Mitgliederversammlung des FC St. Pauli beschliesst für die etwa 600 Vereinsbeschäftigten Tarifverhandlungen mit ver.di

Eine vorbildliche Bundesliga-Premiere: Der FC St. Pauli und ver.di haben den ersten Tarifvertrag in der Geschichte der Fußball-Bundesliga abgeschlossenDie Mitgliederversammlung des FC St. Pauli von 1910 e.V. möge beschließen, dass das Präsidium des FC St. Pauli von 1910 e.V. zeitnah Tarifverhandlungen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des FC St. Pauli Konzerns aufnimmt. Ziel dieser Verhandlungen soll sein, einen Tarifvertrag auf einem Tarifniveau abzuschließen, welches den Lebensumständen in der Stadt Hamburg und der jeweiligen Tätigkeilsfelder beim FC St. Pauli gerecht wird…“ Antrag an die ordentliche Mitgliederversammlung 2021 externer Link , der lt. der Pressemitteilung des Vereins vom 1.12.2021 externer Link mit großer Mehrheit angenommen wurde, wodurch für die etwa 600 Beschäftigten des Vereins Verhandlungen mit ver.di beginnen können – und nun nach Jahren der Vollzug:

  • Eine vorbildliche Bundesliga-Premiere: Der FC St. Pauli und ver.di haben den ersten Tarifvertrag in der Geschichte der Fußball-Bundesliga abgeschlossen New
    • Bundesliga-Premiere: ver.di schließt Tarifvertrag mit St. Pauli
      „Erstmals in der Geschichte der deutschen Fußball-Bundesliga gibt es einen Tarifvertrag. ver.di und der FC St. Pauli haben einheitliche Gehaltsbänder, transparente Vergütungsstrukturen und verbindliche Arbeitsbedingungen vereinbart – ein Signal weit über Hamburg hinaus.
      Es ist ein historischer Moment für die deutsche Fußballlandschaft: Der FC St. Pauli und ver.di haben den ersten Tarifvertrag in der Geschichte der deutschen Fußball-Bundesliga abgeschlossen. Der Haustarifvertrag wurde am 6. Mai 2026 unterzeichnet und schafft erstmals einen verbindlichen tariflichen Rahmen für große Teile der Vereinsorganisation.
      Was der Tarifvertrag regelt
      Der Tarifvertrag gilt für Beschäftigte des FC St. Pauli von 1910 e.V. sowie der verbundenen Gesellschaften in den Bereichen Vermarktung und Merchandising. Ausgenommen sind leitende Angestellte sowie der sportliche Bereich des Profifußballs einschließlich Nachwuchsleistungszentrum und eSports.
      Mit der Vereinbarung werden erstmals einheitliche Tarifstufen und Gehaltsbänder eingeführt. Zudem regelt der Tarifvertrag zentrale Fragen zu Arbeitsbedingungen und sozialen Leistungen. Die Laufzeit ist bis zum 30. Juni 2028 angelegt, die neuen Grundgehälter gelten rückwirkend ab dem 1. Juli 2025. Für ver.di-Mitglieder gilt der Tarifvertrag automatisch. Alle anderen Beschäftigten im Geltungsbereich können entscheiden, ob sie dem Vertrag beitreten wollen
      …“ ver.di-Nachricht vom 7.5.2026 externer Link
    • Der FC St. Pauli und die Gewerkschaft ver.di schaffen tariflichen Rahmen für Beschäftigte: Erster Tarifvertrag in der Geschichte der deutschen Fußball-Bundesliga
      Der FC St. Pauli hat gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einen Haustarifvertrag für große Teile der Organisation vereinbart. Ziel ist es, ein transparentes und verlässliches Fundament für Arbeitsbedingungen und Vergütungsstrukturen zu schaffen. Ausgangspunkt für den Prozess war ein Mitgliedsantrag aus dem Jahr 2021.
      FC St. Pauli: Vou`ll never walk aloneDer Tarifvertrag gilt für Beschäftigte des FC St. Pauli von 1910 e.V. sowie der verbundenen Gesellschaften in den Bereichen Vermarktung und Merchandising. Ausgenommen sind leitende Angestellte sowie der sportliche Bereich des Profifußballs einschließlich Nachwuchsleistungszentrum und eSports.
      Mit der Vereinbarung werden erstmals einheitliche Tarifstufen und Gehaltsbänder eingeführt. Zudem regelt der Tarifvertrag zentrale Fragen zu Arbeitsbedingungen und sozialen Leistungen. Die Laufzeit ist bis zum 30. Juni 2028 angelegt, die neuen Grundgehälter gelten rückwirkend ab dem 1. Juli 2025
      …“ Pressemitteilung vom 07.05.26 des Vereins externer Link

Siehe auch von 2024: Der FC St. Pauli gründet die erste Genossenschaft im deutschen Profifußball: Basisdemokratische Football Cooperative oder „fan-washing“?

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=195763
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