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Pässe abgeben und 17 Stunden arbeiten: Moderne Sklaverei in den Niederlanden am Beispiel der migrantischen Putzkräfte in der Fitnessstudiokette Saints & Stars
„… Tellerwaschen in der Restaurantküche, Handlangen auf dem Bau, 24-Stunden-Pflege im Privathaushalt, Erdbeerpflücken auf dem Feld oder Bettenmachen im Hotel – oft verrichten in den Niederlanden Menschen aus Fernost oder Südamerika die unangenehmste und unterbezahlteste Arbeit. (…) Sie sind ihrem Chef, der sie oft schamlos ausbeutet wie moderne Arbeitssklaven, auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. »Wenn alle Arbeiter ohne Papiere streiken würden, hätten die Niederlande ein Problem«, stellte Tesseltje de Lange, Professorin an der Radboud-Universität in Nijmegen, in der Tageszeitung De Volkskrant fest. Die Niederlande sind auf diese Leute angewiesen. Die Gesellschaft hat jedoch lange die Augen vor der bitteren Lebensrealität dieser Arbeitskräfte verschlossen – bis unlängst ein besonders krasser Fall ans Licht kam…“ Artikel von Gerrit Hoekman in der jungen Welt vom 22. August 2025
(„Moderne Sklaverei“) – siehe mehr daraus und dazu:
- Moderne Sklaverei
Weiter aus dem Artikel von Gerrit Hoekman in der jungen Welt vom 22. August 2025:“… »Bei jüngsten Inspektionen einer Fitnessstudiokette in Amsterdam stellte die Niederländische Arbeitsinspektion fest, dass dort mindestens 23 Reinigungskräfte in den Niederlanden nicht arbeiten dürfen. Die Arbeiter stammen aus Indonesien und den Philippinen und verfügen über keine Arbeitserlaubnis«, hieß es im Juli in einer Pressemitteilung der Behörde. »Sie mussten ihre Pässe bei einem Vorgesetzten abgeben. Sie erhielten Bargeld, manchmal aber auch gar keinen Lohn. Mehrere Reinigungskräfte arbeiteten sieben Tage die Woche, zwölf Stunden am Tag«, so die Arbeitsaufsicht. (…)
Einige Reinigungskräfte hatten offenbar bei der Polizei und der Arbeitsaufsicht schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht angezeigt und außerdem die NGO Fairwork informiert. Um welche Firma es sich handelt, teilte die Behörde aus Datenschutzgründen nicht mit, aber die Nachricht sorgte dafür, dass die Amsterdamer Tageszeitung Het Parool zu recherchieren begann. Sie fand schnell heraus, dass es um Saints & Stars geht, ein bis dahin angesehenes Unternehmen, das in Amsterdam vier luxuriöse Fitnesspaläste für Besserverdienende betreibt. Monatlicher Mitgliedsbeitrag zwischen 135 und 189 Euro.Het Parool nahm Kontakt zu den Putzkräften auf und hörte von ihnen schier Ungeheuerliches: Sie gaben an, nicht nur acht oder zwölf Stunden, sondern manchmal sogar 17 Stunden am Stück arbeiten zu müssen. Ohne Pause. Auch nachts. Dabei sind 45 Minuten Pause pro Schicht gesetzlich vorgeschrieben. Sofort, wenn eine Trainingsstunde im Fitnessstudio beendet war, hätten sie den Schweiß der Kundinnen und Kunden aufwischen oder zum Beispiel die noch laufende Sauna reinigen müssen – bei 80 Grad. Die für die Putzkolonne zuständige Vorgesetzte führte offenbar ein ruppiges Regiment. Falls die Kolonne nach Ansicht der Chefin nicht sauber genug arbeitete, seien die Leute angeschnauzt und mit der Drohung von Lohnentzug und Kündigung zu noch besserer Leistung angetrieben worden: »Ich will keine Ausreden hören, wie ›Das war ich nicht‹ oder ›Ich habe Rechte‹.« Falls auch nur eine oder einer nicht gut arbeite, bekämen die anderen auch kein Geld. Einige Reinigungskräfte berichteten, sie seien sogar tätlich angegriffen worden. (…)
Auch wenn der Fokus im Moment auf Saints & Stars liegt, die Firma ist nur die Spitze des Eisbergs. »Längst nicht alle Fälle moderner Sklaverei werden erkannt oder aufgedeckt, und Opfer melden sie nicht immer«, weiß die niederländische Stiftung Fairwork. (…) Im Moment gehe es den Reinigungskräften den Umständen entsprechend gut, berichtet Het Parool. Ihr Anwalt versuche, eine befristete Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, weil sie möglicherweise Opfer oder Zeugen von Menschenhandel sind. Allerdings ist Menschenhandel schwer nachzuweisen. Von den schätzungsweise 2.000 verdächtigen Fällen im Jahr landen laut Fairwork nur durchschnittlich sieben vor Gericht. Derzeit sind die betroffenen Reinigungskräfte anscheinend in einer Notunterkunft in Amsterdam untergebracht. Sie sollen über Crowdfunding ein wenig Geld zur Überbrückung erhalten. Ihre Chancen, in den Niederlanden bleiben zu dürfen, schätzt Wissenschaftlerin Van Liempt eher gering ein: »Wenn sie einen Arbeitgeber finden, der bereit ist, ihnen eine Aufenthaltserlaubnis zu besorgen, gibt es theoretisch eine Möglichkeit. In der Praxis ist das in den Niederlanden jedoch sehr schwierig.«“ - „Migrantenreinigungskräfte in luxuriösem Amsterdamer Fitnessstudio „gezwungen, Betten zu teilen“
„Niederlande: Philippinische und indonesische Reinigungskräfte in einem luxuriösen Fitnessstudio in Amsterdam, Saints & Stars, sollen angeblich zu 17-Stunden-Arbeitstagen gezwungen worden sein und sich Betten mit Fremden teilen müssen; inkl. Kommentar des Unternehmens.
Reinigungskräfte aus den Philippinen und Indonesien wurden gezwungen, bis zu 17 Stunden am Tag zu arbeiten und sich Betten mit Fremden zu teilen, während sie die vier Filialen der luxuriösen Fitnessstudio-Kette Saints & Stars in Amsterdam reinigten, berichtete die Zeitung Parool diese Woche [paywall].
Die Arbeiter mussten ihre Pässe abgeben, während das Unternehmen ihre Visa und Arbeitsgenehmigungen organisierte, so die Zeitung. Viele wurden direkt in ihren Heimatländern rekrutiert.
Die Arbeitsaufsichtsbehörde bestätigte, dass bei kürzlichen Kontrollen in einer Fitnessstudio-Kette in Amsterdam 23 Arbeiter ohne Papiere gefunden wurden, ohne jedoch den Namen des Unternehmens zu nennen, so die Zeitung Parool.
Saints & Stars gehört Tom Moos, 31, Sohn des Millionärs René Moos, Mitbegründer und derzeitiger Geschäftsführer von Basic-Fit, das 1.400 Fitnessstudios in ganz Europa betreibt. Am Mittwochabend verhaftete die Ermittlungsabteilung der Aufsichtsbehörde den Buchhalter von Saints & Stars wegen des Verdachts der Urkundenfälschung…“ engl. Meldung vom 25.7.2025 von Business & Human Rights Resource Centre(maschinenübersetzt)
- Philippinen untersuchen die Ausbeutung von Reinigungspersonal in Amsterdam
„Das philippinische Ministerium für Arbeitsmigration hat eine Untersuchung über die Ausbeutung von Reinigungskräften in vier Filialen der Luxus-Fitnessstudiokette Saints & Camp; Stars in Amsterdam eingeleitet. Einem Sprecher des Ministeriums zufolge hat der Besitzer des Fitnessstudios, Tom Moos, es versäumt, vor der Einstellung der Arbeitnehmer eine Akkreditierung beim Ministerium in Manila oder bei dessen europäischer Vertretung in Berlin zu beantragen.
Das Akkreditierungssystem ist ein Mittel für die Regierung, um zu überwachen, wo Arbeitsmigranten aus den Philippinen arbeiten und ob ihre Beschäftigung legal ist. Die Akkreditierung ist nach niederländischem Recht keine Bedingung.
Die Reinigungskräfte waren gezwungen, bis zu 17 Stunden am Tag zu arbeiten und die Betten mit Fremden zu teilen, während sie die vier Filialen der Luxus-Fitnessstudio-Kette Saints & Stars in Amsterdam reinigten, berichtete the Parool vor drei Wochen. Mindestens 23 der Reinigungskräfte mussten ihre Pässe abgeben, während das Unternehmen ihre Visa und Arbeitsgenehmigungen organisierte, so die Zeitung. Viele wurden direkt in ihren Heimatländern angeworben.
Die Arbeitsaufsichtsbehörde bestätigte, dass bei den jüngsten Inspektionen in der Amsterdamer Fitnessstudiokette 23 philippinische und indonesische Wanderarbeiter ohne gültige Papiere angetroffen wurden. (…)
Elf der Reinigungskräfte wurden in die philippinische Botschaft in Den Haag eingeladen, wo man ihnen Unterstützung angeboten hat. Die Botschaft hat sich auch an die niederländische Arbeitsaufsicht, die Polizei und die niederländische Einwanderungsbehörde IND gewandt. Sie haben sich auch rechtlich beraten lassen und versuchen, eine befristete Arbeitserlaubnis für Opfer oder Zeugen von möglichem Menschenhandel zu erhalten. Unterstützer haben eine Crowdfunding-Kampagne für die Reinigungskräfte gestartet, die bisher über 30.000 Euro eingebracht hat.
Der Eigentümer Tom Moos bestreitet, die Reinigungskräfte ausgebeutet zu haben, bot ihnen jedoch jeweils 3.000 Euro an, wenn sie eine Erklärung unterschreiben würden, in der sie bestätigen, dass sie gut behandelt wurden, was sie jedoch ablehnten…“ engl. Meldung vom 14. August 2025 auf dutchnews.nl(maschinenübersetzt)
- Saints & Stars Cleaners Relief Fund – die Crowdfunding-Kampagne für die Reinigungskräfte bei gofundme.com
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