Inzwischen schon vier AktivistInnen der KMU sind es, denen vorgeworfen wird, an “Morden” beteiligt zu sein - womit Aktionen der Neuen Volksarmee NPA gemeint sind, zu der die GewerkschafterInnen Kontakte haben sollen. Der Sicherheitsplan der Regierung die Oplan Bayanihan sei für zahlreiche Verfolgungsmaßnahmen die Grundlage, die den Behörden weitgehend freie Hand gibt, auf Verdacht zu verfolgen, wird in der Stellungnahme “Junk false charges vs. labor leaders, organizers” der KMU vom 18. Januar 2013 unterstrichen
Nach dem Aufruf der COSATU vom Wochenbeginn, den Streik in den Weinplantagen zu beenden
(nachdem die Regierung, auf einem ersten Abkommen mit einer Minderheit der Weinbauern
aufbauend, den landesweiten Mindestlohn auf 109 Rand/Tag erhöht hatte), normalisiert sich die
Lage allmählich, lautet der Tenor der bürgerlichen Medien
Somyot Prueksakasemsuk ist wegen Majestätsbeleidigung zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden (zusätzlich ein weiteres Jahr aus einem früheren politischen Prozess). Seit April 2011 festgenommen, wurde ihm der Vorwurf gemacht, in seinem Magazin “Stimme der Unterdrückten” zwei Karikaturen veröffentlicht zu haben, die den König beleidigten.
Arbeiter im Foxconn-Werk in Beijing sind am vergangenen Dienstag erneut in Streik getreten, nachdem bekannt gegeben wurde, dass sie weder Lohnerhöhungen noch Jahresprämien erhalten werden. Das taiwanesische Werk ist seit 2002 in Betrieb und beschäftigt rund 15 000 Arbeiter. Am Dienstag versammelten sich ein paar tausend davon...
Jedes Jahr ab Oktober werden mehr als eine Millionen Kinder und Erwachsene vom
usbekischen Staat, einem der repressivsten Regime der Welt, in die
Baumwollfelder geschickt, wo sie wochenlang unter prekären Bedingungen Baumwolle
pflücken müssen.
Am Freitag den 25. Januar 2013 entscheidet das Parlament Portugals über einen Gesetzentwurf, den keine Fraktion eingebracht hat - sondern die Bevölkerung. Zum zweiten Mal in der Geschichte des portugiesischen Parlamentarismus muss “das Haus” (wie hoch auch immer) über eine Gesetzesvorlage abstimmen, die auf eine Volksinitiative zurückgeht.
Kazakhmys ist ein Unternehmen, an der Londoner Börse notiert, das “seinen” Arbeitern durchaus das Recht auf Gewerkschaft lässt. Wenn es die Gewerkschaft ist, die vom Unternehmen kontrolliert wird. Gehören sie dagegen der Trade Union of Mining & Metallurgy Workers of Republic of Kazakhstan (TUMMWRK) an, wird ihnen massiv “nahegelegt” ihre Mitgliedschaft zu wechseln. Die Meldung - und Aktionsankündigung - “Copper company busts union in Kazakhstan” am 17. Januar 2013 bei IndustriAll
Am vergangenen Freitag besetzten mehr als 1.000 ArbeiterInnen der (chinesisch-japanischen) Shanghai Shinmei Electric das Werk und sperrten 18 Manager in zwei Büroräumen ein: Ihr Widerstand richtete sich gegen den Versuch der Unternehmensleitung einen drastischen neuen “Strafenkatalog” mit Geldstrafen für alles Mögliche einzuführen.
Trotz eines Gerichtsurteils, das den Ausstand für illegal erklärte, haben die Beschäftigten der Athener Metro am Mittwoch ihren vor einer Woche begonnen Streik fortgesetzt.
Call Center waren die Neuheit der 90er Jahre - und eines der globalen Zentren war Indien (zumindest für die englischsprachigen Länder), wo eben, wie in der Marktwirtschaft üblich, die Hungerlöhne in Europa noch weit unterboten wurden. Call Center Arbeit war damals ein Bereich militanter Untersuchungen von Kolinko - jetzt hat das Kollektiv, zusammen mit den Gurgaon Workers News, sozusagen ein Jahrzehnt später, eine Untersuchung über die Weiterentwicklung gemacht - die auch billigere Konkurrenten kennt
Beinahe 2 Jahre ist es her, dass der Hondastreik einer zumeist jungen Belegschaft die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nicht nur in China erregte, auch weil die Auseinandersetzung sehr schnell ebenfalls eine um die gewerkschaftliche Organisierung wurde.
„Der Streik in der kleinen Firma Neupack (Hamburg-Stellingen und Rotenburg/Wümme) hat für die große IG BCE (680.000 Mitglieder) eine große Bedeutung.
Deshalb beobachten Funktionäre der Hauptverwaltung in Hannover den Streik ganz genau und und sind öfter vor Ort. Sie beschwören dabei "die Sozialpartnerschaft" und schreiben es unentwegt in den Streiknachrichten, die örtlich herausgegeben werden. Jedoch zeigt ein kleiner Kapitalist, Jens Krüger (72), Mitinhaber der Verpackungsfirma Neupack, der großen IG BCE die Grenzen ihrer Macht auf, indem er ganz einfach die ihm zugedachte Rolle nicht spielt sondern Klassenkampf praktiziert - und das seit dem Beginn des Streiks, dem 1. November 2012. Er hatte schon 15 Jahre vorher Klassenkampf praktiziert, nur Einzelarbeitsverträge mit den Beschäftigten abgeschlossen, mal 40 Prozent unter dem Flächentarifvertrag, bei den Angestellten und einigen ArbeiterInnen deutlich über Tarif. Eben nach dem Motto: Teile und herrsche! Einige der KollegInnen hatten seit elf Jahren keine Lohnerhöhung bekommen. Durch die Forderung nach einem Tarifvertrag gedachten die Beschäftigten diese Zustände und darüberhinaus entwürdigende Behandlungen zu beseitigen…“ Artikel von Dieter Wegner vom Soli-Kreis Neupack, 25.01.2013
Nach dem Brand in einer pakistanischen Textilfabrik mit hunderten Toten warten Hinterbliebene auf Entschädigung von der Textilkette Kik. Artikel von Willi Germund in der Frankfurter Rundschau vom 24.01.2013
„Die Kritik an den Leistungen der Deutschen Bahn entzündet sich meist an Verspätungen und Zugausfällen. Das Versagen in Technik und Organisation, das täglich auf dem Rücken von Millionen Pendlern und frustrierten Mitarbeitern ausgetragen wird, ist jedoch kein Unfall, sondern Ausdruck einer millionenteuren Change Management Strategie - dies ist das Ergebnis eines Blickes auf die Leitbilder eines Unternehmens, das sich völlig von der Realität eines lokalen Dienstleisters entfernt hat…“ Artikel von Alexander Dill auf Telepolis vom 24.01.2013