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Hauptversammlung 2026 der Rheinmetall AG am 12. Mai: Eure Geschäfte sind tödlich – und fern jeder Kontrolle
„… Rheinmetall zählt zu den größten Gewinnern der sogenannten „Zeitenwende“. Doch selbst die vollen Auftragsbücher zuhause halten Rheinmetall nicht davon ab, seine Internationalisierungsstrategie weiter voranzutreiben. „Rheinmetall entwickelt sich zum globalen Waffenproduzenten ohne Grenzen – bereit, die Nachfrage überall dort zu bedienen, wo der Preis stimmt“, kritisiert Vincenzo Petracca, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“. Über das südafrikanische Tochterunternehmen RDM liefert der Konzern nicht nur Munition, sondern auch Produktionsmaschinen bis hin zu ganzen Munitionsfabriken an Staaten wie Saudi-Arabien, Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate. „So hilft Rheinmetall Autokraten beim Aufbau eigener Rüstungskapazitäten und gibt damit jegliche Form der Kontrolle aus der Hand“, so Petracca weiter…“ So die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ u.a. in ihrer Kritik, siehe mehr dazu und zu den geplanten Protesten in Düsseldorf und in Berlin:
- Aktion und Kundgebung zur Hauptversammlung des Rüstungskonzern „Rheinmetall“am 12. Mai 2025 in Düsseldorf: Eure Geschäfte sind tödlich!
„Am 12. Mai 2026 um 5 vor 12 protestieren wir vor der Rheinmetall Zentrale in Düsseldorf gegen die Hauptversammlung eines Konzerns, der wie kaum ein anderer vom Krieg profitiert. Rheinmetall gehört zu den größten Gewinnern des sogenannten Sondervermögens der Bundesregierung. Milliarden an Steuergeldern fließen in die Aufrüstung und treiben die Gewinne und Aktienkurse des Unternehmens in die Höhe. Während weltweit Konflikte eskalieren und Menschen unter Krieg, Zerstörung und Flucht leiden, ist der Aktienkurs des Unternehmens seit dem Beginn der großflächigen russischen Invasion der Ukraine um mehr als 1.500 Prozent in die Höhe geschnellt. Dieser Anstieg ist kein abstrakter Marktmechanismus, sondern Ausdruck eines Systems, in dem Krieg sich lohnt. Für Investoren, Aktionärinnen und Aktionäre und für all jene, die von diesen Geschäften profitieren.
Die Produkte dieses Konzerns tragen weltweit zur Eskalation von Konflikten bei und machen Rheinmetall mitverantwortlich für Krieg, Leid und Zerstörung in zahlreichen Regionen der Welt. Hinzu kommt, dass bestehende Exportkontrollen durch die Gründung von Tochterfirmen im Ausland umgangen werden…“ Einladung zur Aktion (per e-mail) am 12. Mai 2025 (Dienstag), 5 vor 12 Uhr (Aufbau der Aktion ab 11 Uhr) bis ca. 13 Uhr Vor der „Rheinmetall“-Zentrale in Düsseldorf (Rheinmetall-Platz 1, 40476 Düsseldorf), Ecke Heinrich-Ehrhardt-Straße/Rather Straße- Die Aktion wurde organisiert und durchgeführt vom Bundesverband
und Landesverband Nordrhein-Westfalen
der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
, vom Netzwerk Friedenskooperative
, von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel
und lokalen Gliederungen von Pax Christi 
- Flyer siehe hier

- Die Aktion wurde organisiert und durchgeführt vom Bundesverband
- Protest gegen Rheinmetall: Der Hauptfeind steht im eigenen Kiez
„Die Aktionäre des Rüstungskonzerns treffen sich zur digitalen Hauptversammlung. Vor dem Pierburg-Werk im Wedding protestiert eine wachsende Bewegung. (…) Für all jene, die als Aktionär:innen an dem Leid, das diese Waffen überall auf der Welt produzieren, mit verdienen, sind das gute Nachrichten. Auf der Aktionärs-Hauptversammlung am Dienstag winken Rekorddividenden. Zur Sicherheit vor Störaktionen findet das Treffen nur digital statt. Proteste wird es dennoch geben, so vor der Konzernzentrale in Düsseldorf, aber auch in Berlin vor dem ehemaligen Pierburg-Werk…“ Kolumne Bewegung von Erik Peter vom 10.5.2026 in der taz online
- Verantwortungslose Internationalisierungsstrategie und automatisierte Waffensysteme: Unsere Gegenanträge
„… Der Geschäfts- und Exportstrategie von Rheinmetall, für die der Vorstand maßgeblich verantwortlich ist, fehlen weiterhin demokratie- und menschenrechtsbezogene Kriterien. Rheinmetall beliefert Länder, in denen Menschenrechte missachtet werden und hilft Autokraten, eigene Rüstungsindustrien aufzubauen.
Verantwortungsloser Export von Rüstungsgütern
Rheinmetall präsentiert sich öffentlich gerne als Garant für Sicherheit, Freiheit und demokratische Werte. Tatsächlich zeigt die Realität ein anderes Bild: Laut der ExitArms-Datenbank hat Rheinmetall in den vergangenen Jahren immer wieder Waffen an autoritäre Regime und in Krisenregionen geliefert. Dazu gehören Bomben, Munition, Radarsysteme und Schiffskanonen an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – Länder, die im Jemen-Krieg für schwerste Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht werden. Weitere hochproblematische Empfänger der vergangenen Jahre sind beispielsweise Venezuela, Kuwait, Katar, Jordanien, Indonesien und Pakistan. Diese Exportpolitik steht in eklatantem Widerspruch zu Rheinmetalls Selbstdarstellung und birgt erhebliche ethische, politische und rechtliche Risiken.
Fortsetzung einer hochproblematischen Internationalisierungsstrategie
Trotz „Zeitenwende“ und boomender Rüstungsaufträge in Deutschland bzw. der EU verfolgt Rheinmetall weiterhin eine aggressive Internationalisierungsstrategie. Ziel ist es, sich von in Teilen weiterhin restriktiveren deutschen Exportvorgaben unabhängig zu machen und sich neue Absatzmärkte zu erschließen. Die vollen Auftragsbücher zuhause halten Rheinmetall nicht davon ab, die aggressive Internationalisierungsstrategie weiter voranzutreiben…“ Pressemitteilung des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre vom 27. April 2026
- Im Schatten des Rüstungsbooms – unsere Kritik an Rheinmetall, Daimler Truck & Hensoldt
„Rheinmetall hält an gefährlicher Expansionsstrategie selbst bei vollen heimischen Auftragsbüchern fest.
Hensoldt kalkuliert mit fragwürdigen strategischen Märkten.
Daimler Truck setzt auf Intransparenz und schreckt augenscheinlich nicht davor zurück, an Autokraten und in Krisenregionen zu liefern.
Auf den Hauptversammlungen von Daimler Truck (am heutigen 6. Mai), Rheinmetall (12. Mai) und Hensoldt (22. Mai) konfrontieren die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, der Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre und Ohne Rüstung Leben die Unternehmensführungen mit scharfer Kritik. Sie werden ihr Rede- und Fragerecht bei den Hauptversammlungen nutzen und so die hochproblematischen Geschäftspraktiken der Konzerne ans Licht holen – etwa gefährliche Expansionsstrategien selbst bei vollen Auftragsbüchern zuhause oder die Unterstützung beim Aufbau eigener Rüstungskapazitäten für Autokraten. In einem aktuellen Briefing
fordern die Organisationen ein Ende solcher Geschäfte und klare politische Rahmenbedingungen seitens der Bundesregierung…“ Pressemitteilung vom 06.05.2026 bei der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ 
Siehe zuletzt: Hauptversammlung 2025 der Rheinmetall AG am 13. Mai (virtuell): Verantwortungslose Rüstungsexporte und Aufrüstung autoritärer Staaten