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Alltagswiderstand und Commons
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Es gibt kein richtiges Arbeiten im Falschen
Politik als Beruf Die politische Radikalität der Neuen Linken zeigt sich am Bauzaun – selten am Arbeitsplatz. Artikel von Titus Engelschall und Elfriede Müller in ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis vom 16.12.2014
. Aus dem Text:
- „… Wider Willen verloren diese alternativen Sozialexperimente ihre kritische Substanz, als mit dem Neoliberalismus alternative Formen der Arbeitsorganisation, wie flache Hierarchien, flexible Arbeit und autonomes Selbstmanagement, zu neuen Tugenden des »unternehmerischen Selbst« (Bröckling) erklärt wurden. Was als praktische Kritik der Lohnarbeit begann, wurde zur Schule einer neuen Form kapitalistischer Selbstregierung. (…) Der Spätkapitalismus hat es geschafft, selbst Linken die Illusion zu vermitteln, dass ein Beruf eine Berufung und das Arbeitsleben Selbstverwirklichung sei. Die Falle der Identifikation mit dem eigenen Tun lauert selbst noch im blödsinnigsten Job. Dass diese Form der Ausbeutung die höchste Form der Entfremdung darstellt, wird höchstens abstrakt verstanden. Es käme aber darauf an, die Identitätsfalle im eigenen Lohnarbeitsverhältnis selbstkritisch zu dekonstruieren. (…) Die Existenz von linken Stiftungen, NGOs und selbst die einer Partei, die zwar nicht sehr links, aber sehr links von der Sozialdemokratie steht, ist eine Errungenschaft für Bewegungen und Projekte, die damit finanziert und infrastrukturell unterstützt werden können. Selbstredend müssen sie darauf achten, ihre politische Unabhängigkeit zu wahren. Allerdings sollten und können sie eine Organisierung der radikalen Linken nicht ersetzen. Dass diese Stiftungs-NGO-Partei-Struktur für viele Linke auch eine Jobmöglichkeit bietet, muss nicht bedeuten, dass es innerhalb dieser Strukturen keine Interessensvertretungen gibt. Die innere reflektierte Einstellung linker Individuen gegenüber ihrer eigenen Lohnarbeit reicht nicht aus…“