Gekentertes Flüchtlingsboot vor Libyen: Ärzte ohne Grenzen fordert bessere Seenotrettung im Mittelmeer

Lampedusa: Stoppt das Sterben!Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen fordert nach dem neuen Bootsunglück im Mittelmeer mehr Kapazitäten für die Seenotrettung. Bei dem Unglück vor der libyschen Küste kenterte am Mittwoch ein Holzboot mit etwa 600 Insassen. Zahlreiche Tote werden befürchtet. Das Rettungsschiff „Dignity I“ von Ärzte ohne Grenzen erreichte kurz nach dem Kentern des Flüchtlingsbootes den Unglücksort…Beitrag von und bei den Ärzten ohne Grenzen vom 5. August 2015 externer Link. Aus dem Text:

  • … Ärzte ohne Grenzen hatte gegen 9 Uhr am Mittwochmorgen wegen des in Seenot befindlichen Bootes einen Anruf des Seenotrettungszentrums in Rom erhalten. Während der Fahrt zu dessen Standort wurde es jedoch durch das Zentrum zu einer Rettungsaktion für ein anderes Boot umgeleitet. Die Bergung der 94 Menschen auf diesem zweiten Boot war gegen 12.30 Uhr abgeschlossen. Daraufhin erhielt die „Dignity I“ einen weiteren Anruf vom Seenotrettungszentrum mit der Aufforderung, die Fahrt zum ursprünglich angepeilten Boot fortzusetzen. Als die „Dignity I“ dort ankam, war das Holzboot bereits gekentert. (…) Die Tatsache, dass wir zunächst zum Rettungseinsatz für dieses Boot gerufen wurden, kurze Zeit später aber dann zu einem anderen Boot geschickt wurden, zeigt, dass es noch immer viel zu wenig Ressourcen für Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer gibt.“ …
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=84954
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