Erfurt zeigt Haltung – sichtbar, vielfältig und weltoffen gegen den AfD Bundesparteitag – am 4. Juli Höcke stoppen!

widersetzen: AfD Bundesparteitag verhindern - Am 4. Juli in Erfurt Höcke stoppen!Für den 4. und 5. Juli 2026 plant die AfD ihren Bundesparteitag in Erfurt. Eine extrem rechte Partei, die spaltet, ausgrenzt und Menschenrechte offen infrage stellt. Dabei ist die Wahl Erfurts kein Zufall: Es soll eine Machtdemonstration werden und dazu dienen, die Dominanz des völkischen-nationalistischen Flügels der AfD weiter zu normalisieren. Das lassen wir nicht unwidersprochen zu! Vor diesem Hintergrund wollen wir als Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden, Initiativen, Vereinen, Kultur, Wissenschaft, Parteien und engagierten Einzelpersonen gemeinsam ein deutliches Zeichen zu setzen: Wir stehen zusammen für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Erfurt ist eine Stadt, in der Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Überzeugungen und Lebensweisen zusammenleben. Diese Vielfalt ist eine Stärke…“ Aufruf  des Bündnisses Zusammenstehen externer Link – es gibt viele Möglichkeiten mitzumachen: DGB-Demo am 4. Juli am Hauptbahnhof Erfurt, Fest der Demokratie, Ziviler Ungehorsam… Siehe auch Aufrufe von widersetzen und Gewerkschaften sowie Infos:

  • Blockaden und Demonstrationen: Zehntausende wollen gegen AfD-Parteitag in Erfurt protestieren – Versammlungsverbote gegen Blockaden New
    Gegen den AfD-Parteitag am Wochenende in Erfurt mobilisiert „Widersetzen“ zu Blockaden. Die Behörden reagieren mit einem Versammlungsverbot.
    Mehrere Bündnisse haben zum Protest gegen den geplanten AfD-Bundesparteitag in Erfurt am kommenden Wochenende aufgerufen. Bunte Veranstaltungen in der Stadt plant das Bündnis Zusammenstehen. Das Bündnis Widersetzen hat angekündigt, den Parteitag mittels Blockaden zu verhindern. Beide haben bundesweit nach Erfurt mobilisiert. Insgesamt rechnen die Behörden mit Zehntausenden Demonstrant:innen. Busse mit Aktivist:innen werden aus etwa 60 Städten erwartet, erklärt Widersetzen der taz auf Anfrage. Das Ziel sei, mit so vielen Aktivist:innen zu protestieren, dass die „Polizei uns nicht mehr stoppen kann“. (…)
    Am Montag hat das Landesverwaltungsamt Thüringen vor diesem Hintergrund Kundgebungen und Demonstrationen zwischen Messehalle und der nahegelegenen Autobahn untersagt. Das Bündnis hat angekündigt, dagegen juristisch vorzugehen oder sich über das Verbot hinwegzusetzen.
    Insgesamt sind laut Stadtverwaltung mehr als 30 Versammlungen in Erfurt angemeldet. Die größte ist eine Kundgebung des Bündnisses Zusammenstehen ab 6 Uhr auf dem Parkplatz der Messe mit voraussichtlich 15.000 Teilnehmer:innen.
    Den Aufruf von Zusammenstehen haben rund 190 Organisationen und Einzelpersonen unterschrieben. Mit dabei sind mehrere DGB-Gruppen, Parteien, Omas gegen rechts, der evangelische Jugendbund in Mitteldeutschland und Vereine wie der Kinoklub Erfurt. Online bewirbt Zusammenstehen rund 70 Veranstaltungen für das Wochenende, darunter „Kaffeetrinken wie bei Oma“ am Freitagnachmittag, eine antifaschistische Stadtführung am Freitag sowie eine familienfreundliche Kundgebung auf dem Theaterplatz…“ Überblick von David Muschenich vom 1.7.2026 in der taz online externer Link („Blockaden und Demonstrationen: Zehntausende wollen gegen AfD-Parteitag protestieren“)
  • AfD Bundesparteitag verhindern – Am 4. Juli in Erfurt Höcke stoppen!
    Der Bundesparteitag der AfD am 4. & 5. Juli in Erfurt darf nicht stattfinden! Er wäre eine faschistische Zusammenrottung mit Björn Höcke an der Spitze. Höcke steht für den offen faschistischen und NS-verherrlichenden Kurs in der Partei: Menschenverachtung, Ausgrenzung, massenhafte Deportationen und Hass. Es gibt keine Neutralität gegenüber dem Faschismus. Wer heute keinen Widerstand leistet, erwacht morgen in einer Diktatur. Auf den Staat und die regierenden Parteien können wir uns nicht verlassen. Im Gegenteil: Im EU-Parlament paktiert die CDU/CSU schon offen mit den extrem rechten Parteien, wenn es darum geht, noch mehr schutzsuchende Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen. Warum also ihnen vertrauen, dass sie nach den Landtagswahlen im September der AfD nicht zur Macht verhelfen? Vertrauen können wir nur auf uns selbst, auf viele antifaschistische Menschen…“ Aufruf und alle Infos auf https://widersetzen.com/ externer Link – siehe auch https://bsky.app/profile/w1dersetzen.bsky.social externer Link
  • Bündnis Zusammenstehen: Aufruf externer Link und Veranstaltungen & Lageplan externer Link sowie Live Stream am 4. Juli externer Link
  • AfD-Bundesparteitag in Erfurt: ver.di Berlin-Brandenburg ruft zu Protesten auf
    Am 4. Juli protestiert ein breites Bündnis gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Auch ver.di Berlin-Brandenburg ruft seine Mitglieder zur Teilnahme an den Protesten auf. ver.di-Mitglieder des Landesbezirkes können 50% der Kosten eines Standard-Bustickets des widersetzen-Bündnisses erstattet bekommen…“ Aufruf vom 15.06.2026 bei ver.di BB externer Link – ähnlich ver.di NRW externer Link und einige weitere Gewerkschaften wie z.B. GEW Hessen externer Link etc
  • olidarität mit den friedlichen Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt
    Am 4. und 5. Juli versammelt sich die AfD in Erfurt für ihren Bundesparteitag – auf den Tag 100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag in Thüringen, der als Wendepunkt für den Aufstieg des Nationalsozialismus gilt. Wie Historiker*innen bereits festgestellt haben, ist die Wahl des Ortes und des Datums kein Zufall, sondern ein kalkulierter symbolischer Akt: ein Signal der Verbundenheit mit rechtsextremen Milieus. (…) Als Wissenschaftler*innen sind wir von der politischen Agenda der AfD in besonderer Weise betroffen. Eine Partei, die Migrationsforschung, Postkoloniale Studien und Klimaforschung diskreditiert, Gender Studies, Gleichstellungs- und Diversitätsarbeit abschaffen will, die Demokratie innerhalb der Universitäten zurückbauen, und die Hochschulen unter politischen Druck setzt, greift das Prinzip wissenschaftlicher Erkenntnis und demokratischer Bildung selbst an. (…) Angesichts dieser Gefahr halten wir vielfältige Formen des friedlichen zivilgesellschaftlichen Protests nicht nur für legitim, sondern für unabdingbar. (…) Als Wissenschaftler*innen kommen wir zu einem klaren Befund: Eine Partei mit diesem Charakter darf nicht in Regierungsverantwortung gelangen. Die Zivilgesellschaft und wir als Wissenschaftler*innen stehen in der Pflicht, dem aktiv entgegenzutreten! Wir erklären uns daher solidarisch mit allen, die sich am 4. und 5. Juli in Erfurt friedlich und entschieden gegen die extreme Rechte engagieren. Einige von uns werden die Blockaden auch über diese Solidaritätsbekundung hinaus unterstützen.“ Soli-Erklärung zum Mitzeichnen bei Wissenschaft gegen Faschismus externer Link
  • Bevor es zu spät ist. Wissenschaftliche Perspektiven auf die faschistische Gefahr
    Am 4. und 5. Juli soll der Bundesparteitag der AfD in Erfurt stattfinden. Es wird kein gewöhnlicher Parteitag sein. Die AfD repräsentiert eine fundamentale Rechtsverschiebung im politischen Raum, die Grundrechte und demokratische Prinzipien infrage stellt. Zugleich ist ihr Aufstieg nur als Teil von umfassenderen gesellschaftlichen Entwicklungen zu begreifen. Auch in anderen Ländern, die bisher als liberale Demokratien galten, erhalten Kräfte des äußersten rechten Rands großen Zuspruch oder sind bereits an die Herrschaft gelangt – mit dramatischen Folgen für Eingewanderte und Geflüchtete, queere Menschen, Beschäftigtenrechte, den Wohlfahrtsstaat, die Wissenschafts- und Kunstfreiheit, die internationale Friedensordnung und die ökologische Zukunft des Planeten. „Bevor es zu spät ist“, wollen wir mit öffentlicher Wissenschaft dazu beitragen, diese Entwicklung zu begreifen und Antworten auf sie zu finden. Zentral sind dabei die Fragen, wann und weshalb politische Programme und Praktiken von Ausschluss, Gewalt und Freiheitsbeschränkung als faschistisch gelten können, welche gesellschaftlichen Entwicklungen den Trend dorthin bedingen und wie demokratische Kräfte ihn zurückdrängen können. (…) Am Wochenende vom 4.-5. Juli stellen sich verschiedene zivilgesellschaftliche Bündnisse den demokratiegefährdenden Tendenzen in der AfD und der radikalen Rechten entgegen. Das Symposium versteht sich als Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung…“ Einladung externer Link zum Symposium am 03.07.2026 in ZUM GÜTERBAHNHOF 20, ERFURT, TH, 99085, DE

Siehe auch:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=236336
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