wirtschaftspolitische Debatten

Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 18.7.2013

Wer von Inflationskämpfen nicht reden will, sollte auch von Schuldenschnitten und einer neuen Politik der Gerechtigkeit schweigen.”

Wer zu diesen “Ereignissen” auch Zeitgenosse war, könnte sich – ob als Historiker oder nicht – auch immer wieder für diesen Streit um die “Legenden”-Bildung über das Ende der keynesianisch inspirierten Nach-Kriegs-Ära der Wirtschftspolitik (“Ende von Bretton Woods” usw.) interessieren, – und wie dann die sog. “Kluncker-Lohn-Runde” in den siebziger Jahren – nach Flassbeck – zum ökonomischen “Regime-Wechsel” beitragen konnte… (weiterlesen »)

Das breite, tiefsitzende Unbehagen von großen Teilen der Bevölkerung an den gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen konnte bisher nicht in politische Aktionen zur Überwindung des Kapitalismus überführt werden, weil es den Herrschenden trotz aller Fehlentwicklungen gelungen ist, den Kapitalismus zu beschönigen und zu verharmlosen – vor allem aber als alternativlos hinzustellenArtikel von Klaus Peter Kisker in Sozialismus Heft Nr. 6 vom Juni 2013 externer Link

Kommentar zu Wolfgang Streecks “Adorno-Vorlesungen” von Volker Bahl vom 19.3.2013

- Eine sozialwissenschaftliche Betrachtung -

Keine Ahnung, ob es dir / ihnen schon möglich war, die Adorno-Vorlesungen von Wolfgang Streeck begierig reinziehen zu können – jedenfalls ist ein “Traum” in Erfüllung gegangen, dass die Sozialwissenschaften mit den ökonomischen Krisenerklärungen gleichgezogen – ja sie m.E. sogar noch “überrundet” haben.

Wenn du / Sie ein wenig Lust bekommen solltest, doch einmal in ein großes Panorama der Krisenentwicklung der letzten 40 Jahre – seit dem Ende der stabilen Nachkriegswirtschaftsordnung – einzusteigen, dann kann ich jetzt einmal die Lektüre von Wolfgang Streecks “Gekaufte Zeit – Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus” empfehlen. (weiterlesen »)

Der Kapitalismus präsentiert sich wieder unmaskiert als Klassengesellschaft. Das Verständnis ihrer Machtkonstellationen ist aber unterentwickelt

In diesen Tagen erscheint der neue Band »Ausgrenzung und Herrschaft. Prekarisierung als Klassenfrage« des Publizisten und Soziologen Werner Seppmann (Laika Verlag, Hamburg 2013, 260 Seiten, 24,90 Euro). jW dokumentiert die Einleitung des Buches von Werner Seppmann in der Ausgabe vom 13.03.2013 externer Link

Die Wirtschaft muss wachsen, wachsen, wachsen, sagen Politiker aller Parteien. Aber wozu eigentlich? Plädoyer für einen bescheideneren Kapitalismus von Wolfgang Uchatius in der Zeit online vom 28.2.2013 externer Link

Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 16.2.2013

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Dossier

  • World Economic Forum: Schwabs Davoser Familie
    2500 Leute empfing Wef-Gründer Klaus Schwab letzte Woche in Davos. Doch was will Schwab eigentlich? Wer sind seine Gäste? Worüber reden sie, welches sind ihre Ideen, ihre Ängste? Und wo bleibt die Kritik? Eine Rückschau auf fünf Tage Wef…” Artikel von Yves Wegelin in der WOZ vom 31.01.2013 externer Link (weiterlesen »)

Eine Enquete-Kommission des Bundestags hat neue Kriterien zur Wohlstandsmessung vorgeschlagen. Lebenserwartung, Bildung und Umweltschutz sollen auch als Messwerte dienen. Agenturmeldung in der Zeit online vom 28.01.2013 externer Link. Siehe dazu auch: (weiterlesen »)

Quelle: Artikel von Tomasz Konicz in telepolis vom 21.12.2012 externer Link

Das exportfixierte deutsche Wirtschaftsmodell kann nicht ohne die Verschuldungsprozesse im Ausland funktionieren, die in der deutschen Öffentlichkeit so vehement kritisiert werden

Mit ihrer immer weiter forcierten extremen Abhängigkeit vom Außenhandel nimmt die Bundesrepublik inzwischen eine Ausnahmestellung innerhalb der großen Industrieländer ein. Diese Dominanz des Exportsektors kommt auch in der extensiven Berichterstattung über die Entwicklung der Ausfuhren zum Ausdruck, bei der inzwischen im Monatsrhythmus über die neuesten Erfolge oder Rückschläge der “Deutschland AG” auf dem Weltmarkt Bericht erstattet wird…“

Quelle:  Artikel von Ulrich Busch in Das Blättchen Nr. 17 vom 20. August 2012 externer Link

Radikale Kapitalismuskritik gehört von jeher zu den Essentials linker Politik. Mit der Herausbildung des Finanzkapitalismus verschiebt sich jedoch ihr Fokus. Stand früher der Fabrikbesitzer als Prototyp des industriellen Kapitals im Zentrum der Kritik, so rücken nunmehr Banker, Börsenjobber und Spekulanten in den Fokus. Die Kritik ist jetzt auf das Geldkapital fokussiert. Die „internationale Hochfinanz“ avancierte für die Linke zum Feindbild Nummer Eins…“

Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 5. September 2012

Etwas weiterführend bis hin zum “Wohlstand für alle” (von 1957) könnte das vielleicht auch interessieren, denn diese in der letzten Zeit stagnierende bis schleichende Erosion der Mittelschicht manifestiert im Grunde auch die durch die neoliberale Politik – nach dem Ende von Bretton Woods 1971 – immer weiter manifest geschwächten Gewerkschaften – übrigens war die Situation – wirtschaftshistorisch – für die Gewerkschaften eben unter Ludwig Erhard eine ganz andere, d.h. viel wirkungsmächtigere. Seine Wahlkampfschrift schrieb Erhard  1957 – und Otto Brenner (1956) und Georg Leber (1957) wirkten als Gewerkschafter zur gleichen Zeit. (Vgl. dazu noch einmal “Trauer um den Gewerkschafter Georg Leber als Trauer um “seine Zeit” in einer anderen ökonomischen “Ära”: archiv.labournet.de/diskussion/wipo/finanz/trauer_bahl.html) (weiterlesen »)

Quelle:  Artikel von Petra Pinzler in die Zeit online vom 25.08.2012 externer Link

Uns geht’s doch gut, oder? Während überall in Europa die Finanzkrise tobt, erscheint Deutschland wie eine Oase der Prosperität. Nahezu unverwundbar die Wirtschaft, robust der Arbeitsmarkt und gelassen die Bürger. Doch der friedliche Eindruck täuscht offensichtlich – zumindest nach Meinung der meisten Deutschen: Schließlich rechnet eine große Mehrheit von ihnen, so eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, nicht mehr damit, dass die Probleme der Gegenwart durch die bisherige Politik in den Griff zu bekommen sind. Acht von zehn Bundesbürgern wünschen sich eine »neue Wirtschaftsordnung«…“ Aus dem Text: (weiterlesen »)

Den Betrieb übernehmen

Von der Krisenbearbeitung zu gesellschaftlicher Transformation – Gisela Notz*

Anlässlich ihres neu erschienen Buchs »Theorien alternativen Wirtschaftens. Fenster in eine andere Welt« haben wir Gisela Notz gebeten, uns ihre Überlegungen und Einschätzungen zu Betriebsübernahmen heute in Kurzform zu schildern. Unerwartete Aktualität hat dies durch den Versuch der Schlecker-Frauen bekommen, den Betrieb in Genossenschaftsform fortzusetzen. (siehe Artikel von Christina Frank) (weiterlesen »)