» » »

Rechtsextremismus-Vorwurf gegen Betriebsratschef im städtischen Pflegeunternehmen Cultus in Dresden

ver.di NRW-Aktionswoche 17. bis zum 22. August: Nazis raus aus Parlamenten und BetriebenDer Vorsitzende des Betriebsrats bei der Dresdner Cultus gGmbH soll Sänger einer vom Verfassungsschutz beobachteten Band sein. Das städtische Unternehmen distanziert sich. Die Cultus gGmbH, ein kommunales Pflegeunternehmen in Trägerschaft der Landeshauptstadt Dresden, hat Untersuchungen gegen einen Mitarbeiter eingeleitet. Ausgangspunkt dafür war eine Veröffentlichung in den sozialen Medien, die den Mann mit einer vom Sächsischen Verfassungsschutz wegen erwiesen rechtsextremistischer Bestrebungen beobachteten Band in Verbindung bringt. Der Mann ist gleichzeitig Vorsitzender des Betriebsrats des Unternehmens – das bestätigt die Cultus gGmbH auf Anfrage der Sächsischen Zeitung…“ Artikel von Celina Kintopp vom 23.07.2026 auf saechsische.de externer Link („Rechtsextremismus-Vorwurf gegen Betriebsratschef bei Dresdner Pflegeunternehmen“) und mehr darüber von der Gruppe Antifa Elbflorenz:

  • Maik Zschech – Dresdner Neonazi arbeitet für städtischen Pflegedienst „Cultus“
    Maik Zschech, geboren 1989, ist ein Dresdner Neonazi, der seit vielen Jahren in einer gewaltorientierten neonazistischen Szene aktiv ist. Seit den 2000er-Jahren ist er regelmäßiger Teilnehmer von Rechtsrock-Konzerten und Demonstrationen, wie dem Dresdner Trauermarsch. Zschech fiel außerdem durch seine Beteiligung an Gewalttaten auf. (…)
    Beruflich ist Neonazi Maik Zschech für ein gemeinnütziges Pflegeunternehmen in Eigentümerschaft der Stadt Dresden tätig, der Cultus gGmbH – und das bereits mindestens seit 2019. Dort arbeitet er als Pfleger auf dem Campus Altleuben in der Reisstraße, wo er vor allem Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen pflegt.
    Wir finden es schockierend, dass ein derart umtriebiger und offen auftretender Neonazi wie Zschech seit Jahren ohne Probleme für ein städtisches Unternehmen arbeitet. Dazu halten wir es für unverantwortlich, dass Schutzbefohlene einem Neonazi anvertraut werden, der Teil einer gewaltorientierten Szene ist
    …“ Meldung vom 8.7.2026 von Antifa Elbflorenz externer Link mit Video
  • Leistet sich städtischer Pflegedienst Nazi-Sänger als Betriebsrats-Chef?
    Dresden – „Die Vielfalt unserer Gemeinschaft ist für uns Stärke und Bereicherung zugleich“, schreibt der städtische Pflegedienst „Cultus“ in seinem Leitbild. Doch offenbar trifft das nicht auf alle Mitarbeiter zu. So ist der aktuelle Betriebsratsvorsitzende Sänger einer Neonaziband. Nicht der einzige Fall in dem städtischen Unternehmen.
    Seit 2021 arbeitete Marcel N. (43) im Fachpflegezentrum Altleuben, eine Einrichtung, die sich auf die Betreuung geistig behinderter Menschen spezialisiert hat – im historischen Nationalsozialismus wurden Tausende dieser Menschen ermordet.
    Marcel N. wiederum covert mit seiner Band „Stahlwerk“ das Hitler-Stellvertreter-Loblied „Unsterblich“ (Original von „08/15“) und besingt den Waffen-SS-Offizier Michael Wittmann (†30).
    Nun machte die „Antifa Elbflorenz“ darauf aufmerksam, dass Marcel N. zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt wurde. Die Cultus gGmbH bestätigt TAG24: „Herr N. ist seit diesem Jahr Betriebsratsvorsitzender.“ (…)
    Die Cultus gGmbH gibt an, weder die Band „Stahlwerk“, noch „Absurd“ zu kennen. „Die erforderlichen Schritte zur sorgfältigen Aufklärung der Vorwürfe sind unverzüglich eingeleitet worden“, teilt die Geschäftsleitung mit. Das gelte ebenso für Maik Z.: Auch dieser arbeitet für das städtische Unternehmen, nimmt regelmäßig an Neonazi-Aufmärschen teil und steht wegen Gewaltdelikten immer wieder vor Gericht
    .“ Artikel von Eric Hofmann vom 21.07.2026 auf tag24.de externer Link mit Fotos
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=236779
nach oben