[PROKLA 223 vom Juni 2026] Als hätte es Imperialismus nie gegeben. Kritische Anmerkungen zur Debatte um die neue Geoökonomie

PROKLA 223 vom Juni 2026: Kritik der Geoökonomie (Cover)Die deutsche Debatte zur neuen Geoökonomie ignoriert die Wirtschaftsgeschichte von Kolonialismus und Imperialismus und blendet marxistische Imperialismustheorien der letzten hundert Jahre aus. Das Neue gegenwärtiger Machtverschiebungen in der globalen politischen Ökonomie wird dabei vor allem durch eine fiktionale Erzählung der liberalen Weltwirtschaftsordnung des 20. Jahrhunderts begründet. Um die gegenwärtigen Krisen und Umbrüche zu begreifen, wäre die kritische Gesellschaftsforschung daher besser beraten, sich wieder mit größerer Sorgfalt den analytischen und politisch-strategischen Potenzialen einer aktualisierten Imperialismusanalyse zuzuwenden…“ Artikel von Anil Shah in PROKLA 223 vom Juni 2026 zum Schwerpunkt „Kritik der Geoökonomie“ samt deren Inhaltsverzeichnis. Wir danken und empfehlen wie immer das gesamte Heft, siehe mehr dazu:

  • Wir empfehlen wie immer das gesamte Heft der PROKLA 223 vom Juni 2026: Kritik der Geoökonomie externer Link:
    Derzeit erleben wir einen tiefgreifenden Wandel in der globalen ökonomischen Konfiguration. Ein »Zeitalter der Geoökonomie« scheint anzubrechen. Es zeigt sich in einer Zuspitzung von zwischenstaatlicher Konkurrenz, von Handelskriegen, Sanktionsregimen und Investitionskontrollen, in einem Wettlauf um technologische Vorherrschaft und in den Versuchen einer Re-Territorialisierung strategischer Wertschöpfungsketten. Als zentral gilt dabei die Verschränkung sicherheitspolitischer Motive und ökonomischer Strategien. Angesichts der neuen Triade-Konkurrenz zwischen den USA, der EU und China nutzen einzelne Staaten sowie Unternehmen (geo-)ökonomische Instrumente, um ihre Interessen durchzusetzen und Konflikte auszutragen.
    Der »Aufstieg der Geoökonomie« wirft aus der Perspektive der Kritischen Politischen Ökonomie und Ökologie grundlegende Fragen nach der Beschaffenheit des globalen Kapitalismus auf. Wir wollen in der PROKLA 223 klären, welche strukturellen und materiellen Prozesse die Grundlage der Transformation bilden und worin diese konkret besteht. Welche Entwicklungen macht der »Aufstieg der Geoökonomie« sichtbar und was verdeckt er? Worin liegen der analytische Mehrwert, aber auch die Grenzen des Konzepts?“
    Mit Beiträgen von Joscha Abels, Ivan Bakalov, Hans-Jürgen Bieling, Heide Gerstenberger, Tobias Haas, Philipp Köncke, Scott Lavery, Regine Paul, Christoph Scherrer, Dorothea Schmidt, Anil Shah, Sandra Sieron, Jenny Simon und Angela Wigger.“

Siehe zuletzt: [PROKLA 222 vom März 2026 zum Schwerpunkt „Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik“] Datafizierung und Macht im Arbeitsprozess

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=235815
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