- Automobilindustrie
- Bauindustrie und Handwerk
- Chemische Industrie
- Dienstleistungen, privat und Öffentlicher Dienst
- Elektro- und Metall(-Zulieferer)
- Elektrotechnik
- Energiewirtschaft (und -politik)
- Fahrzeugbau (Vom Fahrrad, über Trecker bis zum Flugzeug)
- Gewerkschaften als Arbeitgeber
- Holz, Papier, Glas und Kunststoffe
- Landwirtschaft und Gartenbau
- Lebens- und Genussmittelindustrie
- Maschinen- und Anlagenbau
- Rüstungsindustrie und -exporte
- Sonstige Branchen
- Stahl-Industrie
- Stoffe und Bekleidung
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- Gewerkschaftliche Mobilisierung in der Krise
- Initiativen der Linken gegen den Kapitalismus und dessen Krisen
- Interventionen gegen die neoliberale EU
- Mobilisierungsdebatte: Wie kämpfen (gegen Kapitalismus)?
- Proteste gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21
Rechenzentren und die katastrophalen Umweltauswirkungen der Digitalisierung
Dossier
„… Die ETC Group leistet mit „Hinter den Wolken – Die Umweltauswirkungen der Digitalisierung“ einem neuen Bericht über die schwerwiegenden ökologischen und sozialen Risiken der Digitaltechnik, einen Beitrag zu dieser Debatte. Wir haben festgestellt, dass die Digitalisierung bestehende Ungleichheiten verschärft und eine immer stärkere Ausbeutung von Ressourcen aus der Erde, den Ozeanen und dem Weltraum erfordert. (…) Daten sind weder ätherisch noch harmlos. Sie sind ressourcenintensiv, bestehen aus Sand, Wasser, Kohle und schädlichen Chemikalien, die giftige Abfälle erzeugen. Für die Herstellung von Halbleiterchips, dem Baustein aller digitalen Dinge, werden beispielsweise Quarzsand, Quarz und hochreines Wasser benötigt. Die Fabriken für diese Chips werden auf großen Flächen gebaut, und es ist nachgewiesen, dass die Arbeiter dort schädlichen Chemikalien ausgesetzt sind…“ span. Meldung vom 4.9.2024 der ETC Group
zum Bericht „Detrás de las nubes“ und mehr dazu, auch am Beispiel Lateinamerika:
- Der KI-Boom wird mehr und mehr zum Problem für Umwelt und Klima. Fachleute fordern: Bundesregierung muss KI auf Klima-Kurs bringen
„Expert:innen haben jetzt für das Umweltministerium skizziert, wie eine nachhaltigere Alternative aussehen könnte. Ihr Gutachten vermeidet Kritik am aktuellen Kurs, die Empfehlungen laufen jedoch auf eine drastische Politikwende hinaus.
Wie kann Künstliche Intelligenz ökologisch nachhaltiger und gleichzeitig zum Wettbewerbsvorteil für Deutschland und Europa werden? Das Bundesumweltministerium hat zu dieser Frage in der vergangenen Woche ein Gutachten von fünf Expert:innen veröffentlicht. Ihre klare Botschaft: Beides ist möglich, aber nur mit einem deutlichen Umsteuern in der KI-Politik. (…) Die Ausgangslage für nachhaltige KI ist aktuell gleich im doppelten Sinne düster: Zum einen ist klar, dass der Energieverbrauch durch Rechenzentren, die für die Entwicklung und den Betrieb sogenannter Künstlicher Intelligenz gebaucht werden, rasant steigt. (…) Zum anderen ist aufgrund der großen Intransparenz der Branche weitgehend unbekannt, wie viel Strom und Wasser einzelne KI-Modelle oder Rechenzentren genau verbrauchen oder wie viele Treibhausgas-Emissionen sie verursachen. Auch die großen Versprechen, dass KI für nachhaltige Zwecke wie etwa intelligentes Energie-Management genutzt werden könne, warten überwiegend noch auf ihre Einlösung. (…)
Eine zentrale Empfehlung der interdisziplinären Expert:innen-Gruppe ist ein realistischerer Blick auf die Vor- und Nachteile unterschiedlicher KI-Ansätze. (…) Der Fokus auf kleinere und spezifische Modelle passe zum deutschen und europäischen KI-Ökosystem, das stärker von kleineren und mittleren Unternehmen als von Tech-Giganten geprägt sei. Solche Modelle müssten durch gezielte Investitionen, Förderungen und Public-Private-Partnerships vorangetrieben werden. Dann könnten sich Nachhaltigkeit und ökonomische Wettbewerbsfähigkeit gegenseitig verstärken. (…) Ein großes Problem bei einer nachhaltigeren Gestaltung der KI-Ökonomie ist dem Gutachten zufolge die massive Intransparenz der Branche. Weil entsprechende Informationen fehlen, könnten Nutzer:innen heute gar nicht das „am wenigsten problematische Modell“ auswählen, so Computerlinguistin Emma Strubell von der Carnegie Mellon University. (…)
Bislang halten KI-Firmen solche Daten unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse unter Verschluss. Das öffentliche Informationsinteresse überwiege hier jedoch, so das Gutachten: „Der dringende Bedarf an Daten für ein wirksames Ressourcenmanagement und den Umweltschutz überwiegt die potenziellen Wettbewerbsnachteile, die mit der Offenlegung von Kennzahlen verbunden sind, die indirekt mit der Modellgröße zusammenhängen.“ Darüber hinaus könnten Anbieter verpflichtet werden, ein „grünes Modell“ ihrer KI-Anwendungen anzubieten, das beispielsweise ohne rechenintensives Reasoning daherkomme, um Energieverschwendung durch unnötige Rechenoperationen zu vermeiden. (…)
Auch Rechenzentren als wichtige KI-Infrastruktur stehen im Fokus des Gutachtens. Bei keiner Industrie steige der Energiebedarf derzeit so rasant an wie bei Rechenzentren, so Udit Gupta von der New Yorker Universität Cornell Tech bei der Vorstellung des Papiers. (…) Um hier für Verbesserungen zu sorgen, müssten den Expert:innen zufolge die Transparenz- und Berichtspflichten für Rechenzentren deutlich verschärft werden. (…)
Die Liste der Vorschläge der Expert:innen ist noch deutlich länger und zeigt, wie groß die Möglichkeiten wären, KI und Rechenzentren nachhaltiger zu gestalten. Zum aktuellen Kurs der Bundesregierung passen sie jedoch gar nicht. Diese sieht Deutschland und Europa in einem KI-Wettrennen mit den USA und China und setzt deshalb auf den Ausbau von KI-Kapazitäten um jeden Preis. Getrieben von Wirtschaftsverbänden wie BDI, Bitkom oder Eco hat Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) eine neue Rechenzentrumsstrategie erarbeiten lassen, die im März vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Sie sieht vor, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens zu verdoppeln und die KI-Kapazitäten bis dahin sogar zu vervierfachen. Hierfür sollen Umweltstandards gesenkt, Berichtspflichten gelockert und Planungsverfahren beschleunigt werden. Wirtschaftministerin Katharina Reiche (CDU) will zudem das deutsche Energieeffizienzgesetz so weit zurückfahren, dass es nur noch den Mindeststandards der entsprechenden EU-Richtlinie entspricht. Dabei haben Journalist:innen von Investigate Europe gerade erst aufgedeckt, wie erfolgreich große Tech-Konzerne gegen weitergehende Transparenzvorgaben in dieser Richtlinie lobbyiert hatten: Die EU-Kommission hat demzufolge bestimmte Abschnitte fast wortgleich von Microsoft kopiert, so dass die ohnehin schon schwammigen Kennzahlen zu Rechenzentren, die an Aufsichtsbehörden übermittelt werden müssen, nicht öffentlich gemacht werden dürfen…“ Beitrag von Ingo Dachwitz vom 22. April 2026 bei Netzpolitik.org
- Studie zeigt Umweltfolgen von Big Tech-Rechenzentren, auch in Lateinamerika
„Untersuchungen des konzernkritischen Kollektivs ETC Group
zeigen, dass die Umweltauswirkungen der riesigen Rechenzentren der Big Tech-Unternehmen die weltweite Klimakrise weiter verschärfen könnten. Rohstoffabbau, Elektroschrott und die Vertreibung von Gemeinden sind einige der Phänomene, die im neuen Bericht „Hinter den Wolken“ untersucht werden. Die sogenannten digitalen Clouds wie Google, iCloud oder Amazon Web Services sind nicht ätherisch, sie manifestieren sich in gigantischen Rechenzentren, die auf der Extraktion von natürlichen Ressourcen und der Erzeugung von Tonnen von Elektroschrott basieren. Daher ist es unmöglich, von digitalen Technologien zu sprechen, ohne ihre Auswirkungen auf die globale Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Umweltgerechtigkeit zu berücksichtigen. Der ETC-Bericht zeigt alarmierende Zahlen zu diesem Thema. Zum Beispiel verwendet Google mehr als ein Viertel des Wassers von Los Dalles, einer Stadt im US-Bundesstaat Oregon, um die Server seiner Rechenzentren zu kühlen. Das geplante Google-Datencenter in Uruguay, einem Land, das mit einer Wasserkrise zu kämpfen hat, würde täglich 7,6 Millionen Liter Wasser verbrauchen – die gleiche Menge, die benötigt wird, um drei olympische Schwimmbecken zu füllen. Gleichzeitig sind Rechenzentren das Rückgrat der Künstlichen Intelligenz (KI), da sie die enorme Speicherkapazität und Rechenleistung bereitstellen, die diese Systeme benötigen. KI, insbesondere fortschrittliche Modelle wie Deep Learning, hängt von großen Datenmengen für das Training und die Durchführung ab, was Infrastrukturen mit leistungsstarken Servern, schnellen Netzwerken und einem erheblichen Energieverbrauch erfordert. Mit dem Wachstum der Nachfrage nach KI nimmt auch die Ausweitung der Rechenzentren zu. „Uns wird gesagt, dass die digitale Cloud immateriell und leicht ist, aber dahinter steht eine physische Infrastruktur, die gierig ist: ein System, das intensiv Rohstoffe, Wasser, Energie und Land verbraucht und direkte Auswirkungen auf Gemeinschaften und Ökosysteme hat. Der Planet ist endlich und es gibt keine Ressourcen, um die KI unendlich zu entwickeln“, erklärte Soledad Vogliano, Forscherin der ETC Group. Die Untersuchung „Hinter den Wolken“ stellt fest, dass die digitale Wirtschaft strukturelle Ungleichheiten aufweist. Die Länder des globalen Südens sind mit der Ausbeutung ihrer natürlichen Ressourcen konfrontiert und erhalten die größte Menge an Elektroschrott, was zu enormen klimatischen Auswirkungen in ihren Regionen führt. Sie verfügen jedoch nicht über die nötige Energie- oder Technologie-Infrastruktur, um das Potenzial digitaler Technologien vollständig zu nutzen. Die Geschichten dieses Kolonialismus des 21. Jahrhunderts wiederholen sich auf der ganzen Südhalbkugel. Laut dem Bericht hat der Lithiumabbau in Chile die Verfügbarkeit von Süßwasser reduziert, was die landwirtschaftlichen und viehwirtschaftlichen Aktivitäten beeinträchtigt hat, da Flüsse und Lagunen in indigenen Gebieten austrockneten. Die Hälfte des weltweiten Nickels stammt aus Indonesien, wo bereits 23.000 Hektar tropischer Wälder für den Abbau gerodet wurden. Mehr als 70 Prozent des Kobalts wird aus der Demokratischen Republik Kongo abgebaut, wo Gemeinschaften mit Zwangsräumungen, Gewalt und Arbeitsausbeutung konfrontiert sind…“ Beitrag von Poonal in der Übersetzung von Deborah Schmiedel am 7. März 2025 bei amerika21 
- Studie zeigt katastrophale Umweltauswirkungen von Rechenzentren
„… Die sogenannten digitalen Clouds wie Google, iCloud oder Amazon Web Services sind nicht ätherisch, sie manifestieren sich in gigantischen Rechenzentren, die auf der Extraktion von natürlichen Ressourcen und der Erzeugung von Tonnen von Elektroschrott basieren. Daher ist es unmöglich, von digitalen Technologien zu sprechen, ohne ihre Auswirkungen auf die globale Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Umweltgerechtigkeit zu berücksichtigen. Der Bericht „Hinter den Wolken“ von der ETC Group zeigt alarmierende Zahlen zu diesem Thema. Zum Beispiel verwendet Google mehr als ein Viertel des Wassers von Los Dalles, einer Stadt im US-Bundesstaat Oregon, um die Server seiner Rechenzentren zu kühlen. Das geplante Google-Datencenter in Uruguay, einem Land, das mit einer Wasserkrise zu kämpfen hat, würde täglich 7,6 Millionen Liter Wasser verbrauchen – die gleiche Menge, die benötigt wird, um drei olympische Schwimmbecken zu füllen.
Mit der Nachfrage nach KI nimmt auch Ausweitung der Rechenzentren zu
Gleichzeitig sind Rechenzentren das Rückgrat der Künstlichen Intelligenz (KI), da sie die enorme Speicherkapazität und Rechenleistung bereitstellen, die diese Systeme benötigen. KI, insbesondere fortschrittliche Modelle wie Deep Learning, hängt von großen Datenmengen für das Training und die Durchführung ab, was Infrastrukturen mit leistungsstarken Servern, schnellen Netzwerken und einem erheblichen Energieverbrauch erfordert. Mit dem Wachstum der Nachfrage nach KI nimmt auch die Ausweitung der Rechenzentren zu.
„Uns wird gesagt, dass die digitale Cloud immateriell und leicht ist, aber dahinter steht eine physische Infrastruktur, die gierig ist: ein System, das intensiv Rohstoffe, Wasser, Energie und Land verbraucht und direkte Auswirkungen auf Gemeinschaften und Ökosysteme hat. Der Planet ist endlich und es gibt keine Ressourcen, um die KI unendlich zu entwickeln“, erklärte Soledad Vogliano, Forscherin der ETC Group.
„Es gibt keine Ressourcen, um die KI unendlich zu entwickeln“
Die Untersuchung „Hinter den Wolken“ stellt fest, dass die digitale Wirtschaft strukturelle Ungleichheiten aufweist. Die Länder des globalen Südens sind mit der Ausbeutung ihrer natürlichen Ressourcen konfrontiert und erhalten die größte Menge an Elektroschrott, was zu enormen klimatischen Auswirkungen in ihren Regionen führt. Sie verfügen jedoch nicht über die nötige Energie- oder Technologie-Infrastruktur, um das Potenzial digitaler Technologien vollständig zu nutzen. Die Geschichten dieses Kolonialismus des 21. Jahrhunderts wiederholen sich auf der ganzen Südhalbkugel…“ Beitrag vom 25. Februar 2025 aus desinformémonos
am 4. März 2025 in npla.de in der Übersetzung durch Deborah Schmiedel 
Siehe zum Thema u.a. von 2020: K&K-Fragen. Dörthe Stein über gewerkschaftlichen Handlungsdruck in der ITK-Branche hin zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit