- Automobilindustrie
- Bauindustrie und Handwerk
- Chemische Industrie
- Elektro- und Metall(-Zulieferer)
- Elektrotechnik
- Energiewirtschaft (und -politik)
- Fahrzeugbau (Vom Fahrrad, über Trecker bis zum Flugzeug)
- Gewerkschaften als Arbeitgeber
- Holz, Papier, Glas und Kunststoffe
- Landwirtschaft und Gartenbau
- Lebens- und Genussmittelindustrie
- Maschinen- und Anlagenbau
- Medien und Informationstechnik
- Rüstungsindustrie und -exporte
- Sonstige Branchen
- Stahl-Industrie
- Stoffe und Bekleidung
- Abfall/Umwelt/Ver-/Entsorgung
- Banken und Versicherungen
- Bildungs- und Erziehungseinrichtungen
- Call-Center
- Dienstleistungen allgemein/diverse
- Gastronomie und Hotelgewerbe
- Groß- und Einzelhandel
- Kultur und/vs Freizeitwirtschaft
- Öffentlicher Dienst und Behörden
- Reinigungsgewerbe und Haushalt
- Sex-Arbeit
- Soziale Arbeit, Kirche und Wohlfahrts-/Sozialverbände
- Sportwirtschaft
- Transportwesen: (Öffentlicher) Personen (Nah)Verkehr
- Transportwesen: Bahn
- Transportwesen: Hafen, Schiffe und Werften
- Transportwesen: Luftverkehr
- Transportwesen: Post- und Paketdienste
- Transportwesen: Speditionen und Logistik
- Wachdienste und Sicherheitsgewerbe
ver.di ruft am 13./14.01.2026 das Pflege- und nicht-ärztliche Klinikpersonal zum Streik an den DRK-Kliniken in Berlin auf und wird wegen Notdienstvereinbarung verklagt
„… Mit dem Streik erhöht ver.di den Druck auf die Geschäftsführung in den laufenden Tarifverhandlungen. Die Geschäftsführung hatte in den seit Juli letzten Jahres laufenden Verhandlungen zuletzt im Oktober 2025 ein Angebot mit einer sehr langen Laufzeit bis zum 30.Juni 2028 vorgelegt. Das Angebot würde über diese Laufzeit voraussichtlich reale Lohnverluste sowie eine Vergrößerung des Rückstands zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bedeuten. (…) Die Geschäftsführung verweigert jedoch den Abschluss dieser Notdienstvereinbarung und droht ver.di mit einer Klage gegen den Streik. „Wir beobachten immer häufiger, dass Geschäftsführungen das grundgesetzlich geschützte Streikrecht angreifen, indem sie Notdienstvereinbarungen mit ver.di verweigern oder utopische Personal-Besetzungen, teilweise über den Regelbesetzungen oder diesen entsprechend, während des Streiks fordern…“ Pressemitteilung vom 12.01.2026 beim ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg
und mehr zur Klage:
- Not- oder Normaldienst? DRK-Kliniken zerren Verdi vor Gericht: DRK-Kliniken gehen gerichtlich gegen Warnstreik vor
„Durch den Personalmangel an deutschen Krankenhäusern und deren haushälterische Schwierigkeiten gerät das Streikrecht zunehmend unter Druck. Das legt zumindest die Auseinandersetzung an den Berliner DRK-Kliniken nahe. Per einstweiliger Verfügung wollten die DRK-Kliniken den von der Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch ausgerufenen Warnstreik gerichtlich unterbinden lassen.
An den Krankenhäusern wird seit vergangenem Sommer um einen neuen Tarifvertrag gestritten. Doch die Fronten sind verhärtet. Da »die Patientensicherheit aus Sicht der Klinik nicht mehr gewährleistet« sei, sei der Schritt vor das Berliner Arbeitsgericht erfolgt, erklärten die DRK-Kliniken noch am Montag. Die Landeskrankenhausgesetze verpflichten die Häuser zu einer Notfallversorgung. Deshalb sind Streiks an Krankenhäusern nur zulässig, sofern ein Notdienst erfolgt. (…)
Die Vorsitzende Richterin am Arbeitsgericht sah es ähnlich: »Wir haben uns gewundert, dass die von Ihnen für notwendig erachtete Streikbesetzung identisch ist mit der regelmäßigen Besetzung im vollständigen Regelbetrieb«, sagte sie an den Rechtsanwalt der DRK-Kliniken gewandt. Die Arbeitgeberseite verwies ihrerseits auf den Personalmangel: »Wir laufen auf der letzten Naht und müssen auf der letzten Naht laufen«, sagte der Rechtsanwalt. Die Klinikleitung komme zu einer anderen Einschätzung als Verdi. Viele Fälle, von denen die Gewerkschaft behaupte, man könne sie verschieben oder verlagern, würden eben dadurch zu Notfällen.
Für die Intensivstation sah Verdi etwa eine Besetzung mit zwei Pflegefachpersonen je Dienst vor, die Klinikleitung mit vier. Bis zum Redaktionsschluss waren Gewerkschaft und Klinikleitung damit befasst, eine gütliche Einigung über einen konkreten Notdienstplan für die DRK-Klinik in Mitte zu finden, der dann auch während weiterer Streiks angewendet werden kann. Die Notdienstpläne an den Häusern in Westend und Köpenick, die sich in anderer Trägerschaft befinden, sollten in getrennten Verfahren behandelt werden…“ Artikel von Christian Lelek vom 13.01.2026 in ND online
- Streit um Streik: Warum das Personal der DRK Kliniken Berlin jetzt doch streikt
„Zoff um den Warnstreik bei den Berliner DRK Kliniken: Trotz juristischem Schlagabtausch legt das Pflege- und nicht-ärztliche Klinikpersonal die Arbeit nieder – mit Folgen für den Klinikbetrieb. Wie es jetzt weitergeht.
An den vier Berliner DRK Kliniken sind Teile des Pflegepersonals und andere Beschäftigte seit dem Morgen des 13. Januars in einen Streik getreten. Noch am Abend des gleichen Tages ging es vor dem Arbeitsgericht um die Organisation des Ausstands: Die Gewerkschaft Verdi hatte das nicht-ärztliche Personal der DRK Kliniken Berlin für den 13. und 14. Januar zum Streik aufgerufen, woraufhin der Klinikverbund mit einer einstweiligen Verfügung beim Arbeitsgericht reagierte. Streitthema war die Notdienstvereinbarung.
Der Streikaufruf von Verdi richtete sich an insgesamt rund 2500 Beschäftige, darunter auch Therapeutinnen und Handwerker. Wie viele sich tatsächlich beteiligten, stand zunächst nicht fest. Der Ausstand habe aber zu Einschränkungen in der Versorgung geführt, teilte eine Verdi-Sprecherin mit.
Die Arbeitgeberseite hatte gegen den Arbeitskampf eine einstweilige Verfügung vor dem Berliner Arbeitsgericht eingereicht. Dort einigten sich beide Seiten am Abend des 13. Januars auf ein Konzept für eine verbindliche Mindestbesetzung und Quotenregelungen für die Zeit des Streiks…“ Meldung vom 14.01.2026 der Thieme Group