Unterschriftensammlung von IG Metall-Kolleg*innen, Vertrauensleuten und Betriebsratsmitgliedern aus verschiedenen VW-Werken: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!

Initiative 'Gewerkschafter gegen Aufrüstung'Wir IGM – Kolleginnen und Kollegen bei VW schauen mit großer Sorge auf die weltweite Aufrüstung und zunehmende Kriege. In Deutschland werden bereits erste Werke zur Umstellung auf Rüstungsproduktion gesucht. Wer uns damit Arbeitsplätze verspricht, versucht auf üble Weise, die Existenzängste der Belegschaften in der Autoindustrie auszunutzen. Aufrüstung sichert nicht den Frieden, sondern bereitet Kriege vor. Wenn die Regierung einen „Notstand“ ausruft, wird das Streikrecht beschnitten, gibt es Arbeitsverpflichtung und Anordnungen zu extremer Arbeitszeitausdehnung. Im „Kriegsfall“ kommt laut „Arbeitssicherstellungsgesetz“ (ASG) eine Zwangsverpflichtung unter Androhung von Gefängnis für sogenannte Spezialisten aller Berufsgruppen hinzu. In den Schützengräben der Welt sterben Menschen wie du und ich nicht für höhere Werte, sondern für die Interessen großer Kapitaleigner. (…) Diese Entwicklung machen wir nicht mit!…“ Unterschriftensammlung mit 28 Erstunterzeichner*Innen externer Link und einer Rücksendeadresse für ausgefüllte Unterschriftenlisten

  • Unter den Erstunterzeichner*Innen findet sich niemand aus dem Volkswagen-Werk Osnabrück, siehe für die Relevanz unser Dossier: „Zukunftswerk Osnabrück“: Öffis statt Panzer – für eine zivile Zukunft am VW-Standort Osnabrück!
    Siehe dazu auch:
  • Antimilitarismus bei Ford, VW, ZF: IG Metaller gegen Kriegsproduktion
    Nach den Vertrauensleuten von Ford beschließen Kollegen von ZF Hannover und mehreren VW-Werken antimilitaristische Erklärungen. Ihre Kritik richtet sich auch an den Gewerkschaftsvorstand
    In der IG Metall regt sich zunehmend Widerstand gegen die rasante Militarisierung der Autoindustrie in Deutschland. Nach einem Beschluss der gewerkschaftlichen Vertrauensleute in den Kölner Ford-Werken unter dem Titel »Nein zur Kriegswirtschaft – Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege« von Ende Januar zogen Mitte März Kollegen des Autozulieferers ZF Hannover mit einer Erklärung »Unsere Arbeit für das Leben, nicht für den Krieg« nach. Sie ist unterzeichnet von Vertrauenskörperleiter Orkan Firat und Betriebsratschef Jens Schäfer. Schließlich verabschiedeten Metaller aus verschiedenen Volkswagen-Werken ebenfalls im März eine Resolution gegen den »Umbau auf Kriegswirtschaft«. (…)
    Beim Zulieferer ZF in Hannover heißt es in der Entschließung der Belegschaftsvertreter, militärische Produktion sei »keine nachhaltige Strategie«. Sie entziehe Ressourcen, die für Mobilitätswende, E-Mobilität und zivile Innovation benötigt würden. Deshalb fordern die Arbeiter von der Konzernleitung »Konversionskonzepte: Entwicklung von Plänen, um bestehende rüstungsnahe Bereiche in zivile Sparten zu überführen, ohne Arbeitsplatzverluste«. Außerdem solle die Bundesregierung abrücken von Rüstungsausgaben »in schwindelerregender Höhe«
    …“ Artikel von Michael König in der jungen Welt vom 26.03.2026 externer Link
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=234604
nach oben