Politik

Quelle:  Artikel vom 4. Januar 2013 bei den Nachdenkseiten externer Link

“„So viele Erwerbstätige wie noch nie“, „Nie gab es mehr Erwerbstätige“. So oder so ähnlich lauteten die Schlagzeilen. Im Jahr 2012 waren durchschnittlich rund 41,5 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig, das waren 416 000 Personen oder 1,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erreichte die Zahl der Erwerbstätigen damit im sechsten Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Seit 2005 ist die Zahl der Erwerbstätigen um insgesamt 2,66 Millionen Personen (+ 6,8 %) gestiegen, so meldete gestern das Statistische Bundesamt. Unser Leser G.K. analysiert diese Erfolgsmeldung. Das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) hat darüber hinaus noch eine von den Medien weit verbreitete Falschmeldung entdeckt…”

Quelle:  Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 21. Dezember 2012 externer Link

Die Tarifabschlüsse im Jahr 2012 liegen erkennbar über denen des Vorjahres. In zahlreichen Branchen sehen die Abschlüsse für dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen 3 und 4 Prozent vor. In der Metall- und Elektroindustrie setzte die IG Metall im Mai eine Tariferhöhung von 4,3 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten durch, in der chemischen Industrie vereinbarte die IG BCE kurz darauf eine Tariferhöhung von 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten. Das zeigt die Tarifbilanz des WSI-Tarifarchivs in der Hans-Böckler-Stiftung (siehe Übersicht im Anhang). Der Anstieg der Verbraucherpreise bleibt in diesem Jahr mit rund 2 Prozent moderat. „Auf das ganze Jahr gerechnet ist daher mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste zu rechnen“ sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck…“ Siehe dazu: (weiterlesen »)

Über 15000 Vereinbarungen: Tarifpolitische Grundsatzabteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft plädiert für Lichtung des Vertragsdschungels. Artikel von Herbert Wulff in junge Welt vom 04.01.2013 externer Link

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Beitrag von Karl Reitter externer Link , erschienen in: “Losarbeiten – Arbeitslos?”, A. Exner, . Lichtblau, S. Schneider, V. Schweiger (Hg.), Münster 2005

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Weniger, lokaler und fröhlicher: Eine neue Form der Arbeit ist möglich, meint der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann. Interview von Manuela Knipp-Lillich in der taz vom 03.01.2013 externer Link

Artikelreihe von Rudolf Stumberger in telepolis

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Immer mehr Arbeitsverträge seien rechtswidrig, sagt Jurist Peter Schüren. Er fordert Bußgelder und Gewinnabschöpfung zur „Abschreckung“.
Interview von Eva Völpel in der taz online vom 30.12.2012
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Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 2.1.2013

Irgendwie liegt über diesem Jahreswechsel zu 2013 eine Spannung – ja, direkt eine Aufregung – und dann fehlt doch noch etwas

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Quelle:  Übersicht von BMAS im Juris-Rechtsportal externer Link über die wesentlichen Änderungen und Neuregelungen, die zum Jahresbeginn 2013 im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wirksam werden

Aufschlüsselung der Regelsätze (ab 1.1.2013) externer Link nach einzelnen Ausgabenpositionen wie etwa Ernährung, Spielzeug, Strom oder Bahn- und Busfahrkarten beim Bündnis für ein menschenwürdiges Existenzminimum

Quelle: DGB-Pressemitteilung vom 28.12.2012 externer Link

Trotz der geringfügigen Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze zum 1. Januar 2013 haben Leistungsbeziehende im Jahr 2013 faktisch weniger zum Leben als bei der Einführung von Hartz IV vor acht Jahren. Denn seit Januar 2005 stiegen die Verbraucherpreise um 14,5 Prozent, der Regelsatz für einen alleinstehenden Erwachsenen jedoch nur um 10,7 Prozent. Darauf hat das Bündnis für ein menschenwürdiges Existenzminimum zum Jahreswechsel hingewiesen. Das Bündnis wirft der Bundesregierung vor, Armut zu verschärfen…“

Quelle:  Artikel von Tomasz Konicz in telepolis vom 30.12.2012 externer Link

“Arbeit hält gesund” – auf diesen Nenner brachte die Bild-Zeitung die Ausführungen des Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, der in einem Gespräch mit dem Boulevardblatt behauptete, dass Lohnarbeit unter keinen Umständen psychisch krank machen könne. “Im Gegenteil: Berufstätigkeit schafft Selbstbestätigung und Anerkennung. Sie ist damit eine wichtige Basis für die psychische Gesundheit”, so Hundt. Wenn Lohnabhängige dennoch psychisch erkrankten, dann seien sie selbst daran schuld, führte der BDA-Chef weiter aus…“

Aus dem Text: „… Inzwischen konstatieren Medizinsoziologen mit der “Gratifikationskrise” ein neues populäres Krankheitsbild, das zu einem 40 bis 80 Prozent höheren Herzinfarktrisiko führt. Hierbei handelt es sich um eine tief sitzende Unzufriedenheit, die dadurch ausgelöst wird, dass der Angestellte das Gefühl hat, seine Leistungen würden nicht zur Genüge von den Vorgesetzten gewürdigt. In dem Boomland Bayern etwa sollen 11,8 Prozent aller Lohnabhängigen von diesem Arbeitsfrust langsam verzehrt werden.
Und es herrscht mittlerweile weitgehende Einigkeit darüber, dass es die (krisenbedingte) Verschärfung und Entgrenzung des Arbeitslebens ist, die zu dieser Konjunktur psychischer Deformationen bei immer mehr Lohnabhängigen wie Funktionsträgern der Kapitalverwertung führt. Die “Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben” würden für Millionen von Lohnabhängigen immer stärker verschwimmen, beklagte beispielsweise die AOK, so dass die Betroffenen in einem Zustand ständiger Arbeitsbereitschaft verharren und kaum noch abschalten könnten. (…) Hinzu kommt die Intensivierung der Ausbeutung der “Ware Arbeitskraft”, die durch eine Umdeutung des Freiheitsbegriffs, die Prekarisierung des Arbeitslebens und eine Verinnerlichung der Kapitalimperative erreicht wird. Rund ein Drittel aller Lohnabhängigen kann inzwischen die Arbeitszeit “selbst bestimmen”, meldete die AOK. Da diese “Selbstbestimmung” in der Krisenkonkurrenz zu anderen Lohnabhängigen geschieht, wächst das Arbeitspensum aller Betroffenen bis ins Unerträgliche an. (…) Diese beständige Intensivierung der Krisenkonkurrenz äußert sich wiederum in einer Zunahme des Mobbings, der Schikanen und des Psychoterrors am Arbeitsplatz. (…) Es sind die Isolierung, die Schikanen der “Ämter” und die allgegenwärtigen Ressentiments gegenüber den als “Schmarotzer” denunzierten Arbeitslosen, die diese in psychische Erkrankungen treiben – und nicht etwa das Fehlen der kapitalistischen Tretmühle, an der immer mehr Menschen ebenfalls verzweifeln. Ein Sprecher der TK machte bei der Vorstellung des Reports folglich auch klar, dass dieser massive Anstieg der psychischen Erkrankungen bei Arbeitslosen erst nach der Einführung der Hartz-IV-Arbeitsgesetze einsetzte. (…) Je größer das Automatisierungspotenzial ist, je weniger Menschen gebraucht werden, um in immer kürzerer Zeit immer größere Warenmassen zu produzieren, desto stärker bildet sich der Druck aus auf all diejenigen, die in der Arbeitsgesellschaft noch eine Verwendung finden, desto brutaler werden auch die Schikanen gegen die Masse derjenigen, die vom kriselnden Prozess der Kapitalverwertung bereits ausgespien worden sind…“

Quelle:  Artikel von Anette Dowideit und Flora Wisdorff in Die Welt online vom 30. Dezember 2012 externer Link

„Vier von zehn Frührentnern hierzulande sind psychisch krank. Damit ist ein neuer Rekordwert erreicht – und Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik streiten darüber, wer nun was zu tun hat…“