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Der pakistanische Bergarbeiterverband fordert gerichtliche Untersuchung nach Methanexplosion im Kohlebergwerk Sorange, tödlich für 40 Arbeiter und Rettungskräfte
„Der pakistanische Bergarbeiterverband „Pakistan Central Mines Labour Federation“ (PCMLF) hat nach der verheerenden Methangasexplosion im Kohlefeld Sorange bei Quetta, bei der mindestens 34 Bergleute ums Leben kamen, eine unabhängige gerichtliche Untersuchung sowie umfassende Reformen zur Verbesserung der Sicherheit im Bergbau gefordert. (…) Der Verband kritisierte die seiner Meinung nach anhaltende Missachtung der Sicherheitsvorschriften im Bergbau und erklärte, solche Vorfälle würden sich immer wieder ereignen, weil die bestehenden Gesetze nur unzureichend durchgesetzt würden. (…) Pakistans Bergbauindustrie müsse der Sicherheit der Arbeiter durch strengere Gesetze, regelmäßige Inspektionen und Rechenschaftspflicht Vorrang einräumen.“ engl. Meldung vom 1. August 2026 von Quetta Voice online
– siehe auch die Stellungnahme der All Pakistan Federation of United Trade Unions (APFUTU):
- Der Kapitalismus und das Streben nach Produktivität kosten den Arbeitern das Leben. 40 Tote in Pakistan!
„Am 30. Juli forderte eine Methanexplosion in der von PMDC / Sheikh Aziz Contractor betriebenen Bergbaukonzession in Sorange im Distrikt Quetta in Belutschistan das Leben von 40 Arbeitern, darunter auch Rettungskräfte, die bei dem Versuch, ihre Kollegen zu retten, ums Leben kamen.
Alle Opfer stammten aus dem Tehsil Alpuri im Distrikt Shangla/Swat in Khyber Pakhtunkhwa: Diese Tragödie trifft eine ganze Gemeinschaft, deren Lebensgrundlage vom Bergbau abhängt.
Diese Todesfälle machen einmal mehr deutlich, dass es im pakistanischen Bergbausektor (und nicht nur in Pakistan!) an sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen mangelt. Bergleute sind weiterhin inakzeptablen beruflichen Risiken ausgesetzt, was auf die unzureichende Durchsetzung der Sicherheitsvorschriften im Bergbau, schwache Arbeitsaufsichtssysteme, unzureichende Notfallvorsorge sowie das Versäumnis der Arbeitgeber und Behörden zurückzuführen ist, international anerkannte Standards für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz anzuwenden.
Genau wie APFUTU bekunden auch wir unsere „Solidarität mit der Pakistan Mine Workers’ Federation (PMWF), den Bergarbeitergewerkschaften und allen Organisationen, die sich für einen besseren Schutz der Bergarbeiter einsetzen. Wir würdigen die Bemühungen der Gewerkschaften, die an den Rettungs- und Bergungsmaßnahmen beteiligt waren, sowie ihr anhaltendes Engagement für die Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit im Bergbausektor.“
Wir unterstützen die pakistanischen Gewerkschaftsorganisationen bei:
– Eine unabhängige, transparente und unparteiische Untersuchung der Ursachen dieser Katastrophe durchzuführen und sicherzustellen, dass die für die Fahrlässigkeit Verantwortlichen in vollem Umfang zur Rechenschaft gezogen werden.
– Alle bestehenden Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften im Bergbausektor strikt durchsetzen und die Mechanismen der Arbeitsaufsicht im gesamten Bergbausektor stärken.
– Eine angemessene Entschädigung, sozialen Schutz und langfristige Unterstützung für die Familien aller verstorbenen oder verletzten Arbeitnehmer gewährleisten.
– Veröffentlichung umfassender Jahresberichte über Bergbauunfälle, einschließlich ihrer Ursachen, der Ergebnisse der Untersuchungen und etwaiger rechtlicher Schritte gegen die Verantwortlichen.
– Das ILO-Übereinkommen Nr. 176 über Sicherheit und Gesundheitsschutz im Bergbau unverzüglich zu ratifizieren und wirksam umzusetzen sowie die nationale Gesetzgebung mit den internationalen Arbeitsnormen in Einklang zu bringen.
Die Mitgliedsorganisationen des Internationalen Gewerkschaftsnetzwerks für Solidarität und Kämpfe bekunden ihre Solidarität mit den Familien der getöteten Arbeiter und unterstützen die pakistanische Gewerkschaftsbewegung in ihrer Forderung nach einem Ende dieser Todesfälle am Arbeitsplatz. Dies steht im Einklang mit den Kämpfen der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung weltweit: Der Kapitalismus tötet! Keine Todesfälle mehr am Arbeitsplatz!“ engl. Erklärung der APFUTU
am 30. Juli 2026 bei Laboursolidarity
(maschinenübersetzt) - Bei der All Pakistan Federation of United Trade Unions
(APFUTU) (noch?) nicht gefunden