[Presseschau] DGB und „Memorandumsgruppe“ für eine sozialgerechte Transformation

Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 13.6.2022 – wir danken!

DGB (https://www.dgb.de/themen/++co++0586f956-e65e-11ec-978b-001a4a160123 externer Link) und Memorandumsgruppe (https://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/de/topic/3524885.wer-wir-sind.html externer Link) für eine sozialgerechte gesellschaftlich Transformation (https://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/de/article/10656749.video-studien.html externer Link) anlässlich der Vorlage des Memorandum 22 „Raus aus dem Klimanotstand“ (https://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/de/article/10656733.memorandum-22.html externer Link).

Die Grenzen für die politische Gestaltung des Klimaschutzes hatte das Bundesverfassungsgericht anlässlich der verfassungsmäßigen Überprüfung des Klimaschutzgesetzes festgestellt, weil es unzulässig ist, die Lasten – unreguliert – auf „spätere Zeiten zu verschieben“. (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html externer Link)

Damit würden die Gefahren des Klimawandels auf spätere Zeiten (Generationen) unzulässig verschoben. (https://www.tagesschau.de/inland/klimaschutzgesetz-bundesverfassungsgericht-101.html externer Link)

Die Politik des Klimaschutzes wurde so rechtsstaatlich klar in einen erforderlichen zeitlichen Rahmen eingegrenzt. Das wurde als Klatsche für den Bund – und deren jetzt als ungerecht willkürlich erscheinenden – Klimapolitik gesehen. (https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/klimaschutz-gericht-klage-100.html externer Link)

Die Minderungen zum Klimaschutz nach 2030 würden unzulässig unter Druck geraten (https://www.klimareporter.de/deutschland/klimaschutzgesetz-ist-teilweise-verfassungswidrig-schwach externer Link).

Zum ersten Mal wird damit Generationengerechtigkeit auf höchster Ebene mitgedacht. (https://www.diw.de/de/diw_01.c.817252.de/nachrichten/historisches_urteil_zur_klimaklage__jetzt_muessen_die_emissionen_so_schnell_wie_moeglich_runter.html externer Link)

Deshalb auch kein Greenwashing von Atom und Gas (https://www.ausgestrahlt.de/themen/europa-und-atom/eu-taxonomie/retten/ externer Link; https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/kommentar-zu-den-eu-plaenen-kein-greenwashing-von-atomkraft-und-gas/ externer Link)

Zentral ist natürlich auch „Eine Energiewende in Europa“ mit Peter Hennicke (https://peterhennicke.de/ externer Link) u.a. (https://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/de/article/10656563.die-energiewende-in-europa.html externer Link)

Und wenn wir gerade bei den UmweltökonomInnen sind, darf auf keinen Fall die wackere Claudia Kemfert übersehen werden (https://www.energie-klimaschutz.de/energiewende-ist-ein-friedensproekt/ externer Link), die mit ihren Publikationen immer wieder Marksteine gesetzt hat (https://www.claudiakemfert.de/publikationen/ externer Link). Und die Klimawende ist auch ein friedenspolitisches Projekt, erklärt Claudia Kemfert. (https://blog.gls.de/energie/energiewende-das-beste-friedensprojekt-claudia-kemfert/ externer Link)

Zuerst gehört jetzt die investitionsfeindliche Schuldenbremse abgeschafft (https://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/wirtschafts-finanz-steuerpolitik/++co++caa209dc-e7f4-11ec-87ed-001a4a160123 externer Link), sonst kann eine sozialgerechte Transformation, die für unser Überleben wichtig ist, nicht gelingen. Deshalb muss die Transformation auch gerecht gestaltet werden (https://www.dgb.de/themen/++co++0586f956-e65e-11ec-978b-001a4a160123 externer Link).

Zinswende – auch bei der EZB (https://www.eurotopics.net/de/282964/zinswende-bei-der-ezb-spaet-aber-richtig externer Link). Inflation wird jedoch durch die Energiepreise angetrieben (https://taz.de/Folgen-der-Zinswende/!5856930/ externer Link).

Die EZB muss nun schwierige Entscheidungen treffen: Einerseits gilt es die Inflation zu bremsen – und andererseits darf es zu keiner Wirtschaftskrise kommen. (https://taz.de/Folgen-der-EZB-Zinswende/!5857724/ externer Link)

Und noch ein Rückblick auf die Jahre der Großen Koalition 2013 / 2014

P.S.: Und dazu noch ein Rückblick in das Jahr 2013, als die deutschen Gewerkschaften gerade ein Moment der Stabilität allein für die deutschen Wirtschafts-Interessen – durch Lohndumping in der Eurozone ausmachten (https://www.labournet.de/politik/gw/krise08gew/gluckliche-gegenoffentlichkeit-und-keine-ende-fur-sisyphos/) und wie sich das inzwischen doch auch wieder entschärft hatte – mit Mindestlohn (ab Mitte der 1990-er Jahre stieg der Anteil der niedrigen Löhne in Deutschland stark an (https://www.arbeitswelt-portal.de/themen/entlohnung-und-verguetung/artikel/niedrigloehne-und-mindestloehne-chance-oder-armutsfalle externer Link) – und jetzt soll der Minestlohn ein stabiler Faktor werden – mit 12 Euro (https://www.tagesschau.de/thema/mindestlohn/ externer Link; https://www.tagesschau.de/inland/mindestlohn-erhoehung-105.html externer Link; https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/12-euro-mindestlohn-2006858 externer Link) und Nachlassen des absoluten neoliberalen Dogmas – ausgleichen konnte – gerade jetzt auch noch durch eine Fiskalunion auf europäischer Ebene (https://www.diw.de/de/diw_01.c.824279.de/publikationen/diw_aktuell/2021_0073/europa_auf_dem_weg_zur_fiskalunion__investitionen_staerken_statt_entschuldung_vorantreiben.html externer Link) mit einem großen europäischen Aufbauplan (https://ec.europa.eu/info/strategy/recovery-plan-europe_de externer Link)

So ist Europa auf dem Weg zur Fiskalunion: Investitionen stärken statt Entschuldung vorantreiben (https://www.diw.de/de/diw_01.c.824279.de/publikationen/diw_aktuell/2021_0073/europa_auf_dem_weg_zur_fiskalunion__investitionen_staerken_statt_entschuldung_vorantreiben.html externer Link)

Während die Politik nicht mehr bei der schwarzen Null einbetonniert bleibt, wie noch im Jahre 2014 (https://www.labournet.de/?p=70517) – als die SPD wieder in der Großen Koalition diese so restriktive Politik wieder oder noch mittrug, was sicher ihre schwierige – oder so ambivalente – Position heute erklärt.

Siehe zum Hintergrund

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=201792
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