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TK-Stressreport 2025: „Deutschland steht unter Druck“
„Weltweite Konflikte und Zukunftsängste, Infoflut durch Social Media und eine zunehmende Verdichtung der Arbeitswelt: Stress und mentale Belastungen gehören für viele Menschen mittlerweile zum Alltag. Doch wie steht es wirklich um das Stressempfinden in Deutschland? Deutschland steht unter Druck: Zwei Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich in ihrem Alltag oder Berufsleben häufig oder manchmal gestresst (66 Prozent). Nur acht Prozent der Menschen empfinden gar keinen Stress. 26 Prozent der Befragten gaben an, selten Stress zu haben. Das zeigt der TK-Stressreport 2025. Nach 2013, 2016 und 2021 ist das bereits der vierte Report der TK zum Thema Stress. Die Daten zeigen, dass das Stressempfinden in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. 2013 lag der Anteil derer, die sich häufig oder manchmal gestresst fühlen, noch bei 57 Prozent…“ Meldung der TK vom 26.11.2025
zum Stressreport
, siehe HIntergründe:
- ver.di-Analyse des DGB-Index Gute Arbeit zu Arbeitszeitrealitäten im Dienstleistungssektor: Belastungen hoch, Gestaltungsspielraum ausbaubar
„Im Dienstleistungssektor sind Risiken durch Arbeitsstress, Arbeiten trotz Krankheit und atypische Arbeitszeiten verbreitet; Gestaltungsspielräume verbessern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und schützen die Arbeitsfähigkeit, stehen aber nicht allen zur Verfügung. Das sind zentrale Ergebnisse der ver.di-Analyse des DGB-Index Gute Arbeit zu Arbeitszeitrealitäten im Dienstleistungssektor. ver.di hat die Daten der Repräsentativbefragungen mit dem DGB-Index Gute Arbeit der Jahrgänge 2024 und 2020 für den Dienstleistungssektor mit Fokus auf die Arbeitszeitrealitäten ausgewertet. Fast Dreiviertel (71,2 Prozent) der Beschäftigten arbeiten auch am Wochenende, abends oder in Schichten.
Über die Hälfte (53,8 Prozent) ist in hohem Maß von Arbeitshetze und Zeitdruck betroffen. Nur ein Drittel (37,5 Prozent) geht nie krank zur Arbeit. „Bei solchen Rahmenbedingungen wundert es nicht, dass viele Beschäftigte ihre Arbeitszeiten reduzieren wollen bzw. es auch tatsächlich tun“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Rebecca Liebig, zuständig für den Bereich Innovation und Gute Arbeit. Hauptgründe für Teilzeitbeschäftigung: die Arbeitsbelastung wäre andernfalls zu hoch (41,7 Prozent haben aus diesem Grund ihre Arbeitszeiten reduziert) und Sorgearbeit für Kinder (49,3 Prozent) oder pflegebedürftige Angehörige (16,7 Prozent). 53,3 Prozent der Frauen im Dienstleistungssektor arbeiten in Teilzeit – mehr als die Hälfte (55,6 Prozent) von ihnen wegen Kinderbetreuung, knapp ein Fünftel wegen der Pflege von Angehörigen (18,6 Prozent). Männer reduzieren ihre Arbeitszeiten seltener (16,4 Prozent) und geben als Grund deutlich seltener Sorgearbeit an (Kinderbetreuung 22,1 Prozent, Pflege von Angehörigen 8,8 Prozent). Vereinbarkeitsschwierigkeiten sind verbreitet: 34 Prozent der befragten Beschäftigten sind sehr häufig bzw. oft von Zeitkonflikten zwischen Privatleben und Arbeit betroffen. Über die Hälfte der Beschäftigten im Einzelhandel (55,3 Prozent), dem Gesundheits- (54,6 Prozent) und Sozialwesen (57,9 Prozent) sind sehr häufig bzw. oft zu erschöpft, um sich nach der Arbeit um familiäre/private Angelegenheiten zu kümmern. „Zeit ist eine umkämpfte Ressource. Das betrifft die Aufteilung der unbezahlten Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern und das betrifft das Ausmaß, in dem Arbeitgeber über die Zeit der Beschäftigten verfügen dürfen“, so Liebig…“ ver.di-Pressemitteilung vom 23. Januar 2026
, siehe auch
Siehe HIntergründe:
- ver.di-Studie zur Arbeitsintensität im Dienstleistungssektor: Neue Methoden der Leistungssteuerung führen zu mehr Stress
- Stressreport 2019: DGB fordert Anti-Stress-Verordnung
- Pro und Contra: Anti-Stress-Verordnung
- Anti-Stress-Gipfel des Bundesarbeitsministeriums: Arbeitgeber blockieren im Kampf gegen Stress
- Stressreport Deutschland 2012. Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden
Siehe auch unser Dossier zu Resilienz: Individuelle “Widerstandsfähigkeit für Mensch und Unternehmen” statt Gesundheitsschutz