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#UnisRetten! – Alarmstufe Rot: Studierende und Lehrende in Österreich protestieren gegen Kürzungen bei den Universitäten sowie den Zukunftsperspektiven

Österreich: #UnisRetten! - Alarmstufe Rot„Am Donnerstag gehen wir unter dem Motto „Alarmstufe Rot – #UnisRetten!“ gemeinsam auf die Straße – gegen die Unterfinanzierung unserer Universitäten und für ein gutes und gerechtes Studium. Denn statt der mindestens notwendigen 18 Milliarden Euro plant die Bundesregierung für 2028 bis 2030 nur rund 16 Milliarden Euro für die Universitäten ein. Zwei Milliarden Euro fehlen – mit verheerenden Folgen für den Lehrbetrieb, Betreuungs- und Beschäftigungsverhältnisse. Wir haben es satt, dass unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt wird! Gemeinsam fordern wir eine abgesicherte und langfristige Finanzierung der öffentlichen Universitäten ein. Denn gute Lehre, Forschung und faire Arbeitsbedingungen gibt es nicht zum Nulltarif. Bis zum 31. Oktober kann die Bundesregierung das Budget noch nachbessern. Wir machen Druck und zeigen gemeinsam: Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar! …“ Aufruf der ÖH externer Link („#UnisRetten: Alarmstufe Rot“)(Bundesvertretung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft) zur Großdemo am 22. Oktober 2026 – siehe Hintergründe, Gewerkschaftsaufrufe  und Berichte:

  • „#unisretten Die Uni brennt und trotzdem will der Staat weiter kürzen. Im Namen der Austerität wird beim Sozialen – bei Bildung, Kultur und Wissenschaft – gekürzt und von unten nach oben verteilt. Nicht mit uns! Wir werden uns den Kürzungen widersetzen, bis sie abgesagt oder zurückgenommen werden. Wir – Mitarbeitende im Unter- und Mittelbau – laden alle ein, zu kommen und gemeinsam weiter Aktionen zu planen. Ob Studierende oder Mitarbeitende, ob allgemeines oder wissenschaftliches Personal – kommt vorbei, denn nur gemeinsam sind wir stark! 27.10.2026, 16 Uhr Sigmund Freud Park …“ Thread von Unterbau Uni Wien vom 23.10.2026 auf bsky externer Link
  • „Unter dem Motto „No Cuts! Weder durch Staat noch Rektorat!“,
    sind wir heute gemeinsam mit tausenden anderen auf die Straße gegangen! Es war ein starkes Zeichen des Unterbau! Nächstes Treffen: 27.10., 16 uhr votivpark.
    “ Post von Unterbau Uni Wien vom 22.10. auf bsky externer Link mit Fotos und einem Video
  • „Warum gehen Wissenschaftler*innen auf die Straße? Laut
    @bundesoeh.bsky.social demonstrierten gestern 50.000 Menschen in Wien gegen Kürzungen der Universitätsbudgets. BOKU-Wissenschaftler*innen erzählen, warum sie dabei waren. #UnisRetten @n-roux.bsky.social @boku-ihg.bsky.social
    “ Post von BOKU University vom 23.10. auf bsky externer Link mit Video
  • Proteste gegen Sparkurs an Unis: Genies ohne Geld
    „In Wien protestieren rund 50.000 Menschen gegen Einsparungen an Hochschulen. Doch die österreichische Regierung verkauft das als Erfolg.
    Zehntausende Menschen protestierten am Donnerstag in Wien gegen geplante Kürzungen an den Hochschulen. Anlass ist das Unibudget für 2028 bis 2030, auf das sich die Regierungsspitze am vergangenen Samstag geeinigt hat. Laut den Unis wären für diese drei Jahre mindestens 18 Milliarden Euro nötig, um das bestehende Angebot abzusichern. (…) Im Resselpark vor der TU Wien hatten Studierende den Statuen schwarze Säcke und Augenbinden über die Köpfe gezogen, darunter Josef Ressel, dem Erfinder der Schiffsschraube. Beigefügt die Botschaft: „Wer an Unis und Forschung spart, geht blind in die Zukunft.“ Auf Plakaten stand „Make Austria Dumb Again?“ oder „Tax the rich, not our future“. Auf einem Tragetuch für ein Kind war ein Schild befestigt, darauf hieß es: „Wäre gern ein Genie geworden, war leider out of budget.“ Ein anderes Schild warnte, die Uni Wien sei „bald nicht mehr unter den Top 100“, in denen sie derzeit zum zweiten Mal in Folge liegt. (…) Schon im Mai waren österreichweit Zehntausende gegen die Uni-Kürzungen auf die Straße gegangen. Vor dem Bundeskanzleramt wurde da symbolisch die Forschung zu Grabe getragen. Auch am Dienstag vergangener Woche protestierten Studierende vor der Universität Wien. Bis 31. Oktober kann die Regierung beim Budget noch nachbessern. Ein Einlenken zeichnet sich aber nicht ab.“ Artikel aus Wien von Florian Bayer vom 23.10.2026 in der taz online externer Link
  • Österreich: Zehntausende bei Studentenprotesten in Wien
    „Neben der Hochschulfinanzierung ging es auch um Arbeitslosigkeit und fehlende berufliche Perspektiven
    Die Studentenproteste erreichen Österreich: Unter dem Motto „Alarmstufe Rot – #UnisRetten!“ versammelten sich die Demonstranten am Nachmittag vor der Technischen Universität Wien am Karlsplatz und zogen anschließend durch die Innenstadt. Zu dem Protest hatten die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH), Universitäten und Hochschulvertretungen aufgerufen. Beteiligt waren neben Studierenden auch Lehrende, Forschende und andere Universitätsbeschäftigte.
    Zur Größe der Demonstration gibt es unterschiedliche Angaben. Die ÖH bezifferte die Beteiligung auf rund 50.000 Menschen.  (…)
    Ein wesentlicher Teil des Protests galt den sozialen Folgen des Sparkurses für Beschäftigte. Universitäten und Arbeitnehmervertreter befürchten den Abbau zahlreicher Stellen, wobei insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betroffen sein könnten. Auf Transparenten wurde unter anderem vor Arbeitslosigkeit und fehlenden beruflichen Perspektiven gewarnt. Auch der Gesundheitsbereich spielte eine Rolle. Universitätskliniken sind zugleich Teil der medizinischen Versorgung. An der Medizinischen Universität Wien wird vor möglichen Auswirkungen der geringeren Finanzierung auf ärztliche Stellen und den Klinikbetrieb gewarnt. Der Betriebsrat am Wiener Allgemeinen Krankenhaus erklärte vor der Demonstration, Einsparungen könnten die Zahl verfügbarer Ärzte und damit auch die Zahl möglicher Operationen reduzieren. Dabei handelt es sich um eine Warnung der Arbeitnehmervertretung, nicht um bereits beschlossene Kürzungen im Krankenhausbetrieb.
    Die soziale Dimension zeigte sich zudem an der Zusammensetzung des Protests: Neben Studierenden nahmen Universitätsbeschäftigte aus Wien und anderen Bundesländern teil. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst organisierte nach Angaben der APA auch die Anreise von Hochschulpersonal sowie Ärztinnen und Ärzten aus anderen Universitätsstädten. (…)
    Für die Hochschulen und Studierendenvertretungen ist der Konflikt damit nicht beendet. Die ÖH fordert eine langfristig abgesicherte Finanzierung, die steigende Personal- und Betriebskosten berücksichtigt. Mit der Großdemonstration am Donnerstag verschärfte sich der seit Monaten andauernde Streit über die Frage, welchen Anteil die Universitäten am staatlichen Sparkurs tragen sollen
    .“ Bericht der WNM Redaktion vom 23.10.26 externer Link
  • GÖD: Wer an der Bildung spart, spart an der Zukunft
    „Gewerkschaft Öffentlicher Dienst unterstützt erneut Proteste gegen drohende Einsparungen an Österreichs Universitäten
    Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) warnt vor Einsparungsplänen im Bereich der österreichischen Universitäten
    …“ GÖD-Pressemitteilung vom 21.10.2026 externer Link mit mehr Infos
  • ÖH ruft zu weiterer Demo für mehr Geld auf
    „Seit vergangenem Wochenende steht fest, dass die 23 öffentlichen Unis im Dreijahresbudget 2028 bis 2030 16 Mrd. Euro bekommen. Das sind zwei Mrd. weniger, als sie laut Universitätenkonferenz (uniko) allein zur Abdeckung der Teuerung brauchen. Die Unis haben den Abbau jeder zehnten Stelle angekündigt, die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) befürchtet deshalb Verschlechterungen beim Studienangebot. Für heute ruft sie zu einer weiteren Großdemo in Wien auf. (…)
    Rund 40.000 Studierende und Uniangehörige waren im Mai laut Studierendenvertretung für mehr Geld auf die Straße gegangen, allein 28.000 in der Bundeshauptstadt. Erst vor etwas mehr als einer Woche hatten Studierende mit „Vorlesungen“ und „Aktionsstationen“ stundenlang den Ring blockiert. (…)
    Die Proteste werden von den Rektoraten aber offiziell unterstützt, etwa indem Studierende und Personal für die Demoteilnahme frei bekommen.
    Das Verhältnis zwischen Rektoren- und Studierendenvertretung hat sich in den vergangenen Wochen merklich abgekühlt, nachdem die uniko und einzelne Rektoren Sympathien etwa für eine Ausweitung von Studiengebühren gezeigt haben. Man habe immer noch ein höheres Unibudget als gemeinsames Ziel, wurde gegenüber der APA aus der ÖH betont
    …“ ORF-Meldung vom 21. Oktober 2026 externer Link
  • #unisretten – Keine Kürzungen bei den Universitäten!
    „Bildung ist eine zentrale Zukunftsinvestition. Jeder Euro, den wir heute in unser Bildungssystem investieren, stärkt die Gesellschaft, unseren Wirtschaftsstandort und die Innovationskraft unseres Landes.“ So steht es auf der Website des Bundeskanzleramts. Zeigen wir gemeinsam, dass die Universitäten nicht kaputtgespart werden dürfen und erinnern die österreichische Bundesregierung an ihre eigenen Aussagen! Nein zu Kürzungen an Bildung, Wissenschaft und Forschung! Für ausfinanzierte Universitäten und einen freien und offenen Zugang zur Hochschulbildung!…“ Petition externer Link an Bundesministerium für Finanzen, Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung

Grundinfos:

Siehe zuletzt: Sigmund-Freud-Universität Wien: Belegschaft der größten Privatuni Österreichs wehrt sich nun auch mit Streik gegen Stellenabbau, Überlastung und UnionBusting

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=238237
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