Neues Kampffeld: Mindestlohngesetz im Bundestag

Die Konzerne und ihre Lobbyisten lassen nicht locker. Unmittelbar vor der für Donnerstag früh geplanten ersten Lesung des Mindestlohngesetzes im Bundestag intensivieren sie ihre Propaganda für eine Durchlöcherung der Lohnuntergrenze. So forderte Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), in Bild vom Dienstag, junge Menschen bis 23 Jahre vom Mindestlohn auszuschließen…“ Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 04.06.2014 externer Link

  • Aus dem Text: „… Ob die Lobbyisten damit durchkommen, den Mindestlohn in den sprichwörtlichen Schweizer Käse zu verwandeln, hat für die unmittelbar Betroffenen große Bedeutung. 8,50 Euro pro Stunde ist viel zu wenig, doch für Millionen wäre bereits das eine reale Verbesserung. Das sollte Gewerkschafter und Linke freilich nicht davon abhalten, für ein Minimum von zehn, zwölf Euro oder mehr zu streiten. Aktuell ist die Zurückweisung aller Ausnahmen entscheidend. Denn mit dem gesetzlichen Mindestlohn wird auch ein neues Kampffeld zwischen Kapital und Arbeit eröffnet. Das zeigt sich beispielsweise in den USA, wo die Kampagne für eine Verdoppelung des Mindestlohns auf 15 Dollar (elf Euro) an Fahrt gewinnt. Als erste Großstadt hat Seattle am Montag (Ortszeit) die Einführung dieses Niveaus beschlossen, wenn auch mit einigen Schlupflöchern. Selbst US-Präsident Barack Obama mußte den von Bundesbehörden gezahlten Mindestlohn kürzlich auf 10,10 Dollar (7,40 Euro) anheben – eine Reaktion auf anhaltende Proteste von Niedriglohnbeschäftigten…“
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