FAIRE ARBEIT E.V. macht vier Vorschläge für einen echten Mindestlohn
„Der deutsche Mindestlohn ist ein Armutslohn. Diese Feststellung ist keine Polemik, sondern eine sachliche Feststellung, die ihre Grundlage in den überwiegenden Armutskonzepten hat. Einige gehen von relativer Einkommensarmut aus, wenn der Lohn weniger als 60 Prozent des Medianlohns beträgt (beispielsweise MAGS-NRW 2020). Das WSI bezeichnet einen Lohn unter 50 Prozent des Medianlohns als „Armutslohn“ (WSI 2019). Dies war in Deutschland von 2015 bis 2019 der Fall. Auch im internationalen Vergleich schneidet Deutschland schlecht ab. Dabei ist ein deutlich höherer Mindestlohn machbar ohne dass es zu Arbeitsplatzverlusten kommt. Länder wie Frankreich und Großbritannien zeigen dies. Beide haben seit Jahren einen deutlich höheren Mindestlohn (unter Zugrundlegung des Medianlohns). (…) Im Jahr der Bundestagswahl haben wir uns auf vier Vorschläge konzentriert. Diese finden Sie in der Zusammenfassung (Kurzbeschreibung) oder eben unter Vorschläge (detaillierte Beschreibung). Ein deutlich höherer Mindestlohn sorgt nicht nur für soziale Gerechtigkeit – er bekämpft genauso die Einkommensdiskriminierung unter der Frauen, Ostdeutsche, Ausländer*innen und junge Menschen leiden (siehe Seite 4)...“ Aus der Einleitung der Broschüre von Faire Arbeit e.V., Wuppertal vom 10.02.2021
: Mindestlohn-Evaluierung: Sechs Jahre Armutslohn sind genug – Vorschläge für einen echten Mindestlohn