungsveranstaltung des Filmfestivals von LabourNet-Türkei (Sendika.org) wurde Ken Loach’s letzter Film “Spirit 45″ gezeigt, in dem die sozialen Errungenschaften des englischen Sozialstaates der 1950er bis Mitte der 1970er-Jahre behandelt werden, um sozusagen den Umfaller der Linken, sprich der Labourparty aufzuzeigen. Vor dem Film wurde die Rede Ken Loach’ s für die rund 700 Zuschauer_innen & Aktivist_innen (des 1.Mai in Istanbul) eingespielt. Ein Vertreter des Festivals hatte ihm in London einen Ehrenpreis für dessen großes filmisches Werk in Solidarität mit der internationalen Arbeiter_innenbewegung, den Marginalisierten und Prekären überreicht. Das Video beim LabourNet Austria vom 12. Mai 2013
„Die Belegschaft streikt gegen die Änderungen, die der neue Kollektivvertrag mit sich bringt, sowie die geplante Kündigung von 42 Flugbegleitern. Diese hatten sich in der Vorwoche krankgemeldet, was die CA-Führung als illegalen Streik ansieht. Bei den Verhandlungen zwischen der Firmenführung und den Gewerkschaften gab es bisher keine Annäherung…“ Meldung auf Salzburger Nachrichten vom 19.05.2013
„Nahezu zeitgleich mit dem positiven Bericht einer von Apple beauftragten Organisation über die Arbeitsbedingungen bei Foxconn, berichtet die unabhängige Gruppe China Labor Watch über Suizide im Werk in Zhengzhou…“ Artikel von Peter Steinlechner auf Golem.de vom 19.05.2013
Im Februar 2013 erklärte die Belegschaft des griechischen Baustoffproduzenten Viomichaniki Metaleftiki (Vio.Me), ihre Fabrik stehe ab sofort unter der Kontrolle der Arbeiterinnen und Arbeiter und nehme die Produktion wieder auf (Jungle World 13/2013). Makis Anagnostou ist Vorsitzender der Basisgewerkschaft der von den Beschäftigten besetzten Fabrik in Thessaloniki. Mit ihm sprach die Jungle World über die Erfolge und Tücken der Selbstverwaltung. Das Interview von Peter Nowak in der Jungle World vom 16.05.2013
"Sol Trumbo Vila (30) hat seine politischen Wurzeln in der spanischen Empörten-Bewegung. Inzwischen arbeitet er in Amsterdam für das Transnational Institut und ist dort für ein Projekt verantwortlich, das den europaweiten Widerstand gegen die Sparpolitik stärken soll. Mit ihm sprach Stephan Lindner über Möglichkeiten für größeren gemeinsamen Protest in Europa…" Interview aus Neues Deutschland vom 17. Mai 2013, dokumentiert beim Friedensratschlag
5 Tage lang streikte die gesamte Belegschaft des Elektrizitätswerkes, das Kairos Norden bedient - weil bei Protestaktionen 17 von ihnen festgenommen wurden. Am Montag nahmen sie die Arbeit wieder auf, nachdem die 17 freigelassen worden waren wird am 20. Mai 2013 bei revolutionarabe berichtet (übersetzter Artikel aus Al Ahram)
Die Märzwahlen in Kenia waren zumindest deutlich friedlicher als befürchtet (von manchen auch: erwartet?) und brachten den Sieg des grössten Grundbesitzers des Landes. Nach der Wahl gab es nicht wie versprochen, als erstes mehr Lehrer, sondern eine Diätenerhöhung im Parlament. Die auf heftige und breite Kritik stiess - ausser beim Gewerkschaftsbund COTU. Die kommentierte Materialsammlung “Occupy Parliament - und die Gewerkschaftszentrale gleich mit?” vom 20. Mai 2013, zusammengestellt und kommentiert von Helmut Weiss auf Initiative und Hilfestellung von Reinhard Gebhardt
„Die Modekette H & M hat erneut einen aktiven Betriebsrat im Visier. Diesmal ist es Damiano Quinto, Betriebsratsvorsitzender in Trier, gleichzeitig Mitglied im Gesamtbetriebsrat, im Wirtschaftsausschuss, im Gesamtbetriebsratsausschuss, im europäischen Betriebsrat, sowie Beisitzer in verschiedenen Einigungsstellen. Auch in Stuttgarter Filialen hat er schon mitgeholfen, als Vertreter auf Arbeitnehmerseite betriebliche Konflikte in Einigungsstellen erfolgreich beizulegen…“ Flugblatt von ver.di Stuttgart vom April 2013 und weitere Infos sowie eine Petition