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Kolumbien: Nestlé stoppt nach den schweren Erdbeben die Lohnzahlungen

Nestlé-Arbeiter in Kolumbien im Hungerstreik„… Die Mitarbeitenden von zwei Nestlé-Fabriken in Kolumbien haben knapp einen Monat nach dem schweren Erdbeben Post von Nestlé erhalten. Im Brief, der work vorliegt, teilt der Nahrungsmittelkonzern den Mitarbeitenden mit, dass sie wegen Produktionsausfällen bis Ende September suspendiert seien. Als Grund nennt Nestlé die Schäden des Erdbebens vom 10.  August und macht höhere Gewalt geltend. Das kolumbianische Arbeitsgesetz erlaubt in einem solchen Fall die Aussetzung des Arbeitsvertrages. Die Arbeiterinnen und Arbeiter der Fabriken in Bugalagrande und Dosquebradas, die durch das Erdbeben beschädigt wurden, erhalten deshalb vorerst keinen Lohn mehr…“ Artikel von Iwan Schauwecker vom 23. September 2026 in der work – Zeitung der Unia externer Link und mehr daraus:

  • Weiter aus dem Artikel von Iwan Schauwecker vom 23. September 2026 in der work – Zeitung der Unia externer Link: „… Als «Solidaritätshilfe» will der Konzern jedem Mitarbeitenden für den Monat September umgerechnet etwas mehr als 150 Franken zahlen. Das entspricht jedoch nicht mal einem Drittel der regulären Lohnzahlungen, schreibt die Gewerkschaft Sinaltrainal. (…) Sinaltrainal wehrt sich nun mit rechtlichen Mitteln gegen das Vorgehen von Nestlé. In einer Mitteilung schreibt die Gewerkschaft von einem «Golpe al corazón obrero» – einem Schlag ins Arbeiterherz. Auch Ladenbesitzer, Landwirte und lokale Lieferanten an den Standortgemeinden der beiden Nestlé-Fabriken würden durch den Entscheid des Konzerns stark in Mitleidenschaft gezogen. (…) Die massenhafte Suspendierung der Arbeitsverträge falle auch mit der historischen Forderung nach mehr Arbeitsrechten und Arbeitsplatzsicherheit zusammen. Nestlé versuche die Mitarbeitenden durch die Androhung des Auslaufens der Arbeitsverträge zu verunsichern…“

Siehe auch:

Das Foto zeigt Nestlé-Arbeiter in Kolumbien im Hungerstreik von 2013

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=237830
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