[25./26. Januar 2020 in Frankfurt am Main] Strategiekonferenz 2020: Für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik!

Dossier

VKG - Vernetzung für kämpferische GewerkschaftenAm 18. Mai 2019 trafen sich in Frankfurt am Main über dreißig Vertreter*innen verschiedener Netzwerke und örtlicher Initiativen. (…) Das Ziel der Vernetzung sei es, sich innerhalb des DGB für einen Kurswechsel einzutreten, nämlich weg von der Standortpolitik und weg von der in den Gewerkschaften praktizierten Sozialpartnerschaft und des Co-Managements. Es ginge um die konsequente Durchsetzung der Interessen der Lohnabhängigen. (…) Im Unterschied zu den Konferenzen der Rosa-Luxemburg-Stiftung will die neue Initiative eine handlungsfähige Vernetzung von Kolleg*innen schaffen, die im Kampf stehen und in den Betrieben wirken. Ein Bindeglied wird die internationale Verbindung von Kämpfen, aber auch die deutschlandweite branchen- und gewerkschaftsübergreifende Koordination sein. (…) Ein Koordinierungskreis wird im Laufe der nächsten Monate das Programm der Konferenz erarbeiten, für die bis zu 200 Leute erwartet werden. Die Strategiekonferenz 2020 findet am 25./26. Januar 2020 in Frankfurt/Main in der Jugendherberge statt. Es gibt bereits eine Website (https://www.vernetzung.org/ externer Link) und eine Facebook-Page (https://www.facebook.com/vernetzung.gewerkschaftslinke externer Link), auf der weitere Ankündigungen verfolgt werden können.” Aus dem Bericht der VKG – Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften – siehe den gesamten Stand der Vorbereitungen (siehe auch die Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken):

  • Auf Grund der Wichtigkeit des Themas noch eine AG 8 zum Programm hinzugefügt: Widerstand gegen Arbeitsplatzvernichtung New Allein im Bundesland Baden-Württemberg werden mehr als 160 Industriebetrieben Arbeitsplätze vernichtet. Kaum eine Woche verging zum Ende 2019, in der nicht ein neues Kürzungsprogramm in einem weiteren Betrieb verkündet wurde. Im November rief die IG Metall 15.000 Kolleg*innen in Stuttgart auf die Straße. In den Reden und Aufrufen wurde jedoch keine Strategie vorgeschlagen, wie Stellenabbau und Betriebsschließungen bekämpft und verhindert werden können. Ein oder zwei Demos allein können Schließungspläne nicht rückgängig machen, Appelle an die Fairness oder Vernunft der Unternehmer den Arbeitsplatzabbau nicht verhindern. In dieser AG soll diskutiert werden, wie erfolgreich gekämpft werden kann. Mit Kolleginnen und Kollegen aus aktuellen und vergangenen Auseinandersetzungen Die AG 8 findet am Samstag von 14 bis 16.30 Uhr statt. Die AG 4 wird dafür auf die Zeit von 17 bis 19.30 Uhr verschoben.” Das komplette Programm findet Ihr hier: https://www.vernetzung.org/veranstaltungen/ externer Link
  • Raus aus der Sozialpartnerschaft. Linke Gewerkschafter wollen sich bei einer Strategiekonferenz in Frankfurt am Main organisieren 
    Als Gewerkschafter hat man es nicht leicht, als linker Gewerkschafter hat man es noch schwerer. Denn dann kommt zuweilen Frustration über die eigene Führung hinzu – etwa wenn der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann wieder einmal im Namen der Gewerkschaften die Fortführung der Großen Koalition oder an der Seite der Wirtschaftslobby eine staatliche Investitionsoffensive fordert. Statt um den Personalnotstand in Krankenhäusern, Schulen und Kitas sei es in der gemeinsamen Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) vom November nämlich vor allem um »Milliardenpakete für die Rettung der Profite« gegangen, beklagt Angelika Teweleit, Sprecherin der Initiative »Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften« (VKG) gegenüber »nd«. Ein Kurswechsel sei nötig. Erstmalig lädt der gewerkschaftsübergreifende Zusammenschluss für Ende Januar zu einer »Strategiekonferenz für kämpferische Gewerkschaften« nach Frankfurt am Main, um zu beraten, wie man die gewerkschaftliche Agenda nach links verschieben kann. (…) Mit Sorge schaut die Gewerkschaftslinke daher jetzt auf die beginnende Rezession. Denn dann, so die Befürchtung, werden Gewerkschaftsspitzen bei der kleinsten Drohung zu Zugeständnissen bereit sein. Ob Arbeitsdruck oder Niedriglöhne, Klimawende oder Digitalisierung – die Themen des Strategiewochenendes sind die von DGB-Kongressen, aber die Antworten sollen anders sein. Stichwort Automobilkrise: Während die IG Metall angesichts von Sparprogrammen und Kündigungen einen »sozialverträglichen« ökologischen Umbau anmahnt, finden es linke Gewerkschafter sinnvoller, den Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen mit dem Kampf für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich zu verknüpfen. Die als Tarifforderung in Mode gekommene Wahlmöglichkeit zwischen zusätzlichen Lohnprozenten und freien Tagen ist vielen zu defensiv. Sind die Gewerkschaften nicht willens oder nur zu durchsetzungsschwach? (…) Dass es so ist, wie es ist, zeugt aber eben auch von der Schwäche der Linken innerhalb der Gewerkschaften. Die alle zwei Jahre stattfindenden »Streikkonferenzen« der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben sich zur größten Zusammenkunft von Gewerkschaftslinken in der Bundesrepublik gemausert. Doch die Initiatoren der Frankfurter Konferenz, die von rund 20 Gewerkschaftsgruppen unterstützt wird, vermissen eine engere Koordinierung über diese Treffen hinaus…” Artikel von Ines Wallrodt vom 15.01.2020 beim ND online externer Link
  • Werkverträge und Leiharbeit als Streikhindernis – Linke Gewerkschaftesaktivisten übersehen die Spaltung der Belegschaften
    … Wo vorher eine einheitliche Belegschaft war – wenn auch mit unterschiedlicher Bezahlung – existiert heute ein Flickenteppich an prekarisierten Arbeitsverhältnissen. Die Stammbelegschaft macht regelmäßig nur noch 40-50% der Gesamtbelegschaft aus. Der große Rest sind Leiharbeiter, Werkvertrags- und Fremdbeschäftigte, befristet Beschäftigte, geringfügig Beschäftigte und Teilzeitbeschäftigte. (…) Bei einem Arbeitskampf könnten sie nicht mit streiken. Ja es stellt sich die Frage, ob großflächige Streiks den Gewerkschaften überhaupt noch möglich sind. Die Streiks in der Metallindustrie Baden-Württemberg 1971 und 1973, auf die die Arbeitgeber mit Aussperrungen antworteten, wären in jedem Falle nicht mehr möglich. Und zwar nicht ohne Zutun der Gewerkschaften selbst. S i e haben im Bereich der Automobilindustrie zB mit eigenen Tarifverträgen für Fremdfirmen dafür gesorgt, daß bei Arbeitskämpfen diese Fremdbeschäftigten von der Stammbelegschaft getrennt marschieren müßten. Ebenso bei den Leiharbeitern, denen die DGB-Gewerkschaften bis heute den Equal Pay in eigens für die Leiharbeit geschlossenen Tarifverträgen verweigern. (…) Die Enttäuschung über die IG Metall und die Betriebsräte ist unter Werkvertragsbeschäftigten groß. Die Betroffenen fühlen sich allein gelassen und diskriminiert. Schon macht das böse Wort von der innerbetrieblichen Apartheid die Runde. (…) Die Arbeitgeber umgekehrt müssen angesichts dieser Tatsache nicht mehr – wie noch 1971 und 1973 auf das „Kampfmittel“ Aussperrung ausweichen (was tatsächlich zu einer Einheit der Belegschaft beitrug). Sie haben i m Betrieb genügend Widerstand gegen Streiks und Arbeitskämpfe „eingebaut“. Selbst Streikbrecher brauchen Sie nicht mehr. Werkvertragsbeschäftigte lassen sich leicht zu Streikbrucharbeiten einsetzen…” Artikel von Dr. Rolf Geffken vom 16.1.2020  – wir danken! Der Beitrag richtet sich an die Strategiekonferenz “Für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik!” am 25./26. Januar 2020 in Frankfurt am Main
  • Strategiekonferenz von Gewerkschaftslinken: Radikale Arbeitszeitverkürzung – dringender denn je! 
    “… Im Mittelpunkt der Konferenz steht das Thema Arbeitszeitverkürzung. Die Bedeutung des Kampfs um eine radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Entgelt- und Personalausgleich ist strategischer Natur. (…) Soll der Klimawandel halbwegs unter Kontrolle zu bekommen sein, müssen in allernächster Zeit große Sektoren der Wirtschaft (nicht nur, aber vor allem die Automobilindustrie) auf klimafreundliche Produktionsweisen und Produkte umgestellt werden. Eine durchgreifende Konversion (z.B. in Richtung des Baus von Bahnen, Oberleitungsbussen usw.) ist nur über einen harten Kampf der abhängig Beschäftigten gegen die Interessen des Kapitals durchsetzbar. Und dies ist nur vorstellbar, wenn sich eine breite Kampffront in den umzustellenden Betrieben für eine Arbeitsplatzgarantie und eine weitreichende Arbeitszeitverkürzung bei vollem Entgelt- und Personalausgleich einsetzt. Parallel dazu muss eine breite gesellschaftliche Debatte hierüber angestoßen werden. Nur dann sind die KollegInnen für eine solche Umstellung zu gewinnen. Denn schon aus rein technischen Gründen ist eine Produktion von Bahnen und Straßenbahnen in den hergebrachten Industriebetrieben (selbst in der Autoindustrie) nicht in wenigen Wochen oder Monaten zu erreichen. Hinzu kommt, dass eine solche Perspektive nur über eine entschädigungslose Enteignung des Kapitals eine ökonomische Chance hat. Somit sind die politischen Implikationen riesig und lassen das Ganze als Mammutaufgabe erscheinen. Aber so kann angesichts des drohenden Klimakollapses ein realistischer Weg beschritten werden: als strategische Gesamtorientierung, um ökologische und soziale Anliegen miteinander zu verbinden. (…) Eckpunkte einer neuen Kampagne für Arbeitszeitverkürzung: Eine Arbeitszeitverkürzung bringt nur dann wirklich einen messbaren Erfolg, wenn sie in großen Schritten erfolgt. Es müssen mehrere Stunden in der Woche sein, damit die Unternehmen auch gezwungen sind, neues Personal einzustellen und die Arbeitszeitverkürzung nicht mit höherer Arbeitsintensität auffangen können. Es darf nicht der geringste Zweifel daran aufkommen, dass die Gewerkschaft ohne wenn und aber auf einem vollen Entgeltausgleich besteht. Würde die Möglichkeit eines Teillohnverzichts offengelassen, hätte dies einen fatalen Demobilisierungseffekt. Ziel muss sein, einen vollen Personalausgleich (bzw. definierte Arbeitsbedingungen) durchzusetzen, damit die Zahl der Erwerbslosen sinkt. Unser gesellschaftspolitisches Ziel: Verteilung der Arbeit auf alle Hände und Köpfe! Und auch unabhängig von der Arbeitszeitverkürzung gilt: Es braucht mehr Personal im Erziehungsbereich, in der Alten- und Krankenpflege usw…” Artikel von Christiaan Boissevain in der Soz Nr. 01/2020 externer Link
  • Das Programm der Strategiekonferenz steht fest!  
    Siehe die Plena und Arbeitsgruppen auf der Aktionsseite unter “Veranstaltungen” externer Link und hier die Arbeitsgruppen (Samstag. 25. Januar 2020, 14 bis 16.30 Uhr):

    • AG 1 Kampf für einen neuen “Normalarbeitstag”: Radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn und Personalausgleich!
    • AG 2 Mehr Demokratie in Arbeitskämpfen und Gewerkschaften: Was können wir aus Erfahrungen lernen und wie können wir diese verallgemeinern?
    • AG 3 Gewerkschaftliche Kämpfe politisch führen! Wie können wir den Druck in den Gewerkschaften aufbauen, um die Kämpfe politischer zu führen?
    • AG 4. Prekarisierung bekämpfen statt „gestalten“! externer Link (Hier wird u.a. Mag Wompel über die Leiharbeits-Kampagne berichten)
    • Siehe das Programm als Flyer 
  • [Interview] Kämpferische Gewerkschafter beraten auf Strategiekonferenz: Co-Management überwinden 
    Am 25. und 26. Januar 2020 findet die „Strategiekonferenz für kämpferische Gewerkschaften“ statt. Sie wird organisiert von der Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften (VKG). Die UZ sprach mit Christa Hourani, einer der Sprecherinnen der VKG. (…) Die VKG ist ein gewerkschaftsübergreifender Zusammenschluss kritischer Kolleginnen und Kollegen und Initiativen innerhalb des DGB, der sich im Mai 2019 dazu entschlossen hat, für Januar erstmalig eine Konferenz einzuberufen. Uns ist wichtig, innerhalb des DGB für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik einzutreten. Dazu wollen wir uns vernetzen. Immerhin ist es uns gelungen, 20 Organisationen zu gewinnen, diese Konferenz gemeinsam zu gestalten und durchzuführen. Mit dabei sind die Gewerkschaftslinken mit örtlichen Foren in Stuttgart, Hamburg, Wiesbaden, München, Rhein-Neckar und Dortmund, die ver.di-Linke NRW, das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di, LabourNet Germany, Redaktion Express, die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DidF), das Internationale Bildungswerk TIE, Organisieren-Kämpfen-Gewinnen (OKG) und einige andere. Das ist ein schöner Erfolg. (…) Wir wollen für einen kämpferischen Kurs in den Gewerkschaften eintreten. Dazu wollen wir darüber beraten, wie wir gemeinsam an einem Strang ziehen und uns für eine solche Ausrichtung der Gewerkschaften stark machen können. Es gibt viele gute Ansätze, aber um die Gewerkschaften insgesamt in diese Richtung zu bringen, ist es nötig, sich besser zu vernetzen und zu koordinieren. So könnten beispielsweise Vorschläge und Initiativen für Kämpfe und Kampagnen ausgearbeitet, gemeinsam Anträge eingebracht, Solidaritätsarbeit für Kämpfe verstärkt und weitere Absprachen organisiert werden. (…) In Zeiten der drohenden Zerstörung der Welt durch die kapitalistische Produktionsweise, gegen deren Auswirkungen seit Monaten Hunderttausende auf die Straße gehen, ist eine starke Linke in den Gewerkschaften nötiger denn je. Vor dem Hintergrund von sich abzeichnenden Erschütterungen der Weltwirtschaft, die Deutschland hart treffen können, müssen die Erfahrungen der Vergangenheit ausgewertet und die Weichen für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik gestellt werden. (…) Wir wollen diskutieren, wie Arbeitskämpfe erfolgreicher geführt und wie sie demokratischer gestaltet werden können. Eine Fragestellung ist zum Beispiel, ob der Kampf für eine bessere Personalausstattung sowie eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung in großen Schritten bei vollem Entgelt- und Personalausgleich ein verbindendes Element sein kann. Klar sollte sein: Ein solcher Kampf um eine Arbeitszeitverkürzung, die diesen Namen verdient, muss gewerkschaftlich gut vorbereitet und organisiert sein und braucht die aktive Solidarität und Unterstützung aus Betrieben, allen Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, um sich gegen Kabinett und Kapital durchsetzen zu können. Angesichts des sich ausdehnenden Niedriglohnsektors und weit verbreiteter ungeschützter und sonstiger „atypischer“ Beschäftigung halten wir gerade dies für eine zentrale Herausforderung gewerkschaftlicher Politik. Die Gewerkschaftsführungen geben zurzeit die falschen Antworten auf brennende Fragen. Auf der Konferenz wollen wir nach besseren Antworten suchen. Eine erfolgreiche und kämpferische Gewerkschaftsarbeit bietet auch die beste Basis, um rechtsextreme Kräfte zurückzudrängen. Auch dies ist mehr als dringlich.” Interview von Gerd Ziegler vom 20. Dezember 2019 bei der UZ online externer Link mit Christa Hourani
  • Spar-Anmeldung verlängert bis zum 15. Dezember 
    Als zusätzlichen Anreiz haben wir unseren Aktionszeitraum für den vergünstigten Normalpreis von 65 Euro statt 70 Euro für die Konferenzteilnahme, Übernachtung und Beköstigung bis zum 15. Dezember verlängert. Bitte teilt und bis zum 17.01.2020 mit, wenn Ihr Kinderbetreuung benötigt (bitte Anzahl der Kinder und Alter sowie Dinge mitteilen, auf die wir achten müssen).

    • Meldet Euch bis zum 30. November an und spart 5 Euro pro Person! 
      Anmeldeschluss ist zwar 10. Januar 2020, aber bis zum 30.11. gibt es Rabatt – und für die OrganisatorInnen mehr Planungssicherheit. Anmeldung bitte an anmeldung@vernetzung.org – für Teilnahme und Übernachtung siehe https://www.vernetzung.org/ticketspreise/ externer Link
  • [Netzwerk-Info Gewerkschaftslinke] Strategiekonferenz für einen Kurswechsel der Gewerkschaften am 25./26. Januar in Frankfurt 
    Die Gewerkschaftstage von Ver.di und IGM haben es leider nur bestätigt: Angesichts der dringenden Herausforderungen versagen unsere Gewerkschaften eklatant. Sie verharren auf ihrem Kurs der Standortpolitik und Konfliktvermeidung. So gibt die IGM mit ihren Beschlüssen auf dem Gewerkschaftstag und ihrer Unterschrift unter Leiharbeitstarifverträge der Prekarisierung faktisch weiterhin ihren Segen. Und auch zur Frage der Klimapolitik oder zur Strukturkrise etwa in der Automobilindustrie wurde an keiner Stelle der Wille zur Gegenwehr oder zum Kampf für eine andere Gesellschaftspolitik erkennbar. Wenn aber kein konsequenter betrieblicher und  überbetrieblicher Kampf für den Erhalt von Arbeitsplätzen aufgenommen wird, steht nicht nur die Vernichtung von Zehntausenden Arbeitsplätzen ins Haus. Es droht auch eine gravierende Änderung der Kräfteverhältnisse, vom ausbleibenden Kampf für eine Umstellung der Produktion etwa zugunsten einer umfassenden Verkehrswende noch ganz zu schweigen. Strategiewechsel erforderlich. Leider sind auch die sogenannten Streikkonferenzen der Rosa Luxemburg Stiftung nicht auf eine Diskussion der Gewerkschaftsstrategie ausgerichtet. Deshalb haben sich kritische örtliche und bundesweite Initiativen im Verlauf dieses Jahres in mehreren Vernetzungstreffen darauf verständigt, am 25./26. Januar in Frankfurt eine Strategiekonferenz durchzuführen. Ziel ist es, im Plenum und in insgesamt 6 Arbeitsgruppen Vorschläge für den Kampf um einen Kurswechsel der Gewerkschaften auszuarbeiten. Dazu dienen uns Berichte von Kämpfen mit Pilotwirkung (etwa in den Krankenhäusern) genauso wie die Debatte um konkrete Vorschläge im Kampf gegen die Prekarisierung der Arbeit oder gegen die sich anbahnenden Massenentlassungen. Nicht zuletzt der Kampf gegen die steigende Arbeitshetze muss auf einem Strategiewechsel aufbauen, soll er Erfolg haben. Eine baldige Anmeldung ist sehr zu empfehlen: Hier ein Auszug aus dem vorläufigen Programm…” Aus dem Netzwerk-Info Gewerkschaftslinke Nr. 73 vom November 2019
  • Jetzt für die Strategiekonferenz auf deren neuen Website anmelden! 
    wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass unsere neue Website endlich online ist. Auf dieser könnt Ihr sowohl das Programm der “Strategiekonferenz für kämpferische Gewerkschaften” ansehen, als auch unsere neuesten Artikel und Stellungnahmen sowie Euch gleich über das Bestellsystem anmelden. Bitte denkt daran, dass es reduzierte Tickets nur bis Ende November gibt! Wir freuen uns über Eure Anmeldungen! Die genauen Beschreibungen der einzelnen Veranstaltungen fügen wir noch hinzu, wenn sie mit den Referierenden ausgearbeitet worden sind. Bitte denkt daran, dass auch weiterhin noch Spenden möglich und nötig sind und Ihr gern auch ein Soliticket kaufen könnt…” Mitteilung der „VKG – Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften“ zu ihrer Homepage: https://www.vernetzung.org/ externer Link
  • Programm der „Strategiekonferenz“ steht! 
    Liebe Kolleg*innen, liebe Freund*innen, der Ko-Kreis der Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften plant für die am 25./26. Januar 2020 in der Jugendherberge „Haus der Jugend“ Deutschherrnufer 12, 60594 Frankfurt am Main stattfindende „Strategiekonferenz für kämpferische Gewerkschaften“ folgende Tagesordnung…”  Das Programm veröffentlicht am 17. Juli 2019 auf der Konferenzseite externer Link, dort auch Infos zu den Preise für Konferenz und die Erinnerung an den Spendenaufruf.

    • Programm Strategiekonferenz für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik
      Samstag:
      I. Plenum 11 bis 13 Uhr (inklusive Begrüßung und Ankündigungen): In welcher Lage befinden sich die Lohnabhängigen in der BRD heute? Ein Abriss der Klassenpolitischen Lage mit Herausarbeitung einiger zentraler Punkte
      II. 5 AGs 14.00 bis 16:30 Uhr: Wodurch sollte sich eine konsequente Gewerkschaftspolitik auszeichnen?
      AG 1 Kampf für einen neuen „Normalarbeitstag“ – Radikale wöchentliche Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn und Personalausgleich!
      AG 2 Mehr Demokratie in den Gewerkschaften wagen!
      AG. 3 Tarifkämpfe politisch führen!
      AG 4. Betriebliche und gesellschaftliche Spaltungspolitik bekämpfen!
      AG 5 Internationale Solidarität statt internationale Konkurrenz!
      III. Branchentreffen 17 Uhr bis 19 Uhr. Vorschläge dafür werden etwas näher an der Konferenz Ende des Jahres folgen.
      IV. ab 19 Uhr Abendessen und danach gemütliches Beisammensein
      Sonntag:
      I. Plenum 09.00 bis 10.30 Uhr: Zusammentragen von Ergebnissen aus AG’s und Branchentreffen
      11 bis 13 Uhr: Auf welche allgemeine Zielsetzungen und welche gemeinsame konkrete Schwerpunkte können wir (die VKG ) uns einigen?  Kurze gemeinsame Erklärung und sonstige Beschlüsse und Absprachen/ ggf Wahl für Sprecherrat etc., Vereinbarung nächste Treffen/Konferenz
  • Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften bereitet Strategiekonferenz 2020 vor 
    Am 18. Mai 2019 trafen sich in Frankfurt am Main über dreißig Vertreter*innen verschiedener Netzwerke und örtlicher Initiativen. (…) Das Ziel der Vernetzung sei es, sich innerhalb des DGB für einen Kurswechsel einzutreten, nämlich weg von der Standortpolitik und weg von der in den Gewerkschaften praktizierten Sozialpartnerschaft und des Co-Managements. Es ginge um die konsequente Durchsetzung der Interessen der Lohnabhängigen. (…) Im Unterschied zu den Konferenzen der Rosa-Luxemburg-Stiftung will die neue Initiative eine handlungsfähige Vernetzung von Kolleg*innen schaffen, die im Kampf stehen und in den Betrieben wirken. Ein Bindeglied wird die internationale Verbindung von Kämpfen, aber auch die deutschlandweite branchen- und gewerkschaftsübergreifende Koordination sein. (…) Ein Koordinierungskreis wird im Laufe der nächsten Monate das Programm der Konferenz erarbeiten, für die bis zu 200 Leute erwartet werden. Die Strategiekonferenz 2020 findet am 25./26. Januar 2020 in Frankfurt/Main in der Jugendherberge statt. Es gibt bereits eine Website (https://vernetzung.home.blog externer Link) und eine Facebook-Page (https://www.facebook.com/vernetzung.gewerkschaftslinke externer Link), auf der weitere Ankündigungen verfolgt werden können.” Aus dem Bericht der VKG – Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften
  • Vorbereitungstreffen für die Strategiekonferenz am Samstag, 18. Mai 2019
    Die Konferenzen der Rosa-Luxemburg-Stiftung unter dem Motto “Aus unseren Kämpfen lernen” bieten ein gutes Forum, um Erfahrungen auszutauschen. Jedoch  findet über die Konferenz hinaus keine engere Koordinierung von kämpfenden, aktiven Kolleg*innen und den bestehenden Zusammenschlüssen von Gewerkschaftslinken statt. Doch der Bedarf nach ernsthaften Diskussionen über die Strategie der Gewerkschaften und zur tatsächlichen praktischen Zusammenarbeit ist groß. Wir – das sind Vertreter*innen verschiedener Vernetzungsinitiativen in den   Gewerkschaften – möchten deshalb anregen, dass aktive Kolleg*innen, die auch für einen kämpferischen Kurs in den Gewerkschaften eintreten, darüber beraten, wie sie gemeinsam an einem Strang ziehen können und sich für eine solche Ausrichtung der Gewerkschaften stark machen können. Es gibt viele gute Ansätze, aber um die Gewerkschaften insgesamt in diese Richtung zu bringen, ist es nötig, sich besser zu vernetzen und zu koordinieren. So könnten beispielsweise Vorschläge und Initiativen für Kämpfe und Kampagnen ausgearbeitet werden, gemeinsam Anträge eingebracht werden, Solidaritätsarbeit für Kämpfe verstärkt und weitere Absprachen organisiert werden. Für 2020 halten wir eine Strategiekonferenz für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik für notwendig, die wir mit möglichst vielen Aktiven vorbereiten wollen.” Einladung zum Vorbereitungstreffen für die Strategiekonferenz am Samstag, 18. Mai 2019 um 11 Uhr im DidF-Vereinshaus, Rudolfstr. 13 in Frankfurt/Main. Siehe Erinnerung an das Vorbereitungstreffen für die Strategiekonferenz 2020 am 18. Mai 2019 mit vorläufiger Tagesordnung mit der Bitte um Anmeldung bis zum 13.5.! (vernetzung.gewerkschaftslinke@gmail.com)
    Siehe auch:

    • Einladungsflyer für das Vernetzungstreffen am 16.2. in Braunschweig sowie das Vorbereitungstreffen am 18.Mai in Frankfurt für die Strategiekonferenz 2020
    • Die einladenden Organisationen sind:
      • Arbeitsausschuss der Gewerkschaftslinken und örtliche Foren
        • Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften
        • Münchner Gewerkschaftslinke
        • Forum gewerkschaftliche Gegenmacht Wiesbaden
        • Zukunftsforum Gewerkschaften Rhein-Neckar
        • Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg
        • Gewerkschaftsforum Dortmund
      • Verdi Linke NRW
      • Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di
      • Organisieren – Kämpfen – Gewinnen (OKG) Kassel
      • TIE – Internationales Bildungswerk
      • LabourNet Germany
      • Redaktion Express
      • Redaktion Yeni Hayat/Neues Leben
      • Aktionskreis gegen Unternehmerwillkür (AKUWILL)
      • BaSo Wuppertal
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=157049
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