München darf nicht zur Abschiebehauptstadt werden! Stoppt den Bau des Abschiebeterminals MUC!

„Keine Abschiebehauptstadt München! Stoppt den Bau des Abschiebeterminals!“Am Münchner Flughafen gibt es derzeit eine kombinierte Transit- und Abschiebungshafteinrichtung, Abschiebungen erfolgen über Terminal 1. Nun plant die Flughafen München GmbH (FMG) den Bau eines eigenen „Abschiebeterminals“, der aktuell im Planfeststellungsverfahren geprüft wird. Laut Bauantrag sollen dort bis zu 100 Abschiebungen täglich möglich sein. Dies legt nahe, dass München künftig nicht nur bayernweit, sondern bundes- und möglicherweise EU-weit als Abschiebe-Drehscheibe fungieren könnte.  (…) Gerade in Zeiten europaweit verschärfter Migrationspolitik und autoritärer Tendenzen muss München ein klares Zeichen setzen: Solidarität ist kein Relikt von 2015, sondern Grundlage einer demokratischen Gesellschaft. Angstnarrative und rechtspopulistische Diskurse dürfen nicht die Politik bestimmen. Menschenrechte müssen auch unter Druck verteidigt werden. Wir fordern den sofortigen Stopp aller Planungen für das „Abschiebeterminal“…“ Appell auf der Aktionsseite externer Link und mehr Informationen dazu:

  • Proteste gegen Abschiebeterminal: Es ist eine Black Box
    Am Münchener Flughafen soll ein Terminal für Abschiebungen entstehen. Mittel für Deutschkurse und die Asylberatung werden hingegen gestrichen.
    Auf die Idee muss man erst mal kommen: für Abschiebungen ein eigenes Terminal zu eröffnen. Genau das ist für den Flughafen München geplant. Über 45 Initiativen haben einen Appell gegen den Bau des Abschiebeterminals initiiert und rufen für heute Nachmittag zu einer Demonstration auf.
    Das Terminal soll Ende 2027 fertiggestellt werden. Bis zu hundert Menschen könnte man pro Tag dort abschieben. Das wären bei voller Auslastung 36.500 Abschiebungen im Jahr. Zum Vergleich: 2025 wurden von deutschen Flughäfen insgesamt 22.787 Menschen abgeschoben. Da nicht zu erwarten ist, dass über die anderen Flughäfen dann weniger abgeschoben wird, werden voraussichtlich deutlich mehr Menschen Deutschland verlassen müssen. (…)
    Ein eigenes Abschiebeterminal, damit wären Abschiebungen dem kritischen Blick der Öffentlichkeit vollends entzogen. Abschiebungen aus München sind ohnehin eine Black Box. Im Unterschied zu anderen Airports gibt es hier kein unabhängiges Abschiebemonitoring. Der Protest fordert vom Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, in dem die Stadt München vertreten ist, den Plänen nicht zuzustimmen
    .“ Kommentar von Martin Sökefeld vom 17.3.2026  in der taz online externer Link
  • „Keine Abschiebehauptstadt München! Stoppt den Bau des Abschiebeterminals!“ Über 45 Organisationen wenden sich mit Appell an Stadtvertreter:innen
    München, 10. Februar 2026 – Heute wenden sich über 45 Organisationen und Initiativen mit einem klaren Appell gegen die Pläne für ein „Abschiebeterminal“ am Münchner Flughafen. In dem Appell „München darf nicht zur Abschiebehauptstadt werden! Stoppt den Bau des Abschiebeterminals!“ fordern wir alle Stadtratsfraktionen auf, sich gegen dieses Vorhaben auszusprechen.
    Die Bundespolizei plant am Münchner Flughafen ein eigenes Abschiebeterminal. Mit diesem Terminal soll es ab Ende 2028 möglich sein, bis zu 100 Personen an einem Tag über den Flughafen München abzuschieben. Dies legt nahe, dass München künftig nicht nur bayernweit, sondern bundes- und möglicherweise EU-weit als Abschiebe-Drehscheibe fungieren könnte. Dafür fließen jährlich rund 4,2 Millionen Euro Miete an die Flughafen München GmbH (FMG). Die Stadt München hält 23 % an der FMG und stimmt in der kommenden Aufsichtsratssitzung mit über das Vorhaben ab. Doch statt ein klares Signal gegen die weitere Eskalation der Abschiebepolitik zu setzen, hat sich der OB Dieter Reiter (SPD) zuletzt öffentlich für den Bau ausgesprochen
    …“ Pressemitteilung vom 10.2.2026 beim Bayerischen Flüchtlingsrat externer Link

Siehe auch unser Dossier: Abschiebezentrum am Flughafen BER verhindern!

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=234732
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