50 Jahre Mitbestimmungsgesetz: Mitbestimmung auf Abwegen
„50 Jahre nach der Verabschiedung des Mitbestimmungsgesetzes sind Deutschland und Europa von einer Demokratisierung der Wirtschaft weit entfernt. Es sollte ein großer Wurf für die Demokratisierung der Wirtschaft sein: Als der Bundestag 1976 das Mitbestimmungsgesetz verabschiedete, war die Hoffnung groß, das einseitige Diktat der Unternehmen dauerhaft zu brechen. Das 50. Jubiläum ließe sich jetzt gebührend feiern, wären da nicht die gewaltigen Schlupflöcher und Herausforderungen, die die Wirkung des Gesetzes zunehmend infrage stellen. (…) »50 Jahre nach seiner Verabschiedung ist das Mitbestimmungsgesetz stark ausgehöhlt«, diagnostiziert Daniel Hay, wissenschaftlicher Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Mitbestimmung und Unternehmensführung (IMU), anlässlich des Jubiläums. Viele Unternehmen brächten kreative Energien auf, um die Mitbestimmung zu umgehen…“ Artikel von Felix Sassmannshausen vom 04.05.2026 in ND online
und mehr dazu:
- Systemrelevant Podcast: 50 Jahre später: Ist die Mitbestimmung in Gefahr?
Podcast vom 4.05.2026 samt Transkript bei der Hans-Böckler-Stiftung

- 50 Jahre Mitbestimmungsgesetz: Zukunftsfest machen statt weiter aushöhlen!
„Mitbestimmung fördert Stabilität, Krisenfestigkeit und nachhaltiges Wirtschaften +++ Geplante EU-Rechtsform bedroht bestehende Mitbestimmung erheblich +++ Benner: „Mitbestimmung zukunftsfest machen!”…“ Pressemitteilung der IG Metall vom 17. März 2026
Siehe zuvor:
- 2016: 40 Jahre Mitbestimmungsgesetz: Bei wichtigen Entscheidungen mitreden dürfen
- 2021: 20 Jahre Europäische Aktiengesellschaft: 4 von 5 großen SE vermeiden paritätische Mitbestimmung im Aufsichtsrat
- Wir erinnern an an unser Standardwerk zum Thema: Was bringt die MITBESTIMMUNG? Positionspapier der Gruppe Oppositioneller Gewerkschafter in der IGM / Opel-Bochum und Opel-Solidaritätskomitee (1977) im LabourNet-Archiv