Arbeitsalltag und Arbeitsbedingungen

In diesen Tagen wird intensiv darüber diskutiert, wie sich negativer Stress im Alltag und vor allem am Arbeitsplatz mindern lässt. Denn die Ergebnisse des Stressreports Deutschland 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz sind deutlich: Fast jeder Fünfte fühlt sich überfordert, 43 Prozent der Berufstätigen in Deutschland klagen über wachsenden Stress. Der Theologe, Priester und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Friedhelm Hengsbach fordert “Widerstand gegen das Regime der Beschleunigung”. Das sei auch eine gesellschaftliche Aufgabe, sagt er, sie könne nicht nur dem Einzelnen überlassen bleiben. In “Neugier genügt” beschreibt und begründet er seine Thesen.” Podcast der Sendung Redezeit vom 2.2.2013 externer Link Audio Datei

Beitrag von Hans-Dieter Wohlfarth (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht (www.anwalt-in-stuttgart.de externer Link ))

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Nach dem Regierungswechsel in Niedersachsen, wurde den Studiengebühren in Bayern mit dem Volksbegehren nun ebenfalls der Garaus gemacht. Vom 17.01. – 30.01.2013 waren alle Wahlberechtigten in Bayern aufgerufen, das Volksbegehren gegen Studiengebühren zu unterschreiben. Um einen Volksentscheid aber überhaupt möglich zu machen, mussten dies mindestens 10 % der WahlerInnen tun. Ob diese Hürde überschritten werden kann, war bis zuletzt fraglich, doch nun ist klar, dass das Volksbegehren mit Unterschriften von ca. 14,4 % der Wahlberechtigten, erfolgreich war…” Pressemitteilung des studentischen Dachverbands freier studentInnenschaften (fzs) vom 31.1.2013 externer Link

Studie von Andrea Lohmann-Haislah (u.a.) für und bei Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin externer Link , basiert auf den Ergebnissen der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2011/2012 (Dortmund/Berlin/Dresden 2012). Siehe dazu:Karoshi

  • Wem dabei der schwarze Peter zukommen soll, wird aus dem Vorwort von Dr. Ursula von der Leyen (Bundesministerin) ersichtlich: „Arbeit enthält so viel Positives, Bereicherndes, Sinnstiftendes für jeden Einzelnen. Sie wirkt schützend und stabilisierend auf die Psyche. (…) Wir wollen, dass Menschen länger gesund arbeiten können. (…) Der vorliegende Stressreport 2012 ist die wohl umfassendste Datenquelle zu diesem Thema. Seine ausführlichen Analysen helfen nicht nur, die beruflich bedingten Anforderungen und Belastungen für die Seele besser zu verstehen. Er zeigt auch auf, welche Ressourcen den Beschäftigten helfen, mit Stress auf gesunde Weise umzugehen. (…) Unser Ziel ist Resilienz, also Widerstandsfähigkeit, nicht nur für jeden einzelnen Beschäftigten, sondern vor allem auch für die Unternehmen als Ganze. Damit Wandel nicht erdrückt, sondern Widerstandsfähigkeit weckt.“
    Es klingt als ob sich nichts daran ändern soll, dass psychische Belastungen lediglich als ein Zeichen mangelnder Belastungsfähigkeit angesehen werden… Siehe auch: (weiterlesen »)

Es hätte ein erster gemeinsamer Schritt in die richtige Richtung sein können – die Erklärung von Gewerkschaften und Arbeitgebern zu Stress und Burnout. Doch die Arbeitgeber machen nicht mit. Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, kritisiert das und fordert Bundesarbeitsministerin von der Leyen zum Handeln auf. Zum Schutz der Arbeitnehmer brauche es eine klare und verbindliche Anti-Stress-Verordnung…” Pressemeldung der IG Metall vom 29.01.2013 externer Link. Änlich der DGB: (weiterlesen »)

In Deutschland scheint eine Trendwende begonnen zu haben: Die Deutschen arbeiten weniger und faulenzen mehr – und geben das auch noch zu. Die Feierabend-Industrie boomt. Artikel von Anne Kunze im Handelsblatt online vom 27.01.2013 externer Link. Aus dem Text: (weiterlesen »)

Quelle: Artikel von Marie Amrhein in Cicero online vom 27. Januar 2013 externer Link

Aus dem Text: „…Wenn der Arbeitsplatz zum Ort wird, an dem sich der Arbeitnehmer wohl fühlt, an dem er nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde trifft, dann stimmt der Traum von der Selbstverwirklichung. Wer braucht noch Freizeit, wenn die Arbeit zum Zuhause wird? Oder: „When work becomes home and home becomes work“, wie Arlie Russell Hochschild es in ihrem Buch „The Time Bind“ beschreibt. Der Arbeitgeber kann dann ganz bequem dabei zuschauen, wie sich die Mitarbeiter selbst ausbeuten. (…) [Widerstand:] Irgendjemand hat sich auch schon einen Namen für diese Art Mensch ausgedacht: Generation Y. Damit sind Unter-35-Jährige gemeint, die sich nur dann für Karrierejobs entscheiden, wenn sie dafür nicht ihre Freiheiten aufgeben müssen. Die Feierabende, Sabbaticals, Teilzeitarbeit und Elternzeit ermöglicht wissen wollen. Und die es auch aushalten, einmal nicht die ersten zu sein, die auf Sicherheiten pfeifen, wenn stattdessen das private Glück stimmt. Dazu gehören auch Männer…“

Gewerkschaftslinke will Debatte über Kündigung der DGB-Zeitarbeitstarife anstoßen. Doch die Führungsetage hat sich offenbar bereits dagegen entschieden. Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 26.01.2013 externer Link (weiterlesen »)

Die Leiharbeitstarife der »christlichen« CGZP gelten nicht. Ver.di fürchtet weitere Dumpingversuche. Artikel von Daniel Behruzi, zuerst erschienen in junge Welt vom 26.01.2013

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Neue Entgeltuntergrenzen in mehreren Bundesländern. Marginale Erhöhung für Beschäftigte in Abfallwirtschaft. Artikel von Mirko Knoche, Hamburg, in der jungen Welt vom 24.01.2013 externer Link (weiterlesen »)

Mit einem Urteil vom Donnerstag hat das BAG hat die Kündigungsschutzrechte von Arbeitnehmern in Kleinbetrieben gestärkt. Demnach sind bei der für das Kündigungsschutzgesetz relevanten Betriebsgröße auch die regelmäßig im Betrieb eingesetzten Leiharbeiter zu berücksichtigen…” Meldung vom 25.01.2013 externer Link

Diskriminierende Tarifverträge jetzt kündigen - Equal Pay für Leiharbeiter!Hiermit möchten wir die DGB Tarifgemeinschaft Zeitarbeit zur Kündigung der am 31. Oktober 2013 auslaufenden Tarifverträge im Bereich Zeitarbeit bewegen.
Begründung: Da der gesetzliche Equal Pay Grundsatz nur mittels diskriminierender Tarifverträge umgangen werden kann, müssen diese gekündigt werden!
Petition zur Kündigung der DGB-Tarifverträge im Bereich Leiharbeit von Benjamin Frick ( LeakLeiharbeit) aus Nürnberg externer Link an den DGB in Deutschland (weiterlesen »)

Gegen ein zusätzliches Unterrichtsfach Wirtschaft hat sich jetzt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ausgesprochen. Außerdem fordern die Gewerkschaften eine Prüfstelle für kostenfreie Lehrmaterialien…” Beitrag vom 17.01.2013 bei BildungsKlick externer Link  Aus dem Text: “… Die Gewerkschaften beobachteten vor allem den Markt kostenfreier Lehrmaterialien mit großer Skepsis, heißt es in dem Brief weiter. “Besonders Wirtschafts- und Finanzverbände, Firmen und Stiftungen tun sich hier hervor”, heißt es in dem Schreiben, das sich auch auf die Studie der Universität Augsburg bezieht, die jüngst erst 880.000 kostenfreie Lehrmaterialien im Internet aufgefunden hatte, die sich an Schulen und Lehrkräfte richten. Den Urhebern der Studie waren dabei insbesondere die Unterrichtsmaterialien von umsatzstarken Unternehmen aufgefallen, die – in Aufmachung und Layout mitunter sehr eindrucksvoll – ihren Werbungscharakter kaum verbergen könnten…” Siehe dazu: (weiterlesen »)

Dossier

Brisant und offenbar kaum beachtet scheint der “Gesetzentwurf zur Regelung der  betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme”, da sich gerade hiervon Betroffene bei obiger Gesetzesverschärfung schon allein auf Grund der bürokratischen Zugangserschwerung noch schlechter wehren könnten. So heißt es im Gesetzesentwurf: “… Mit dem Entwurf soll eine hinreichend bestimmte Regelung für die Einwilligung des Betreuers in eine Behandlung des Betreuten, die dieser ablehnt, geschaffen werden…” Siehe dazu: (weiterlesen »)

pad-Broschüre "Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!"Broschüre von Heinz-J. Bontrup und Mohssen Masserat (Hrsg.) – mit dem „Manifest zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit“ – erschienen beim pad-verlag/Bergkamen im Rahmen des pad-Projektes “Ökonomisches Alphabetisierungsprogramm”.

In der Geschichte der Bundesrepublik gab es nur wenige Jahre sog. Vollbeschäftigung. Das Menschenrecht auf menschenwürdige Arbeit und menschenwürdige Muße ist nach wie vor nicht realisiert. Die vorliegende Veröffentlichung will mit helfen, eine neue gesellschaftliche Debatte um die gerechte Verteilung von Arbeit, Arbeitszeitverkürzung und dem Ausbau der öffentlichen Beschäftigung voranzubringen. Arbeitszeitverkürzung in allen Formen und die Verteilung von Arbeit muss wieder auf die Tagesordnung von Politik und Gewerkschaften gesetzt werden. Nur so kann die Massenarbeitslosigkeit effektiv bekämpft werden.” (weiterlesen »)