“Gewerkschafter*innen für Klimaschutz”

Initiative

"There are no Jobs on a dead Planet!"Selbstverständnis: Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für Klimaschutz:  “Nirgendwo wird der Widerspruch zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und politischem Handeln deutlicher als bei der Klimaerwärmung. (…) Die größte Quelle des Treibhausgases CO² in Deutschland ist die Braunkohle. Als wichtigstes Argument gegen den Ausstieg führen Gewerkschaften den Erhalt der Arbeitsplätze an. Die Sorge um die Existenz von zehntausenden Familien ist dabei mehr als gerechtfertigt. Deswegen gilt es eben jetzt schon, genauso wie es im Steinkohlebergbau praktiziert wurde, sich Gedanken über die Zukunft der Menschen in den Braunkohlerevieren zu machen und sinnvolle Alternativen zu erarbeiten. Dies ist zuallererst Aufgabe der Beschäftigten, Gewerkschaften, der Betriebsräte, der ortsansässigen Bevölkerung, der Politik, aber auch von Wissenschaft und der Zivilgesellschaft – und nicht zuletzt von Unternehmen. (…) Klimagerechtigkeit bedeutet, sowohl die Interessen der Beschäftigten, der Anwohner als auch die  der globalen Umwelt zu berücksichtigen. Der Weg zu einer Gesellschaft ohne massiven Ressourcenverbrauch, ist nur mit einer Umgestaltung der Gesellschaft zu erreichen. Die Macht der großen Öl-, Kohle und anderer Energiekonzerne muss beendet werden. Das gesellschaftliche Leben muss ausgehend von menschlichen Bedürfnissen gestaltet werden und nicht von den Profiterwartungen einer globalen Minderheit. Neue Arbeitsplätze entstehen z.B. beim Rückbau der Fördergebiete, bei der Ansiedlung zukunftsfähiger Betriebe oder auch von Anlagen erneuerbarer Energien. Aber das kann nur ein erster Schritt sein. Ein weiterer wäre die Umsetzung einer alten Gewerkschaftsforderung: Die nach radikaler Arbeitszeitverkürzung – 30 Stunden Woche bei vollem Lohn und Personalausgleich.” Aus dem Selbstverständnis der Gruppe , beschlossen im März 2017. Siehe zur Initiative:

  • Klimagewerkschafter*innen: Treffen am 11. Oktober 2017 New
    Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser nächstes Treffen findet am 11. Oktober um 16 Uhr im Untergeschoss des DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Str. 34-38 in Düsseldorf statt. Themen: Berichte / Rückschau (KlimaCamp, Rote Linie u.a.); COP23; Klimagipfel in Bonn; Veranstaltung in Aachen am 17.11.; Kontakt mit GewerkschafterInnen aus den Niederlanden; Weitere Aktivitäten; Termine; Verschiedenes

  • Veranstaltung der Klimavernetzung Ruhr: “Systemwandel statt Klimawandel – Was können wir gemeinsam gegen den Klimawandel machen?”
    am 03. August, ab 19 Uhr an der Technischen Universität Dortmund, Seminarraumgebäude I (SRG I), Raum 1.001, Friedrich-Wöhler-Weg 6, 44227 Dortmund
  • Wissen, wo unsere Interessen liegen: Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter engagieren sich für Klimaschutz 
    Aufgrund des alarmierenden Klimawandels sind heiße Diskussionen um den Braunkohletagebau entbrannt. Politiker erklimmen rhetorische Höhen auf Klimagipfeln, Gewerkschaften sorgen sich um Arbeitsplätze, Anwohner müssen riesigen Kratern weichen, Aktivisten besetzen Schaufelbagger.Besonders letzteres hat im vergangenen Jahr die Gewerkschaft IG BCE auf den Plan gerufen. Sie zog mit der aggressiven Kampagne «Schnauze voll» und dem Totschlagargument «Arbeitsplätze erhalten» gegen das Klimacamp im Rheinischen Braunkohlerevier zu Felde. Die Kampagne stieß auf breite Kritik. Eine geplante Demonstration gegen die Umweltaktivisten wurde am Ende dann abgesagt. (…) Der Umbau der Energieversorgung ist eine gesamtgesellschaftliche Mammutaufgabe. Dabei gehören auch die Macht der Konzerne, deren Lobbyerfolge in der Politik und der Wachstumszwang der kapitalistischen Gesellschaft auf den Prüfstand. Ausstiegsszenarien bis 2040 oder später werden den Herausforderungen nicht gerecht. Klimabewegung und Gewerkschaften sollten gemeinsam für Klima- und soziale Gerechtigkeit in die Offensive  kommen. Die Umsetzung von Arbeitszeitverkürzung könnte hilfreich sein. Dazu müssten die Gewerkschaften sich aber mehr in Bewegung setzen. Gemeinsam könnte man mehr bewirken…” Artikel von Bea Sassermann in der Soz Nr. 07/2017 externer Link
  • Treffen am 19. Juli in Wuppertal 
    Das nächste Treffen der Initiative findet statt am 19. Juli um 15 Uhr im Saal 1 bei ver.di in 42103 Wuppertal, Hoeftstr. 4.
    Tagesordnungspunkte: 1. Berichte, 2. Workshop auf dem CK, 3. Stand am 29. Juli in Grevenbroich, 4. Weitere Aktivitäten Ende August, 5. Flyer, 6. Klimagipfel in Bonn, 7. Verschiedenes
  • Treffen am 26.6. in Düsseldorf 
    “Unser Treffen am nächsten Montag findet statt im DGB-Haus in Düsseldorf, Friedrich – Ebert Str. 34 – 38, gleich am Bahnhof, im kleinen Raum im Untergeschoss ab 18 Uhr. Als Tagesordnung schlagen wir vor:
    a) Stand am 29.7. In Grevenbroich/Bergheim
    b) Workshop auf dem KlimaCamp am 21.8. um 10 Uhr
    c) Flugblatt siehe Anhang
    d) Weitere Aktivitäten im Vorfeld des Camps, angefragt wurden gemeinsame Aktivitäten mit anderen
    e) Veranstaltungen und Termine
    f) Verschiedenes”
    Die Intiative weist zudem hin auf die Veranstaltung in Köln am 3.7. “¡Paremos la mina! – Besser leben ohne Kohle” externer Link
  • Treffen der Initiative Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für Kimaschutz am 31. Mai 2017 
    Es findet statt ab 15 Uhr in 42103 Wuppertal, Hoeftstr. 4. Tagesordnungspunkte:

    1. Bericht und Einschätzungen von den Aktionen RWE-HV und “Sei die Rote Linie”
    2. Selbstverständnis unserer Initiative (siehe http://www.labournet.de/?p=115147 )
    3. Unterstützung des Aufrufes des KlimaCamp
    4. Veranstaltungen
    5. Auswirkungen Landtagswahlen NRW
    6. Verschiedenes