„Liebe Kolleginnen und Kollegen am Standort Bochum, die IG Metall Nordrhein-Westfalen hat mich und die Mitglieder der IG Metall Verhandlungskommission, die die Verhandlungen zum Opel-Sanierungstarifvertrag geführt haben, zu einer Versammlung der IG Metall Vertrauensleute eingeladen. Diese Versammlung ist mitgliederöffentlich, sodass alle Beschäftigten des Opel Standortes Bochum, die Mitglied der IG Metall sind, teilnehmen können. (…) Die Reaktion von Rainer Einenkel auf meine Vorschläge für einen solchen Austausch im Rahmen Eurer Belegschaftsversammlung am 10. Juni 2013, sind leider so, dass die Rahmenbedingungen für einen fairen und konstruktiven Austausch von vorneherein nicht gegeben sind. Dies bedauere ich sehr. Mit Begründungen wie angeblich „gesetzeswidriger Vorbedingungen“ meinerseits, wird eindeutig erkennbar schon im Vorfeld versucht, einen sachlichen Dialog zu torpedieren. Die von Rainer vorgebrachten betriebsverfassungsgesetzlichen Bedenken gegen meinen Vorschlag einer Moderation der Debatte, kann ich in keiner Weise nachvollziehen…“ Der Brief von Dr. Wolfgang Schäfer-Klug , Vorsitzender des Konzern- und Gesamtbetriebsrates der Adam Opel AG, Rüsselsheim, 5. Juni 2013. Siehe dazu auch: Stellungnahme von Rainer Einenkel zur Absage von Wolfgang Schäfer-Klug
„Der Betriebsratsvorsitzende der Bochumer Opel-Werke Rainer Einenkel hat heute eine E-Mail an die Beschäftigten geschickt. Darin heißt es: »Dr. Wolfgang Schäfer-Klug, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Opel und gleichzeitiger Betriebsratsvorsitzender des Werkes Rüsselsheim, hat gestern in einem offenen Brief an die Bochumer Belegschaft und die Medien seine Teilnahme an der Belegschaftsversammlung im Bochumer Opel-Werk abgesagt. Wir bedauern diese Absage, schließlich hatte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende vorher zugesagt, zur Klärung von Missverständnisse beizutragen und sich solidarisch mit der Bochumer Belegschaft zu zeigen. Die Gründe und der Stil seiner Absage wurde von vielen Beschäftigten als feige und absurd bezeichnet. Offen bleiben folgende Themen…“ Die Stellungnahme auf Bo-Alternativ vom 06.06.2013
"Pendleraktionen, Infostände, Straßentheater, Diskussionsrunden, Mitmachaktionen, Unterschriftensammlungen – bundesweit machte der DGB am Aktionswochenende vom 7. bis 9. Juni Druck für einen Politikwechsel: Wir brauchen eine neue Ordnung der Arbeit!" Die Aktionen im Überblick beim DGB
Schlechte Nachrichten für die Opelaner in Rüsselsheim: Die Produktion des Kompaktwagens Astra soll nach Konzernplänen früher nach Polen verlagert werden. Die Produktion in Europa soll umsortiert werden…“ Artikel im Handelsblatt vom 07.06.2013
„31. Mai 2013, Istambul - 1.300 streikende Turkish Airlines Arbeiter_innen machen eine Aktion zum Nationalen Tag der Flugbegleiter_innen. Sie beugen sich nicht den Einschüchterungsversuchen der Geschäftsführung und sind seit dem 15. Mai 2013 im Streik. Sie fordern die Wiedereinstellung der Arbeiter_innen, die letztes Jahr entlassen wurden, sowie bessere Arbeitsbedingungen. Die Geschäftsleitung versucht die Effektivität des Streiks auszuhebeln, indem sie die Nicht-Streikenden länger arbeiten läßt. Am Freitag, den 7. Juni wurde diese Aktion auf dem Gezi Park wiederholt, wo die Streikenden einen Informationsstand haben. Der Gezi Park ist in der Mitte des taksim Platzes, der jeden Abend von hunderttausenden Protestierenden überflutet wird. – Das Video bei labournet.tv Istambul (türkisch mit dt. UT | 3 min | 2013)
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband Versicherungen (AGV) haben sich am Freitagabend, dem 7. Juni, auf ein Tarifergebnis geeinigt. (…) Danach steigen die Gehälter der Beschäftigten in zwei Stufen ab dem 1. August 2013 um 3,2 Prozent sowie ab dem 1. Oktober 2014 um 2,2 Prozent. Die Auszubildenden erhalten zu den gleichen Terminen Vergütungserhöhungen, die je nach Ausbildungsjahren folgendermaßen gezahlt werden: für das erste und zweite Ausbildungsjahr werden die Vergütungen um jeweils 25 Euro in 2013 sowie in 2014 erhöht; für das dritte Ausbildungsjahr wird die Vergütung um jeweils 30 Euro in 2013 sowie in 2014 erhöht. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate bis Ende März 2015…“ Meldung bei ver.di vom 07.06.2013
"Dem „Unternehmen Bundeswehr“ mangelt es an Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt. Daher versucht sich die Bundeswehr verstärkt so aufzustellen, dass sie in der öffentlichen Wahrnehmung als gute Arbeitgeberin dasteht und im Kampf um die „‘klügsten Köpfe‘ und ‚geschicktesten Hände‘“ bestehen kann. Der Werbefeldzug an Schulen, bei Berufsmessen oder auf den Jobcentern und Arbeitsagenturen sind wohl die bekanntesten Versuche, um mehr Menschen für die Auslandseinsätze zu rekrutieren. Die sogenannte „Vereinbarkeit von Familie und Dienst“ ist ein weiterer Versuch, für mehr Attraktivität am Arbeitsplatz Krieg zu sorgen…" IMI-Analyse 2013/019 von Thomas Mickan vom 6. Juni 2013
Am vergangenen Wochenende demonstrierten über einhunderttausend Menschen in der Hauptstadt Äthiopiens für demokratische Reformen und forderten eine Politik zur Überwindung der Jugendarbeitslosigkeit - die DemonstrantInnen waren vor allem junge Leute, die mit Transparenten und Mobiltelefonen “bewaffnet” waren - so wie der Protest auch vor allem organisiert worden war.
Vor dem Werk - vor den Resten des Werkes, wo immer noch die Körper von Opfern liegen - haben sie für Entschädigungen und bessere Arbeitbedingungen demonstriert - wieder einmal, wie schon so oft. Straßen blockiert. Und die Polizei Bangladeschs, samt den Behörden - unfähig irgendwie gegen die Kapitalverbrechen der bengalischen, europäischen und nordamerikanischen Unternehmen vorzugehen - ist keinesfalls unfähig, gegen Opfer und ihre Angehörige vorzugehen.
“Mehr als 27 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung sind ohne Broterwerb, bei den Jugendlichen bis 25 sind es sogar 62 Prozent. Etwa 400 000 Familien verfügen über keinen einzigen »Ernährer«, hier sind alle Familienmitglieder arbeitslos. Das im sechsten Jahr in Rezession steckende Mittelmeerland hat seit 2008 bereits ein Viertel seiner Wirtschaftsleistung eingebüßt. Selbst die Staatsverschuldung ist nicht geschrumpft, sondern auf 179 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gestiegen..."
Das Verfassungsgericht hatte es eingefordert: Den Status von Angestellten und Arbeitern noch im Laufe des Jahres 2013 anzugleichen. Ist die Frage in welche Richtung: Die Unternehmen haben da ihre ganz eigenen - ewig gleichen - Vorstellungen, nach unten natürlich, gerade jetzt, in der Krise und so weiter und so fort...
„Nach der Übernahme der »Frankfurter Rundschau« (FR) durch die »Frankfurter Allgemeine« (FAZ) konzentrieren sich die rund 400 von der Kündigung betroffenen ehemaligen FR-Beschäftigten auf den Überlebenskampf und müssen auf der Suche nach einem neuen Job vielfach Abstriche machen. Ende April produzierte die bisherige FR-Druckerei in Neu-Isenburg letztmalig eine FR-Printausgabe. Seither läuft die Produktion über die FAZ-Hausdruckerei FSD in Mörfelden-Walldorf. Der Neu-Isenburger Betrieb wird nun stillgelegt...“ Artikel von Richard Färber im Neues Deutschland vom 07.06.2013